TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Test Samsung Portable SSD T5: Groß, schnell, günstig

6
von  // 

Samsungs 1 TByte große, externe SSD vereint viel Speicherplatz mit einem günstigen Preis. Ein schickes Aluminiumgehäuse sorgt für Stabilität und leitet Wärme ab.

Hohes Tempo und moderate Preise machen SSDs auch als externe Speicherlösungen interessant. Den Anfang unserer Testreihe macht die Samsung Portable SSD T5, gefolgt von der Samsung Portable SSD X5 (Testbericht). Das Speichermedium wird per USB-C direkt am Rechner angeschlossen. Wer stattdessen auf Speicher im Netzwerk setzen möchte, dem raten wir zu unserer Kaufberatung zu NAS-Systemen.

Mit schlanken Maßen von nur 74 × 57,3 × 10,5 mm und einem Leichtgewicht von 51 g ist Samsungs T5 die richtige Wahl zum Transport und der Hosen- oder Jackentasche. Einen versehentlichen Sturz steckt die T5 problemlos weg. Dafür sorgt ein stoßfestes, nahezu vollständig aus Aluminium gefertigtes Gehäuse, welches gleichzeitig die Abwärme aus dem Inneren der T5 besser nach außen ableitet: Intern stellen Wärmeleitpads eine direkte Verbindung zwischen Controller, Flash-Speicher, DRAM-Cache und der Alu-Hülle her.

Die Verpackung der T5.

Speicherseitig setzt Samsung auf TLC-Flash aus der aktuellen, hauseigenen 3D-V-NAND-Baureihe im 64-Layer-Design in Form einer mSATA-SSD, welche der Hersteller mittels einer zusätzlichen Platine über einen Bridge-Chip mit dem USB-C-3.1-Ausgang verbindet. Bei diesem handelt es sich um die schnellere Gen-2-Version mit einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gbit/s. Zwar ist es möglich, das verschraubte Gehäuse nach dem Lösen des Aufklebers mit der Seriennummer zu öffnen, dann erlischt jedoch die dreijährige Herstellergarantie.

Zum Lieferumfang der im exFAT-Dateisystem formatierten Samsung Portable SSD T5 gehören jeweils ein beidseitig mit USB-C-Steckern bestücktes sowie ein USB-C- auf USB-A-Kabel. Letztgenanntes misst von Steckerspitze zu Steckerspitze 46,5 cm, die zusätzlich vorgesehene Typ-C-Version lag unserem Testmuster nicht bei. Grundlegend ist es aber ein kluger Schachzug seitens Samsung, zwei unterschiedliche Kabel mitzuliefern: Längst nicht jedes verwendete Gerät unterstützt bereits den neueren Typ-C-Standard. Neben der Anschlussbuchse an der externen SSD befindet sich eine gut versteckte, blaue LED zur Anzeige von Betrieb und Zugriff. Deren Leuchtkraft fällt erfreulicherweise so niedrig aus, dass sie zwar problemlos zu erkennen ist, aber auch in einer dunklen Umgebung nicht stört.

Der USB-Port ist mittig in der Gehäusefront verbaut.

Aufgrund der internen SATA-Anbindung des Flash-Speichers ist die maximale Datentransferrate auf 540 MByte/s beschränkt. Die aktuellsten Tunderbolt-3-SSDs NVMe-Unterstützung sind zwar deutlich schneller, aber aufgrund der höheren Anforderungen an die Kühlung nicht nur schwerer und größer, sondern auch teurer. Wer nicht unbedingt auf die Verwendung der schnellsten, verfügbaren Modelle auf dem Markt angewiesen ist, bekommt mit der 1 TByte großen T5 für knapp über 150 Euro viel SSD für kleines Geld, die Performance-seitig jede mechanische Festplatte deutlich aussticht.

Als Besonderheit spendiert Samsung der Portable SSD T5 eine Möglichkeit zur Dateiverschlüsselung. Deren Verwendung setzt die Installation der auf der Herstellerseite herunterladbaren Portable-SSD-Software für Windows oder Mac OS voraus und erlaubt das Einrichten eines Passworts zur 256-Bit-AES-Laufwerksverschlüsselung. Im Rahmen eines kurzen Praxis-Checks zeigten sich dabei keine Leistungseinbußen. Darüber hinaus erkennt das Programm automatisch verfügbare Firmware-Upgrades und führt diese auf Knopfdruck aus.

Technische Daten
Hersteller Samsung
Modell Portable SSD T5 (1 TByte)
Modellnummer MU-PA1T0B
Schnittstelle extern USB-C 3.1 Gen 2 (UASP)
Anschlusskabel Type-C auf Type-C (46,5 cm); Type-C auf Type-A (46,5 cm)
Schnittstelle intern mSATA (SATA 6 Gb/s)
NAND-Flash TLC (3D V-NAND V4, 64 Layer)
Gesschwindigkeitsangabe Lesen/Schrieben (Hersteller) 540/k.A. MByte/s
Formatierung (werkseitig) exFAT
Kapazität: Hersteller / Windows Datentägerverwaltung 1.000 / 931,51 GByte
weitere Kapazitätsklassen 500 GByte, 2 TByte
Verschlüsselung 256 Bit AES
Firmware MVT42P1Q_0408_010604
Software Samsung Portable SSD Software (Windows, macOS, Android)
Gehäuse Aluminium
Besonderheiten -
Abmessungen 74 x 57,3 x 10,5 mm
Gewicht 51 g
Garantie 3 Jahre

Die Leistung der Samsung Portable SSD T5 liegt im Grenzbereich dessen, was ein mSATA-Laufwerk zu leisten vermag. Somit messen wir im Crystal Disk Mark bei einer Anfragentiefe von 32 lesend und schreibend jeweils 548,7 beziehungsweise 511,7 MByte/s. Bei einfacher Anfragetiefe, was beispielsweise einem regulären Kopiervorgang entspricht, liegen diese Werte bei 434,1 respektive 392,5 MByte/s. Darüber hinaus eignet sich die T5 aber auch als externes Systemlaufwerk: Das belegen die Ergebnisse beim wahlfreien Lesen und Schreiben 4 KByte kleiner Datenblöcke. Crystal Disk Mark misst im QD32-Durchlauf knapp 50.000 IOPS, bei QD1 sind es immer noch 8.430 (Lesen) und 11.082 IOPS (Schreiben). Manch eine der günstigsten SSDs aus den unteren Regalen großer Elektrofachmärkte versagen in dieser Disziplin.

Samsung Portable SSD T5 (1 TByte), Crystal Disk Mark v6.0.2 x64
seq. Read QD32 548,7 MByte/s
seq. Write QD32 511,7 MByte/s
seq. Read QD1 434,1 MByte/s
seq. Write QD1 392,5 MByte/s
4K Rd. Read QD1 8430 IOPS
4K Rd. Write QD1 11082 IOPS
4K Rd. Read QD32 49945 IOPS
4K Rd. Write QD32 48493 IOPS

Im Benchmark IOMeter fallen die Ergebnisse beim Wahlfreien Lesen und Schreiben von 4 KByte großen Datenblöcken auf dem verwendeten Testsystem deutlich höher aus, insbesondere bei hohen Queue-Tiefe fächert sich das Feld der SSDs weiter auf.

Samsung Portable SSD T5 (1 TByte): IOMeter
4K Rd. Read QD1 18772 IOPS
4K Rd. Write QD1 18162 IOPS
4K Rd. Read QD32 62268 IOPS
4K Random Write QD32 55236 IOPS

Typischerweise fallen beim täglichen Gebrauch der SSD jedoch gemischte Workloads bei niedrigen Anfragetiefen an. Die Leistung in diesem Bereich zeigen die Verlaufskurven bei einer 70/30-Lastverteilung zwischen Lesen und Schreiben über einen Zeitraum von drei Minuten. Hier liefert die T5 im IOMeter erneut gute IOPS-Werte, auffällig ist allein das reproduzierbare Verhalten bei einfacher Anfragetiefe: Die SSD liefert im Mittel knapp 80 Sekunden lang 13.742 IOPS, danach springt der Wert auf durchschnittlich 18.536 IOPS. Im QD2- (21.523 IOPS) sowie QD4-Durchlauf (38.845 IOPS) bleibt das Messergebnis konstant.

Ein 15-minütiger IOMeter-Durchlauf mit jeweils sequenziellen Lese- und Schreibvorgängen bei QD32 für die maximale Auslastung und QD1 als Analogwert zu einem normalen Kopiervorgang testet nicht nur die Temperaturbeständigkeit, sondern zeigt auch Caching-Effekte: Ist der schnelle, dem normalen Speicher vorgeschaltete Cache aufgebraucht, bricht die Leistung auf das Standard-Niveau ein.

