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Test: HTC One mini

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Das von HTC ganz unspektakulär vorgestellte One mini testen wir jetzt seit knapp vier Wochen. Nun ist es bekannt und hier haben's. Wie der Name suggeriert, ist es ein kleineres Smartphone, als das seit Februar bekannte HTC One. Wie es sich von dem größeren Modell unterscheidet, welche Dinge daran positiv und negativ sind, erfahrt und seht Ihr in diesem Test zu dem HTC One mini:

Das Aussehen des One mini wurde von dem One übernommen. Das fällt jedem auf, der das größere Modell kennt. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, sehen sich beide Geräte ähnlich. Das Gehäuse ist kein Unibody, sondern besteht aus mehreren Metallteilen, die nahtlos zusammen gelegt wurden. Die Rückseite ist komplett aus eloxiertem Aluminium. Sie wird von einem weißen Kunststoffrahmen umschlossen. Dieser ist glänzend und wirkt ein wenig wie ein Bumper. Schaut man sich hier das größere HTC One an, so nimmt man den ersten optischen Unterschied wahr: Bei dem One werden die Ränder von einem Diamanten gefräst. Dieses Verfahren erzeugt eine hochwertige und funkelnde Metalloptik.

Zurück zu der vorderen Seite: Zwischen den Metallplättchen oben und unten, verbaut HTC das Markenglas Gorilla Glass 3 von Corning ein. Es ist widerstandsfähig, aber nicht bruchfest. Obwohl das HTC One mini mit seinen 132mm ein äußerst schlankes Smartphone ist, liegt es gut und sicher in den Händen. Eine Einhandbedienung ist möglich. Die Dicke beträgt 9,2mm und mit dem bereits vorhandenen Akku wiegt es 128g.

Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ

Wie auch beim HTC One ist das Gehäuse des One mini geschlossen: Für den Nutzer bedeutet das, dass er den Akku mit einer Nennladung von 1.800mAh nicht austauschen kann, falls er es möchte. Notwendig ist es aber auch nicht. Mit aktiviertem LTE, WLAN und bei einer gewöhnlichen Nutzung hat das One mini rund 16 Stunden erreicht, das könnte etwas besser sein, finden wir. Etwas kritischer wird es mit dem Speicher, wenn man sehr viele Daten auf das Telefon ablegen möchte. Intern und nicht erweiterbar bietet es 16GB. Formatiert und abzüglich der Software bleiben dem Nutzer rund 11GB übrig. Das sind entweder 3.600 MP3s, 110 Applikationen, 11 Spielfilme beziehungsweise 900 Minuten Video oder aber 7.300 mit dem One mini aufgezeichnete Bilder.

Das One mini besitzt zwei Kameras: Eine sogenannte HTC UltraPixel Kamera auf der Rückseite und eine 1,6-Megapixel Kamera auf der vorderen Seite. Die auf der Rückseite schießt Fotos mit 4-Megapixeln und ist lichtintensiv. Die Blende ist mit ƒ/2 weit geöffnet und lässt viel Licht durch. Aufnahmen, die man bei wenig Licht oder in der Dämmerung macht, rauschen zwar etwas, doch man kann einiges von dem Motiv und der Umgebung erkennen. Dadurch, dass die Auflösung klein ist, kann der große Sensor dreihundert Prozent mehr Licht einfangen, als herkömmliche 13-Megapixel Kameras. Insgesamt sind die Ergebnisse gut, aber eben nicht perfekt. Uns fehlt die Schärfe und etwas mehr Farbsättigung. Videos kann man aufzeichnen im Format Full High Definition, Ton und Bild sind in Ordnung. Eine Fotoleuchte für Situationen, wo kein Licht herrscht, ist vorhanden. „Optische Bildstabilisierung ist ein Exklusiv-Feature für das HTC One. ,Antiverwacklung‘ ist die billige Alternative für One mini und Butterfly s.“ Die HTC Sense-Kamera Applikation bietet zwei Modi: Normal für gewöhnliche Fotoaufnahmen mit zahlreichen Einstellungen und HTC Zoe für dynamische Aufnahmen, die das Verändern und Retuschieren von bewegten Motiven ermöglichen. Weil sich Zoe-Aufnahmen grundlegend aus mehreren Bildern zusammensetzen, hat man keine einfachen Fotos, sondern bewegte Momente. Das sieht man in der lebendigen Galerie. Zoe-Aufnahmen, die man beispielsweise an einem Tag macht, verwandelt das HTC One mini automatisch in kleinen effektvollen Videos namens HTC Zoe Highlights. Es gibt zahlreiche Stile. Mit dem One mini kann der Nutzer auch eine eigene Musik verwenden, das geht mit dem HTC One nicht. Die Applikation verfügt über ein Feature, das sich „Antiverwacklung“ nennt. Es soll – wie der Name sagt – Verwacklungen vorbeugen. In unserem Test hat's nicht geholfen.

Testfotos

BestRankZ zu dem HTC One mini
BestRankZ zu dem HTC One mini
HTC Ultrapixel Kamera des HTC One mini
HTC Ultrapixel Kamera des HTC One mini
Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ
Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ
Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ
Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ
Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ
HTC One mini LED
HTC One mini LED
Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ

... des HTC One mini ist 4,3-Zoll in der Diagonale groß. Es handelt sich hierbei um eine Flüssigkristallanzeige, die mit High Definition, sprich 1.280x720 Pixel auflöst. Texte, Grafiken und Bilder werden scharf dargestellt. Die Bildqualität ist die beste, die wir bisher in einem Smartphone dieser Größe gesehen haben. Der Blickwinkel ist äußerst stabil, Schwarzwert ist auf einem guten Niveau und Helligkeit ist ebenfalls ausgezeichnet

Der Nutzer steuert das One mini über zwei elektronische Tasten, die sich auf der vorderen Seite befinden. Die Haus-Taste hat insgesamt drei Funktionen: einmal Tippen für Start, längeres Draufhalten für Google Now und zweimal Tippen für kürzlich verlassene Applikationen.

Auf dem Smartphone arbeitet Sense 5. Die Display-Sperre kann jeweils mit vier Applikationen oder Ordnern ausgestattet sein, damit man diese schnell starten kann. Neben HTC-eigenen Widgets, kann der Nutzer hier auch Widgets einsetzen, die Android 4.2 als Feature mit sich bringt. Der Vorteil gegenüber der Hersteller-Variante ist, dass auch Entwickler diese Schnittstelle nutzen können. Das sorgt für mehr Möglichkeiten.

Die Homescreen-Anzeige kann entweder den ab Werk eingestellten BlinkFeed oder eine leere Fläche beinhalten. Um die Anzeige mit der Haus-Taste zu verknüpfen, sprich einen Standard zu definieren, muss eine Pinch-To-Zoom Geste angewendet und die jeweilige Ansicht ausgewählt werden. HTC BlinkFeed ist ein Ort, wo Nachrichten, Status-Updates aus Twitter, Facebook, LinkedIn und Instagram angezeigt werden. Die Performance des HTC One mini ist stabil. Apps werden zügig geöffnet und Ruckler findet man keine. Die Reaktion des Systems auf Eingaben oder anderen Befehlen ist schnell. Auch das Internet und die Leistung des Browsers sind mehr als zufriedenstellend. Was uns an der Oberfläche gefallen hat: sie ist sauber, wirkt nicht überladen, sie ist einfach zu verstehen und sieht zeitgemäß aus.

Testfoto: HTC One mini
Testfoto: HTC One mini | BestBoyZ

Das One mini ist ein ordentliches Smartphone der Oberklasse. Es sieht elegant aus, fühlt sich außerordentlich gut an und überzeugt durch schnelle Leistung. Als Kontra listen wir nicht viel auf: der interne Speicher hätte größer sein können, die Kamera braucht mehr Schärfe und Farbdynamik. Als Pro zählen wir auf: eine hervorragende Verarbeitung, großartiges Display, eindrucksvolle Lautsprecher sowie eine starke Systemperformance. Wer viele Daten mit sich tragen oder hochauflösende Fotos drucken möchte, sollte sich eventuell das Galaxy S4 mini von Samsung Electronics anschauen. Wer Wert auf Verarbeitung, Display, Performance und Sound legt, dabei nicht viel Geld ausgeben und etwas Handliches haben möchte, für denjenigen ist das One mini von HTC optimal.

Der Preis ohne einen Mobilfunkvertrag liegt derzeit bei 430€.

HTC One mini
HTC One mini

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