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Synology DiskStation DS216j im Test: NAS im Test

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Synologys DiskStation DS216j gehört zu den 2-Bay-Einsteigerlösungen des Herstellers und richtet sich vornehmlich an Privatanwender. Als Rundum-sorglos-Paket bietet sie dennoch fast alles, was zu Hause von einem NAS-System erwartet werden kann. Inbetriebnahme und Einrichtung fallen zwar deutlich komplizierter als bei der zuletzt getesteten WD My Cloud Home Duo aus, dafür ist der Funktionsumfang aber auch um ein Vielfaches größer. Eine exzellente Dokumentation erleichtert den Einstieg.

Im Rahmen unseres kleinen 2-Bay NAS-Roundups fassen wir Geräte ins Auge, die einschließlich zweier 2-TByte-Festplatten circa 250 Euro kosten. Dafür bietet die DiskStation viel: Gegenüber ihren größeren Geschwistern hat sich der Hersteller vor allem Ausstattungsmerkmale gespart, die für semiprofessionelle Anwender interessant sind. Die meisten Heimanwender dürften mit Ausnahme der fehlenden Möglichkeit zur Transkodierung von Videos zum Streamen auf mobile Endgeräte kaum etwas vermissen.

Die Fähigkeiten in den Disziplinen Backup, Multimedia, Cloud und Datenverwaltung sind erfreulich umfangreich, erfordern aber die Bereitschaft zur Einarbeitung. Ab Werk ist die DS216j zunächst einmal nur mit den nötigsten Programmen ausgestattet und nicht mehr als ein File-Server im Netzwerk. Erst die optional installierbaren Zusatzfunktionen von Synology sowie verschiedenen Drittanbietern machen das Gerät zum Multitalent: Von der Einrichtung eines Email-Servers bis zu zur Verwaltung von Überwachungskameras bieten sich hier zahlreiche Möglichkeiten.

Synology selbst bietet das NAS ohne Festplatten an. Für den Ausbau vollständig vorkonfigurierter Modelle mit derzeit bis zu 20 TByte (2x 10 TByte) Speicher sorgen die Händler, daher kann es hier zu starken Abweichungen beim ausgewählten Speicher kommen. In der Regel lässt sich das aber bei den Shops erfragen. Während des laufenden Tests brachte Synology das Nachfolgemodell DS218j heraus, das sich jedoch bis auf den geringfügig höheren CPU-Takt und einen um 20-30 Euro höheren Preis nicht weiter vom DS216j unterscheidet. Bei einem richtig guten Deal hat ältere DiskStation also Schnäppchenpotenzial, denn ansonsten bleiben die Ausstattung und das verwendete SoC gleich.

Ursprünglich hatten wir beim Hersteller ein Modell mit zwei 2-TByte-Festplatten angefragt, geliefert wurden allerdings 3-TByte-Modelle. Auf die Leistungsmessungen sollte das aber allenfalls kosmetischen Einfluss haben, der sich im Alltagsbetrieb nicht bemerkbar macht. Aus diesem Grund ist unter dem Link zum Preisvergleich das 2x2-TByte-Modell aufgeführt.

Das kompakte 2-Bay-NAS unterstützt neben dem von Synology vorgesehenen SHR-Betrieb (Synology Hybrid RAID) beider Festplatten auch die RAID-Level 0 und 1 sowie den JBOD-Betrieb. CPU-seitig setzt Synology auf einen ARM Cortex A9 Prozessor: Marvells Armada 385 88F6820 SoC verfügt über zwei Rechenkerne und arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1,0 GHz. Den Spezifikationen zufolge unterstützt er zwar Hardwareverschlüsselung, verfügt aber über kein eigenes AES-NI-Modul. Knapp bemessen ist der Arbeitsspeicher – 512 MByte, von denen beim Betrieb im Auslieferung ohne die Installation weiterer Pakete bereits rund 25 Prozent belegt sind, reichen aber für viele Anwendungsszenarien aus. Das gilt zumindest, so lange nicht zu viele Nutzer parallel auf das NAS zugreifen und auf systemhungrige Funktionen zugreifen, zumal dann auch dich vergleichsweise kleine CPU schlappmacht. Wer mit dem Einsteiger-NAS glücklich werden möchte, vermeidet sinnlose Installationsorgien und wählt die tatsächlich genutzten Pakete mit Bedacht.

