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Test Fujifilm Instax Share SP-3: Fotodrucker mit Retro-Charme

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Der Fujifilm Instax Share SP-3 druckt Retro-Bilder mobil vom Smartphone im Polaroid-Format – doch billig ist der Spaß nicht. Lohnt sich der Kauf trotzdem?

Der mobile Fotodrucker Fujifilm Instax Share SP-3 druckt Bilder direkt vom Smartphone ohne Umweg über den Computer aus. Das verwendete quadratische Format erinnert an die kultigen Polaroids, ist jedoch deutlich kleiner ist. Ganz billig ist das Vergnügen nicht. Neben den Anschaffungskosten für den Drucker schlägt Fujifilm bei den einzelnen Bildern ordentlich zu. Lohnt sich die Investition trotzdem? Wir haben den Fujifilm Instax Share SP-3 im Test.

Hübsch ist er, der Fotodrucker Fujifilm Instax Share SP-3. Seine klaren und gleichzeitig ungewöhnlichen Kanten erzeugen eine moderne Form, die einen hohen Wiedererkennungswert besitzt. Er fühlt sich dank des matten, fingerabdruck-abweisenden Kunststoffs griffig an und macht einen stabilen und hochwertig verarbeiteten Eindruck. Es gibt ihn in schwarz oder weiß.

Der Fujifilm Instax Share SP-3 hat dank seiner markanten Optik einen hohen Wiedererkennungswert.

Mit seinen Maßen von etwa 11,5 × 13 × 4,5 cm an seinen breitesten Stellen passt er vielleicht nicht in jede Hosentasche, sicher aber in den Rucksack oder die Handtasche. Dabei wiegt er mit eingelegter Fotokassette und Akku 0,37 kg. An seiner Front befindet sich eine kupferfarbene Metallblende mit breitem Schlitz, aus der die fertigen Bilder kommen. Zehn kleine dort eingearbeitete LEDs zeigen an, wie viele unbelichtete Bilder sich noch in der Kassette befinden. Direkt daneben signalisiert eine farbige LED den Ladezustand der Fujifilm Instax Share SP-3.

Links und rechts neben der Blende befindet sich jeweils ein beschrifteter Druckknopf. Der eine schaltet den mobilen Fotodrucker ein, beziehungsweise aus. Der andere druckt ein zuvor ausgerucktes Bild nochmal.

Hinter der Klappe an seiner Rückseite versteckt sich der wechselbare Akku mit einer Kapazität von 940 mAh. Über ein optionales Ladegerät lässt sich dieser auch extern laden. Alternativ lädt man den Akku mittels des mitgelieferten Micro-USB-Kabels. Der entsprechende Port liegt vor Staub und Schmutz geschützt ebenfalls hinter einer Klappe.

Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, dafür ein Ferrit-Kern, der an das USB-Kabel angebracht andere Geräte vor magnetischen Wellen schützen soll. Für eine volle Ladung braucht er drei Stunden, die reicht dann jedoch laut Fujifilm je nach Verwendungsbedingungen für bis zu 160 Bilder.

Auf der Unterseite des Fujifilm Instax Share SP-3 kann über einen sehr schwergängigen Schieber die Klappe zur Fotokassette geöffnet werden. Dass dieser Schieber derart schwergängig ist, macht durchaus Sinn. Denn sollte die Klappe geöffnet werden, solange sich noch unbelichtete Bilder in dem Fotodrucker befinden, sind diese sofort unbrauchbar und können entsorgt werden.

Die untere Klappe lässt sich weit öffnen.

Das wäre besonders ärgerlich, da der Instax Square Sofortbildfilm teuer ist. Bei seiner Einführung veranschlagte Fujifilm für zwei Kassetten á 10 Bilder eine UVP von stolzen 18,99 Euro – das sind 95 Cent pro Bild. Alternativ zum weißen, stehen die Bilder gegen Aufpreis auch mit einem schwarzen Rahmen zur Verfügung.

Das Einsetzen der Kassetten ist einfach: an der gelben Markierung ausrichten, einlegen, Klappe schließen – fertig. Automatisch schiebt der Fujifilm Instax Share SP-3 im Anschluss eine Art Deckblatt aus dem Schlitz und zehn LEDs auf der Front beginnen zu leuchten.

Bevor nun die mit dem Smartphone aufgenommenen Bilder gedruckt werden können, muss das Android- oder iOS-Gerät mit dem Drucker verbunden werden. Wir haben dies mit einem Google Pixel 2 XL getestet. Über die kostenfrei im Play Store, beziehungsweise App-Store, erhältliche App Instax Share baut sich bei eingeschaltetem Fotodrucker automatisch eine WLAN-Verbindung zum Gerät auf.

Die Bilder holt sich die App aus dem internen Speicher. Alternativ können Nutzer verschiedene Dienste wie Instagram, Facebook, Google Fotos, Dropbox und Flickr einbinden. Verwirrend: Beim Verbinden mit den Diensten wurde bei der Lokalisierung geschlampt. Es finden sich einige japanische und chinesische Schriftzeichen, welche die Nutzbarkeit jedoch nur unwesentlich einschränken.

