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Star Wars Drohnen im Hands-On: Lasertag in der Luft

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Propel hat diese Woche in London die neuen Star Wars Race Quads vorgestellt: Quadrocopter im Star-Wars-Design. Der Clou, neben unglaublich vielen liebevollen Details, ist aber der integrierte Spielmodus. Mit Infrarot- oder Laser-Dioden können sich die Drohnen gegenseitig abschießen – so kann man seine Freunde zumindest virtuell vom Himmel holen.

Wie das in der Praxis aussieht und was wir ansonsten von den Star-Wars-Drohnen halten, seht Ihr im folgenden Video:

Star Wars Race Quads im Hands-On

Und wer lieber liest als schaut, findet hier den zugehörigen Text:

Propel hat diese Woche bei Madame Tussauds in London seine Star-Wars-Drohne vorgestellt. Eine Star-Wars-Drohne? Naja, eigentlich sogar vier verschiedene. Je nach eigener Präferenz für die richtige Seite der Macht gibt es das 74-Z Speed Bike, den Millennium Falcon, den T-65 X-Wing Star Fighter oder den Tie Advanced X1.

Und den schauen wir uns jetzt mal kurz im Detail an. Kenner sehen sofort: Unter der schönen, handbemalten Star-Wars-Hülle steckt ein Quadrocopter. Vier Motoren mit nach unten gerichteten Propellern sorgen für Auf- und Vortrieb, wobei das Design der vier Modelle geschickt kaschiert, wie sie wirklich funktionieren.

In der Praxis sollen die Star-Wars-Drohnen keine reinen Wohnzimmer-Bomber sein. Frei nach dem Lasertag-Prinzip schießen sich die Piloten gegenseitig vom Himmel. Das sieht, vor allem hier im vernebelten Raum, nicht nur nach verdammt viel Spaß, sondern vor allem auch nach echter Star-Wars-Action aus. Standardmäßig schießen sich die Piloten gegenseitig mit Infrarot-Licht ab, die Laser kosten Aufpreis – dafür gibt es dann aber auch für jede Drohne eine andere Farbe. Und aufgrund der geringeren Streuung des Lichts erhöht sich der Schwierigkeitsgrad. Egal ob Laser oder Infrarot, trifft man einen Gegner, verliert der ein Leben – die Anzeige auf der Fernsteuerung zeigt hier noch drei Leben an. Ist das letzte Leben weg, trudelt die Drohne vom Himmel und stürzt halbwegs kontrolliert zu Boden, das Spiel ist dann aber vorbei.

Ohnehin haben die Macher viel Wert auf tolle Details gelegt. Das geht bei der Verpackung los: Schon beim Anheben des Deckels spielt sie Star-Wars-Musik oder gibt Szenen aus den Filmen wieder. Und richtig spooky wird es bei der Fernsteuerung. Denn noch bevor die Batterien eingelegt sind, spricht die Fernsteuerung zum Nutzer. Die Macht macht’s möglich. Oder zusätzlich integrierte Knopfzellen, wer weiß.

Das Ganze lässt sich der Hersteller aber auch gut bezahlen. 269 Euro soll eine der Drohnen kosten, zuzüglich etwa 50 Euro für den Laser. Das ist natürlich viel Geld, zumal echter Spaß ja auch nicht mit einer Star-Wars-Drohne aufkommt, sondern erst mit vielen.

Selber fliegen durften wir leider nicht. Der Hersteller hat wohl Angst um seine handbemalten Copter. Schade irgendwie, zumal die Modelle einen sehr stabilen Eindruck hinterlassen, wie man hier sieht. Damit Käufer später nicht ganz so viel Angst haben müssen, gibt es eine Flugsimulator-App. Das Produkt muss man aber schon besitzen, denn zur Steuerung dient die mitgelieferte Fernsteuerung. Sie spricht über eine proprietäre 2,4-GHz-Verbindung mit der Drohne und zusätzlich per Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet.

Apropos: Die Fernsteuerung ist im Preis enthalten, eine Video-Übertragung gibt es aber nicht – Star-Wars-Lizenzgeber Disney erlaubt keine Kameras bei Spielzeugen, wie wir in Erfahrung bringen konnten. Wer möchte, könnte sich aber eine FPV-Kamera aus dem Race-Copter-Bereich besorgen und nachrüsten – die kostet etwa 20 bis 30 Euro plus Empfangsbrille für 50 bis 500 Euro. Apropos: Ziehen wir doch den Vergleich zu Race-Coptern. Mit vier Bürstenmotoren und einem 1-Zellen-Lipo-Akku spielen die Star-Wars-Drohnen in der Indoor- oder Micro-Racer-Klasse. Fliegerisch vergleichbare Produkte sind erheblich günstiger, einen Graupner Alpha 110 gibt’s mit Fernsteuerung für etwa 90 Euro. Allerdings ohne das Lasertag-Feature – und natürlich im deutlich langweiligeren Design. Für 270 Euro gibt es aber auch schon Mini-Racer mit FPV-Kamera und Empfangsbrille. Die Akkus haben je nach Modell eine Kapazität von 800 bis 850 mAh sollen zwischen sechs und acht Minuten halten, zwei Akkus sind im Lieferumfang enthalten. Aufgrund der aufwändigen Konstruktion dürfte aber auch Nachschub nicht ganz billig sein.

Fazit: Die Star-Wars-Drohnen sind echt cool – das steht außer Frage. Das geht bei der Verpackung los, über die Fernsteuerung bis zu den Laser-Kämpfen. Aber klar ist auch: Spaß macht’s nur mit mehreren Drohnen – und einem dicken Geldbeutel.

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