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Sonos One im Test: Alexa klang noch nie besser

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Mit dem Sonos One kommt ein weiterer Lautsprecher mit der Amazon-Alexa-Sprachsteuerung auf den Markt. Im Test ist uns vor allem der gute Sound aufgefallen. Wir erklären, was die Box noch von anderen Modellen unterscheidet und ob der verhältnismäßig hohe Anschaffungspreis gerechtfertigt ist.

Das Design des Sonos One ist dem des Multiroom-Lautsprechers Sonos Play:1 sehr ähnlich. Bis auf die Bedienelemente auf der Oberseite und das technische Innenleben sind die beiden Boxen identisch.

Die optische Erscheinung ist schlicht und modern: Die Kanten des 360-Grad-Speaker sind abgerundet und die glatte Oberfläche besteht aus einem einzigen großen Touchfeld. Die dortigen Tipp-Felder für Lautstärkeregelung, Titelsprung und Stummschaltung der insgesamt sechs Fernfeld-Mikrofone reagieren sehr präzise bereits auf leichte Berührungen. Auch die Status-LED sitzt auf der Oberseite, weshalb sie nicht ganz so gut zu erkennen ist, wie beispielsweise beim auffälligen LED-Ring des Echo-Plus-Speakers. Auf der Rückseite des One befinden sich die Verbindungs-Taste und der Anschluss für ein Netzwerkkabel. Das Stromkabel ist auf der Unterseite mit dem Speaker verbunden.

Das Netzwerkkabel gehört zum Lieferumfang.

Die Verarbeitung und die Materialauswahl sind erstklassig. Das Gewicht ist, verglichen mit anderen Smart-Speakern, verhältnismäßig hoch. Verfügbar ist der Sonos One in den Farben schwarz und weiß.

Die Sonos One ist ein echtes Multitalent. Neben der Multiroom-Wiedergabe von Musik aus verschiedenen Quellen hört die Box auch zu und reagiert auf Sprachbefehle des Nutzers. Auch die Steuerung von Smart-Home-Devices und anderen Sonos-Lautsprechern ist mit Amazons Sprachassistenten Alexa möglich.

Das Konzept ist zwar nicht neu, aber Sonos geht einen eigenen Weg: Angeschlossen per LAN-Kabel stehen beispielsweise auch Musik-Sammlungen im Netzwerk zur Verfügung. Auch die Auswahl der kompatiblen Online-Musik-Dienste ist extrem groß, allerdings lassen sich nicht alle Quellen direkt per Alexa-Sprachbefehl auswählen. Die bekannten Musikdienste Amazon-Music, Spotify oder Apple-Music reagieren auch beim One direkt auf Zuruf. Die Auswahl von Musik auf einer Netzwerk-Festplatte geschieht allerdings ausschließlich per Sonos-App. Ist die Quelle erst einmal ausgewählt, klappt das Stoppen der Wiedergabe oder die Lautstärkeregelung auch per Sprachbefehl.

Verbindungs-Taste und LAN-Anschluss sitzen auf der Rückseite.

Auf ein paar Eigenschaften der originalen Amazon-Speaker verzichtet die Box allerdings: Das Schicken von Nachrichten auf andere Speaker oder das Ändern des Aktivierungs-Wortes ist mit dem One nicht möglich.

Laut Aussage des Herstellers wird das System derzeit noch weiter verbessert. Der Musikdienst Spotify beispielsweise konnte in der ersten Software-Version des One noch nicht per Zuruf gesteuert werden; nach einem Update Ende 2017 ist das nun aber möglich. So besteht die Hoffnung, dass die Sprachsteuerung zukünftig mit weiteren Musikquellen funktioniert.

