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Test: Lenovo K6 – handlich und mit Fingerabdrucksensor

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Das K6 von Lenovo ist ein handliches Mittelklasse-Smartphone mit Metallgehäuse und Fingerabdrucksensor. Das Telefon will mit Stereo-Lautsprecher und Dual-SIM-Slots überzeugen. Aber stimmt auch die Qualität? Das finden wir in diesem Test heraus.

Im Gegensatz zu der parallel geführten und bekannteren Produktlinie Moto scheinen die Namen der Lenovo-eigenen Telefone kaum einen Sinn zu ergeben. Sie tragen einen Buchstaben und eine Zahl. Auf Nachfrage erfahren wir, dass das K für Multimedia steht – das hier getestete K6 ist also die sechste Generation von Lenovos Multimedia-Smartphone.

Handlich und leicht, das Display hat eine Diagonale von fünf Zoll.

Ausgestattet mit Android OS 6.0 Marshmallow, einem Achtkernprozessor und zwei GByte RAM, läuft das K6 flüssig und ohne Ruckeln und Haken. Unangenehm aufgefallen ist uns lediglich ein leichtes Zittern beim Platzieren von Elementen wie Apps oder Widgets auf den Startseiten.

Ein Upgrade auf die neue Android-Version 7 alias Nougat sei geplant, erklärte Lenovo Deutschland auf Nachfrage von TechStage. Wann genau die Verteilung starten soll, weiß der Hersteller aktuell nicht. Aber gut zu wissen: Als wir das erste Mal unser K6 starteten, kam sofort ein Sicherheits-Update für das Betriebssystem. Mit einer Größe von rund 60 MByte war es zwar nicht sonderlich groß, aber vermutlich trotzdem wertvoll.

Genau wie beim letzte Woche getesteten Lenovo P2 setzt der Hersteller auf eine leicht angepasste Android-Oberfläche. Sie ist übersichtlich und selbsterklärend. Am stärksten modifiziert gegenüber Standard-Android sind die Schnellzugriffe oberhalb der Sammelstelle für Benachrichtigungen. Sie sind anders gestaltet und kategorisch angeordnet. Nervige Bloatware ist auf dem Telefon nicht installiert, es gibt ab Werk allerdings einige Instandhaltungs-, Sicherheits- und Gestaltungs-Apps. Wer sich daran stört, kann die meisten dieser Anwendungen löschen. Danke dafür.

Zwar ist die vergleichsweise geringe App-Anzahl eigentlich sehr angenehm und sorgt für einen übersichtlichen App-Drawer, allerdings vermissen wir grundlegende Applikationen: Player für Musik und Videos fehlen. Wir finden das nicht so schlimm, denn jeder hat unterschiedliche Präferenzen und kann mit wenigen Klicks seine Favoriten aus dem Google Play Store herunterladen. Uns reichen zum Beispiel Cloud-basierte Inhalte wie Spotify, YouTube und Netflix sowie Instant Video von Amazon. Aber man muss es eben wissen.

Neben den an der rechten Seite gut positionierten mechanischen Tasten, verfügt das K6 auch über drei Soft-Touch-Tasten. Sie befinden sich unterhalb des Bildschirms und sind nicht beleuchtet. Wer das Smartphone nicht über den An-/Aus-Knopf oder den zuverlässig funktionierenden Fingerabdrucksensor auf der Rückseite entsperren möchte, der kann auch zweimal auf das Display tippen. Nach dieser Geste leuchtet die Anzeige auf und ermöglicht ebenfalls einen Zugang zum System.

Lenovo-Oberfläche auf dem K6-Smartphone

Die Bedienung des K6 läuft über den fünf Zoll großen Bildschirm. Lenovo verwendet hierfür eine IPS-basierte Flüssigkristallanzeige mit einer – für diese Geräteklasse – hohen Auflösung von Full-HD, also 1920 × 1080 Pixel. Die Darstellung ist scharf. Beeindruckend ist auch die Unabhängigkeit des Blickwinkels aus extremen Perspektiven. An sonnigen Tagen ist das Ablesen des Displays allerdings trotz voller Helligkeitseinstellung schwierig.

Auf der Rückseite sitzt der immer aktive Fingerabdrucksensor.

Im K6 gibt es einen internen Speicher mit einer Größe von 16 GByte. Davon gehen allerdings das Betriebssystem und vorinstallierte Apps ab. Unterm Strich bleiben dem Nutzer lediglich 7,72 GByte übrig. Eine Möglichkeit zur Erweiterung existiert jedoch: Im herausnehmbaren Schlitten auf der linken Seite können entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM- und eine microSDXC-Speicherkarte einsetzt werden. Das Erweitern klappt bis zwei TByte, wobei es aktuell Speicherkarten bis maximal 256 GByte gibt – der Rest ist Zukunftsmusik.

Der fest eingebaute Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh. Das war für uns etwas überraschend. Im positiven Sinne, wohlgemerkt. Bei moderater Nutzung hält der Akku etwas mehr als eineinhalb Tage durch. Nutzer in Foren berichten von ihrer Erfahrung und melden sogar eine Laufzeit von bis zu zwei Tagen. Das mitgelieferte Ladegerät nimmt viel Zeit in Anspruch, bis der Akku die 100-Prozent-Marke erreicht: Zwei Stunden und 36 Minuten. Schnelles respektive dynamisches Aufladen mit unterschiedlichen Spannungen wird nicht unterstützt.

Apropos Lieferumfang: Kopfhörer gibt es keine. Vielleicht ist das auch gut so; denn die, die man mitgegeben hätte, würden sowieso nichts taugen. Dafür ist im Lieferumfang eine Schutzfolie für das Display dabei.

Bleiben wir beim Thema Musik. Das K6 hat auf der Rückseite zwei Lautsprecher. Sie klingen klar, aber nicht wirklich voluminös. Die Lautstärke reicht gerade einmal für den einen oder anderen Song, den man sich vielleicht in der Küche während des Kochens anhören möchte. Hinzu kommt, dass die Lautsprecher unmittelbar nebeneinander und auf dem Rücken – wo sie schnell verdeckt werden können – platziert sind. Keine gute Voraussetzung für ein Stereo-Effekt oder Raumgefühl.

Die Kameras des Lenovo K6 haben eine Auflösung von acht und 13 Megapixeln. Gut geeignet sind sie für Schnappschüsse mit viel Umgebungslicht. Die Software holt trotzdem einiges heraus und gibt intelligente Vorschläge zur Optimierung der Bildkomposition.

Die hintere Kamera mit 13 Megapixel ragt leicht aus dem Gehäuse heraus.

Was unterm Strich bleibt, ist ein hervorragendes Smartphone zu einem Preis von etwas weniger als 200 Euro. Das Gehäuse des K6 besteht größtenteils aus hochwertigem Aluminium. Es ist handlich, mit 8,2 mm und 140 Gramm weder zu dick noch zu schwer. Überzeugt hat uns das hochauflösende Display sowie der ausdauernde Akku. Auch die Leistung des Systems mit dem 1,4 GHz starken Prozessor ist ausreichend. Dass High-End-Spiele mit 3D-Grafik auf dem K6 nicht einwandfrei laufen werden, sollte dem interessierten Käufer bewusst sein.

Das K6 ist erhältlich in den drei metallenen Farben Silver, Grau und Gold. Für uns ist es ein absolut empfehlenswertes Smartphone.

Lenovo K6 in Silber (heise Preisvergleich)
Lenovo K6 in Grau (heise Preisvergleich)
Lenovo K6 in Gold (heise Preisvergleich)

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