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Sony Xperia XA2 Ultra im Test – groß und mit Dual-Selfie-Kamera

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Das Xperia XA2 Ultra des japanischen Herstellers Sony ist ein Großbild-Smartphone: Auf einem 6-Zoll-Bildschirm zeigt es Inhalte an. Selfies schießt es mit einer Dual-Kamera. Was das Gerät zu einem Preis von 449 Euro sonst noch drauf hat, verrät der Test von TechStage.

Die weiße Verpackung des Xperia XA2 Ultra ist nur wenig größer als das eigentliche Smartphone. Auf der Box ist der Name des Produkts aufgedruckt. Auf der Rückseite hat der Hersteller einige Kerndaten genannt wie Prozessor und Speicher sowie die Größe des Displays: 6 Zoll. Nachdem Öffnen kommt das gigantische Xperia XA2 Ultra zum Vorschein. Unter dem Gerät lagern USB-Verbindungskabel, Ladegerät sowie ein gutes Kopfhörer-Paar zum Telefonieren und Musik hören.

Für die Headsets bekommt Sony ein dickes Lob: Die Kopfhörer sind laut, bieten klaren Klang und auch der Bass klingt anständig. Für die meisten Nutzer reichen sie aus. Wer mehr möchte, dem steht ein Klinkenanschluss mit 3,5 Millimeter für Kopfhörer bereit. Kritik erhält hingegen das mitgelieferte Ladegerät: Es besitzt keine Schnellladefunktion, obwohl das Xperia XA2 Ultra die Funktion souverän beherrscht. So dauerte das kabelgebundene Laden im Test etwa drei Stunden und 25 Minuten. Mit dem Zubehör eines Drittherstellers war das Akku bereits nach zwei Stunden voll. Das entspricht einer Zeitersparnis von rund 44 Prozent.

Sony Xperia XA2 Ultra

Das Xperia XA2 Ultra ist ein großes Smartphone. So groß, dass manche es mit dem Kofferwort Phablet betiteln würden. Mit einem Gewicht von 221 Gramm und einer Dicke 10,1 Millimeter ist das Sony-Smartphone kein Telefon für kleine Hosentaschen. Die Bedienung mit einer Hand fällt daher meist etwas schwer aus.

Das Design erscheint beim Xperia moderner als bei seinem Vorgänger. Die überarbeitete Designsprache von Sony bringt schmale Seitenränder sowie ein gewölbtes Gehäuse aus Metall und Glas mit sich. Sony hat die Kanten abgerundet, und somit liegt das Xperia XA2 Ultra nun deutlich freundlicher in der Hand als bisherige Modelle der Ultra-Reihe.

Das Sony-Smartphone besitzt keinen Unibody-Design aus einem Guss, obwohl dafür geeignete Werkstoffe wie Aluminium zum Einsatz kommen. Trotzdem: Spaltmaße sind nicht vorhanden. Die Verarbeitung ist bündig. Alles am Telefon sitzt fest, lediglich die Rückseite lässt sich beim genaueren Testen leicht nach innen drücken.

Sony Xperia XA2 Ultra

Ein großes Problem am Xperia XA2 Ultra zeigt sich in der statischen Aufladung: Kommt das Smartphone aus der Jackentasche, ist es mit Fusseln und Staubpartikeln bedeckt. Ein Galaxy oder iPhone dagegen ziehen signifikant weniger Fremdkörper an. Und auch staub- und wasserfest ist das Xperia nicht. Sony – für seine wasserfesten Smartphones bekannt geworden – verzichtet bei diesem Ultra-Modell auf diesen Eindringschutz.

Beim Xperia XA2 Ultra sitzt der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite anstatt seitlich, wie Sony es bisher bei seinen Geräten umgesetzt hat. Die runde Fläche ist unterhalb der Kamera positioniert und leicht in das Gehäuse eingelassen. Das Entsperren funktioniert am bequemsten mit dem Zeigefinger der linken oder rechten Hand. Trotz der Gerätehöhe von 163 mm ist die Erreichbarkeit gut. Der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und passiv. Das heißt, dass System reagiert selbst bei ausgeschaltetem Display und nimmt die Authentifizierung des Nutzers entgegen.

