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Test: Bluetooth-Headset RF-BTK-300 von Renkforce

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Die kabellosen Sportkopfhörer RF-BTK-300 der Conrad-Eigenmarke Renkforce bieten trotz des niedrigen Preises einen ordentlichen Lieferumfang. Wir haben sie getestet und verraten, ob sich der Kauf lohnt.

Ordentliche Bluetooth-Kopfhörer müssen nicht teuer sein, das freut alle, deren neues Smartphone keinen Klinkenausgang besitzt. Wir testen verschiedene Kopfhörer mit unterschiedlichen Bauformen in der Preisklasse bis 30 Euro. Das Testfeld besteht aus Modellen von Taotronics (Testbericht), ifrogz (Testbericht), Renkforce, Adorer (Testbericht) und unbekannteren Herstellern.

Der RF-BTK-300 ist ein Bluetooth-Kopfhörer mit flexiblem Nackenbügel und Ear-Flaps (Ohr-Bügel), weshalb er sich gut als Begleiter für sportliche Aktivitäten eignet. Für einen bequemen Sitz sorgen weiche Silikon-Ohrpolster in insgesamt drei Größen. Eine beigepackte Klammer und die magnetischen In-Ears sorgen dafür, dass die Ohrstöpsel bei Nichtbenutzung an Ort und Stelle bleiben, ohne herabzubaumeln.

Die Kopfhörer sind trotz des niedrigen Preises erstaunlich hochwertig.

Das Bedienteil mit den Funktionstastern, der Status-LED und der Micro-USB-Buchse, sitzt am rechten Ende des knapp 43 cm langen Nackenbügels. Auf der Gegenseite ist der Akku verbaut, was für eine gute Gewichtsverteilung des insgesamt 26 Gramm schweren Kopfhörers sorgt. Die Kabellänge zu den Ohrstöpseln aus schwarzem Aluminium beträgt je 23 cm. Durch die Verwendung eines abgeflachten Kabels, verheddern sich die Kopfhörer nicht so schnell, wie bei runden Kabeln.

Zum Lieferumfang gehören außerdem insgesamt drei Paar Ear-Flaps, ein kurzes Micro-USB-Kabel zum Aufladen des Akkus und ein Stoffbeutel. Ein USB-Netzteil ist nicht beigepackt.

Der Lieferumfang ist vorbildlich.

Der RF-BTK-300 ist nach IPX4 zertifiziert und so immerhin gegen Spritzwasser geschützt. Schweiß und einen leichten Regenschauer überstehen sie unbeschadet.

Die Kopfhörer sitzen dank Silikon-Ohrpolster und Ear-Flaps sehr zuverlässig im Ohr. Im Test nutzen wir die kleinsten Polster, da uns mittlere Größe etwas zu groß ist und so unnötig Druck auf das Ohr ausübt.

Das Gehäuse besteht aus Aluminium und ist gegen Spritzwasser geschützt.

Die Bedienung gleicht der von anderen günstigen Bluetooth-Kopfhörern. Ein mehrsekündiger Druck auf die mittlere Taste schaltet den RF-BTK-300 ein. Ein kurzer Druck startet und pausiert den aktuellen Musiktitel oder nimmt ein Telefonat an. Die Lauter- und Leiser-Tasten dienen gleichzeitig zum Zurück- oder Vorspulen eines Musiktitels. Jeden Druck auf einen Taster quittiert das Headset mit einer akustischen Rückmeldung. Im Test fällt es leicht, die gewünschten Taster treffen, da sie gut zu ertasten und unterscheiden sind.

Das Pairing und der automatische Reconnect funktionieren grundsätzlich zuverlässig. Allerdings nur, wenn die Kopfhörer mit nur einer Quelle verbunden werden. Beim Wechsel vom Smartphone auf das Notebook und zurück, klappt der automatische Reconnect nicht. Wir müssen den RF-BTK-300 erst händisch auswählen, bevor ihn das Smartphone erkennt. Das gleichzeitige Verbinden mit mehreren Geräten ist nicht möglich.

Der Austausch der Silikon-Ohrenstöpsel funktioniert in der Praxis leider nur mit viel Geduld. Das haben wir beispielsweise bei den Plugz Wireless von ifrogz (Testbericht) ähnlich erlebt. Ein kleiner Tip: Es hilft, die Silikonteile minimal anzufeuchten und sie erst dann aufzustecken.

Das Nackenband mit Bedienteil und Akku.

Der Akku hält laut Renkforce für 5 Stunden Musikwiedergabe. In der Praxis liegt die Laufzeit bei hoher Lautstärke nur minimal darunter (4 Stunden 40 Minuten). Das ist zwar ausreichend, aber wir hätten uns trotzdem etwas mehr gewünscht. Andere Modelle, wie der B1 von Adorer (Testbericht) halten deutlich länger durch. Das vollständige Aufladen des Akkus dauert mit einem Standard-Smartphone-USB-Netzteil 90 Minuten. Unser Android-Smartphone zeigt den aktuellen Ladestatus des Headsets in der Statuszeile an.

Die Klangqualität der Kopfhörer ist erfreulich gut. Der Bass ist zwar etwas weniger kraftvoll als beim Headset von Taotronics (Testbericht), reicht für unsere Ansprüche aber aus. Die hohen und mittleren Tonbereiche sind umso kraftvoller, was insbesondere bei Telefongesprächen oder Hörbüchern positiv auffällt. Selbst bei höchster Lautstärke, sind weder Scheppern noch Klirren zu hören. Um die bestmögliche Klangqualität zu erreichen, müssen die In-Ears tief genug im Ohr sitzen. Ist dies nicht der Fall, geht der Bass schlagartig verloren.

Die In-Ears halten auch bei Bewegung sehr zuverlässig.

Mit dem kristallklaren Klang von teuren Markenkopfhörern, wie dem Headset Bose Soundsport Wireless (Testbericht), kann der RF-BTK-300 trotzdem nicht ganz mithalten – das ist bei einem Preis von unter 20 Euro allerdings nicht weiter verwunderlich.

Das interne Mikrofon macht insgesamt einen ordentlichen Job. Im Test hören uns die Gesprächspartner laut, deutlich und ohne Verzerrungen. Lediglich bei Wind macht sich die fehlende Geräuschunterdrückung des Mikrofons bemerkbar. Hier schneiden andere Modelle, wie der B1 von Adorer (Testbericht) besser ab.

Der RF-BTK-300 bietet einen ordentlichen Klang und einen vorbildlichen Lieferumfang für unter 20 Euro. Durch den guten Sitz dank Ear-Flaps und Silikon-Ohrpolstern, eignet sich das Bluetooth-Headset vor allem für musikalische Untermalung beim Sport. Die Halteklammer und die magnetischen Ohrstöpsel sorgen dafür, dass der RF-BTK-300 auch bei Nichtbenutzung nicht stört. Wer ein günstiges und kabelloses Headset für sportliche Aktivitäten sucht, ist mit dem Modell von Renkforce gut beraten.

Durch das windanfällige Mikrofon eignet sich der Kopfhörer allerdings nur bedingt für ausführliche Telefonate im Freien. Die Akkulaufzeit ist zwar ausreichend, könnte nach unserem Geschmack aber gerne etwas länger sein. Wer darauf Wert legt, sollte sich das Modell B1 von Adorer (Testbericht) genauer ansehen.

Wer ähnlich günstige und gute Bluetooth-Kopfhörer ohne Nackenbügel sucht, sollte sich die Modelle von Taotronics (Testbericht) und ifrogz (Testbericht) ansehen.

Wenn die Kopfhörer auch ein paar Euro mehr kosten dürfen, lohnt ein Blick auf unsere Bestenliste für Sportkopfhörer.

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