Beim Test klappte die Verbindung mit Instagram, Facebook, Dropbox und Flickr problemlos. Bei Google Fotos zickte die App; außer einem grauen Bildschirm gewährte sie kein Feedback. Alternativ zu den bereits bestehenden Bildern kann auch über die App oder über eine Fujifilm-Kamera der X-Serie fotografiert und direkt gedruckt werden.

Nutzer können jedes Bild noch bearbeiten bevor sie es an den Drucker schicken. Besonders der Bildschirmausschnitt ist wichtig, da die fertigen Bilder im ungewöhnlichen, quadratischen Format kommen. Zu den zusätzlichen Bearbeitungsoptionen gehören Filter für Schwarzweiß und Sepia, sowie ein “intelligenter Filter” der im Grunde das Bild leicht aufhellt, schärft und die Farben verstärkt. Alternativ bietet die App die Möglichkeit, Helligkeit, Kontrast und Sättigung manuell über Schieberegler zu bestimmen.

In der Schutzhülle befindet sich die Kassette mit zehn Bildern.

Außerdem kann der Nutzer bis zu neun Fotos in einem Bild anordnen und über eine Text-Vorlage eine passende Farbe auswählen und einen Schriftzug hinzufügen. Weitere „Fun-Filter” gibt es nicht. Wer das will, muss seine Bilder vorab mit einer anderen App bearbeiten und mit Instax Share öffnen.

Der Druckvorgang selbst ist unkompliziert und schnell. Bei bestehender Verbindung dauert es keine 15 Sekunden zwischen Druckbefehl und fertig ausgedrucktem Bild. Wobei das Bild sobald es den Fotodrucker verlässt vorerst komplett weiß ist und ganz wie bei kultigen Polaroid-Aufnahmen erst nach einigen Minuten in voller Pracht erstrahlt. Das ist tatsächlich kein bisschen nervig, sondern erhöht die Spannung auf der fertige Bild – richtig cool! Schütteln sollte man es dabei nicht, darunter könnte die Bildqualität leiden.

Die fertigen Bilder versprühen ihren ganz eigenen Retro-Charme.

Die Qualität der 6,2 × 6,2 cm großen Bilder in 318 dpi ist deutlich besser, als erwartet. Zwar sind sie mit ihren 800 × 800 Pixeln nicht so scharf, wie vom Bildschirm des Smartphones gewohnt, allerdings reicht die Auflösung für die Größe der Bilder absolut aus. Die Farben wirken etwas gedämpft, fast als läge ein „Retro-Filter” darüber. Das passt perfekt zum Format und zur Idee des Fotodruckers und verleiht den Bildern ihren ganz eigenen Charme.

Über dem Bild liegt eine dünne Kunststoffschicht, die zwar anfällig gegenüber Fingerabdrücken ist, aber mit einem Wisch auch schnell wieder sauber ist und den Ausdruck vor Feuchtigkeit und anderen Umwelteinflüssen schützt. Insgesamt gefallen uns die Ausdrucke richtig gut – sowohl qualitativ, als auch vom Format. Lediglich etwas größer hätten sie sein können.

Fujifilm Instax Share SP-3 schwarz

Fujifilm Instax Share SP-3 schwarz

Fujifilm Instax Share SP-3 weiß

Fujifilm Instax Share SP-3 weiß

Fujifilm Instax Square Sofortbildfilm, 10 Aufnahmen (16549278)

Instax Square weiß

Fujifilm Instax Square Sofortbildfilm Black Frame, 10 Aufnahmen (16576532)

Instax Square schwarz


Der Fujifilm Instax Share SP-3 ist teuer und seine Bilder auf Dauer noch viel teurer. Dennoch können wir den mobilen Drucker für gewisse Einsätze empfehlen. Er will nicht zu hause rumliegen und in einem Rutsch alle Fotos vom Urlaub ausdrucken – hierfür gibt es deutlich günstigere und auch bessere Alternativen.

Der Fujifilm Instax Share SP-3 will mitgenommen und erlebt werden, er will auf sozialen Events wie Parties und Hochzeiten im Mittelpunkt stehen und charmante Retro-Momente erzeugen. Dafür ist er gut geeignet. Er ist transportabel, leicht zu benutzen und druckt mit einer Ladung bis zu 160 richtig schöne, wenn auch etwas kleine Bilder aus. Wenn er nur nicht so teuer wäre.

Wer eine Alternative sucht, kann sich den HP Sprocket Plus mit seinen selbstklebenden Ausdrucken, den Polaroid Zip oder den Canon Selphy CP1200 anschauen.

HP Sprocket Plus Photo Printer, schwarz (2FR86A)

HP Sprocket Plus

Polaroid Zip schwarz

Polaroid Zip

Canon Selphy CP1200 Kit schwarz (0599C013)

Canon Selphy CP1200

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