Synology liefert die DS216j in einem eher ökologisch-schlicht gestalteten, aber auch sehr stabilen Karton. Zubehör im eigentlichen Sinne gibt es nicht, somit finden wir neben dem NAS sowie dem zum Betrieb nötigen Netzteil lediglich eine sehr grundlegende Anleitung zur Festplattenmontage und den ersten Schritten zur Inbetriebnahme.

Für den Test lieferte uns Synology einen Satz Toshiba-Festplatten mit. Die DiskStations aus dem Handel bieten zudem noch ein LAN-Kabel, das bei unserem Testmodell nicht beilag und vermutlich von einer anderen Redaktion assimiliert wurde.

Leer bringt das DS216j ziemlich genau 0,9 kg auf die Waage. Wieviel durch zwei Festplatten hinzukommt, hängt von den Modellen ab, die der jeweilige Händler verbaut. Bei den uns zur Verfügung gestellten Toshiba MG04ACA30A mit jeweils 3 TByte sind das 1,32 kg. Insgesamt kommt unsere Synology DiskStation bei Maßen von 16,5 x 10 x 22,25 cm also auf ein Betriebsgewicht von 2,2 kg.

Ein ausführliches und informatives Benutzerhandbuch, das als PDF-Dokument auf der Herstellerseite zum Download bereitsteht, beantwortet sämtliche Fragen zur Inbetriebnahme und zum Gerätestatus. Außerdem wartet es mit vielen nützlichen Tipps zu Themenfeldern wie beispielsweise der Systemressourcenüberwachung und einem sicheren Betrieb auf.

Der kleinen DS216j fehlen einige der Ausstattungsmerkmale und DSM-Features ihrer größeren Geschwister. Das bedeutet beispielsweise den Verzicht auf das Copy-on-Write-Dateisystem Btrfs mit seinen erweiterten Möglichkeiten zur Prüfung der Datenintegrität, unterstützt wird lediglich ext4.

Im Synology Paketzentrum ist der Virtual Machine Manager, mittels dessen sich ein virtuelles DSM auf dem NAS umsetzen lässt, ebenso wenig verfügbar wie Petaspace, der Document Viewer, Docker oder Snapshot Replication. Privatanwender werden wohl am ehesten den Document Viewer vermissen, der das Betrachten von Dokumenten gängiger Office-Suiten wie Microsoft Office und Open Office auf einem Synology-NAS erlaubt.

Der Übersichtlichkeit halber führen wir hier sämtliche zur Verfügung stehende Pakete für die DS216j in Form von Screenshots auf. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Programme zur Installation auf dem Smartphone oder dem PC.

Trotz des abgespeckten bzw. auf den durchschnittlichen Normalanwender zugeschnittenen Funktionsumfang hat die DS216j einiges an Zusatzfunktionen zu bieten. Dazu zählen neben zahlreichen Paketen von Synology selbst auch viele, teilweise jedoch kostenpflichtigen Programme von Drittanbietern. Diese ersetzen entweder einige der Hauslösungen von Synology oder decken völlig andere Einsatzbereiche ab. Ein prominentes Beispiel ist das Paket Plex Media Server, der grob gesagt die proprietären Lösungen Audio Station, Photo Station, Video Station und den Medienserver als DLNA-Server ersetzt. Die Vollversion von Plex kostet ein geringes Entgelt, bietet dann aber einen beachtlichen Funktionsumfang für Nutzer, die ihr NAS vor allem zu multimedialen Zwecken nutzen. Für den typischen Multimediakonsum reicht die Leistung der DS216j aus – als Flaschenhals erweist sich beim Streamen von 4k-Inhalten mit 60fps viel eher eine schlechte WLAN-Anbindung des Abspielgeräts.

Die grundlegenden Funktionen zum Betrachten oder Anhören von medialen Inhalten sowie die Möglichkeit zum Streamen sind bereits von Haus aus vorhanden. Wirklich vermisst haben wir allein die Möglichkeit, hochauflösende Videos On-the-fly zum Streamen auf andere Geräte durch das NAS selbst transkodieren zu lassen, um so die benötigte Bandbreite und das Datenvolumen zu reduzieren.

