TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Test: Huawei Honor 5c – das beste Smartphone für 199 Euro?

von  //  Facebook Twitter Google+

Kein anderer Hersteller bringt derzeit so viele Smartphones auf den Markt wie Huawei. Von der Tochtermarke Honor gibt es seit kurzem das 5c – für 199 Euro. Sein Highlight und in dieser Preisklasse fast einzigartig: Das Full-HD-Display. Was es ansonsten kann, verrät unser Testbericht.

„Für das Geld hat es doch nur Plastik, oder?“ Nein, eben nicht: Die Rückseite des Honor 5c ist aus Aluminium gefertigt, wobei die Ränder aus Kunststoff bestehen und abgerundet sind. Das hat einen positiven Einfluss auf die Haptik. Das Gehäuse ist zwar nicht aus einem Stück gefräst, gleichwohl gibt es keine nervigen Spaltmaße oder Knarzgeräusche beim Anfassen. Die Qualität stimmt. Das Honor 5c gibt es in drei Farben: Gold, Silber und Grau.

Das Display hat eine Diagonale von 5,2 Zoll, es ist ein IPS-LCD mit einer Full-HD-Auflösung, also 1920 × 1080 Pixel. Uns gefällt die Anzeige, ihre Eigenschaften sind in dieser Preisklasse quasi einzigartig. Sie stellt Inhalte scharf dar und überzeugt mit weiten Blickwinkeln. Allerdings könnte das Display heller sein. Gerade jetzt im Sommer ist es an sonnigen Tagen manchmal schwer, alles ablesen zu können.

Im Honor 5c hat Huawei eine 13- und 8-Megapixel-Kamera verbaut. Die Digicams sind okay; weder überragend gut noch schlecht. Die Optik vorne verfügt über eine Blende von f/2.0 und ist damit lichtstark; gleiches gilt für die Kamera hinten. Bei den Ergebnissen bemerken wir nur geringes Rauschen, die Aufnahmen wirken grundsätzlich aber ein wenig dunkel. Nichtsdestotrotz: Bei viel Licht gelingen mit dem Honor 5C farbechte, scharfe und schöne Bilder.

Neben dem Display überzeugen auch die anderen Komponenten. Der Prozessor arbeitet flott und ist auch für 3D-Spiele geeignet. Dazu gibt es 2 GByte RAM – das ist in Ordnung, wenn man nicht viele Dinge simultan erledigen möchte. Der festeingebaute Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh. In der Regel sind wir bei aktiver Nutzung des Gerätes gut über den Tag gekommen. Aufgeladen wird über microUSB, das dauert etwas weniger als 2:30 Stunden.

Das 156 Gramm schwere Honor 5c hat 16 GByte eingebauten Speicher. Dem Nutzer stehen davon allerdings nur neun GByte zur Verfügung. Wer mehr braucht, kann eine microSDXC-Speicherkarte einsetzen – allerdings mit Einschränkungen. Während sich Fotos und Videos auch auf der Speicherkarte wohlfühlen, lassen sich nicht alle Apps übertragen und benötigen zwingend freien internen Speicher.

Alternativ zur microSD-Karte lässt sich eine zweite SIM-Karte einsetzen und nutzen – so ist das Honor auch ein Dual-SIM-Gerät. Im Test hat das prima geklappt.

Auf dem Honor 5c arbeitet Googles Betriebssystem Android 6.0 Marshmellow – Huawei legt seine eigene Oberfläche EMUI drauf. Die Software ist einfach zu verstehen, alles ist übersichtlich. Uns persönlich gefällt es weniger, dass ab Werk viele unnötige Apps installiert sind. Gut, dass sie sich deinstallieren lassen.

Ein Update auf Android 7 alias Nougat soll kommen.

Wer nicht mehr als 200 Euro für sein Smartphone ausgeben will, der wird mit dem Honor 5c von Huawei einen guten Kauf machen. Auf unsere Wunschliste steht zwar noch ein Fingerabdrucksensor, aber unter dem Strich bekommen Käufer ein gutes Gesamtpaket für einen sehr fairen Preis.

Weitere Smartphones aus diesem Preissegment findet Ihr in unserer Marktübersicht zu Einsteiger-Smartphones mit Android 7 bis 200 Euro.

Mit dem Moto G5 (Hands-on) wurde auf dem MWC 2017 ein Konkurrenzprodukt vorgestellt, das ebenfalls über ein Full-HD-Display verfügt.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige