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Sportuhr Garmin Venu Sq im Test: Preistipp für Sportler

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Garmin verpasst der Venu-Sportuhr mit der Venu Sq ein optisches Update, das mit einem günstigen Preis und vielen Funktionen überzeugen will. Wir klären im Test, ob die neue Garmin Smartwatch als Geheimtipp taugt.

Die Venu Sq von Garmin wendet sich als Update der bekannten Garmin Venu an fitnessbewusste Nutzer, die Wert auf eine Smartwatch mit umfangreichen Tracking-Funktionen legen. Weil die Venu Sq bereits ab einem Preis von rund 195 Euro zu haben ist, könnte sie sich als echter Geheimtipp für preisbewusste Garmin-Fans entpuppen. Wir haben die Venu Sq im Rahmen unserer Themenwelt Sportuhren getestet, mit der Garmin Venu (Testbericht) verglichen und geprüft, ob die Neuauflage ihr Potenzial voll ausschöpft.

Die Venu Sq erweitert die Venu-Serie. Die klassische Garmin Venu wird dabei zum Premium-Gerät mit kreisrundem Gehäuse und AMOLED-Display. Die Venu Sq setzt auf ein rechteckiges Design mit LCD, geschützt von Gorilla Glass 3. Sie besitzt außerdem wie der Vorgänger am rechten Rand zwei Bedienknöpfe, die dezent in das Kunststoffgehäuse der Uhr eingelassen sind. Die Lünette der Uhr besteht aus kratzsicherem Aluminium.

Die Garmin Venu Sq.

Garmin hat sich für die Venu Sq neben der Gehäuseform noch eine weitere Neuerung überlegt: Der Hersteller hat sich die Benutzeroberfläche vorgenommen und das Design auf Vordermann gebracht. Dabei ist der grundlegende Aufbau der UI gleichgeblieben, aber Garmin hat die einzelnen Symbole leicht verändert. Das Interface der Venu Sq wirkt dadurch insgesamt etwas moderner als vorher, große Auswirkungen auf die Bedienbarkeit hat das aber nicht.

Die Garmin Venue Sq gibt es wie die Vivoactive 3 Music (Testbericht) in zwei Ausführungen: Mit internem Musikspeicher für etwa 5000 Lieder und Bluetooth oder ohne. Auch hier kennzeichnet der Zusatz „Music“ die Variante mit Musikfunktion.

Das Setup der Venu Sq funktioniert wie bei Garmin gewohnt einfach und unkompliziert. Wir laden die Garmin Connect App auf unser Smartphone, erstellen ein Garmin-Konto und koppeln die Uhr per Pairing-Code über Bluetooth. Außerdem wählen wir beim ersten Start der Uhr die gewünschte Sprache. Anders als bei der Venu stellt die Venu Sq diesmal aber die Maßeinheiten entsprechend um. Wählen wir als Betriebssprache Deutsch, dann zeigt die Uhr alle Maße automatisch nach dem metrischen System an.

Wer bereits eine Garmin Smartwatch besitzt oder schon einmal benutzt hat, findet sich in der Garmin Connect App schnell zurecht. Der Wechsel von einer Garmin-Uhr auf die neue Venu Sq funktioniert problemlos über die Geräteauswahl. Auch Garmin-Neulinge bekommen die Fülle an Daten, die die App mithilfe der Smartwatch aufzeichnet, sehr übersichtlich und intuitiv präsentiert.

Bekannte Funktionen von Garmin Connect funktionieren auch mit der Venu Sq: Wir können Trainingseinheiten aufzeichnen und planen, spezifische Erfolge sammeln und Gruppen beitreten, Ausrüstung speichern (und etwa gelaufene Kilometer mit einem bestimmten Paar Laufschuhe tracken) und Notfallinformationen speichern oder Livestandorte teilen. Außerdem verfügt die Uhr über eine integrierte Unfallbenachrichtigung, über die die Venu Sq den eigenen Standort an die im Smartphone gespeicherten Notfallkontakte sendet, wenn sie einen Unfall erkennt oder wir selbst Notfallhilfe anfordern.

Garmin Venue Sq: Software (9 Bilder)

Garmin Connect für die Garmin Venu Sq

Garmin spielt beim Thema Training wie gewohnt seine volle Stärke aus: Wir können über die Venu Sq selbst diverse Sportarten aufzeichnen, darunter verschiedene Lauf- und Radfahrvarianten, aber auch Golf, Rudern, Wintersportarten, SUP, Krafttraining oder Yoga. Legen wir bei der jeweiligen Sportart eine Strecke zurück, trackt die Venu Sq per GPS die zurückgelegte Entfernung. Nach dem Training können wir uns eine Zusammenfassung in der App, aber auch direkt auf dem Display der Uhr anschauen – inklusive Streckenkarte und weiteren Daten wie verbrauchten Kalorien, zurückgelegten Kilometern, Schritten und so weiter.

Dsa Sportprogramm auf der Garmin Venu Sq.

Das GPS funktioniert wie von Garmin gewohnt sehr zuverlässig: Wir liefen im Test dieselbe Strecke dreimal, wobei die Venu Sq immer dasselbe Ergebnis bei der Distanz aufzeichnete. Die Uhr fand außerdem recht zügig innerhalb von etwa zehn Sekunden ein GPS-Signal. Leider unterstützt die Venu Sq wie auch die Venu keine Streckennavigation.

Läufer und Radfahrer können mit der Venu Sq die in der App verfügbaren kostenlosen Trainingspläne nutzen. Die Smartwatch erinnert Nutzer dann an bevorstehende Trainings, sobald sie eine Einheit starten. Wir können dann auswählen, ob wir ein Training aus dem Plan starten oder einfach nur so trainieren wollen. Die App bietet für alle Einheiten ausführliche Erklärvideos an, sodass sich die Trainingspläne auch für Einsteiger sehr gut eignen.

Die Venu Sq bietet übrigens mit 5 ATM dieselbe Wasserdichtigkeit wie die Venu und eignet sich daher zum Duschen und Schwimmen, aber nicht zum Tauchen. Wer ein Schwimmtraining aufzeichnen möchte, kann vorher die Bahnlänge festlegen, damit die Uhr die zurückgelegten Bahnen mitzählt.

Mitzählen kann die Venu Sq auch beim Krafttraining, was im Test zwar besser funktioniert als bei vielen anderen Smartwatches mit ähnlichen Funktionen, aber noch immer nicht ganz optimal. Wir haben die Uhr bei einer Einheit im olympischen Gewichtheben mit Reißen und Überkopfdrücken ausprobiert. Dabei registrierte die Uhr immerhin vier von fünf Wiederholungen in einem Satz und störte sich auch nicht an der Komplexität der Übung. Wenn die Smartwatch unsere Wiederholungen nicht korrekt aufzeichnet, können wir aber immerhin in der App nachbessern. Dort lassen sich auch die bewegten Gewichte eintragen und zusätzliche Übungen hinzufügen – die App bietet dafür eine Auswahl aus mehreren hundert verschiedenen Übungsvarianten, vom Lastzug über Bankdrücken und Einarmiges Kugelhantelreißen bis hin zu spezifischen Tätigkeiten wie dem Überkopf-Trizepsstrecker im Sitzen mit Kurzhanteln. Wer auf ein analoges Trainingstagebuch verzichten möchte, bekommt hier also definitiv eine brauchbare Alternative geboten, auch wenn bei der eigentlichen Aufzeichnung der Wiederholungen noch ein wenig Luft nach oben ist.

Garmin hat für die Venu Sq aber noch ein Ass im Ärmel: Denn die Uhr ist nicht nur mit Trainingsplänen für Läufer und Radfahrer aus der App kompatibel, sondern erlaubt auch das Training mit vorinstallierten Workouts im Bereich Cardio, Krafttraining, Yoga und Pilates. Wer möchte, kann außerdem über Gamin Connect eigene Workouts erstellen und sich diese dann auf der Venu Sq anzeigen lassen.

Weil Garmin beim Design der Venu Sq im Vergleich zum Vorgängermodell wenig verändert hat, trägt sich die neue Smartwatch ebenso bequem beim Schlafen und fällt praktisch nicht auf. Die Venu Sq zeichnet die Schlafphasen automatisch auf und misst zuverlässig Einschlaf- und Aufwachzeitpunkte. Außerdem misst sie Puls und Atemfrequenz sowie die Blutsauerstoffsättigung. Das Ergebnis der vergangenen Nacht sehen wir auf einen Blick im Startbildschirm der App und erhalten per Klick auf das Schlaftracking noch einmal eine detaillierte Übersicht zu allen Schlafdaten.

Der integrierte Vibrationswecker funktioniert zuverlässig, erkennt aber keine Schlafphasen. Eine entsprechende Drittanbieter-App aus dem Garmin IQ Shop schafft hier Abhilfe, geht aber deutlich zulasten der Akkulaufzeit. Der Wecker der Venu Sq verfügt über eine Snooze-Funktion, die wir individuell programmieren können. Schließlich fragt uns die Garmin Connect App nach unserer gewöhnlichen Schlafzeit, sodass die Smartwatch eingehende Benachrichtigungen während dieser Zeit auf Wunsch automatisch deaktiviert.

