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Somikon WLAN-Bilderrahmen im Test: sehr komfortabel

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Mit dem Modell Somikon ZX-2822 hat der Versandhändler Pearl einen digitalen Bilderrahmen mit WLAN-Anbindung im Angebot. Wir haben das Gerät getestet und verraten, ob sich der Mehrpreis für die kabellose Verbindung lohnt.

Die Idee ist einfach und genial: Ein digitaler Bilderrahmen mit WLAN-Anbindung ist das perfekte Geschenk für die eigenen Eltern, um regelmäßig Bilder der aufwachsenden Enkel im Wohnzimmer zu sehen. Das umständliche Bestücken der Geräte mit neuen Fotos per USB oder Speicherkarte entfällt, stattdessen landen Fotos direkt per Handy-App im Wohnzimmer – auch am anderen Ende der Welt.

Wer Pearl kennt, erwartet das schon fast: Ein hochwertiges Schmuckstück, gefertigt aus edlen Materialien, ist der ZX-2822 nicht. Glas, Edelstahl, Holz, vergiss es. Hässlich ist das Gerät aber trotzdem nicht. Zentrales Element ist das Display, umrahmt von schwarzem Kunststoff.

Der Plastikrahmen ist knapp 3 Zentimeter breit und an den Kanten abgerundet. Verarbeitung und Haptik sind gut und hinterlassen einen positiven Eindruck.

Auf der Rückseite befinden sich fünf kleine Öffnungen. Zwei sind zum Einschrauben des Kunststoff-Standfußes gedacht; zwei zur Befestigung des Rahmens an der Wand. Aufstellen beziehungsweise Aufhängen funktioniert im Hoch- und im Querformat. Hinter der fünften Öffnung sitzt ein kleiner Lautsprecher. Dieser piepst, sobald ein neues Foto auf den Rahmen geladen wurde.

So sieht der Bilderrahmen von hinten aus.

Auf der rechten Seite des Gehäuses befinden sich On/Off-Taster, Reset-Knopf, Micro-USB-Anschluss und MicroSD-Karteneinschub, sowie der Anschluss für das 5V-Netzteil.

Der Monitor des Bilderrahmens hat eine Diagonale von 10,1 Zoll und eine Auflösung von 1280×800 Pixeln. Im Vergleich zu einem Tablet ist das relativ niedrig: Das aktuelle iPad mit 10,5-Zoll-Display kommt auf 2224×1668 Pixel. In der Praxis spielt das aber keine große Rolle, denn der Betrachtungsabstand ist deutlich größer. Während man mit dem Tablet maximal eine Armlänge vor den Augen hantiert, steht der digitale Bilderrahmen oft mehrere Meter weit weg.

Dank IPS-Panel sind veränderte Farben und Kontraste bei hohen Blickwinkeln kein großes Problem. Steht der Rahmen im Regal, kann man die Inhalte von allen Positionen im Zimmer gut und unverfälscht erkennen.

Das Koppeln von Smartphone und Bilderrahmen klappt problemlos.

Der Bilderrahmen verfügt mit 8 GByte internem Speicher über genügend Platz für Fotos im JPEG, BMP und PNG-Format und GIFs. Diese stellt der Rahmen auf entweder in einer festen Reihenfolge oder nach dem Zufallsprinzip dar. Die Wiedergabe von Videos ist nicht möglich.

Bedient wird der Rahmen direkt per Touchscreen. Die Menüführung ist in deutscher Sprache gehalten und einfach und logisch aufgebaut. Die Anzeigedauer der einzelnen Bilder und die Helligkeit des Displays werden beispielsweise unter dem Oberpunkt Anzeige und Diashow eingestellt. Die Konfiguration des WLANs erfolgt unter dem gleichnamigen Menüpunkt. Wer einzelne Fotos ausblenden oder gar löschen möchte, tut dies unter dem Punkt Fotos anzeigen/ausblenden. Ein Sleep-Modus ist ebenfalls vorhanden. Ist dieser aktiv, schaltet sich der Bilderrahmen in der gewünschten Zeit automatisch ab und anschließend wieder an.

Nach dem Einstecken und einem Druck auf den Power-Button dauert es etwa 90 Sekunden, bis der Bilderrahmen hochgefahren und einsatzbereit ist. Zuerst erfolgt die Konfiguration des drahtlosen Netzwerks. Dazu wählen wir das gewünschte WLAN aus und geben das Passwort ein. Als nächstes folgt die Installation der Frameo-App auf dem Smartphone. Um Rahmen und App zu koppeln, ist ein zehnstelliger Code notwendig. Diesen generiert der ZX-2822 nach einem Druck auf den Menüpunkt Freund hinzufügen. Die Zahlenfolge wird anschließend in der Smartphone-App, die es für Android und iOS gibt, unter dem Punkt Rahmen hinzufügen eingegeben. Wenige Sekunden später sind beide Geräte miteinander verbunden.

Fotos gelangen entweder per MicroSD-Karte oder per WLAN und der Frameo-App auf den internen Bildspeicher. Wer die Bilder per App überträgt, muss sich nicht im gleichen WLAN-Netz befinden: Die Übertragung klappt quasi rund um den Globus.

Wer die per App gesendeten Inhalte ausdrucken oder speichern möchte, kann dies mit der automatischen Backup-Funktion des Rahmens tun. Dieser speichert alle Fotos automatisch auf eine eingesetzte microSD-Speicherkarte mit bis zu 32 GByte Kapazität.

Nach der Auswahl des Fotos folgt die Auswahl des Empfängers, falls mehrere Bilderrahmen in der App hinzugefügt sind. Wer möchte, kann auch eine kurze Bildbeschreibung eingeben. Bevor die App das Bild verschickt, wählt der Nutzer einen Bildausschnitt. Dies ist notwendig, damit der entscheidende Teil des Bildes sowohl im Hoch- als auch im Hochformat angezeigt wird. Etwa fünf Sekunden nach dem Tippen auf Foto senden piepst der Rahmen und meldet, dass neue Bilder vorhanden sind.

Der Import von Fotos auf MicroSD-Karte funktioniert ebenfalls unkompliziert und intuitiv. Auch das Löschen oder Überspielen auf die Speicherkarte klappt auf Anhieb. Am zweiten Tag unseres Tests zeigte der Rahmen, dass eine neue Firmware verfügbar ist. Deren Installation dauert etwa zwei Minuten, dann ist der Rahmen aktualisiert und wieder einsatzbereit.

Trotz der niedrigen Auflösung ist die Bildqualität ausreichend gut.

Der WLAN-Bilderrahmen von Pearl überrascht mit seiner einfachen und komfortablen Bedienung. Die Tatsache, dass die Firmware aktualisiert wird, spricht ebenfalls für das Produkt. Die im Vergleich zu Smartphones oder Tablets niedrige Auflösung ist für den 10-Zoll-Bilderrahmen ausreichend.

Der höhere Preis gegenüber Modellen ohne WLAN ist aus unserer Sicht absolut gerechtfertigt. Die Versorgung mit neuem Bildmaterial per App ist extrem praktisch und komfortabel. Urlaubsfotos landen so ganz ohne Umwege direkt auf dem Rahmen im Wohnzimmer bei den Großeltern.

Wer seine Fotos zuerst am PC bearbeitet und sie nur für sich selbst nutzt, kann auch auf die kabellose Verbindung verzichten und ein günstigeres Modell wählen.

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