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Test: Sony Xperia X Performance – k/ein Nachfolger des Xperia Z5

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Xperia X Performance – so heißt das neueste Smartphone von Sony. Bisher wurden bedeutende Neuerscheinungen immer in der Produktreihe Xperia Z angekündigt. Das hat sich aber seit Februar 2016 geändert und damit gibt es auch kein Xperia Z6, sondern ein Xperia X Performance als Nachfolger des Xperia Z5. Wie sich das neue „High-End“ aus Japan schlägt, erfahrt Ihr in diesem Test:

Eigentlich sollte das Xperia X Performance nie nach Deutschland kommen, hieß es zumindest noch Anfang des Jahres auf dem GSMA Mobile World Congress in Barcelona, Spanien. Nun ist es aber da und muss sich deshalb auch mit Konsorten wie dem Galaxy S7, HTC 10 oder LG G5 messen.

Wie jedes andere Xperia auch, hat das Xperia X Performance äußerst große Ähnlichkeiten zu seinen Sony-Brüdern und -Schwestern. Rein vom Hinsehen her weiß man nicht wirklich, ob es nun ein hochwertiges, neues, altes oder doch vielleicht ein Einsteiger-Gerät ist. Wie dem auch sei, Sony hat für dieses Telefon zwei Materialien verwendet: auf der Front ist gebogenes Glas, der Rahmen und die Rückseite aus Metall. Auch wenn Letztere sich ein wenig wie Kunststoff anfühlt. Bei Sony üblich: die Produkte sind IP65/IP68 zertifiziert. Heißt: Wasser und Staubdicht bis 1,5 Meter bei einer maximalen Dauer von 30 Minuten. Unser Testgerät hatte die Farbe Lime-Gold, daneben stehen auch Schwarz, Weiß und Rose-Gold zur Verfügung.

Das Display des Telefons ist fünf Zoll in der Diagonale groß. Im Vergleich zu den ganzen Großbild-Smartphones ist das eine willkommene Alternative. Die Auflösung des IPS-LC-Displays beträgt Full-HD, 1920 × 1080 Pixeln. Sony hat eine qualitative und extrem helle Anzeige verbaut. Die Farben sind satt, kontrastreich und auch die Blickwinkeln sind für Flüssigkristallverhältnisse gut. Das Panel gefällt uns.

Sony setzt noch immer auf den microUSB-Anschluss von gestern.

Das Xperia X Performance hat einen 32 GByte großen Speicher, davon stehen dem Nutzer jedoch weniger als 50 Prozent zur Verfügung, nämlich 14,9 bis 15,1 GByte. Wem das zu wenig ist, der kann eine microSDXC-Speicherkarte einsetzen und bis 256 GByte erweitern. Auf der rechten Seite des Telefons sitzt ein Fingerabdrucksensor, der ist in der An/Aus-Taste integriert und funktioniert verlässlich, wie er es tun sollte. Richtig nervig und vermutlich auch ungesund für den einen oder anderen ist die zu tief platzierte Lautstärkenwippe. Als Rechtshändler ist der Zugang kein leichter.

Im Inneren des Gerätes arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 820. Der Quad-Core-Prozessor ist eine gute Wahl und der aktuellste derzeit auf den Markt. Im Vergleich zu dem Galaxy S7, HTC 10 oder LG G5 hat der RAM nur eine Größe von 3 GByte, was ein wenig ernüchternd ist. Gerade wenn im Namen der Zusatz „Performance“ getragen wird. Nichtsdestotrotz ist das Arbeitstempo schnell, ruckelfrei und zufriedenstellend.

Der eingebaute Akku hat eine Nennladung von 2700 mAh, aufgeladen wird über den microUSB-Anschluss, statt USB Typ C. Das Gerät kann zwar schnelles Laden, der dazugehöriger Schnellader wird jedoch nicht im Lieferumfang mitgegeben. Das ist schade, denn selbst ein einer normalen Nutzung hält das Xperia X Performance gerade einmal einen Tag. Drahtloses Laden ist ebenfalls nicht vorhanden.

Die Kamera auf der Rückseite hat eine Auflösung von 23 Megapixeln. Der Bildsensor hat eine Größe von 1/2,3 Zoll, entsprechend ist die Bildqualität: Mittelmäßig. Wenig Details und starkes Rauschen. Sony sagt auch, dass sie einen schnelleren Hybrid-Autofokus integriert haben, der die Bewegung voraussagt und so das Bild immer präzise scharfstellt. Das klappt bei ruhigen Bewegungen gut, aber insgesamt ist das System langsamer, als so manche andere High-End-Geräte. Uns fehlt zudem ein optischer Bildstabilisator, der im schwachen Licht einiges wieder gut machen könnte. Auch weniger gefallen hat uns die Videoqualität, sie ist unter dem Durchschnitt, zudem können Videos nicht im Format UHD oder 4K aufgezeichnet werden. Positiv dagegen ist die zudem Benutzer gerichtete Kamera. Sie löst auf mit 13 Megapixeln und hat eine gleich große Blende wie auch die Kamera vorne: F/2.0. Nicht nur die Fakten hören sich gut an, auch die Resultate sind überzeugend.

Sony neuestes Xperia ist mehr ein Oberklasse-Gerät, statt ein High-End. Es hat zwar einen potenten Prozessor, doch an allen anderen Stellen ist es schwach. Gefallen hat uns das Display und das war's auch schon. Selbst die Stereo-Lautsprecher auf der vorderen Seite sind mittelmäßig. Der größte Kritikpunkt am Gerät ist die Kamera: schlechte Bildqualität, langsamer Fokus und fehlende Hardware, die in dieser Klasse zur Standardausrüstung gehört.Sony möchte für das 8,6 mm dicke Xperia X Performance 699 Euro haben. Zu ähnlichen Preisen und manchmal sogar noch günstiger bekommt man das Galaxy S7 von Samsung oder das HTC 10. Das sind die deutlich besseren, modernen und leistungsfähigeren Alternativen. Es ist kein richtiger Nachfolger des Xperia Z5…

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