Die Sonos-App ist übersichtlich und logisch aufgebaut und kostenlos für iOS und Android verfügbar. Da der Lautsprecher auch auf Netzwerk-Daten und nicht zu Alexa kompatible Musikdienste zurückgreift, ist die App von Sonos etwas komplexer als bei anderen Lautsprechern. Die Einrichtung des Sonos One dauert deshalb auch länger als bei allen anderen bisher von uns getesteten Systemen. Nach dem Anstecken benötigt die App zunächst das WLAN-Kennwort. Dann müssen wir den One mit Alexa verbinden, all unsere Musikdienst-Daten inklusive der Passwörter eingeben und noch den Sonos-Skill in Alexa aktivieren. Samt obligatorischem Firmware-Update dauert die erste Grund-Konfiguration etwa 15 Minuten. Wer mehr als drei Musikdienste und zusätzliche Netzwerkquellen hinterlegt, braucht noch einmal deutlich länger.

Eine auffällige Besonderheit der App, zumindest in der iOS-Version, ist die Einmess-Funktion des Speakers. Der Speaker überprüft dabei seinen eigenen Klang und optimiert diesen für die gegebenen Räumlichkeiten. Das Messergebnis speichert der Lautsprecher, so dass dieses Einmessen nur einmalig notwendig ist.

Die Mikrofone sind kreisförmig um die Touch-Elemente angeordnet.

Nach der verhältnismäßig langwierigen Einrichtung der App überprüfen wir zunächst die Empfindlichkeit der internen Mikrofone. Anderen Testberichten zufolge reagieren diese nicht besonders präzise, dank einiger Firmware-Updates scheint dieses Problem allerdings behoben zu sein. Die Empfindlichkeit der Sprachsteuerung ist zwar nicht ganz so hoch wie bei Amazon Echo 2 (Testbericht) oder Echo Plus (Testbericht), aber anschreien müssen wir den One trotzdem nicht. Auf Befehle in Zimmerlautstärke reagiert der Lautsprecher präzise. Selbst beim Abspielen von Musik versteht uns der One erfreulich gut.

Einzig die Tatsache, dass wir nicht anhand einer auffälligen LED sehen können, ob Alexa aktiv ist, irritiert anfänglich. Die kleine Status-LED auf der Oberseite ist dafür einfach zu unauffällig.

Auch die Unterseite ist aufgeräumt gestaltet.

Die Soundqualität des Sonos One ist extrem gut und vergleichbar mit der des Sonos Play: 1 (Testbericht). Trotz der kompakten Bauform überrascht der Lautsprecher mit warmen und harmonischen Klang. Von den bisher von uns getesteten Speakern hatte Keiner einen derart guten und satten Sound. Selbst bei hoher Lautstärke bleibt der Klang ausgeglichen und ausreichend basslastig. Egal ob als Einzelgerät oder im Multiroom-Verbund: der One hat das Zeug dazu, herkömmliche Stereoanlagen vollkommen zu ersetzen.

Sonos One schwarz

Sonos One schwarz

Sonos One weiß

Sonos One weiß

Wer einen smarten Lautsprecher mit richtig gutem Klang sucht, der kommt derzeit nicht um den Sonos One herum. Kein anderes System bietet eine derart gute Soundqualität und ist mit so vielen verschiedenen Musikquellen kompatibel.

Gerade für Nutzer mit anderen Lautsprechern des Herstellers ist der One besonders interessant. Zwar lassen sich die Boxen auch mit anderen Amazon-Lautsprechern steuern, diese haben aber nicht den grandiosen Klang unseres Test-Gerätes. Dass die Sprachsteuerung beispielsweise nicht bei Musik aus dem Netzwerk funktioniert ist zwar schade, mit anderen Smart-Speakern steht diese Quelle allerdings erst gar nicht zur Verfügung.

Auf das Verschicken von Sprachnachrichten auf andere smarte Lautsprecher oder ein alternatives Aktivierungs-Wortes muss der Nutzer allerdings verzichten. Diese beiden Funktionen sind derzeit den Amazon-Boxen vorenthalten. Wer nicht darauf verzichten will, bekommt mit dem Echo Plus zwar eine gute Klangqualität, mit dem satten Sound des One kann der Amazon-Speaker aber nicht mithalten.

Wer einen Lautsprecher mit Google-Home und gutem Klang sucht, der sollte sich den JBL Link 20 (Testbericht) ansehen.

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