Garmin bietet die Venu Sq sowohl mit als auch ohne gesonderte Musikfunktion an. Wer sich für die Musikvariante entscheidet, für die je nach Modell etwa 50 Euro Aufpreis fällig sind, kann eigene Musik ganz bequem wie schon bei der Venu in den Onboard-Speicher der Smartwatch laden. Das funktioniert ohne zusätzliche Software. Die Musik lässt sich dann unterwegs über Bluetooth-Kopfhörer abspielen, ohne dass wir unser Smartphone benötigen.

Die Venu Sq ohne Musikspeicher besitzt ebenfalls eine Musiksteuerung, die allerdings nur in Kombination mit dem eigenen Smartphone funktioniert. Wir können auf der Venu Sq zugehörige Apps für Spotify und Deezer installieren oder über das integrierte Musikinterface die auf dem Smartphone wiedergegebene Musik steuern. Alles in allem funktionierte die Musiksteuerung der Venu Sq in unserem Test absolut vorbildlich. Auch die Koppelung mit verschiedenen Bluetooth-Kopfhörern funktionierte problemlos. Davon könnte sich manch ein anderer Smartwatch-Anbieter eine Scheibe abschneiden.

Die Pulsmesser der Venu Sq und das Ladegerät.

Die Zahlungsfunktion hat sich bei der Venu Sq im Vergleich zum Vorgängermodell nicht verändert: Leider sind wir immer noch darauf angewiesen, dass unsere Bank die Kreditkartenzahlung via Smartwatch unterstützt – und da bleibt das Angebot noch immer ziemlich eingeschränkt. Wer allerdings sein Konto bei einer Bank hat, die einen entsprechenden Service anbietet, kann Garmin Pay ganz einfach über die Garmin Connect App einrichten. Die Zahlung funktioniert dann unkompliziert und problemlos.

Garmin verspricht für die Venu Sq eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Tagen. Wir haben im Test die Benachrichtigungen und das Schlaftracking aktiviert sowie außerdem pro Tag mindestens ein Training inklusive GPS-Tracking absolviert.

Die Venu Sq hielt dabei rund fünf Tage durch, bevor sie einen Ladestand von zehn Prozent erreichte. Damit liegt sie zwar hinter reinen Fitnesstrackern und High-End-Smartwatches zurück, bietet aber mehr Laufzeit als das Vorgängermodell. Weil die Venu Sq noch dazu innerhalb von einer Stunde wieder voll aufgeladen ist, bewerten wir die Akkulaufzeit der Venu Sq positiv.

Je nachdem, für welche Variante der Venu Sq wir uns entscheiden, kostet die Uhr zwischen rund 195 Euro (eckiges Display, keine Musikfunktion) oder 244 Euro (eckiges Display, Musikfunktion) und 342 Euro (rundes Display, Musikfunktion). Garmin verlangt außerdem für bestimmte Farbvarianten einen zusätzlichen Aufpreis. Austauschbare Armbänder gibt es ebenfalls ab knapp 30 Euro.

Garmin hat offenbar verstanden, was seine Kunden wollen, und bietet mit der Venu Sq eine Smartwatch für Hobbysportler, die gleichzeitig Wert auf ein dezentes Design legen. Wie schon die Venu sieht auch die Venu Sq eher wie eine normale Uhr aus und weniger wie eine klobige Sport-Smartwatch. Trotzdem muss sie sich nicht vor waschechten Sportuhren der Konkurrenz von Suunto oder Polar verstehen.

Die Neuerungen gegenüber der Venu bleiben allerdings überschaubar: Die Venu Sq bietet insgesamt ein paar mehr Informationen direkt auf der Uhr anstelle nur in der App – etwa Karten von im Training zurückgelegten Strecken oder eine grafische Übersicht der Herzfrequenz während der vergangenen Stunden. Außerdem hat Garmin das Design der Benutzeroberfläche angepasst und ein paar zusätzliche Trainingsfunktionen integriert.

Garmin hat mit dieser Smartwatch also eine in vielen kleinen Details verbesserte Version der Venu abgeliefert, die für preisbewusste Smartwatch-Nutzer unserer Meinung nach ein echter Kauftipp ist. Wer eine Garmin Venu besitzt, braucht nicht auf die Venu Sq umzusteigen. Aber wer eine verhältnismäßig günstige Smartwatch mit vielen nützlichen Tracking- und Trainingsfunktionen sucht, kommt mit der Venu Sq ab knapp 200 Euro voll auf seine Kosten.

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