Das ist aber längst nicht für alle Anwender relevant: Transkodierung macht beispielsweise dann Sinn, wenn aus der Ferne vom NAS gestreamt werden soll – beispielsweise auf ein Smartphone mit entsprechend langsamer Mobilfunkanbindung und Volumenbeschränkung. Oder aber, wenn Wiedergabe-Clients selbst nicht genügend Rechenpower mitbringen, um beliebige Videos in ein zu ihnen kompatibles Format umwandeln zu können.

Ansonsten bietet die DS216j nicht nur den Webmail-Dienst Mail Station 2, sondern mit Mail Server auch einen – Überraschung! – Mailserver sowie die Cloud-Dienste Cloud Station Server, Cloud Station ShareSync (macht ein zweites NAS zu einem Backup-Medium mit Echtzeit-Synchronisierung) und Cloud Sync (Datensynchronisierung zwischen Synology NAS und öffentlichen Clouds wie beispielsweise Dropbox oder Google Drive). Besonders interessant ist der Server, der die DS216j zur persönlichen Cloud macht. Für den Speicherzugriff von außen sorgt eine Client-Software, die nicht nur zu Windows-, Linux- und Mac-Computern kompatibel ist, sondern auch auf mobilen Android- sowie iOS-Geräten unterstützt wird. Da das Paket bis zu 32 Versionen einer Datei vorhält, lassen sich versehentliche Änderungen bequem rückgängig machen. Für die Auswahl der Versionen sorgt der automatische Intelliversioning-Algorithmus.

Zunächst einmal besteht die Möglichkeit, über die vorher auf entsprechenden PCs installierte Software Cloud Station Backup eine Datensicherung auf dem NAS durchzuführen. Unterstützt werden die Betriebssysteme Windows, Ubuntu, Fedora und iOS. Die erste Sicherung ist vollständig, alle folgenden Änderungen verarbeitet das Programm inkrementell: Somit wird nur das neu gespeichert, was auch wirklich geändert wurde. Auch hier stehen bis zu 32 Versionen eines Backups zur Verfügung.


Weitere Datensicherungsoptionen stellt Synology in Form von Hyper Backup sowie Hyper Backup Vault bereit. Durch diese werden Daten vom NAS Daten lokal, auf einer externen Festplatte, auf rsync-Servern oder bei Cloud-Anbietern wie Amazon Drive, HiDrive, Google Drive und vielen anderen gesichert. Backups lassen sich verschlüsselt ablegen. Die Sicherung erfolgt datenbankbasiert und nach der ersten Komplettübertragung eines Datensatzes inkrementell. Erneut ist es möglich, auch ältere Versionen einer Sicherung wiederherzustellen.

Über die genannten Möglichkeiten hinaus bietet Synology auch für das kleine DS216j eine breite Palette an zusätzlichen Paketen. Zu den Highlights der direkt vom Hersteller bereitgestellten Dienste gehört die Möglichkeit, das NAS zum VPN Server zu machen, durch Surveillance Station die eigenen Web- bzw. Überwachungskameras zu verwalten und Aufnahmen zu programmieren und anzusehen, oder die eigene Webseite mittels Web Station zu hosten. Neben einem Virenschutz stehen viele weitere Programme wie z.B. die Note Station zum Festhalten und Teilen von Notizen mit eingebetteten Medieninhalten zur Verfügung. Und selbst dann sind wir noch nicht auf eine der zahlreichen Drittanbieter-Pakete eingegangen.

Vorbildlich sind auch die zahlreichen Möglichkeiten, die Synology für die NAS-Nutzung via Smartphone anbietet. Im Prinzip handelt es sich dabei um Apps, die den direkten und übersichtlichen Zugriff auf das NAS ermöglichen. Theoretisch ist natürlich auch auf dem Mobiltelefon ein Login über auf dem Gerät über einen beliebigen Browser möglich. Übersichtlicher geht das aber durch die Verwendung der richtigen App. Hier empfiehlt sich ein Blick auf die informative Download-Übersicht für Android-Geräte auf der Herstellerseite.

Für die Erhebung der Messwerte nutzen wir den vorkonfigurierten SHR-Betriebsmodus der beiden Festplatten und die Speicherlaufwerke, die mitgeliefert wurden. Außerdem nutzen wir einen normalen Router zur Vernetzung von PC und NAS – auch wenn dadurch natürlich einiges an theoretisch abrufbarer Leistung verloren geht. Das Ziel dabei besteht nicht im Festhalten von bis auf zwei Stellen nach dem Komma korrekten Laborwerten, sondern darin, eine grobe Aussage über die effektive Alltags-Performance bieten zu können.

