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Test Sandisk Extreme Pro SD: hohe Leistung, hoher Preis

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Die Sandisks Extreme Pro R300/W260 gehört preislich zur Spitzenklasse der SDXC-Karten. Wir testen, ob ihre Leistung den hohen Preis rechtfertig.

In unserer Themenwelt zu schnellen SDXC-Karten testen wir die flinken Speichermedien, die man etwa für 4K-Aufnahmen benötigt. Bisher sind folgende Tests erschienen:

Sandisk beziffert den Datendurchsatz der Premium-SDXC-Karte Extreme Pro in der 128 GByte-Version mit bis zu 300 MByte/s. Dieser Wert gilt allerdings für Leservorgänge, der Schreibwert erreicht einem Blick auf die Herstellerseite zufolge bis zu 260 MByte/s und liegt damit im Grenzbereich dessen, was eine moderne UHS-II-Speicherkarte leistet. Das Speichervolumen dieses Modells genügt laut Angabe von Sandisk für eine 32-minütige Aufnahme von besonders hochauflösenden 4K-Videos mit 500 MBit/s. Bei Videoaufnahmen im privaten Bereich reicht die Kapazität hingegen selbst in UHD-Auflösung für mehrere Stunden an Material aus.

Die Sandisk Extreme Pro R300/W260

Wer professionell fotografiert und stets mehrere Karten mit sich führen muss, freut sich über die praktische Transportbox, welche der Extreme Pro beiliegt. Einzigartig ist die Garantiedauer: Sandisk gibt auf der eigenen Homepage 30 Jahre – so lange wird vermutlich kaum ein Anwender das Speichermedium nutzen können oder wollen.

Als Abrundung des Gesamtpakets legt der Hersteller ein Zwei-Jahres-Abo der Rescue Pro Deluxe Software von LC Technology bei. Im Gegensatz zur normalen Version beherrscht die Deluxe-Edition der Datenrettungs-Software den Umgang mit zusätzlichen RAW- und Video-Formaten.

Im Rahmen der aktuellen Teststrecke schneller SDXC-Karten für Fotografie und Videoaufnahmen nutzen wir den intergierten, per PCI-Express angebundenen und UHS-II-kompatiblem Kartenleser eines mit 64 GByte Arbeitsspeicher ausgestatteten XMG ULTRA 17. Der üppig dimensionierte Hauptspeicher findet vor allem bei den Kopiertests mit echten Daten in unterschiedlichen Größenordnungen in Form einer großzügig dimensionierten RAM-Disk Verwendung. Ein weiterer Durchlauf testet die Lese- und Schreibleistung mittels des verbreitete Benchmark-Tools Crystal Disk Mark. Neben einer Überprüfung des sequenziellen Durchsatzes bei einer Anfragetiefe (Queue Depth) von Eins testet das Programm auch die Leistung beim wahlfreien Lesen und Schreiben von 4K-Datenblöcken. Ein abschließender Dauerschreibtest soll zeigen, ob es zu Leistungseinbrüchen kommt. Dieser muss größenbedingt auf den Einsatz einer RAM-Disk verzichten, die Daten kommen hier von der im Notebook verbauten Samsung SSD 970 Evo.

Im Kopiertest gehört Sandisks Extreme Pro zur Performance-Elite der SDXC-Karten. Mit 282,9 MByte/s beim Lesen und 246,8 MByte/s beim Schreiben liegt sie am Limit dessen, was über den integrierten Kartenleser des verwendeten Notebooks möglich ist. Auch bei mittelgroßen und kleinen Dateien lässt sie die Muskeln spielen und holt sich, so viel Spoiler sei erlaubt, die Bestwerte im aktuellen Testfeld: Mit 215 und 101,1 sowie 34,3 und 8,8 MByte/s schneidet sie hervorragend ab und benötigt folgerichtig auch bei den Kopiervorgängen mit einem gemischten Ordner am wenigsten Zeit. Das macht die Speicherkarte insbesondere auch als schnellen Wechselspeicher am Notebook oder PC interessant.

Sandisk Extreme Pro 128 GByte, Kopiertest
Lesen: kleine Dateien (18.000x128 KByte) 34,3 MByte/s
Schreiben: kleine Dateien (18.000x128 KByte) 8,8 MByte/s
Lesen: mittelgroße Dateien (Lesen/Schreiben, 3.600x2,5 MByte) 215,0 MByte/s
Schreiben: mittelgroße Dateien (Lesen/Schreiben, 3.600x2,5 MByte) 101,1 MByte/s
Lesen: große Datei (1x25 GByte) 282,9 MByte/s
Schreiben: große Datei (1x25 GByte) 246,8 MByte/s
Lesen: gemischter Ordner (9,53 GByte) 01:11 min
Schreiben: gemischter Ordner (9,53 GByte) 04:55 min

Auch im synthetischen Crystal Disk Mark ist die Leistung hervorragend: Nur beim sequenziellen Schreiben bricht der Wert auf immer noch sehr hohe 219,1 MByte/s ein. Mehrere Nachtests konnten daran nichts ändern, im Zweifelsfall ist allerdings bei der Performance-Beurteilung den Resultaten der echten Kopiervorgänge der Vorzug zu geben. Wir vermuten hier ein Problem auf Seiten des Benchmarks, konnten dies aber nicht final klären.

Sandisk Extreme Pro 128 GByte, Crystal Disk Mark
seq. Read QD1 272,6 MByte/s
seq. Write QD1 219,1 MByte/s
4K Rd. Read QD1 3517 IOPS
4k Rd. Write QD1 507 IOPS

Spätestens beim Windows-Kopiervorgang mit einer 115 GByte großen Datei zeigt sich aber wieder ein Wert, der auch das tatsächliche Leistungsvermögen der Sandisk Extreme Pro widerspiegelt: Die SDXC-Karte schreibt durchschnittlich mit 246,5 MByte/s. Die während des gesamten Schreibvorgangs im Sekundentakt erfasste Verlaufskurve attestiert dem Speichermedium zudem eine konstante Performance.

Perfmon zeigt eine schön gleichmäßige Kurve ohne hohe Ausschläge,
SanDisk Extreme PRO  R300/W260 SDXC   128GB, UHS-II U3, Class 10 (SDSDXPK-128G-GN4IN)

Sandisk Extreme Pro, R300/W260, 128 GByte

SanDisk Extreme PRO  R300/W260 SDXC    64GB, UHS-II U3, Class 10 (SDSDXPK-064G-GN4IN)

Sandisk Extreme Pro, R300/W260, 64 GByte

SanDisk Extreme PRO  R300/W260 SDHC    32GB, UHS-II U3, Class 10 (SDSDXPK-032G-GN4IN)

Sandisk Extreme Pro, R300/W260, 32 GByte

Sandisks Premier Pro SDXC-Karte liefert eine ausgesprochen hohe Lese- und Schreibleistung. Damit bedient der Hersteller das Premium-Segment für ambitionierte und professionelle Fotografen und Filmer, was sich auch anhand des mit 190 Euro etwas höheren Anschaffungspreises zeigt. Im Gegenzug gibt es allerdings eine Herstellergarantie von überragender Dauer sowie eine Zwei-Jahres-Lizenz zur Nutzung einer Datenrettungssoftware.

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