Sony Xperia XA2 Ultra und Xperia XA2
Größenvergleich: Sony Xperia XA2 Ultra und Xperia XA2

Im Xperia XA2 Ultra werkelt ein Snapdragon 630 von Qualcomm. Dem Prozessor stehen 4 GByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Der Achtkern-Prozessor taktet mit maximal 2,2 GHz und liefert ausreichend Leistung für den Gebrauch im Alltag. Spiele mit aufwendiger Grafik meistert das Gerät zufriedenstellend. In synthetischen Benchmarks schneidet das Xperia gut ab, im Antutu erreicht es 87.000 Punkte. Dieser Wert liegt im oberen Bereich der getesteten Mittelklasse-Smartphones.

Das Xperia XA2 Ultra bietet einen Speicher 32 GByte. Doch Sony hat zahlreiche Apps auf dem Telefon installiert und lässt Anwendern daher nur noch 16 GByte an Speicher, obwohl der Hersteller mehr verspricht. Der Speicher des Smartphones lässt sich mit einer MicroSD-Karte erweitern. Die im Test eingesetzte MicroSDXC mit 400 GByte funktionierte problemlos. Welche Speicherkarte für Android die beste ist, erklärt TechStages umfangreiche Kaufberatung.

Sony Xperia XA2 Ultra

Der Akku im Xperia XA2 Ultra ist fest eingebaut und besitzt eine Nennladung von 3580 Milliamperestunden. Für ein Smartphone dieser Größe ist das eher unterproportioniert. Geräte anderer Hersteller erreichen fast die 5.000-mAh-Marke, vor allem erschwingliche China-Smartphones. Nichtsdestotrotz ist die Laufzeit des Xperia XA2 Ultra exzellent. Bei einem durchgehenden Videostream im WLAN und maximaler Display-Helligkeit lief es im Test 18 Stunden; Das ist überdurchschnittlich. Bei moderater Nutzung lässt sich das Telefon zwei volle Tage mit einer Akkuladung nutzen.

In das Internet geht das Xperia XA2 Ultra über LTE oder WLAN ac mit 2,4 sowie 5 GHz. Zusätzlich zu GPS und Glonass stehen auch Bluetooth 5.0 sowie NFC zur Verfügung. Das Smartphone gibt Musik auch über den integrierten Monolautsprecher aus. Streamen von Musik funktioniert drahtlos auf frei stehende Lautsprecher über das verlustfreie Übertragungsprotokoll Qualcomm Aptx. Mit verbundenen Kopfhörern empfängt das Sony-Smartphone auch Ultrakurzwelle: Dabei dienen die Kopfhörer als Antenne. Die App FM-Radio macht dies möglich.

Das Display hat eine Größe von 6 Zoll und löst auf mit Full-High-Definition, das sind 1920 × 1080 Pixel. Die Inhalte stellt die Anzeige scharf dar, trotz der etwas niedrigeren Bildschirmauflösung. Helligkeit und Weiß sind in Ordnung, wohingegen der Farbe etwas Sättigung fehlt.

Sony Xperia XA2 Ultra

Die Hauptkamera des Xperia XA2 Ultra schießt Fotos mit 23 Megapixeln. Der Bildsensor sowie die Optik mit der Blende von f/2 stammt aus den Flaggschiff-Modellen der vergangenen Jahren. Technisch ist sie dem kleineren Modell Xperia XA2 (Testbericht) ähnlich. Die Kamera liefert gute Ergebnisse in nahezu allen Situationen. Der Automatikmodus regelt die Konfigurationen fast immer richtig, schärft jedoch zu viel nach. Fortgeschrittene Nutzer und alle, die sich etwas Zeit bei Fotografieren lassen, erzielen bessere Resultate, wenn sie den manuellen Modus verwenden.

