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Test: Eve Thermo 2019 heizt Apple-Nutzern ein

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Eve Thermo kommt in einer neuen Version. Viel wichtiger: Der neue Eve Extend bringt die smarten Heizkörperthermostate ins WLAN und löst damit ein grundlegendes Problem.

Neben den smarten Heizkörperthermostaten hat Eve unter anderem Steckdosen, Schalter, Bewegungsmelder, Lichter und Fenster- / Türsensoren und einiges mehr im Portfolio. Was sie alle gemein haben: Sie arbeiten nur mit Apple zusammen und setzen auf Bluetooth, brauchen also keine Bridge. Allerdings kommt es aufgrund der begrenzten Reichweite von Bluetooth regelmäßig zu Verbindungsproblemen. Dieses elementare Problem will Eve nun mit dem Extend lösen. Der Extend verbindet sich über Bluetooth mit den Eve-Geräten und macht sie so im gesamten WLAN-Netzwerk verfügbar. Wir haben den ursprünglichen Test des Eve Thermo der zweiten Generation mit dem Test des Eve Thermo der dritten Generation und des Eve Extend ergänzt.

Im Rahmen unserer Themenwelt smarte Heizkörperthermostate testen wir folgende Produkte und fassen die Ergebnisse anschließen in einem Vergleichstest zusammen.

Eve Thermo (12 Bilder)

Viel hat sich von der zweiten zur dritten Generation nicht getan. Laut Eve hat man dem Tastendruck ein akustisches Signal spendiert, das Display verbessert und die Lautstärke beim Auf- und Zudrehen des Ventils reduziert. Tatsächlich klickt es beim Drücken einer der touch-sensitiven Tasten nun leise. Das ist prima, denn häufig trifft man die Tasten nicht genau und muss sich erst mit einem Blick auf das Display versichern, dass die Eingaben auch angenommen wurden.

Links die dritte, rechts die zweite Generation. Welches Display ist besser?

Dass das Display nun besser ablesbar sein soll, können wir nicht nachvollziehen. Zum einen sehen wir an der Stelle wenig Verbesserungsbedarf. Die Temperaturanzeige leuchtet schon bei der zweiten Generation aus allem Winkeln und in allen Situationen optimal ablesbar durch den weißen Kunststoff. Zum anderen gibt es eher eine minimale Verschlechterung der Ablesbarkeit, denn die Zahlen leuchten in der dritten Generation etwas weniger intensiv. Das sieht man aber nur, wenn man beide Modelle direkt nebeneinander hält.

Der dritte Punkt betrifft die angeblich reduzierte Lautstärke. Auch dies können wir nicht nachvollziehen. Unsere Messungen zeigen bei der dritten exakt die gleiche Geräuschemission wie bei der zweiten Generation. Im Vergleich mit anderen smarten Heizkörperthermostaten befinden sich die Eve Thermo im akkustischen Mittelfeld. Nachts im Schlafzimmer könnten die Geräusche den ein oder anderen stören. Im Alltag fallen sie nicht auf.

Für die Erstinstallation der Eve Thermo ist ein iPhone oder ein iPad mit aktuellem iOS notwendig. In unserem Fall wählten wir für Einrichtung und Steuerung ein iPad mit iOS 12. Später können auch Macbooks ab MacOS Mojave Eve-Geräte steuern.

Die zwei AA-Batterien liegen den Eve Thermo bei.

Zunächst setzen Nutzer die zwei mitgelieferten Batterien ein und laden die Eve-App aus dem App Store. Nach einem Klick auf Geräte suchen findet die App selbständig die Bluetooth-Verbindung des Thermostats und will den achtstelligen, auf den Geräten und der Verpackung klebenden Homekit-Code scannen. Nun noch dem Gerät einen Raum zuweisen und es so benennen, wie man es nachher mit Siri rufen möchte, schon kann das Thermostat an den Heizkörper.

Das Anbringen an den Heizkörper ist einfach. Eine Rohrzange vorausgesetzt, genügen dafür auch zwei linke Daumen. Lediglich bei zum Beispiel hinter einem Küchenschrank verbauten Heizkörpern kann es knifflig werden. Für von der Norm abweichende Heizkörperventile legt Eve dem Thermo die Kunststoffadapter Danfoss RA, Danfoss RAV, Danfoss RAVL und einen RAV Pin bei. Nett: Die App bietet die Möglichkeit, die Anzeige um 180 Grad zu drehen, um sie auch bei kopfüber angebrachten Thermostaten problemlos abzulesen. Nach dem Festschrauben am Heizkörper kalibriert sich Eve Thermo automatisch.

Eve Thermo wirkt solide, aber nicht gerade elegant.

Die Thermostate selbst sind nicht wie sonst üblich zylindrisch, sondern eher rechteckig mit stark abgerundeten Ecken. Sie sind etwa 75 mm lang, 55 mm breit und 68 mm hoch. Damit sind sie zwar etwas größer als die Thermostate von Wiser Heat (Testbericht) und Tado V3+ (Testbericht), aber dennoch deutlich kompakter als die dicken Dinger von Innogy (Testbericht).

Optisch versprühen sie dank ihres weißen und minimalistisch gehaltenen Designs eine gewisse Apple-Ästhetik. Wir finden aber die Thermostate von Wiser und Tado dank ihrer kompakteren Maße und der zylindrischen Form ansprechender.

Dieses Interface bestimmt die Heizzeiten.

Nach der Aktualisierung der Firmware auf Version 1.2.7 geht es an die Programmierung der Heizzeiten. Das hat Eve in der App übersichtlich gelöst. Nutzer setzen jeweils eine Komfort- sowie eine Spartemperatur und verteilen diese beliebig in Blöcken über den Tag. Auf Wunsch beachtet Eve dabei auch Feiertage und behandelt diese wie Wochenendtage. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, neben „Komfort“ und „Sparen“ weitere Heiztemperaturen zu definieren. Auch unterscheidet die App auf Wunsch zwar zwischen Wochentag und Wochenende, nicht jedoch zwischen den einzelnen Tagen.

Da Eve Thermo meist sehr nah am Heizkörper sitzt, entspricht die dort gemessene Temperatur nicht unbedingt der tatsächlichen Raumtemperatur. Dafür bietet die App die Option, die Abweichung, auch Offset genannt, zu bestimmen. Standardmäßig steht sie auf -1,5 Grad. Eve geht also davon aus, dass die Isttemperatur im Raum 1,5 Grad unter der am Gerät gemessenen Temperatur liegt. Diese Funktionen sind selbsterklärend und die App sieht dabei auch noch hervorragend aus, es gibt sogar einen Dark-Mode. Hier hat Eve sehr gute Arbeit geleistet.

Alle, die mehrere Homekit-Produkte und eine Steuerzentrale besitzen, können über Szenen umfangreiche Wenn-Dann-Befehle mit verschiedenen Abläufen festlegen. Wenn der Bewegungsmelder anschlägt, dann mache das Licht an und drehe das Thermostat auf. Das klappt theoretisch mit allen Homekit-Geräten auch außerhalb des Eve-Universums, allerdings dann teilweise mit eingeschränktem Funktionsumfang. Auch ist die Programmierung dieser Szenen, Regeln und Timer gerade bei vielen Homekit-Geräten, die miteinander interagieren sollen, umständlich.

Eve Thermo – Einrichtung & Funktionen (52 Bilder)

Neben zwei Eve Thermo haben wir auch Eve Door & Window im Test-Setup. Der Kontaktschalter ist schnell an Tür oder Fenster angebracht und ähnlich einfach installiert wie Eve Thermo. Nachdem der Nutzer ihm einen Raum und einen Namen zugewiesen hat, steuert der Schalter nach wenigen Klicks unser Thermostat. Fenster auf, nach etwa 15 Sekunden dreht die Heizung runter und beim Schließen des Fensters wieder auf. Das klappt dank des externen Sensors deutlich besser als zum Beispiel bei Wiser Heat (Testbericht), bei dem der Fühler im Thermostat einen plötzlichen Temperaturabfall als offenes Fenster interpretieren soll.

Die Eve-Fensterkontakte arbeiten sehr zuverässig.

Wer Eve Thermo außerhalb der Bluetooth-Reichweite von überall aus steuern will, braucht dafür Homepod, Apple TV 4K, Apple TV der 4. Generation oder iPad mit aktuellem iOS. Apple hat die Einrichtung der einzelnen Geräte ausführlich dokumentiert.

Die Steuerzentrale muss zu Hause bleiben und mit dem WLAN verbunden sein. Außerdem braucht sie eine Bluetooth-Verbindung zu allen Eve-Geräten. Hier kann es in einem Haus oder einer großen Wohnung zu Verbindungsproblemen kommen, wenn die Entfernung zwischen Steuerzentrale und Eve-Gerät zu groß wird oder dicke Stahlbetonmauern den Weg versperren.

Klein, weiß, unauffällig: Der Eve Extend.

Eve Extend macht im Grunde das Gleiche wie eine Steuerzentrale, kostet aber deutlich weniger. Der kleine weiße Kasten hängt über Micro-USB dauerhaft am Strom. Eve legt ihm ein Kabel und ein USB-Netzteil bei. Man kann den Extend aber auch an andere Geräte wie einen Router hängen, der dauerhaft über USB-A ausreichend Strom ausgeben.

Der Extend verbindet sich zum einen via WLAN mit dem Netzwerk, zum anderen über Bluetooth mit bis zu acht Eve-Geräten. Dabei arbeiten auf Wunsch auch mehrere Extend parallel, solange sie sich in WLAN-Reichweite befinden.

Die Installation gestaltet sich wie bei anderen Eve-Geräten einfach: Anstecken, App öffnen, QR-Code des Extends scannen. In unserem Fall erkennt der Extend sofort die zwei Thermostate. Sollte es zu Problemen kommen, empfiehlt Eve das nicht erkannte Gerät aus dem System zu entfernen und es neu zu installieren.

Siri, stelle die Heizung im Bad auf 22 Grad. Das klappt problemlos. Allerdings ist Eve im Apple-Universum gefangen, andere Sprachassistenten unterstützt das System nicht. Das löst zum Beispiel das Tado Thermostat V3+ (Testbericht) besser, unterstützt es neben Siri auch Alexa und Google.

Die 2019er Eve Thermo V3 sind mit etwa 65 Euro vergleichsweise teuer. Die Eve Thermo der zweiten Generation sin dagegen etwas im Preis gefallen, sie kosten aktuell unter 50 Euro. Hier findet momentan der Abverkauf der Lagerbestände statt.

Günstigste Angebote

Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

Elgato Eve Thermo 2019 Heizkörperthermostat, Heizungssteuerung (10EBH1701)

Eve Thermo 2019

Eve Thermo Funk-Heizkörperthermostat (Rev. 2) (10EAR1701)

Eve Thermo

Elgato Eve Extend, Bluetooth Range-Extender (10EAB9901)

Eve Extend

Weitere Angebote im Heise Preisvergleich

Der Sensor Eve Door & Window kostet weitere 38 Euro. Daneben bietet Eve viele weitere Smart-Home-Komponenten an. Deren aktueller Preis steht hier im Preisvergleich unter dem jeweiligen Reitern. Ein Klick führt dann direkt zum Händler.

Günstigste Angebote

Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

Elgato Eve Door and Window, Schließ-/Öffnungssensor [Rev. 2] (1ED109901001)

Eve Door & Window

Elgato Eve Room Raumklima- & Luftqualitäts-Monitor 2018, Multisensor (10EAM9901)

Eve Room Raumklima- & Luftqualitäts-Monitor 2018

Elgato Eve Energy, Funksteckdose mit Strommesssensor (1EE108301002)

Eve Energy Funksteckdose

Elgato Eve Aqua, Wasserventil

Eve Aqua Wasserventil

Elgato Eve Button, Wandtaster (10EAU9901)

Eve Button Wandtaster

Elgato Eve Motion, Bewegungsmelder (1EM109901000)

Eve Motion Bewegungsmelder

Elgato Eve Smoke, Rauchmelder

Eve Smoke Rauchmelder

Weitere Angebote im Heise Preisvergleich

Eve Thermo funktioniert ausschließlich mit Apple Homekit und ist entsprechend nur etwas für Apple-Nutzer. Ein Bewohner mit Android-Gerät ist also außen vor. Die Hardware selbst wirkt solide, könnte aber gerne etwas eleganter sein. Die App sieht fantastisch aus und bedient sich selbsterklärend. Dafür vermissen wir bei der Programmierung der Zeitpläne das Einstellen der Heizzeiten für jeden einzelnen Tag.

Die Unterschiede von der zweiten zur dritten Generation, die Ende 2019 erschien, ist marginal. Wer kann, sollte zur zweiten Generation greifen. Die befinden sich im Ausverkauf und sind entsprechend etwas günstiger.

Eve Thermo benötigt grundsätzlich keine Bridge und verbindet sich direkt über Bluetooth mit Apple-Geräten. Aufgrund der begrenzten Reichweite von Bluetooth kann es hier gerade in Häusern oder großen Wohnungen zu Problemen kommen. Deswegen hat Eve Ende 2019 den Extend eingeführt. Das kleine weiße Gerät verbindet bis zu acht Eve-Geräte mit dem WLAN. Das macht die Nutzung deutlich einfacher. Bisher war dafür Apple TV, Homepod oder iPad nötig, der Extand macht das sowohl einfacher als auch deutlich günstiger. Mit dem Eve Extend minimiert sich einer unserer größten Kritikpunkte bei der ersten Bewertung der Eve Thermo. Denn nun gibt es einen bezahlbaren und einfache Weg, die Reichweite der Eve-Geräte deutlich zu erweitern. Für uns ei guter Grund, die Eve Thermo von der Note Drei auf die Note Zwei aufzuwerten.

Wer sich für das Thema itneressiert, sollte mal bei unserer Themenseite zu smarten Heizkörperthermostaten vorbei schauen. Hier gehts zum Vergleichstest Wiser Heat, Tado V3+, Innogy, Eve Thermo, AVM Fritzdect 301, Homematic IP.

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