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Test: Sony Xperia Z3 – das wasserfeste Flaggschiff...

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Das Sony Xperia Z3 wurde im September dieses Jahres auf der IFA 2014 in Berlin vorgestellt und ist jetzt seit einigen Tagen im Handel verfügbar. Eine Sache vorab: Über das Gerät gibt es nicht wirklich viel zu sagen. Es ist ein Gerät, das von seinem Hersteller alle sechs Monate aktualisiert und verbessert wird. Diese Strategie wird auch für den Nachfolger des Xperia Z3 gelten, denn Sony ist der Meinung, dass ein High-End-Smartphone die aktuellste Technik besitzen muss – das klappt am besten mit kürzeren Lebenszyklen. Ihr könnt also diese Obsoleszenz hinnehmen und jetzt kaufen, oder warten, bis im Februar 2015 das Xperia Z4 präsentiert wird. Denkt immer dran: Die nächste Generation der Xperia Z-Reihe ist immer um die Ecke.

Die Xperia Z-Familie ist die Flaggschiff-Serie von Sony. Ihr Design wirkt sich auf das ganze Portfolio aus. Schaut man aus der Makroperspektive auf das Xperia Z3, dann sieht man im ersten Augenblick keinen großen Unterschied zu den bisherigen Produkten. Das ist auch kein Wunder, weil Sony nach und nach kleine Einzelheiten auffrischt und nicht das Ganze komplett erneuert, wie HTC, Samsung oder LG Electronics es beispielsweise tun.

Xperia Z3 Metallrahmen
Der Rahmen des Sony Xperia Z3 besteht aus Metall

Sony Mobile Communications glaubt nach wie vor an sein OmniBalance-Design. Es beschreibt eine ziemlich eckige, blockförmige – ja fast schon Tafelschokoladen-artige – Smartphone-Optik, dessen vordere und hintere Seite aus Glas bestehen. Im Vergleich zu anderen Geräten, die die eine oder andere Wölbung haben, und damit deutlich besser in der Hand liegen, ist das Xperia Z3 doch etwas kantig. Aber das ist immer noch besser, als in den Generationen zuvor: Im Xperia-Z2-Review sagte ich damals, dass das Design Hand-freundlicher geworden ist. Beim Xperia Z3 sind die harten Ränder komplett weg und stattdessen gibt es viel Rundheit. Das macht sich positiv bemerkbar. Wie gesagt: Es sind kleine Einzelheiten, die Stück für Stück verbessert werden. Fragt man das große Publikum, wie man das Design findet, antwortet jeder: „Die Sony-Smartphones sehen doch alle gleich aus.“ Ob das gut oder schlecht ist, muss Sony wissen.

Sony Xperia Z3 Display
Das Display des Xperia Z3 ist 5,2 Zoll in der Diagonale groß und löst mit Full-HD-Auflösung auf.

Mit der neuen Generation hat der Hersteller das Display-Oberflächen-Verhältnis minimal verbessert: Das Display ist gleich groß geblieben – was sich aber verändert hat, ist die Gehäusehöhe. Es ist um marginale 0,8 mm geschrumpft. Das Gehäuse ist auch dünner und von der Masse her leichter geworden. Unabhängig davon, wie es in der Hand liegt – das Xperia Z3 ist ein sehr hochwertiges Smartphone. Die Glasseiten harmonieren mit dem aus Metall gemachten Rahmen. Etwas, was uns aufgefallen ist: Weil die Rückseite so glatt und plan ist, rutscht das Xperia Z3 auf nahezu jeder Oberfläche. Das kann eine Jeans sein, oder ein schräger Tisch. Wer das Telefon mal eben irgendwo hinlegt, sollte schon sein Auge drauf haben.

Xperia-Merkmal: Der Ein- und Ausschalter
Xperia-Merkmal: Der Ein- und Ausschalter

Wie wir es von Sony nicht anders kennen: Auch das Xperia Z3 ist ein nach IP68 zertifiziertes Smartphone. Es ist staub- und wasserdicht und kann bei einer Tiefe von bis zu 1,5 Meter 30 Minuten lang unter Wasser gehalten werden.

Obwohl die Power-Taste an einer guten Stelle positioniert wurde, hat Sony eine Double-Tap-Geste für das Einschalten integriert. Diese muss zunächst in den Einstellungen aktiviert werden. Leider funktioniert die Geste nicht rückwärts: Man kann also das Telefon nicht sperren.

Auf der linken Seite befindet sich der microUSB-Anschluss mit einer wasserfesten Abdeckung. Darunter ist der Anschluss für eine Docking-Station, die separat erhältlich ist. Sony hat die Aussparung für eine Schnalle entfernt: Die bisherigen Xperia-Smartphones konnte man noch irgendwo zu befestigen.

Auf der vorderen Seite findet man die Stereo-Lautsprecher, die Sony seit dem Xperia Z2 verbaut. Die Qualität ist gut, die Akustik hat einen klaren Klang und ausreichend Volumen. Positiv: Beide Lautsprecher sind zu dem Benutzer gerichtet. Die Wahrnehmung ist eine andere; eine positivere, als bei seitlichen Lautsprechern.

