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Test: In-Ear-Headset SE215 von Shure

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Die In-Ears SE215 von Shure sind die günstigsten Stöpsel der Sound-Isolating-Ohrhörer-Serie des Herstellers. Ursprünglich für den Einsatz auf der Bühne entwickelt, richtet sich der knapp 100 Euro teure SE215 aber auch an Nicht-Musiker, die Wert auf und guten und dichten Sitz, aber vor allem natürlich auf guten Sound legen. Wir haben die Kopfhörer einem genauen Test unterzogen.


Dass die Sound Isolation Ohrhörer SE215 von Shure in erster Linie für den Einsatz auf der Bühne konzipiert sind, macht sich auch optisch bemerkbar. Die auf den ersten Eindruck recht wuchtig wirkenden Ohrstöpsel wirken erfreulich solide. Das Kabel ist abnehmbar, sodass es im Schadensfall einfach ausgetauscht werden kann und nicht gleich das komplette In-Ear-Headset hin ist. Allerdings wirkt auch die Zuleitung robust und dürfte nicht so schnell den Geist aufgeben. An der Anschlussstelle ist das Kabel etwas dicker und starr – so lässt sich beim Tragen der Stöpsel ein Bügel für den Halt am Ohr formen. Beim SE215 wird das Kabel nämlich hinter dem Ohr und am Rücken entlang geführt, aber dazu später mehr.

Bild: Techstage Die In-Ears SE215 sind für den Bühneneinsatz konzipiert und zeigen sich dementsprechend robust.

Dank seines geräuschabweisenden Aufbaus hält der SE215 laut Hersteller bis zu 37 dB an Umgebungsgeräuschen ab. Die Impedanz der In-Ears beträgt 17 Ohm, der Frequenzbereich geht von 22 Hz bis 17 kHz. Die Empfindlichkeit liegt laut Shure bei 107 dB SPL/mW.

Zum Lieferumfang gehören neben einer Aufbewahrungsbox diverse Einsätze für das Ohr. Genaugenommen sind es drei unterschiedliche Größen, je einmal in Schaumstoff und einmal in Silikon. Somit wird gewährleistet, dass sich für jedes Ohr das passende finden lässt. Sollte dies – wenn auch unwahrscheinlich – nicht der Fall sein, gibt es optional noch Einsätze in weiteren Materialien und Formen.

Gemäß den Anforderungen als Monitoring-In-Ears auf der Bühne wird das Kabel beim SE215 hinter dem Ohr entlang geführt. Dazu formt man eine Schlaufe und legt sie um das Ohr. Zusätzlich ist eine Kabelsicherung weiter hinten vorhanden. Für den bestmöglichen Tragekomfort beim Einsatz der Schaumstoffeinsätze sollte man diese vorm Einführen zusammendrücken – sie dehnen sich dann nach kurzer Zeit im Gehörgang wieder aus und verschließen diesen so sehr gut. Hat man den passendsten Ohreinsatz durch einfaches Probieren gefunden und sich mit der für manche etwas ungewohnten Art des Einsetzens der In-Ears angefreundet, bietet der SE215 einen sehr guten Tragekomfort.

Bild: Techstage Für den bestmöglichen Tragekomfort gibt es Ohreinsätze in verschiedenen Größen und Materialien.

Shure beschreibt das Klangverhalten des SE215 als „warm mit dynamischem Bass“ – und das trifft die Sache auf den Punkt. Der Bassanteil ist sehr ordentlich, aber ohne matschig oder dröhnig zu klingen. Was die Mitten und Höhen angeht, trifft es der von Shure gewählte Begriff „warm“ ebenfalls gut: Sie sorgen in Verbindung mit dem satten Bass für ein ebensolches Klangbild. Somit ist der SE215 vor allem was für Bass-affine Nutzer und Musiker. Wer auf der Suche nach neutralem Klang abbildenden Ohr-Hörern ist, für den ist er eher weniger geeignet.

Für knapp 100 Euro bekommt man mit dem SE215 einen In-Ear-Ohrhörer, der sich sowohl fürs Monitoring auf der Bühne, als auch zum ganz normalen Musikhören gut eignet. Allerdings muss man schon auf Bass stehen, denn der steht im Mittelpunlt. Dank gutem Klang, auswechselbarem Kabel und der Möglichkeit, Ohreinsätze in den verschiedensten Formen und Materialien nutzen zu können, erscheint auch der Preis gerechtfertigt.

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