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Sony Xperia XA2 im Test: schönes Design, gute Kamera

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Das Sony Xperia XA2 ist ein neues Mittelklasse-Smartphone, das sich optisch stark von den bisherigen Xperias unterscheidet. Für den Preis von 349 Euro bekommt der Käufer ein schickes Metall-Design, ein brillantes Display sowie eine lange Akkulaufzeit. Was das Xperia XA2 sonst noch drauf hat, verrät der Testbericht von TechStage.

Der Lieferumfang des Xperia XA2 ist übersichtlich: Smartphone, Netzgerät, Verbindungskabel und Headset. Letzteres ist schon fast etwas besonderes, und das ist auch gut so: Die billigen Kopfhörer, die es früher immer dazu gab, braucht nun wirklich keiner. Xperia XA2 liegt ein gutes Paar bei, das per 3,5-Millimeter-Klinke mit dem Handy verbunden wird.

Sony Xperia XA2: Lieferumfang

Das Xperia XA2 unterstützt zwar schnelles Laden via Qualcomm QuickCharge 3.0, doch das mitgelieferte Netzgerät nicht. Bei einem High-End-Smartphone, das in der Regel höherpreisig ist, gehört ein Schnellladegerät dazu. Bei einem Xperia XA2 ist das kein Muss, aber wir hätten uns trotzdem darüber gefreut. Mit dem mitgelieferten Lader dauert es 2 Stunden und 38 Minuten von 0 auf 100 Prozent, mit einem optionalen Schnellader etwa eineinhalb Stunden.

Das Xperia XA2 verfügt über ein neues Design. Und das ist auch gut so – schließlich wirken die Xperias aufgrund ihrer Ähnlichkeit inzwischen einfach altbacken. Sony setzt nun auf dünne Display-Ränder und auf Kompaktheit. Das Telefon ist an den Seiten abgerundet, weshalb es sich bequem von der Hand umschließen lässt. Besonders gut zur Geltung kommt das konvex geschwungene Display-Glas. Insgesamt sieht das gut aus und liegt angenehm in der Hand.

Das Xperia XA2 ist aus Glas, Kunststoff und Metall gefertigt. Es ist solide und fest, wirkt stabil und nicht billig. Auch wenn es kein Unibody-Gehäuse aus einem einzigen Alu-Block besitzt, ist die Verarbeitung hochwertig. Der Korpus ist 9,7 Millimeter dick und bringt 171 Gramm auf die Waage. Damit ist es aber nicht das leichteste und dünnste 5,2-Zoll-Smartphone, das Huawei P10 (Testbericht) mit 5,1 Zoll ist 7 mm dünn und wiegt 145 Gramm.

Sony Xperia XA2: Design

Auffällige Spaltmaße oder Knarzgeräusche gibt es nicht. Die Knöpfe sind auf einer für die Finger gut erreichbaren Höhe platziert und haben einen knackigen Druckpunkt. Neuerdings befindet sich der Fingerabdrucksensor bei Sony auf der Rückseite des Smartphones. Er ist leicht eingelassen und damit für Rechts- als auch Linkshänder gut zu erreichen. Das Entsperren funktioniert schnell und zuverlässig, wobei das freilich nichts über die Sicherheit der Technik aussagt.

Sony Xperia XA2: Hardware

Im Xperia XA2 arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 630, dem 3 GByte Arbeitsspeicher zur Verfügung stehen. Der Achtkern-Prozessor taktet mit maximal 2,2 GHz und liefert genug Leistung für die alltägliche Nutzung. In synthetischen Benchmarks schneidet das XA2 gut ab, im Antutu erreicht es 85.000 Punkte. Der Wert liegt im oberen Bereich dieser Geräteklasse.

Sony Xperia XA2: Hardware

Der integrierte Speicher umfasst 32 GByte. Auffällig: Ab Werk besetzt das System bereits 14,5 GByte für sich und die vorinstallierten Apps. Dem Nutzer stehen demnach weniger als 17 GByte für die Nutzung bereit. Der Speicher des Xperia XA2 ist mit einer MicroSD-Karte erweiterbar. Das Maximum ist MicroSDXC bis 2 TByte. Aktuelle Speicherkarten gehen bis 512 GByte – welche Speicherkarte für Android die beste ist, erklärt der umfangreiche Vergleichstest von TechStage.