Die Testbedingungen sind identisch wie beim WD My Cloud Home Duo.

Kopiertest
unverschlüsselt verschlüssselt
2000x 128-KByte-Dateien: Lesen 22,6 MByte/s 15,2 MByte/s
2000x 128-KByte-Dateien: Schreiben 11,3 MByte/s 3,3 MByte/s
600x 2,5-MByte-Dateien: Lesen 86,1 MByte/s 37,0 MByte/s
600x 2,5-MByte-Dateien: Schreiben 58,6 MByte/s 22,9 MByte/s
1x 7,94-GByte-Datei: Lesen 106,8 MByte/s 45,0 MByte/s
1x 7,94-GByte-Datei: Schreiben 102,3 MByte/s 29,8 MByte/s
Gemischter Ordner (9,53 GByte): Lesen 02:58 min 05:27 min
Gemischter Ordner (9,53 GByte): Schreiben 04:44 min 13:47

Die Kopierleistung der DS216j ist ordentlich, hier gibt es nichts zu beanstanden. Gerade beim Schreiben kann sich das Synology-NAS oft deutlich, wenngleich nicht dramatisch von der zuletzt getesteten WD My Cloud Home Duo absetzen. Gerade mit Blick auf den umfangreichen Ordner mit gemischten Dateien zeigt sich der Unterschied deutlich: Die DiskStation ist bereits nach 4:44 Minuten fertig, WDs private Cloud-Lösung benötigt bei einer unverschlüsselten Datenübertragung hingegen 6:28 Minuten. Deutlich langsamer wird es, sobald ein verschlüsselter Ordner für die Datentransfers genutzt wird. Beim Schreiben des gemischten Ordners vergeht gegenüber einer Datenübertragung ohne Verschlüsselung die dreifache Zeit. Bei sequenziellen Schreibvorgängen erreicht die DS216 maximal 45 MByte/s. Bei kleinen, gemischten Dateien ist es deutlich weniger.

Unter dem Strich ist die Übertragungsgeschwindigkeit aber durchaus positiv zu beurteilen: Selbst ein Einsteiger-NAS erweist sich für Heimanwender in den wenigsten Fällen der Flaschenhals. Wichtig ist es, das Augenmerk auf eine stabile und schnelle Netzwerkanbindung zu richten.

Sämtliche Benchmarks des eigentlich veralteten, aber zumindest zum Vergleich mit dem eigenen NAS immer noch beliebten Intel NAS Performance Kit laufen anstandslos durch. Zu beachten ist, dass die Lesewerte bei diesem Programm zwischen zwei Durchläufen stark voneinander abweichen können. Somit sollte ihnen nicht zu viel Bedeutung beigemessen werden, auch wenn wir hier den Mittelwert aus drei Messreihen bilden.

Intel NAS Performance Tool
unverschlüsselt verschlüsselt
HD Video Playback 93,0 MByte/s 41,9 MByte/s
2x HD Playback 101,2 MByte/s 44,4 MByte/s
4x HD Playback 102,2 MB/s 44,5 MByte/s
HD Video Record 94,6 MByte/s 31,0 MByte/s
HD Playback and Record 99,4 MByte/s 35,8 MByte/s
Content Creation 11,2 MByte/s 4,4 MByte/s
Office Productivity 53,8 MB/s 30,6 MByte/s
File copy to NAS 93,7 MByte/s 31,4 MByte/s
File copy from NAS 82,3 MByte/s 39,4 MByte/s
Dir copy to NAS 20,0 MByte/s 6,8 MByte/s
Dir copy from NAS 25,7 MByte/s 16,1 MByte/s
Photo album 13,2 MByte/s 9,7 MByte/s

Zwar mag Synologys DS216j insgesamt vielleicht nicht das leistungsstärkste NAS-System sein, wenn darauf parallel möglichst viele und rechenintensive Zusatzprogramme ausgeführt werden sollen. Dafür ist es jedoch im Hinblick auf den Stromverbrauch genügsam. Bei ausgeschalteter DiskStation zieht das Netzteil zwischen 0,27 und 0,42 W, gemessen wurde mit einem einfachen Zwischenstecker-Messgerät. Eingeschaltet sind es bei laufenden Festplatten im Leerlauf maximal 16,1 W. Wechseln die Festplatten nach der frei festlegbaren Zeit per Spindown in den Ruhezustand, sind es nur noch bis zu 5,25 W. Beim Kopieren einer großen ISO-Datei zeigt das Messgerät bis zu 22,56 W an. In diesen Szenarien haben die verwendeten Festplatten allerdings teilweise einen erheblichen Einfluss auf den Verbrauchswert.