Der fest installierte Akku hat eine Nennladung von 3100 mAh. Dieser muss bei einer intensiven Nutzung alle 2 Tage aufgeladen werden. Der Akku ist in der Funktion beeindruckend. Das vollständige Aufladen des Akkus über den microUSB-Anschluss dauerte in unserem Test 2 Stunden und 30 Minuten. Intern sind es 16 GByte, wovon dem Nutzer lediglich 11,57 GByte zur Verfügung stehen. Der Speicher des Xperia Z3 kann über eine microSDXC-Karte um 128 GByte erweitert werden. Wer also mehr braucht, kann sich mehr besorgen.

Technische Daten des Sony Xperia Z3
Hersteller Sony Xperia Z3
Straßenpreis 462 Euro
Betriebssystem Android
Display 5,20 Zoll / IPS-LCD
Auflösung 1920 × 1080 Pixel / 424 ppi
Kamera 21 Megapixel / k. A.
Blitz, Videoleuchte Foto-LED
Auflösung (Video) 3840 x 2160
Frontkamera 2,2 Megapixel
Prozessor Qualcomm Snapdragon 801 MSM8974AC / 2,5 GHz / 4 Kerne
Speicherkartenslot k. A. / microSDXC bis 128 GByte
LTE ja / 700, 800, 850, 900, 1700, 1800, 1900, 2100, 2600 (nicht in allen Märkten verfügbar)
WLAN 802.11a/b/g/n und ac
Bluetooth 4.0
NFC ja
GPS / Glonass ja / ja
Radio / FM-Transmitter ja / k. A.
Akku-Kapazität 3100 mAh / k. A.
Standby / Gesprächszeit 2G k. A. / k. A.
Standby / Gesprächszeit 3G k. A. / k. A.
Abmessung 72 × 146 × 7 mm
Gewicht 153 Gramm
Sony Xperia Z3 Pixeldichte: 424ppi
Die Pixeldichte der IPS-LCD-Anzeige beträgt 424 Pixel pro Zoll.

Das Display des Xperia Z3 ist 5,2 Zoll in der Diagonale groß. Es löst nach wie vor mit Full High Definition auf. Wir haben Sony gefragt, warum man nicht auf den QHD-Zug aufgesprungen ist. Man sagte uns, dass man die Akkuleistung nicht aufopfern möchte, um einen minimal Unterschied zu erhalten. Vorerst bleibt es also bei 1080p. Das ist auch komplett ausreichend, denn die Pixeldichte beträgt 424 ppi. Das Panel ist ein IPS-LCD. Es bietet gute Farben, allerdings ist die Sättigung etwas schwach: Manche Apps sehen selbst bei voller Helligkeit etwas blass aus. Weiß- und Schwarzwerte sind klasse, so wie sie bei einer Flüssigkristall-Anzeige sein sollen.

Die Kamera auf der vorderen Seite nimmt Fotos in 2,2 Megapixel auf und Videos im Format 1080p. Die Qualität ist zufriedenstellend.

20,7-Megapixel Kamera
Die Kamera mit Sony Exmor RS-Bildsensor löst mit 20,7 Megapixel auf.

Etwas hochauflösender ist die Kamera auf der Rückseite: Der Exmor-RS-Bildsensor kann insgesamt 20,7 Megapixel erfassen. Die hohe Auflösung beinhaltet einen verlustfreien Zoom. So kann man Bilder vergrößern und die ganze Sensorfläche nutzen, ohne, dass die Qualität darunter leidet. Etwas ähnliches macht Microsoft mit seinen Lumia-Smartphones. Beim Xperia Z3 kommt am Ende ein 8 Megapixel Bild heraus. Die Bildqualität ist bei viel Licht exzellent. Auch andere Punkte wie Dynamik, Farberfassung und Schärfe sind großartig. Schwierig wird es, wenn wenig oder gar kein Licht vorhanden ist. Das Motiv ist zwar gut zu erkennen, es ist aber deutlich viel Rauschen und Unschärfe zu finden. In solchen Fällen ist auch die LED auf der Rückseite nicht hilfreich, da sind klein und nicht stark ist. Außerdem: Wie der Vorgänger auch, kann auch das Xperia Z3 Videos in 4K UHD aufzeichnen.

Testfotos

Testfotos: Sony Xperia Z3 (12 Bilder)

Testfoto aufgezeichnet mit dem Sony Xperia Z3

Au dem Flugzeug geschossen.

Das Xperia Z3 ist ein leicht verbessertes Xperia Z2. Es ist zwar ein hervorragendes High-End-Smartphone, aber jetzt auch nicht so gut und neu, dass man von einem Xperia Z2 aufrüsten muss. Die Unterschiede sind so gering, dass man sich sogar für den Vorgänger entscheiden kann, weil er günstiger ist. Das Xperia Z3 liegt bei knapp 550€ – das Xperia Z2 bei 380€. Ansonsten, ist das Xperia Z3 ein gutes Gerät. Dinge wie Performance, Empfang, Akku, Klangqualität, Kamera und Display sind völlig in Ordnung. Gut gepunktet hat der Akku. Wer Wert auf ein wasserfestes, qualitativ gut gemachtes Smartphone mit guter Kamera legt, der sollte sich das Telefon detaillierter anschauen.

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