Sony Xperia XA2 Ultra

Videos zeichnet das Xperia XA2 Ultra in der Auflösung 1080p wahlweise mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde auf. Beindruckend: Die Kamera macht nicht nur Hochkontrast-Fotos (HDR), sondern auch Videos in HDR.

Als viel interessanter zeigen sich die beiden Selfie-Kameras auf der Vorderseite: Mit 8 und 16 Megapixeln sowie 120 respektive 88 Grad Blickwinkel bieten sie zwei unterschiedliche Perspektiven für Selbst- und Gruppenporträts. Ein ähnliches Konzept verfolgt LG mit seinem aktuellen Smartphone LG V30 (Testbericht). Sony verbaut es jedoch auf die Front des Xperia XA2 Ultra statt auf die Rückseite.

Die Selfie-Kameras sind ideal für unterschiedliche Lichtsituationen ausgelegt. Sie verfügen über eine lichtarme und lichtstarke Blende. Der 16-Megapixel-Kamera wurde sogar ein optischer Bildstabilisator (OIS) vorgesetzt, um bei längeren Verschlusszeiten verwackelte Bilder zu vermeiden. Und für absolute Dunkelheit steht eine LED zwischen den beiden Kameras bereit.

Auf dem Xperia XA2 Ultra läuft Android in der Version OS 8.0 Oreo. Das ist ziemlich aktuell, auch wenn Google schon bei 8.1 angelangt ist. Ob und wann Sony die Aktualisierung der Software durchführt, ist zum derzeitigen Zeitpunkt unklar. Der auf dem Telefon installierte Sicherheits-Patch ist vom 01. Januar 2018 – Februar ist bereits raus.

Sony Xperia XA2 Ultra: Software
Die Software des Xperia XA2 Ultra

Über dem Android-Betriebsystem bügelt Sony seine eigene Oberfläche Xperia UI. Sie kombiniert mehrere Startbildschirme sowie ein App-Menü mit mehreren Seite, die sich horizontal bewegen lassen.

Im Allgemeinen ist die Oberfläche von Sony stark überladen und mit einer Menge installierter Applikationen wie Facebook, AVG Protection, Amazon und Amazone Kindle ausgestattet. Viele der Apps lassen sich nicht deinstallieren, sondern lediglich deaktivieren. Das geht auf den Speicher.

Das Xperia XA2 Ultra von Sony gibt es in vier Farben und unter anderem mit der Option Dual-SIM mit einer zweiten Nano-SIM-Karte:

Sony Xperia XA2 Ultra (Schwarz)

Sony Xperia XA2 Ultra (Schwarz)

Sony Xperia XA2 Ultra (schwarz, Dual-SIM)

Sony Xperia XA2 Ultra (schwarz, Dual-SIM)

Sony Xperia XA2 Ultra (blau)

Sony Xperia XA2 Ultra (blau)

Sony Xperia XA2 Ultra (gold)

Sony Xperia XA2 Ultra (gold)

Sony Xperia XA2 Ultra (silber)

Sony Xperia XA2 Ultra (silber)

Sony Xperia XA2 Ultra (silber, Dual-SIM)

Sony Xperia XA2 Ultra (silber, Dual-SIM)

Das Xperia XA2 Ultra ist ein großes Smartphone mit guter Verarbeitung. Es ist nicht staub- und wasserfest, dafür jedoch aus hochwertigen Materialien gefertigt. Wegen der statischen Aufladung sammeln sich in den Öffnungen Staub an, wie beispielsweise in der Hörmuschel. Das sieht unschön aus.

Technisch ist das Xperia XA2 Ultra auf den neuesten Stand und bietet mehr als ausreichend viel Leistung für den Alltag. Die Stärke liegt beim Akku sowie der Selfie-Kamera mit OIS und einer zu dem Benutzer gerichteten LED. Wer auf der Suche nach einem großen Smartphone ist, qualitative Bilder von sich und seinen Mitmenschen machen möchte und sich nicht mit Sonys überladener Software schwer tut, wird das Xperia XA2 Ultra mögen.

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