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Test: Bluetooth-Kopfhörer Soundbuds Flow von Anker

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Die Bluetooth-Kopfhörer Soundbuds Flow von Anker sind günstig und sehr leicht. Wir testen, ob auch Klang und Verarbeitung überzeugen.

Bluetooth-Kopfhörer mit ordentlichem Klang müssen nicht teuer sein. Wir testen derzeit Modelle mit unterschiedlichen Bauformen in der Preiskategorie bis 30 Euro. Das Testfeld besteht Headsets von Taotronics, ifrogz, Adorer, Renkforce und unbekannteren Herstellern.

Die Soundbuds Flow sind leichte In-Ear-Kopfhörer mit weichen Silikon-Ohrpolstern und Ear-Flaps. Die kleinen und flexiblen Bügel sorgen für einen sicheren Halt im Ohr und für eine gleichbleibende Soundqualität. Damit die Kopfhörer auch wirklich ordentlich passen, sind Ohrpolster und Ear-Flaps in insgesamt drei Größen beigepackt. Im Test kommen wir mit der mittleren Größe gut zurecht. Das Gewicht der Soundbuds Flow mit aufgezogenen Ohrpolstern liegt bei 16 Gramm.

Der Lieferumfang ist vorbildlich.

Auf der rechten Seite des Headsets sitzen das Bedienteil mit dem Akku, die Micro-USB-Buchse zum Laden und die Status-LED. Durch die Verwendung eines verhältnismäßig dicken Kabels verheddern sich die Kopfhörer nicht ganz so schnell. Abgeflachte Kabel, wie beim RF-BTK-300 von Renkforce (Testbericht) sind allerdings noch effektiver. Bei Nicht-Benutzung kommen die magnetischen Enden der Kopfhörer und die beigelegte Haltklammer zum Einsatz. Diese sorgen dafür, dass die Kopfhörer nicht unnötig herumbaumeln und auch bei Bewegung an Ort und Stelle bleiben.

Zum Lieferumfang gehören ansonsten ein kurzes Micro-USB-Kabel und ein kleiner schwarzer Stoffbeutel. Ein USB-Netzteil ist nicht beigepackt.

Die Earbuds Flow sind sehr ordentlich verarbeitet und nach IPX5 zertifiziert. Das heißt, dass sie gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel geschützt sind und somit, zumindest theoretisch, auch eine Runde unter der Dusche oder im strömenden Regen aushalten. Die meisten anderen Kopfhörer dieser Preisklasse sind lediglich nach IPX4 klassifiziert.

Die Verarbeitung und das Design sind gut.

Unsere anfänglichen Vorurteile gegenüber den Silikon-Bügeln haben sich mittlerweile in Luft aufgelöst. Die Kopfhörer sind trotz der abnehmbaren Ear-Flaps sehr bequem. In der Praxis bemerkt man die Bügel überhaupt nicht – abgesehen davon, dass die Kopfhörer sehr zuverlässig halten. Sitzen In-Ears nicht perfekt, geht der Anteil der tiefen Töne verloren und der Sound klingt schauderhaft. Diese Gefahr ist bei den Earbuds Flow allerdings fast ausgeschlossen, da die Kopfhörer wirklich sehr gut im Ohr sitzen.

Die Tasten haben einen ordentlich Druckpunkt.

Die Bedienung ist identisch mit der anderer Kopfhörer. Ein mehrsekündiger Druck auf die mittlere Taste aktiviert die Soundbuds Flow, ein kurzer Druck startet oder pausiert den aktuellen Musiktitel. Beim Telefonieren dient er zur Annahme und Beendigung eines Gesprächs. Die Lauter- und Leiser-Tasten dienen gleichzeitig zum Vor- und Zurückspulen eines Musiktitels. Die Bedientaster haben einen guten Druckpunkt und sind leicht zu ertasten. So treffen wir im Test jederzeit die gewünschte Funktion, ohne hinsehen zu müssen. Steuerbefehle quittieren die Soundbuds Flow mit einem kurzen Piep-Ton.

Das Pairing und der automatische Reconnect funktionieren im Test zuverlässig. Allerdings nur, wenn die Kopfhörer lediglich mit einer Quelle verbunden werden. Beim Wechsel zwischen mehreren Geräten klappt das automatische Verbinden nicht immer. Wir mussten die Soundbuds Flow erst händisch auswählen, bevor sie sich beispielsweise mit dem Smartphone verbinden. Das zeitgleiche Koppeln mit mehreren Geräten klappt nicht.