Die Betriebslautstärke des NAS ist weitgehend wohnzimmertauglich. Im Leerlauf messen wir 36,5 dB(A) – zumindest, so lange es keine Zugriffe auf die Magnetspeicherlaufwerke gibt. Diese sind selbst bei der Übertragung unterschiedlich großer Daten über das Netzwerk so punktuell, dass unser Schalldruckpegel-Messgerät nicht damit nachkommt, die Ausschläge nach oben korrekt aufzuzeichnen. Wir messen überwiegend zwischen 37,0 und 37,5 dB(A), dabei kommt es häufiger zu Spitzen bis zu 38,4 dB(A) und sehr selten bis zu 39-40 dB(A). Viel wichtiger ist jedoch der subjektive Eindruck: Alles in allem klingen besagte Zugriffsgeräusche recht dumpf. Das macht sie für die meisten Ohren angenehmer und weniger störend als auf dem Papier vielleicht leisere, dafür aber hochfrequente Geräusche.

Synology DiskStation DS216j   4TB, 1x Gb LAN

4 TByte

Synology DiskStation DS216j   6TB, 1x Gb LAN

6 TByte

Synology DiskStation DS216j   8TB, 1x Gb LAN

8 TByte

Synology DiskStation DS216j  10TB, 1x Gb LAN

10 TByte

Synology DiskStation DS216j  12TB, 1x Gb LAN

12 TByte

Synology DiskStation DS216j  16TB, 1x Gb LAN

16 TByte

Mit der DS216j verfolgt Synology den etablierten Ansatz vollumfänglicher NAS-Funktionalität zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Daran bemessen sind überraschend wenige Abstriche in Kauf zu nehmen: Abgesehen von der fehlenden Möglichkeit zur Transkodierung von Videos, die vor allem zum direkten Streamen von Filmen auf ein Mobilgerät außerhalb eines lokalen Netzwerks interessant ist, vermisst der Anwender bei der Disk Station für Einsteiger nicht viel. Einige Profi-Funktionen oder solche, die sich zumindest an Poweruser wenden, werden bei diesem Modell im Rahmen der DSM-Firmware nicht in Form von Paketen bereitgestellt. Wer allerdings wirklich auf diese zusätzlichen Möglichkeiten angewiesen ist, wird ohnehin zu einem leistungsstärkeren NAS mit mehr Chttps://www.androidpit.de/logitech-harmony-elite-testPU-Leistung und einem üppiger dimensionierten Arbeitsspeicher greifen wollen. Dennoch gilt: Für normale Einsatzszenarien als File-Server, Backup-Lösung, persönliche Cloud mit voller Hoheit über die eigenen Daten und im multimedialen Bereich reicht die Leistung aus – bei gleichzeitig selbst unter Last angenehmer Betriebslautstärke.

Ansonsten punktet Synology mit einer übersichtlichen Bedienoberfläche, einer hervorragenden Dokumentation aller grundlegenden sowie erweiterten Eigenschaften, einem leisen und stromsparenden Betrieb und nicht zuletzt auch einen guten Preis. Da die Pakete überwiegend vom Hersteller selbst stammen, profitiert der Nutzer vom einheitlichen Erscheinungsbild. Für komplexere oder weitere Möglichkeiten steht eine nicht unerhebliche Anzahl an Drittanbieterlösungen zur Verfügung. Gut gelungen ist zudem die Smartphone-Integration, hier steht ebenfalls eine Reihe übersichtlicher Apps zur Verfügung, die im Rahmen unserer Tests anstandslos ihren Dienst verrichteten.

Um das ideale NAS aus dem reichhaltigen Portfolio des Herstellers zu finden, sollten die jeweils zur Verfügung stehenden Funktionen idealerweise vor der Anschaffung verglichen werden. Der Umfang an zusätzlichen, externen Schnittstellen fällt wie in dieser Preisklasse zu erwarten gering aus, dafür bietet das Gerät eine ordentliche Übertragungsgeschwindigkeit.

Alternativ: NAS mal einfach: WD My Cloud Home Duo im Test

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