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Test: Razor Hovertrax 2.0 – E-Board mit Wechselakku

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Seit Ende des letzten Jahres hat der US-amerikanische Hersteller Razor ein neues E-Board. Das Hovertrax 2.0 ist mit einer dauerhaften sich selbstbalancierenden Funktion ausgestattet und besitzt zudem einen austauschbaren Akku. Das Fahrzeug fährt sich einfach und bereitet enorm viel Spaß. Wir haben das Hovertrax 2.0 in den vergangenen Tagen ausprobiert – das Ergebnis lest und seht Ihr in diesem Test von TechStage.


Für jeden etwas dabei: Razor bietet seinen Hovertrax 2.0 in fünf Farben an. Neben der dezenten Optik in Schwarz und Weiß stehen auch noch Blau, Rot sowie das von getestete Gelb zur Verfügung. Gut gefallen hat uns die makellose Verarbeitung des Boards: Im Vergleich zu Noname-Produkten ist die Ausführung bei dem Marken-E-Board sauber. An den Kotflügeln besitzt es je Seite einen Stoßfänger, der das Gehäuse beim Überschlagen um die Querachse vor Kratzern schützt. Das Gehäuse des Hovertrax 2.0 ist aus hartem Kunststoff, fühlt sich aber nicht minderwertig an. Es ist poliert und wirkt einwandfrei. Auch die gummierten Flächen für die Füße bieten einen festen Halt, selbst bei Feuchtigkeit. Am Gehäuse, das eine Last bis zu 100 Kilogramm tragen kann, knarzt oder wackelt nichts.

Razor Hovertrax 2.0
Razor Hovertrax 2.0
Razor Hovertrax 2.0

An der Front wurden je Seite 9 hell in der Farbe Blau leuchtende LEDs in einem geschwungenen Design platziert. Mit diesem Look hebt sich das Hovertrax 2.0 etwas von der Masse ab. Der Knopf zum Ein- und Ausschalten befindet sich neben den Fußmatten auf der Kopfseite. Im eingeschalteten Zustand leuchtet dieser ebenfalls blau. Um ein ungewolltes Ausschalten zu vermeiden, wurde die Taste etwas tiefer eingelassen.

Razor Hovertrax 2.0

Die Statusanzeige gibt in 20 Prozentschritten und in Farbe den aktuellen Ladestand des Akkus wieder. Je nach Situation sollte der Nutzer seinen Board aufladen oder weiterfahren.

Razors aktuellstes Board ist kompakt und leicht. Das Gerät ist im Vergleich zu einem IO Hawk um 3 Kilogramm leichter. Der Hersteller selbst gibt eine Masse von 12,2 Kilogramm an, wir haben im Test 9 kg auf der geeichten Waage abgelesen. Damit ist das Transportieren bequemer, als bei den Konkurrenzprodukten mit den üblichen 12 kg. Eine Tragetasche liefert Razor nicht mit, obwohl das Gang und Gäbe ist.

Das geringere Gewicht geht zu Lasten der Größe des Akkus: Im Test erreichte das Hovertrax 2.0 lediglich eine Reichweite von 9 Kilometer. Die maximale Geschwindigkeit wird zwar mit 13 km/h beworben, hängt jedoch von der Zuladung ab. Ein 1,79 M großer Mann mit einer Masse von 87 Kilogramm kratzt gerade einmal an die 10-km/h-Marke – nicht sonderlich schnell.

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Schwarz

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Weiß

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Blau

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Rot

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Gelb

Razor Hovertrax 2.0

Wir sprechen weiterhin über den Akku. Ja, der ist klein, bietet aber eine praktische Besonderheit: Er lässt sich werkzeuglos gegen einen weiteren austauschen. Das macht das Hovertrax 2.0 nachhaltig, denn wenn der Akku seine Lebensdauer erreicht hat, kann er ordnungsgemäß entsorgt und gegen einen neuen ausgetauscht werden. Die Wechselfunktion erlaubt zudem ein langanhaltendes Fahrvergnügen. Das Aufladen klappt über ein mitgeliefertes Netzgerät am Gehäuse des E-Boards und dauert etwas um die 3 Stunden. Das ist mehr als im Durchschnitt von 1,5 Stunden.

Razor Hovertrax 2.0

Eine weitere Besonderheit des Hovertrax 2.0 ist die dauerhafte Selbststabilisierung. Laut dem Hersteller soll diese Technik patentiert und exklusiv sein. Das ist schwer nachzuvollziehen, denn auch Segway und ihre chinesische Muttergesellschaft Ninebot verwenden einen kontinuierlich arbeitenden Gyroskop bei ihren Fahrzeugen. Wie dem auch sei, der Nutzer hat hiervor zwei Vorteile: das Ein- und Aufsteigen ist kinderlicht, denn ein Wegtreten des Boards wird augenblicklich durch das System verhindert. Außerdem ist das Überschlagen vermieden, so hält das Board länger.

Razor Hovertrax 2.0

Das Hovertrax 2.0 be- und entschleunigt über die Neigung der zwei Achsen. Ein Drucksystem in den Fußmatten ist damit nicht mehr notwendig. Deshalb können auch kleinere Kinder mit dem Board fahren, ohne ein Mindestgewicht haben zu müssen. Aber Achtung (!) weil der Vortrieb allein durch das nach vorne Neigen der zwei Achsen funktioniert, fährt das E-Board beim Abspringen selbstständig weiter. Denn ein System zum Überprüfen, ob ein Mensch drauf steht oder nicht, besitzt es nicht. Im schlimmsten Fall fährt das Hovertrax 2.0 einfach weiter, bis es angehalten wird. Das ist ein großer Nachteil.

Wir haben bisher fünf verschiedene Boards getestet, das Hovertrax 2.0 gefällt uns am meisten, weil es zwei essentielle Vorteile bietet: austauschbarer Akku sowie die sich selbst balancierende Technik. Die Verarbeitung ist gut gemacht, aufgrund der Schutzmechanismen wird das neuwertige Aussehen auch über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben.Die zwei Reifen mit einem Durchmessen von 6,5 Zoll sind Standard, etwas Neues gibt es hier nicht. Lediglich das eingefräste Razor-Emblem tut etwas für die Optik.Der Hovertrax 2.0 ist ein solides Self-balancing-board für rund 400 Euro. Zwar ist es nicht für Off-road gedacht und schon gar nicht für die öffentliche Nutzung auf Straßen, aber es ist zertifiziert und anders, als die Nonameprodukte.

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