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Test Nanoleaf Canvas: Smartes Dekolicht in neuer Auflage

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Die Entwickler der LED-Panels Nanoleaf Aurora (Testbericht) haben eine neue Generation Ihrer Leuchtelemente im Angebot. Wir haben das Modell Canvas ausprobiert und erklären, worin die Unterschiede zur alten Version liegen.

Das Canvas Basis-Set besteht aus insgesamt neun quadratischen Kunststoff-Elementen mit jeweils vier Einzelleuchten. Die einzelnen Elemente sind 15 × 15 Zentimeter groß und mit dreiadrigen Kontaktplättchen miteinander verbunden. Diese kommen in einen von vier möglichen Einschüben auf der Rückseite der Leucht-Panels. Der Nutzer kann die Einzelelemente entweder auf gleicher Höhe oder versetzt zusammenstecken. Eine Reihenfolge beim Zusammenstecken muss nicht eingehalten werden. Solange die Elemente nur irgendwie miteinander verbunden sind, klappt die Kommunikation untereinander. Wichtig: Die Anschlüsse des Nanoleaf Canvas sind nicht zum Aurora kompatibel, ein Mischen der beiden Systeme funktioniert nicht.

Das Zusammenstecken der Einzelelemente ist unkompliziert.

Neben der eigentlichen Beleuchtung gehören noch das Netzteil und doppelseitige Klebeplättchen für die Befestigung an der Wand zum Lieferumfang. Die Befürchtung, dass die Klebestreifen nicht vernünftig an der Wand halten, hat sich im Test nicht bestätigt.

Die LED-Panels von Nanoleaf sind ein sexy Deko-Element, deren Form und Farbe der Nutzer bestimmt. Wer möchte, kann sein Basis-Set mit weiteren Panels erweitern. Laut Hersteller funktioniert das System mit bis zu 500 Einzelelementen – das wird dann allerdings extrem teuer. Vier zusätzliche LED-Elemente kosten derzeit knapp 80 Euro. 480 Einzelelemente zum Nachrüsten kosten somit satte 9760 Euro.

Der Nutzer bestimmt, wie die Elemente angeordnet sind.

Die Einrichtung des Systems und die Steuerung geschieht mit Hilfe einer WLAN-Verbindung und der Nanoleaf-App (Android und iOS). Wer möchte, dass seine Beleuchtung auf Umgebungsgeräusche reagiert, brauchte in der Vergangenheit das optional erhältliche Rhythm-Modul. Bei der neuen Variante, den Nanoleaf Canvas, ist dieses Modul bereits integriert. Eine weitere Neuerung ist das, in einem der Panels integrierte, berührungsempfindliche Bedienelement. Eine Steuerung der hinterlegten Leuchtmodi ist so ganz ohne Smartphone möglich.

Die größte Veränderung, neben der Form der Panels, ist die integrierte Touch-Funktion. Diese ermöglicht eine Interaktion mit Nanoleaf-Panels. Auf Berührung ändern die Leuchten beispielsweise die Farben oder Helligkeit – abhängig vom eingestellten Beleuchtungsmodi. Wer will, kann die Panels so auch ohne das Bedienfeld oder das Smartphone steuern oder sogar damit spielen. Die sogenannten interaktiven Leucht-Programme gibt es kostenlos bei Nanoleaf.

Das System arbeitet mit IFTT, Siri, Alexa und Google-Home zusammen. Wer will, kann seine Beleuchtung also per Stimme steuern und sich anhand der Lichter informieren lassen, wenn ein voreingestelltes Ereignis eintritt.

Das Bedienfeld der Design-Leuchten. Das Netzteil kann an jedem beliebigen Panel angesteckt werden.

Wer bereits die Vorgängerversion der Leuchten nutzt, braucht keine zusätzliche App. Die Canvas-Panels nutzen die gleiche Software, wie die älteren Leuchten. Das Programm ist übersichtlich und logisch aufgebaut. Im Hauptfenster, dem sogenannten Dashboard, bestimmt der Nutzer die Farben und das Verhalten der Leuchten. Im oberen Bildbereich ist dabei zu sehen, welche Nanoleaf-Leuchten gerade angesteuert wird. Im unteren Bereich stehen insgesamt fünf Reiter mit verschiedenen Beleuchtungsmodi zur Auswahl. Damit alle Leuchten in der gleichen Farbe leuchten, wird der Reiter Einfarbig benutzt. Unter Farbe stehen diverse mehrfarbige Farbwechselprogramme zur Wahl.

Der Punkt Rhythm zeigt unterschiedliche Farbprogramme, welche auf die Umgebungsgeräusche reagieren. Im Reiter Gruppe, können mehrere unterschiedliche Nanaoleaf-Beleuchtungen zusammengefasst und zeitglich angesteuert werden. Neu ist der Unterpunkt Interaktiv. Hier stehen verschiedene Beleuchtungsmodi zur Auswahl, die per Touch-Funktion arbeiten. Wer möchte, kann mit seinen Leuchtelementen beispielsweise eine Runde Memory spielen. Dies ist zwar ganz lustig, allerdings ist die Steuerung nicht gerade intuitiv und so klappt das Spielen erst nach einem Blick in die Anleitung. Wer mit den Leuchten interagieren will, sollte sich unbedingt zusätzliche Panels besorgen – mit nur neun Elementen machen Spiele wie Memory keinen Spaß.

Die App bietet jede Menge verschiedener Lichtmuster.

Wer kein passendes Beleuchtungsprogramm für seine eigenen Ansprüche findet, kann zahlreiche neue Farbverläufe und Animationen kostenlos herunterladen oder selbst erstellen. Das Hinterlegen von Zeitplänen für die Nanoleaf-Panels ist ebenfalls möglich. Bei offenen Fragen steht außerdem eine praktische Tutorial- und Hilfe-Funktion zur Verfügung.

nanoleaf Canvas Smart Lighting LED Panel Starterkit 9x 1W (NL29-0002SW-9PK)

Nanoleaf Canvas Starter-Kit

nanoleaf Canvas Smart Lighting LED Panel Erweiterungspack 4x 1W (NL29-0001SW-4PK)

Nanoleaf Canvas Erweiterungspaket

Die Nanoleaf Canvas sehen extrem cool aus und bieten jede Menge unterschiedlicher Leuchtmodi. Die Bedienung und Einrichtung sind einfach und die Steuerung klappt nun auch ohne Smartphone. Dank Touch-Funktion, integriertem Rhythm-Modul und Bedienfeld ist die neue Version deutlich besser, als das Vorgängermodell.

Bei Zuschauern sorgt die Deko-Beleuchtung auf jeden Fall für einen Wow-Effekt und Begeisterung. Der Preis von 200 Euro für das Starter-Paket ist allerdings nicht gerade günstig. Wir würden uns wünschen, dass die Preise für das gesamte Nanoleaf-Programm etwas niedriger wären. Gerade für Privatpersonen sind die Preise abschreckend – vor allem, da man sich am liebsten eine ganze Wand mit den Panels zupflastern würde.

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