Der Akku im Xperia XA2 ist fest eingebaut und lässt sich vom Nutzer selbst nicht austauschen. Er hat eine Kapazität von 3300 mAh und hält bei moderater Nutzung und mittlerer Display-Helligkeit etwa 1,5 Tage, für zwei volle Tage reicht es in der Praxis nicht. Der Akku wird kabelgebunden über USB Type C mit der Spezifikation USB 3.1 aufgeladen. Drahtloses Laden ist nicht integriert, aber auch nicht typisch in diesem Preisbereich.

Ins Internet geht das Xperia XA2 über LTE und WLAN. Zum Streamen von Musik gibt es Bluetooth 5.0. Die Gesprächsqualität sowie Empfang im Großraum Hamburg sind uns positiv aufgefallen.

Das Display des Xperia XA2 misst 5,2 Zoll in der Diagonalen. Dabei handelt es sich um einen Flüssigkristallbildschirm mit einer Auflösung von Full-High-Definition, also 1920 × 1080 Pixel. Gut gefallen haben uns die Farben und die Schärfe. Die Helligkeit dagegen ist mittelmäßig und kann bei einfallenden Sonnenstrahlen zu gering sein.

Sony Xperia XA2: Kamera

Auf der Rückseite des Xperia XA2 sitzt eine 23-Megapixel-Kamera. Bis vor wenigen Jahren kam die gleiche Kamera in den Flaggschiff-Geräten des Herstellers zum Einsatz. Mit einer Blende von f/2 und einem 1/2,3 Zoll großen Bildsensor gelingen detaillierte und helle Bilder. Sobald es aber dunkler wird, kommt die Kamera des Xperia XA2 an ihre Grenzen. Im Allgemeinen ist die Bildqualität gut und über dem Durchschnitt, wenn man den Preis des Smartphones berücksichtigt.

Die Kamera auf der vorderen Seite löst 8 Megapixel auf und hat einen Ultraweitwinkel mit 120 Grad. So lassen sich Selfies mit einem größeren Ausschnitt einfangen, zum Beispiel mit Freunden oder viel Landschaft im Hintergrund. Die Wölbung im Bild ist minimal zu sehen, wenn man darauf achtet. Die Bildqualität der Selfie-Cam ist ausreichend, mit einer Blende von f/2,4 lichtschwach und damit nicht für Schwachlichtsituationen geeignet.

Auf dem Xperia XA2 läuft Android in der Version OS 8.0 Oreo, das ist zeitgemäß. Auch der eingespielte Sicherheits-Patch mit Datum vom 1. Januar 2018 ist aktuell. Das Update für Februar wird derweil von Google vorbereitet, siehe Android Security Bulletins.

Eines der Punkte, die uns am Xperia XA2 am meisten stören, ist die Software. Das System ist überladen und bis ans Ende mit Müll vollgestopft. Auf der ersten Seite des Hauptmenüs befinden sich Sony eigene Dienste und Apps, die in der Tat einen Mehrwert für den Nutzer haben. Darunter sind Dinge wie UKW-Radio, Wetter-App oder Unterhaltungsinhalte von Sony. Auf der nächsten Seite findet man jedoch viel Bloatware. Viele der Drittanbieter-Apps und -Dienste lassen sich nicht deinstallieren, sodass Speicherplatz zurückgewonnen werden könnte, sondern lediglich deaktivieren. Damit werden sie zwar im Menü ausgeblendet, befinden sich aber weiterhin im Speicher.

Das Xperia XA2 von Sony gibt es in vier Farben: Schwarz, Blau, Pink und Silber.

Sony Xperia XA2 (Schwarz)

Sony Xperia XA2 (Blau)

Sony Xperia XA2 (Blau)

Sony Xperia XA2 (Pink)

Sony Xperia XA2 (Pink)

Sony Xperia XA2 (Silber)

Sony Xperia XA2 (Silber)

Die neue Mittelklasse von Sony sieht schick aus. Das geschwungene Metall-Design mit der konvexen Glas-Front ist frisch – zumindest für die Verhältnisse von Sony. Ganz so randlos, wie es der Hersteller bewirbt, ist das Gerät aber dann doch nicht. Das Xperia XA2 überzeugt mit einer langen Akkulaufzeit, dem scharfen Display und der hochwertigen Verarbeitung. Die Kamera macht zufriedenstellende Fotos.

Sony sollte dringend an seiner Software arbeiten und sie schlanker machen. Die Performance des Smartphones ist exzellent, trotzdem tut dem System ein wenig mehr Übersichtlichkeit gut. Den Preis von 349 Euro finden wir in Anbetracht des Gesamtpaktes fair.

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