Die In-Ears sitzen auch bei starker Bewegung sehr zuverlässig im Ohr.

Der Akku reicht, laut Hersteller, für 7 Stunden Musikwiedergabe. Im Test erreichen wir diesen Wert nicht ganz. Bei hoher Lautstärke müssen die Soundbuds Flow nach etwa 6 bis 6,5 Stunden ans Ladegerät, was unserer Ansicht nach ausreichend ist. Das vollständige Aufladen des Akkus dauert etwa eine Stunde. Gleichzeitiges Aufladen und Benutzen ist übrigens nicht möglich.

Der Austausch der Silikon-Ohrenstöpsel ist zwar kniffelig, aber das haben wir beispielsweise beim BTK-300 von Renkforce (Testbericht) deutlich schlimmer erlebt. Ein kleiner Trick: In der Praxis bewährt es sich, die Silikon-Ohrpolster vor dem Aufziehen anzufeuchten.

Die Klangqualität der Kopfhörer ist ausgesprochen gut und harmonisch. Der Bass ist zwar deutlich weniger kraftvoll als beispielsweise beim Headset von Taotronics (Testbericht), reicht für unsere Ansprüche aber aus. Die hohen und mittleren Tonbereiche sind kraftvoller und sehr ausgewogen. Auch bei höchster Lautstärke überzeichnen die Klänge nicht. Bei Videos kommt es in der Kombination mit dem Macbook oder dem Mate 10 Pro zu keinen spürbaren Verzögerungen bei der Soundwiedergabe.

Die Ohrstöpsel sind magnetisch und nach IPX5 geschützt.

Über eine aktive Geräuschunterdrückung verfügen Anker-Kopfhörer nicht. Durch den guten Sitz der Ohrstöpsel werden die Außengeräusche trotzdem stark abgemildert.

Mit dem kristallklaren Klang von teuren Markenkopfhörern wie dem Bose Soundsport Wireless (Testbericht), halten die Soundbuds Flow natürlich nicht mit – das ist beim Preis von knapp 20 Euro allerdings nicht verwunderlich.

Das verbaute Mikrofon macht insgesamt einen ordentlichen Job. Im Test hören uns die Gesprächspartner ausreichend laut und ohne Verzögerung. Die Soundqualität ist allerdings nur mittelmäßig, da die Stimme leicht blechern klingt. Das Mikrofon ist deutlich weniger windanfällig, als beispielsweise beim Modell von Renkforce (Testbericht).

Bei der Recherche ist uns aufgefallen, dass Anker mehre Modelle der Kopfhörer im Angebot hat. Die Soundbuds Flow tauchen auch unter dem Namen Soundbuds Slim oder Sport auf. Abgesehen vom Aufdruck und den verfügbaren Farben handelt es sich augenscheinlich um dieselben Kopfhörer. Lieferumfang und technische Daten sind zumindest identisch.

Anker SoundBuds Sport schwarz

Anker Soundbuds Flow

Anker Soundbuds Slim schwarz

Anker Soundbuds Slim schwarz

Anker Soundbuds Slim rot

Anker Soundbuds Slim rot

Die Soundbuds Flow haben ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben dem optisch und qualitativ wertigen Auftreten überzeugen vor allem der hohe Tragekomfort und der gute Klang. Auch die Akkulaufzeit von über 6 Stunden und die hohe Flexibilität der wasserdichten Stöpsel überzeugen im Test. Wer einen günstigen Kopfhörer sucht und auf sehr druckvolle Bässe verzichten kann, macht mit den Anker-Kopfhörern alles richtig.

In Käuferbewertungen gibt es zwar einzelne Fälle in denen Qualitätsprobleme angesprochen werden, diese scheint der Anker-Kundenservice allerdings sehr schnell und kulant zu beheben.

Wer Kopfhörer mit Nackenbügel bevorzugt, sollte sich die günstigen Adorer B1 (Testbericht) oder RF-BTK-300 von Renkforce (Testbericht) ansehen. Kommt es auf möglichst wuchtigen Bass an, empfehlen wir den Blick auf die TT-BH26 von Taotronics (Testbericht). Spielt das Budget eine untergeordnete Rolle, lohnt ein Blick auf unseren Vergleichstest von fünf Sportkopfhörern.

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