TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Test: Eufy Bodysense Smart Scale – intelligente Waage für 50 Euro

von  // 

Ankers Smart-Home-Marke Eufy bringt mit der Bodysense Smart Scale eine intelligente Personenwaage zu einem Preis von 50 Euro auf den Markt. Was sie kann, erklärt der Testbericht von TechStage.

Die Waage kommt in einer weißen Umverpackung auf der einige Features aufgelistet sind, wie die Möglichkeit einer Bluetooth-Verbindung oder die maximale Nutzeranzahl von 20 Personen. Während die Polsterung um die Waage reichlich ausfällt, zeigt sie sich beim Lieferumfang recht mager: die Waage, vier AAA-Batterien sowie eine englische Anleitung für den Start. Diese Bedienungsanleitung erklärt zudem die Benutzung und gibt Hinweise zur Pflege.

Ersatzteile wie zusätzliche Füße oder Mikrofaserputztuch sind nicht enthalten.

Die Anker-Waage sieht schlicht und wenig futuristisch aus, trotz ihrer modernen Funktionalitäten. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten, wie der Nokia Body+, sind die Ecken stark abgerundet. Die Oberfläche der Waage besteht aus einer dicken Glasplatte, in der die leitfähigen Sensoren zur bioelektrischen Impedanzanalyse eingelassen sind. Diese bestimmen die Körperzusammensetzung wie Körperwasser, fettfreie Masse und Fettmasse.

Mittig in der Waage ragt eine kreisrunde Metallscheibe aus dem Gehäuse. Sie misst etwas mehr als eine 2-Euro-Münze, und in diesem metallenen Körper laufen alle leitfähigen Bahnen zusammen. Die weiteren Teile der Waage bestehen aus Kunststoff.

Die Personenwaage ist 1,7 kg schwer und misst 30 × 30 × 2,6 cm. Zu beachten ist, dass die Waage auf ebenem Untergrund stehen muss. Bereits eine leichte Schräglage oder Unebenheit, beispielsweise auf einem Teppich, führt zu falschen Messungen.

Die maximale Belastung der Waage liegt bei 180 kg.

Die Bodysense-Waage von Anker Eufy zeigt ihre ermittelten Werte auf einem Schwarzweiß-Display an. Die LED-Anzeige ist klar und deutlich lesbar und bietet eine hohe Schärfe.

Zusätzlich zu Körpergewicht, dem Anteil an Körperfett und dem Body-Mass-Index, zeigt die Anker-Waage Muskel-, Knochenmasse, den Wassergehalt sowie den täglichen Bedarf an Kilokalorien an. Das Fettgewebe stellt die Waage separat dar. In Kombination mit den vom Nutzer eingegebenen Daten wie Alter und Körper bewertet das System die Werte entweder mit „niedrig“, „normal“, „hoch“ oder „extrem“.

Wie nahezu alle Körperfettwaagen misst auch die Bodysense-Waage ungenau. Das liegt daran, dass die Messelektroden hauptsächlich den unteren Bereich des Körpers erfassen können und den Fettanteil in Händen oder Brustbereich außer Acht lassen. Bei Geräten für medizinische Analysen ist die Anzahl der Messelektroden höher und damit auch das Ergebnis akkurater. Ärzte und Fitness-Studio nutzen solch präzisen Waagen.

Der Hersteller Eufy verspricht eine Exaktheit von ±100 mg. Ein Vergleich mit analogen und anderen digitalen Waagen zeigt, dass alle bei ein und derselben Person dasselbe Gewicht ermitteln.

Auch wenn das Gewicht bei den Waagen nicht zu 100 Prozent stimmt, so zeigt die Waage doch Tendenzen auf: Wer eine Diät macht, erkennt bei den Werten seine Fortschritte auf jeden Fall. Für höchste Genauigkeit sollte man jedoch weiterhin Waagen in Apotheke, Fitness-Studio oder Arzt nutzen.

Eine Auskunft zu der Batterielaufzeit der Bodysense-Waage gibt Anker nicht. Der Hersteller der technisch ähnlichen Aria 2 von Fitbit (Testbericht) gibt eine Laufzeit von etwas mehr als zwölf Monaten an. Ein ähnliches Intervall zum Wechseln der Batterien ist auch bei der Smart Scale zu erwarten.

Die Personenwaage arbeitet in erster Linie autark, also unabhängig von Smartphone oder Internet. Dennoch existiert eine App: Eufylife gibt es kostenlos für Android sowie iPhone. Dafür verlangt sie personenbezogene Informationen für die Erstellung eines Eufy-Kontos. Die Synchronisation erfolgt mittels Bluetooth. Das heißt: Für die Übertragung muss das Smartphone in einer maximalen Reichweite von 10 Metern sein. Stellt sich der Anwender auf die Waage, startet die Übertragung. Nach dem Absteigen schaltet sich der Bildschirm der Waage wieder aus und das System aktiviert einen Energiesparmodus.

Die Waage hat einen Speicher für maximal 20 Nutzer. Welche Person sich auf der Waage befindet erkennt die Bodysense dabei automatisch über ihre Sensoren. Anwender können persönliche Informationen entweder über das eigene Smartphone verwalten oder sich als Familienmitglied einladen lassen. Letzteres stellt eher eine Lösung für Kinder dar, die kein eigenes Smartphone besitzen. Die Daten zu Gewicht, Fett et cetera kann der Betreiber des Hauptkontos dann jedoch komplett einsehen.

Die Applikation ist übersichtlich, verständlich und intuitiv aufgebaut. Sie kommuniziert auch mit anderen Fitness-Ökosystemen wie Apple Health, Google Fit oder Fitbit. Die drei wichtigsten Kennzahlen – Körpergewicht, Körperfett und Body-Mass-Index – zeigt sie auf einer Übersichtsseite an. Zusätzlich zeigt die App anhand einer Grafik Trends auf.

Die Eufy Bodysense Smart Scale kostet ungefähr doppelt so viel wie eine herkömmliche Personenwaage. Dafür bietet sie rund ein Dutzend Informationen, die unter anderem Fortschritte beim Abnehmen darstellen und ein quantifiziertes Bild des eigenen Körpers erstellen.

Technisch und funktional kann die Anker-Waage durchaus mit anderen Waagen mithalten, wenn auch die Möglichkeit der Synchronisation über WLAN fehlt. Unschlagbar ist der Preis von 50 Euro; die Bodysens-Waagen von Nokia und Fitbit kosten zwischen 80 und 120 Euro. Wer seine Gewichtszusammensetzung automatisch Erfassen möchte, der investiert das Geld in die Bodysense genau richtig.

Ähnliche Produkte im Test

Fitbit Aria 2 im Test: WLAN-Waage mit Fettanalyse

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige