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Test: Unterwegs mit dem Self-Balancing-board

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Hi, mein Name ist Kamal und ich fahre einer dieser futuristischen Self-Balancing-boards…

Nein, ohne Spaß jetzt: Eigentlich war ein Test nicht geplant; die Boards habe ich mir privat gekauft. Viele (Internet-)Freunde fragten mich aber auf Facebook, Instagram und Twitter, was das sei. Da sagte ich mir selbst: „Ein Video und paar Informationen wären nicht schlecht“. Zudem wird man auf der Staße des Öfteren darauf angesprochen. Also warum nicht dazu etwas auf der eigenen Plattform machen? Gesagt. Getan. Hier ist mein Erfahrungsbericht zu den Self-Balancing-boards:

Keine Sorge: Ihr habt den Anschluss nicht verpasst, wenn Ihr heute zum ersten Mal etwas darüber erfahrt. Diese Teile gibt es jetzt seit knapp Anfang 2013 und das vorrangig in den asiatischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika. Selten sieht man welche auf den Straßen Deutschlands – so langsam kommen sie aber; im Sommer ist es soweit.

Eine einheitliche und definierte Begriffsbezeichnung existiert nicht. Es gibt unzählige Hersteller, die dieses Produkt anbieten und jeder nennt sie anders:

  • Airboard
  • Cyboard
  • Esway
  • Future Foot
  • IO Hawk
  • Monoboard
  • Monorover
  • Oxboard
  • Roadrunner
  • Swagway

und vieles mehr. Dabei fallen sie alle unter dem Oberbegriff des Self-balancing-boards. Sprich ein sich selbst balancierendes Brett. Ihr könnt Euch das Ganze so vorstellen, wie ein Segway – nur ohne einen Griff und etwas kleiner. Alle anderen Leistungsmerkmale sind ähnlich.

Stromanschluss und Powertaste des Boards

Auf jeder Seite des Boards befindet sich jeweils ein Elektromotor á 1,1 Kilowatt stark. Beide funktionieren unabhängig voneinander und fahren vorwärts oder rückwärts. Im Board selbst befinden sich zwei Akkus von Samsung Electronics. Die Aufladezeit mit dem mitgelieferten Netzgerät beträgt knapp drei Stunden. Die Gesamtreichweite ist 20 Kilometer, wobei die maximale Geschwindigkeit je nach Nutzlast bei 10 bis 12 km/h liegt. Boards wie diese halten eine Masse von maximal 110 Kilogramm aus. Alles darüber könnte dafür sorgen, dass die Konstruktion kaputt geht oder die Motoren nicht mitmachen.

Ich habe mir bewusst etwas zeitgelassen und wollte schauen, wie langlebig so ein Board ist. Die meisten dieser Geräte kommen in einer Hochglanzoptik und das passt gar nicht mit Asphalt. Es dauert nicht lange, bis Ihr Euch Kratzer einfangt. Für mich war das aber nicht schlimm, denn das ist auch alles: die Reifen, der Akku sowie die Motoren halten immer noch, was sie versprechen.

Profil des Vollgummireifens

Wie ich bereits am Anfang sagte: Es gibt viele Hersteller, die so etwas anbieten. Und deshalb gibt es auch unterschiedliche Preise. Auf den Markt zeigen sich Markenprodukte die bis in die tausenden von Euro gehen. Ich habe recherchiert und gelesen: Am Ende kam ich zu dem Ergebnis, dass es egal ist, was und woher Ihr bestellt. Die Boards kommen meistens von ein und demselben Hersteller. Deshalb sind teure Markenprodukte nicht notwendig. Es sei denn Ihr legt Wert auf Äußeres. Dinge wie Design und Lichtgrafik. Die Erschwinglichen machen ihren Job genau so gut, wie die Teuren. Günstige Anbieter findet Ihr auf Amazon, eBay und auf chinesischen Onlineshops. Ich habe meins für 300€ das Stück gekauft, die Versandzeit aus China betrug 17 Tage und Zolleinführungsgebühren gab es keine.

Ihr habt also gesehen oder gelesen, was diese Self-balancing-boards können. Empfehle ich sie Euch weiter? Ja, definitiv. Das Fahren mit den Boards macht viel Spaß und wenn man einmal drauf ist, möchte man gar nicht wieder runter. Alleine fahren ist schon cool, aber in der Clique mit Freunden oder Familie ist es ein ganz anderes Level. Deshalb habe ich mir weitere Exemplar bestellt. 300 Euro ist viel Geld, aber in Anbetracht dessen, dass vergleichbare Produkte bis zu 1800€ kosten, ist das schon dann wieder günstig.

Allerdings solltet Ihr wissen, dass kein richtiges Transportmittel ist, sondern viel mehr etwas für den Spaßbereich. Kurze Strecken zurücklegen oder kurz zum Supermarkt fahren, ist kein Problem. Aber eine kilometerlange Fahrt zur Arbeit ist anstrengend und sorgt vor allem für viel Aufmerksamkeit, weil es etwas Neues ist. Ich hab’s jetzt wie gesagt seit zwei Monaten und nutze es privat immer wo ich kann. Nachteil: Ich gehe viel weniger, als ich sollte…

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