Vorsicht: Die Tests liefen während der letzten Hitzephase Ende Juli 2019, Redakteur und Laufwerke sahen sich daher trotz Altbaubüro mit einer Raumtemperatur von 26,1 °C konfrontiert. In der Regel laufen alle Tests bei einer geringeren Temperatur durch, dann könnten die Ergebnisse noch etwas besser aussehen.

Dennoch hinterlässt die Samsung Portable SSD T5 einen sehr guten Eindruck. Laut über den integrierten Sensor ausgegebenen Wert liegt ihr Limit bei 67 °C, danach drosselt das Laufwerk die Leistung automatisch, um einer Überhitzung und daraus möglicherweise resultierenden Schäden vorzubeugen. Beim Lesen von Daten wird dieser Zustand nicht erreicht: Trotz der hohen Umgebungstemperatur erreicht die SSD maximal 46 °C und liest in IOMeter durchschnittlich mit 562,4 (QD32) beziehungsweise 394,7 MByte/s (QD1).

Anders beim Schreiben, wenngleich das Laufwerk hier erst einen vergleichsweise späten Leistungsabfall zeigt: Für 7:26 (QD32, 511,7 MByte/s) beziehungsweise exakt 10 Minuten (QD1, 394,4 MByte/s) schreibt die SSD mit voller Geschwindigkeit, danach nimmt die Performance bis zum Testende langsam auf Minimalwert von bis zu 344,1 beziehungsweise 296,6 MByte/s ab. Bis es dazu kommt, ist allerdings eine große Menge an Daten geschrieben, für alltägliche Einsatzszenarien ist das Verhalten weitgehend irrelevant. Interessant ist zudem: Besondere Auswirkungen eines Caches sind zumindest im Verlauf dieser Benchmarks nicht sichtbar. In einem solchen Fall hätte die Verlaufskurve bereits einen kleinen Einbruch nach kurzer Zeit zeigen müssen – nämlich genau zu dem Zeitpunkt, zu dem der schnelle Zwischenspeicher vollgeschrieben ist.

Die T5 ist klein und unauffällig.

Samsung bietet die T5 in Kapazitätsklassen zwischen 250 GByte und 2 TByte an. Dabei stehen nicht alle Größen in allen vier Gehäusefarben zur Verfügung. Ursprünglich startete Samsung mit einem schwarzen (1 und 2 TByte) sowie einem blauen (250 und 500 GByte) Aluminiumkleid. Vor wenigen Monaten reichte der Hersteller dann noch Modelle mit einem roten und goldenen Gehäuse nach, diese Wahloptionen beschränken sich allerdings auf T5 mit 500 GByte und 1 TByte.

Samsung Portable SSD T5 schwarz  1TB, USB-C 3.1 (MU-PA1T0B)

Portable SSD T5 (1 TByte)

Samsung Portable SSD T5 schwarz  2TB, USB-C 3.1 (MU-PA2T0B)

T5 (2 TByte)

Samsung Portable SSD T5 blau   500GB, USB-C 3.1 (MU-PA500B)

T5 (500 GByte)

Samsung Portable SSD T5 blau   250GB, USB-C 3.1 (MU-PA250B)

T5 (250 GByte)

Mit der Portable SSD T5 (1 TByte) hat Samsung für rund 150 Euro nicht nur aus Preis-Leistungssicht ein nach wie vor heißes Feuer im Eisen. Wem eine durch die interne mSATA-Anbindung des Flash-Speichers auf rund 550 (Lesen) bzw. 510 MByte/s (Schreiben) limitierte Leistung ausreicht, der bekommt mit dieser Modellreihe kleine und leichte, portable Laufwerke im schicken und robusten Aluminium-Gehäuse samt einer Möglichkeit zur Laufwerksverschlüsselung.

Die T5 läuft erst nach überdurchschnittlich intensivem Dauergebrauch ins Temperaturlimit. Dazu muss der Anwender aber weit mehr auf das Laufwerk schreiben als nur ein paar Filme und selbst dann ist die SSD noch deutlich schneller als ein externes Laufwerk auf Basis einer mechanischen Festplatte.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige