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Speeron Self Balancing Board im Test: gut für Anfänger

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Das Outdoor-Hoverboard von Pearl ist auch für den Betrieb abseits geteerter Straßen geeignet. Wir haben das Self Balancing Board des Herstellers Speeron getestet.

Passend zum Artikel Sitze für Hoverboards: Elektro-Kart statt Balancing-Board stellen wir geeignete Self Balancing Boards vor. Den Anfang macht ein Modell im mittleren Preissegment des Versandhändlers Pearl.

Das Speeron Self Balancing Board wirkt aufgrund der groben 7-Zoll-Vollgummibereifung sehr robust. Auch das Kunststoffchassis aus ABS hinterlässt einen sehr stabilen Eindruck. Der eigentliche Rahmen im Inneren besteht aus Metall und ist dementsprechend schwer und solide. Die Verarbeitung ist gut, aber nicht erstklassig.

Die Oberseite des Kunststoffgehäuses ist in einem dunklen Grau gehalten, die Unterseite in Hellgrau. Die Farbkombination sieht zwar schick aus, die Lackierung hat aber einen entscheidenden Nachteil: Kommt es zu Beschädigungen der Oberfläche, kommt schnell der eigentlich schwarze ABS-Kunststoff zum Vorschein. Bereits nach wenigen Probefahrten sind so die ersten hässlichen Kratzer zu sehen. Bei einem schwarzen Board fallen solche Macken deutlich weniger auf.

Durch die helle Lackierung sind Kratzer an der Oberfläche schnell ersichtlich.

Auf der Rückseite des Boards finden sich Power-Taster, Ladebuchse und zwei blaue Rücklichter. Die Standflächen sind mit einer griffigen, gummierten Auflage versehen. Zwischen den beiden Standflächen befindet sich eine LED-Anzeige für den Ladezustand und den Betriebszustand. Auf der Vorderseite sitzen zwei LED-Scheinwerfer. Diese sind hell genug, um auch bei Dämmerung oder im Dunkeln fahren zu können. Was uns bei den Leuchten sofort auffällt, ist die unterschiedliche Lichtfarbe. Auf Nachfrage erfahren wir, dass es sich dabei lediglich um einen Fehler unseres Testgeräts handelt.

Neben dem Self Balancing Board gehört noch ein 42-Volt-Netzteil zum Laden des Akkus zum Lieferumfang. Eine Schutztasche oder sonstige Extras liegen nicht bei.

Die gummierten Standflächen sind angenehm griffig.

Das knapp 11 kg schwere Hoverboard ist für Kinder und Erwachsene geeignet, es ist bis zu einem Körpergewicht von 120 kg ausgelegt. Pro Rad stehen satte 300 Watt Motorleistung zur Verfügung. Damit schafft das Board auch steilere Steigungen bis zu 20 Grad zuverlässig.

Das Self Balancing Board ist nach IP54 gegen Wasser und Staub geschützt. Es ist also unempfindlich gegen groben Staub und Spritzwasser. Von Fahrten durch Pfützen rät der Hersteller trotzdem ab.

Zusätzlich verfügt das Hoverboard über integrierte Lautsprecher mit Bluetooth-Schnittstelle. Diese geben beim Erreichen der Höchstgeschwindigkeit, beim Ein- und beim Ausschalten einen Ton von sich. Außerdem signalisieren sie, sobald der Akku zuneige geht. Was während des Tests nervt, ist der alle zehn Minuten ertönende Hinweis, dass die Bluetooth-Verbindung bereit ist. Selbst wer keine Musik über die mäßig klingenden Boxen abspielen will, sollte sein Smartphone mit dem Hoverboard verbinden, um den Hinweis zu unterbinden. Der automatische Reconnect ist zuverlässig.

Ladebuchse und Powerschalter sind auf der Rückseite verbaut.

Eine Möglichkeit zur Konfiguration des Fahrverhaltens oder der Maximalgeschwindigkeit existiert nicht. Wer wegen des verbauten Bluetooth-Moduls eine Konfigurations-App erwartet, irrt.

Das Speeron Self Balancing Board verhält sich insgesamt gutmütig und ist somit auch für Anfänger geeignet. Sobald das Board Gewicht auf einer der Standflächen registriert, leuchtet die Betriebsanzeige und der Balancing-Modus wird aktiviert. Ein Mindestgewicht, wie bei anderen Modellen, ist für den Betrieb nicht nötig. Das Hoverboard reagiert bereits auf leichten Druck und beginnt sich in Bewegung zu setzen. Wer sein Board nicht nutzt, sollte es also immer ausschalten, um Unfälle mit Haustieren oder Kleinkindern zu vermeiden.

Im Vergleich zu anderen Hoverboards ist das Modell von Speeron weniger feinfühlig und reagiert dementsprechend nur auf deutliche Gewichtsverlagerungen. Anfängern kommt das entgegen und geübte Fahrer gewöhnen sich schnell daran. Mit etwas Erfahrung sind schnelle und exakte Steuermanöver möglich.

Die maximale Geschwindigkeit ist mit 10 km/h ausreichend, aber nicht gerade üppig. Andere Modelle sind bis zu doppelt so schnell. Ob die vom Hersteller angegebenen 15 Kilometer Reichweite des 36-Volt-Akkus mit einer Kapazität von 4000 mAh tatsächlich zutreffen, können wir nicht exakt überprüfen. Die Fahrzeit im Test liegt aber bei ordentlichen 90 Minuten. Das vollständige Aufladen des Akkus dauert etwa drei Stunden.

Die Scheinwerfer unseres Testgerätes leuchten in verschiedenen Weißtönen.

Dank der großen Vollgummibereifung mit grobem Profil, macht das Hoverboard auch abseits geteerter Flächen eine passable Figur. Fahrten über Kies oder Feldwege sind zwar unruhig, aber machbar. Auch abgesenkte Fußwege oder kleine Steine und Stöcke überwindet das Board problemlos.

Das Speeron Self Balancing Board ist ein ordentliches Einsteiger-Hoverboard ohne viel Schnickschnack. Wer ein ausreichend kräftiges Self Balancing Board für Draußen sucht, bekommt ein zuverlässiges Gerät, welches auch für schwerere Fahrer geeignet ist. Größter Minuspunkt des Boards ist die verhältnismäßig niedrige Höchstgeschwindigkeit.

Wer kein Smartphone mit dem Hoverboard verbindet, muss allerdings mit dem nervigen Hinweis auf die verfügbare Bluetooth-Verbindung leben. Auch die hübsche Optik dürfte nur von kurzer Dauer sein, Beschädigungen der Oberfläche fallen deutlicher auf, als bei einem schwarzen Gehäuse.

Wichtiger Hinweis: Hoverboards wie dieses entsprechen nicht den deutschen straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften und sind nicht nach der deutschen StVZO zugelassen. Der Betrieb ist somit nur auf privatem Grund erlaubt.

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