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Speedlink Quinox Pro im Test: Gamepad mit Zusatztasten

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Speedlink ist vor allem für sein günstiges Gaming-Zubehör bekannt. Das USB-Gamepad Quinox Pro findet sich allerdings im gehobeneren Preissegment. Ob der programmierbare Controller den Preis von fast 70 Euro wert ist, zeigt der Testbericht von TechStage.

Das Design des Quinox Pro hat sich Speedlink beim Xbox-Controller abgeschaut. Die Gehäuseform und die Anordnung der Tasten entspricht fast dem Vorbild. Fast, denn der Quinox verfügt noch über deutlich mehr Eingabemöglichkeiten als der originale Controller von Microsoft: Zusätzlich zu den vier Aktionstasten, vier Schultertasten, digitalen 8-Wege-Steuerkreuz und den beiden Analog-Sticks besitzt der Controller zwei weitere Schultertasten sowie vier programmierbare Tasten auf der Rückseite.

Das kleine OLED auf der Vorderseite ist nur im angesteckten Zustand aktiv.

Die Empfindlichkeit der analogen Sticks lässt sich bequem und ohne Softwarehilfe mit zwei kleinen Rädchen ändern. Welche Empfindlichkeit oder welches Tasten-Profil eingestellt ist, zeigt ein kleines Oled-Display an. Eine Menütaste für Windows-Einstellungen, wie Programmwechsel oder Lautstärke, ist ebenfalls vorhanden. Die Aktionstaster, die Menütaste und die beiden Analog-Sticks sind rot hinterleuchtet. Ansonsten ist das Gamepad komplett schwarz.

Die Verarbeitungsqualität ist gut, wenn auch nicht hochwertig. So wirkt der verwendete Kunststoff zwar nicht billig, kann aber nicht mit dem Material des Xbox-Controllers mithalten. Das Stromkabel ist 240 cm lang und per Micro-USB mit dem Gamepad verbunden. Wer beispielsweise am Notebook zockt, kann bequem ein kürzeres Kabel nutzen.

Das Speedlink-Gamepad liegt sehr gut in den Händen – dem Xbox-Design sei dank. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt und sind allesamt gut zu erreichen. Zunächst sind die Zusatztasten eher gewöhnungsbedürftig. Nach ein paar Minuten mit dem Quinox Pro funktioniert die Bedienung jedoch ohne viel nachdenken.

Die Programmierung der Profile und Makrofunktion ist nach unserem Geschmack verhältnismäßig kompliziert: Speedlink verzichtet auf eine eigene Software, und so muss das Einstellen komplett am Gamepad erfolgen. Eine verständliche Schnellstart-Anleitung und das kleine Display am Controller erleichtert das Programmieren, aber eine Eingabe per grafischer Oberfläche wäre sicherlich komfortabler.

Beim Windows-Testspiel Cuphead funktionieren alle Tasten auf Anhieb. Ein- oder Umstellen ist nicht notwendig und der Controller setzt alle Befehle zuverlässig und feinfühlig um. Die zahlreichen Zusatztasten sind für dieses und andere einfache Jump&Run-Game aber unnötig. Wir haben sie zwar testweise programmiert, nicht aber wirklich genutzt.

Auf der Rückseiteier sind vier zusätzliche Trogger-Taster verbaut.

An unserer selbst gebauten Konsole für Retro-Games mit Rasperry Pie funktioniert der Quonix Pro ebenso problemlos. Für diese alten Games erscheint der Controller allerdings hoffnungslos überdimensioniert. Für Arcade-Spiele braucht es eben nicht mehr als zwei bis drei Aktionstasten. Wer Shooter oder Rollenspiele per Controller zockt, wird sich allerdings über die Makrofunktion und die zusätzlichen Eingabemöglichkeiten freuen.

Ein Gamepad sollte heutzutage auf jeden Fall über die standardmäßigen Tasten verfügen, wie sie von Sony und Microsoft bekannt sind. Um sich von der Masse abzuheben sind gute Qualität und Ideen wichtig. Das hat Speedlink erkannt und mit dem Quinox Pro gut umgesetzt. Wer einen zuverlässigen Controller in bewährtem Design sucht, sollte sich das USB-Gamepad trotz des hohen Preises genauer ansehen. Die Zusatztasten bieten einen brauchbaren Mehrwert, wenn man sie denn tatsächlich benötigt. Die Verarbeitung und das Handling lassen keine Wünsche offen. Einzig die umständliche Programmierung direkt am Gamepad fiel uns negativ auf. Eine grafische Oberfläche zusätzlich zum Oled ist absolut wünschenswert.

Wer nur einen günstigen Controller für PC oder die selbstgebaute Retro-Konsole sucht, kann sich bedenkenlos für ein billigeres Modell entscheiden. Wer mit dem Playstation-Layout klarkommt, sollte sich beispielsweise das sehr günstige Gamepad von Gembird ansehen.

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