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Somfy One+: Security-Kamera mit Alarm und Wachdienst

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Die WLAN-Kamera Somfy One will mehr sein, als nur eine weitere der auf dem Markt zahlreich vertretenen IP-Cams mit Bewegungserkennung und Datenspeicherung in der Cloud. Das Gadget hat eine Sirene eingebaut, lässt sich mit Bewegungs- und Erschütterungssensoren vernetzen und spielt in Sachen Smarthome mit Amazons Alexa, Googles Nest und dem eigenen System von Somfy TaHoma zusammen. Wie Somfy One bei uns abgeschnitten hat, erfahrt Ihr in unserem Test.

Somfy One+ und Somfy One sind abgesehen von einem integrierten Akku, internem Speicher für die Videoaufzeichnungen und im Lieferumfang enthaltener Fernbedienung und Erschütterungssenor beim erstgenannten Modell identische Geräte. Die WLAN-Kamera steckt in einem zylinderförmigen, gut verarbeiteten Gehäuse. Für den Bildsensor vorne gibt es eine Blende, die bei deaktivierter Überwachung auf Wunsch zufährt. Rechts oberhalb der Kamera befindet sich eine Status-LED.

Neben dem microUSB-Anschluss für das Netzteil befinden sich auf der Rückseite noch ein Setup-Taster und eine Resetbohrung. Zum auf Werkszustand zurückzustellen ist im Lieferumfang ein entsprechender Stahlstift enthalten. Unterhalb der Kamera sind ein Lautsprecher und ein Mikrofon hinter einem Kunststoffgitter verborgen.

Die Kamera des Somfy One+ löst 1920 × 1080 Pixel auf und hat einen Sichtwinkel von 130 Grad. Der Nutzer kann mit bis zu achtfachem Digitalzoom ins Geschehen vor der Kamera hineinzoomen. Für die Nachsichtfunktion gibt es eine Infrarot-Beleuchtung, die maximale Reichweite im Dunkeln beträgt 6 Meter. Mit dem Wlan verbindet sich das Gerät nach 802.11 b, g und n. Da es sowohl ein Mikrofon als auch einen Lautsprecher gibt, lässt sich das Gerät auch als Gegensprechanlage nutzen. Was das Thema Datenschutz angeht, spricht Somfy von „sicherer Datenübertragung (SSL/TLS mit RSA) und verschlüsselter Cloud-Speicherung (AES-256)“.

Im Vergleich zum Security-System Somfi One hat die von uns getestete Plusversion einen integrierten Akku, der bei Stromausfall für bis zu sechs Stunden autarker Laufzeit sorgt. Außerdem gibt es vom Hersteller nicht genauer spezifizierten lokalen Speicher für Videoaufnahmen und einen größeren Lieferumfang als bei der normalen Ausführung: Eine Fernbedienung und ein IntelliTag sind noch im Pakt. Letzteres ist ein Erschütterungssenor, der ins Sicherheitssystem eingebunden werden kann.

Der Hersteller nennt Somfy One/Somfy One+ eine „All-in-One-Sicherheitslösung“. Zuerst einmal handelt es sich bei dem Gerät jedoch um eine herkömmliche IP-Kamera, die – wie bei den meisten Konkurrenzprodukten auch der Fall – per Smartphone-App zuerst mit dem Router verbunden, und dann vom Handy aus konfiguriert und bedient wird.

Wie bei der Konkurrenz gibt es eine Bewegungserkennung, Somfy One schickt jedoch nicht „nur“ entsprechende Benachrichtigungen an den Nutzer, sondern löst auch für drei Minuten eine 90 Dezibel laute Sirene aus. Das ist laut genug, um Einbrechern einen ganz schönen Schreck einzujagen und diese im Idealfall auch zu vertreiben, aber nicht so laut, dass die gesamte Nachbarschaft aus ihren Betten fällt. Im Blickfeld können gewünschte Bereiche, bei denen die Bewegungserkennung nicht zum Einsatz kommen soll, innerhalb der App definiert werden.

Das Sonfy-One-Security-System lässt sich mit Öffnungs- und Bewegungsmeldern und weiteren Kameras und Sirenen (für den Innen- und Außenbereich) erweitern und arbeitet in Sachen Smart Home mit Amazons Alexa, Googles Nest und TaHoma. Zuletzt Genanntes ist eine Smart-Home-Lösung von Somfy selbst.

Für die rudimentären Features – das Live-Bild, die Bewegungserkennung und den Alarm inklusive Benachrichtigungen – muss der Nutzer nicht zusätzlich zahlen. Die zehnsekündigen Videoclips, die Somfy One bei jeder Bewegungserkennung aufzeichnet, darf der Besitzer mit einem Klick aufs Smartphone herunterladen. Für 4,99 Euro im Monat gibt es zusätzlich den kompletten Videoverlauf eines Tages, für 9,99 Euro im Monat kann im Einbruchsfall außerdem ein Sicherheitsmitarbeiter zum Haus beordert werden. Dieser Service ist eine Kooperation mit dem Service Axa Assistance.

Die Kamera des Somy One mit ihrer Full-HD-Auflösung bringt in Live-Ansicht und bei aufgenommenen Videos scharfes Bildmaterial, auch im Nachtsichtmodus. Die Bewegungserkennung funktionierte im Test präzise, bei Bedarf kann der Nutzer in der App noch feinjustieren. Die App zur Überwachung und zur Konfiguration des Systems lief zuverlässig, auch die Ersteinrichtung des Somfy One ging reibungslos vonstatten. Die Zeitverzögerung beim Live-Bild war bei uns jedoch recht hoch – um die 5 Sekunden.

Was uns im Test auch nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass der Nutzer nur Benachrichtigungen über erkannte Bewegungen erhält, nachdem die 90 Dezibel laute Sirene ausgelöst wurde. Zwar gibt es innerhalb der App auch eine Option die Sirene manuelle einschalten zu können – dem dürfte wohl eine Benachrichtigung des Besitzers vorausgehen –, diese ist bislang allerdings ausgegraut. Nach Anklicken informiert die App darüber, dass diese „bald erhältlich“ ist.

Somfy One (2401492)

Somfy One

(Kein Produktbild vorhanden)

Somfy One+

Was das Thema Sicherheit angeht, zeigte sich Somfy One+ als die bislang professionellste der von uns getesteten Security-WLAN-Kameras. Sie ist zum einen mit weiteren Sicherheitsprodukten von Somfy erweiterbar und bietet Smart-Home-Unterstützung. Weiterhin funktioniert die Bewegungserkennung zuverlässig und die eingebaute Sirene ist definitiv dazu in der Lage Einbrecher zu verscheuchen. Und für gerademal 10 Euro im Monat bekommt der Nutzer sogar auf Wunsch seinen eigenen Sicherheitsdienst.

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