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Soundcore Spirit X2 im Test: True-Wireless für Sportler

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Die Anker-Tochter Soundcore will mit den Spirit X2 die Sportler für True-Wireless-Kopfhörer begeistern. TechStage testet die Geräte.

Die Spirit X2 sind für den Sport gemacht, das sieht man ihnen auch an. Sie sind vergleichsweise groß und besitzen einen Bügel, ähnlich den Powerbeats Pro (Testbericht). Ansonsten gibt es pro Kopfhörer zwei Taster, über die die In-Ears gesteuert werden. Damit kann man die Wiedergabe starten und pausieren oder die Lautstärke regeln. Das mag eine gute Idee sein, in der Praxis haben wir aber meist die Lautstärke per Handy gesteuert – die Tasten an den Kopfhörern sind dazu einfach zu ungenau.

Die Ladeschale ist vergleichsweise groß, sie hat etwa das Volumen einer Zigarettenschachtel. Darin liegen beide Kopfhörer sicher und werden automatisch geladen. Mehr dazu im Bereich Akkulaufzeit.

Die Kopfhörer sind nach IP44 zertifiziert und entsprechend gegen Schweiß oder Regenwasser geschützt.

Die Bügel an den Spirit X2 mögen nicht super schick sein, sie halten die Kopfhörer aber beim Sport solide in den Ohren. Wir hatten sie bei mehreren Trainingseinheiten im Einsatz, etwa beim Laufen oder Radfahren. Die Spirit X2 sitzen gut im Ohr, dank des Bügels fühlt es sich auch nicht so an, als würden sie nur durchs Verkeilen im Gehörgang gehalten. Dazu können sie auf die kleinen Flügel verzichten, mit denen man Sportkopfhörer oft ins Ohr drehen muss und die mit der Zeit unbequem werden können.

Durch die Bauweise blocken die Kopfhörer einen Großteil der Umgebungsgeräusche, man ist aber nicht komplett von der Umwelt abgeschnitten. Vor allem, wenn man die Wiedergabe pausiert, kann man die Umgebung gut wahrnehmen und sich problemlos unterhalten.

Wie die meisten Sportkopfhörer sind die Spirit X2 ein wenig basslastig. Allerdings übertreiben sie es nicht so sehr wie die Powerbeats. Bei Do Si Do von Diplo und Blanco Brown dröhnt der Bass angenehm im Hintergrund, ohne dass die restlichen Details untergehen. Das gilt auch für andere Musikrichtungen. Bei Whiskey in the Jar von Metallica hört man beispielsweise alle Instrumente sauber heraus, je nachdem, worauf man sich konzentriert. Über einen langen Druck auf die untere Taste (egal ob am linken oder rechten Kopfhörer) kann man den Bass verstärken lassen oder auf normal zurückschalten.

Besonders gut gefällt uns die Sprachwiedergabe, etwa in Podcasts oder Audiobüchern. Die Kopfhörer schirmen die Umwelt gut ab, so dass wir beim Laufen problemlos dem Corona Update und anderen Podcasts folgen konnten.

Soundcore Spirit X2 (6 Bilder)

Die Kopfhörer haben kein Aktives Noice Cancelation (ANC), stattdessen kommt die CVC-Technik von Qualcomm zum Einsatz. Dabei wird kein Gegenschall produziert, stattdessen versuchen die Kopfhörer, über die integrierten Mikrofone die Störgeräusche auszufiltern. Die Technik soll vor allem vernünftige Gespräche möglich machen. Tatsächlich fanden wir die Spirit X2 bequem zum Telefonieren, das Gegenüber verstand uns sowohl bei klassischen Telefonaten wie auch bei Videocalls gut.

Die Spirit X2 haben den aptX-Codec an Bord, was man vor allem beim Ansehen von Videos merkt. Wir hatten im Test mit lokalen Videodateien und Streaming per Netflix keine Probleme oder Verzögerung bei der Wiedergabe.

Soundcore gibt bis zu neun Stunden Laufzeit an, in der Realität kommen wir in unserem Test bei voller Lautstärke auf knapp 8 Stunden. Realistisch gesehen liegt der Wert wahrscheinlich dazwischen, da man nur selten den Sound wirklich lange auf Anschlag aufdreht. Die Ladeschale lädt die Geräte in knapp einer Stunde wieder auf, das schafft der in die Schale integrierte Akku knapp drei mal. Insgesamt hat man also über einen Tag Laufzeit, ein sehr guter Wert. Die Ladeschale selbst wird per USB-C geladen und war im Test in knapp 90 Minuten komplett voll, eine 10-Minütige-Ladezeit sorgt für knapp 2 Stunden Ladezeit.

Der UVP der Soundcore Spirit X2 liegt bei knapp 120 Euro. Die Geräte sind zum Testzeitpunkt relativ neu, entsprechend hat sich der Straßenpreis nicht wirklich verändert.

True Wireless und Sport passen nicht immer zusammen. Viele Geräte halten schlecht oder nicht, wenn man sich viel bewegt. Die Alternative sind Headsets, die man entweder fest in die Ohren „schraubt” oder eben mit Bügeln hinter dem Ohr befestigt. Und hier können die Spirit X2 wirklich punkten. Sie halten im Training stabil im Ohr und sind bequem. Da sie gegen Schweiß und Wasser geschützt sind, eignen sie sich gut für jegliche Outdoor-Aktivitäten.

Ein weiterer Grund für die Geräte ist die Sound-Qualität. Sowohl bei Musik wie bei Sprache klingen die Soundcore Spirit X2 sehr gut, mit gerade genügend Fokus auf Bass, um das Training zu unterstützen.

Alternativen zu den Spirit X2 haben wir in der Themenwelt Sportkopfhörer und in der Themenwelt True-Wireless-Kopfhörer zusammengestellt. Einen Überblick geben wir im Ratgeber: Kopfhörer für Jogger und Sportler.

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