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Smartwatch Skagen Falster im Test: sexy und gut

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Die erste reinrassige Smartwatch von Skagen wurde zusammen mit Fossil entwickelt und Anfang des Jahr auf der CES vorgestellt. Wir haben das Touchscreen-Modell des dänischen Herstellers mehrere Tage getestet und verraten, wie sich die Uhr im schlichten Design im Alltag schlägt.

Der Lieferumfang der Skagen Falster beschränkt sich auf die eigentliche Smartwatch und einen passenden Induktions-Lader. Der magnetisch haltende Adapter benötigt zusätzlich ein USB-Netzteil, welches nicht dabei ist.

Je nach verwendeter Stromquelle benötigt die Falster zwischen zwei und zweieinhalb Stunden, um den Akku wieder voll aufzuladen. Von der Nutzung einer Powerbank oder eines USB-Hubs zum Aufladen rät Skagen übrigens ab. Auf der Hersteller-Webseite heißt es: „Um Beschädigungen an der Uhr zu vermeiden, nur das im Lieferumfang enthaltene Ladegerät verwenden. Zum Laden keinen USB-Hub, USB-Splitter, Akkupack, keine USB-Y-Kabel oder andere Peripheriegeräte verwenden.” Wie das gehen soll, wenn kein Ladegerät dabei ist, konnten wir uns nicht erklären. Auf unsere Anfrage klärt Skagen die Frage umgehen auf: „Die auf der Produktseite verwendete Bezeichnung Ladegerät meint hier das Ladekabel. Für ein Aufladen über die Steckdose kann ein herkömmlicher USB-Adapter verwendet werden, wie man diesen auch von Smartphones kennt. Der Output des USB-Adapters sollte dabei maximal einen Output von 5V – 2A haben.

Die Skagen Falster ist sehr puristisch gehalten und wirkt sexy. Schnörkelloses Uhrengehäuse, schlichtes Lederarmband und Metall-Schließe: Mehr braucht es nicht, um gut auszusehen.

Der magnetische Induktions-Lader kommt auf die Rückseite der Uhr. Gut zu erkennen: der Schnellverschluss des Armbandes.

Das runde Gehäuse verfügt über einen Drucktaster und den von Fossil-Smartwatches bekannten Schnellverschluss für Wechselarmbänder. Das Edelstahlgehäuse misst 42 Millimeter im Durchmesser und ist 12 Millimeter dick. Die Falster trägt trotz des recht hohen Gewichts nicht auf und sitzt bequem am Handgelenk. Der Tragekomfort und die Verarbeitung gefallen uns gut. Die vorinstallierten Ziffernblätter sind ebenso schlicht gehalten wie das Uhrengehäuse selbst. Wer es auffälliger und bunter mag, kann jederzeit eigene Skins hinzufügen und diese nach seinen Vorstellungen individualisieren.

Die Falster ist IP67 zertifiziert und somit staub- und wasserdicht. Zum Schwimmen ist die Smartwatch allerdings nicht geeignet.

Im Inneren der Skagen Falster arbeitet ein Snapdragon-2100-Prozessor von Qualcomm. Dieser sorgt für ausreichend Rechenleistung und ermöglicht eine flüssige und ruckelfreie Bedienung per Touchscreen. Die auf Android-Wear-2.0 basierende Uhr hat einen Akku mit einer Kapazität von 300mAh. Die Batterielaufzeit beträg laut Datenblatt bis zu 24 Stunden. In unserem Test erreichen wir diesen Wert allerdings nicht; wir haben die Uhr aber auch verhältnismäßig stark beansprucht. Von früh morgens bis spät in die Nacht hält die Uhr aber bei unserem Einsatzszenario durch; selbst wenn sie viel genutzt und zum gelegentlich zum Spielen zweckentfremdet wurde. Zur Kommunikation mit iPhone oder Android-Smartphone setzt Skagen auf Bluetooth 4.1 und den energieeffizienten Standard Bluetooth Smart.

Die Skagen ist als smartes, modisches Accessoir gedacht und nicht als Fitness-Uhr. Es gibt weder GPS-Empfänger noch Pulsmesser. Zur Leistungsmessung ist lediglich ein Schrittzähler verbaut.

Das runde 1,19 Zoll große Display hat eine Auflösung von 390 x 390 Pixel und füllt das gesamte Ziffernblatt. Den abgeflachten, schwarzen Rand am unteren Ende der Anzeige („Flat Tire“, platter Reifen genannt), den die frühen runden Displays hatten, gibt es hier nicht mehr. Das Panel hat ein automatische Helligkeitsregelung und ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung noch gut abzulesen.

Das helle Display ist auch bei Sonnenschein gut ablesbar.

Die Touch-Empfindlichkeit ist gut, das Display reagiert zuverlässig auf jede Berührung. Lediglich die Nutzung der Touch-Tastatur frustriert. Die einzelnen Buchstaben sind derart eng aufgereiht, dass es beinahe unmöglich ist, mit den Fingern den Richtigen zu berühren. Tippen mit einem Touch-Stift klappt nur unwesentlich besser.

Um so energiesparend wie möglich zu arbeiten, zeigt die Uhr bei Nichtbenutzung lediglich eine grafisch stark abgespeckte und abgedunkelte Oberfläche ohne Sekundenzeiger an. Dank Panel auf OLED-Basis spart das tatsächlich Strom, denn im Gegensatz zu LCDs benötigten bei OLED-Anzeigen nur leuchtende Pixel Energie.

Sobald man das Handgelenk bewegt, um die Uhr zu betrachten, schaltet das Display automatisch auf normale Helligkeit und den voreingestellten Hintergrund. Das funktioniert sehr zuverlässig. Am Anfang irritiert der automatische Wechsel des Ziffernblattes, wir haben uns aber schnell daran gewöhnt.

Die Display-Auflösung ist ordentlich, aber sie müsste noch deutlich höher sein, damit man auch bei näherer Betrachtung keine Pixel mehr erkennt.

Auch für Nicht-Uhrenträger sind Smartwatches eine interessante Ergänzung zum Smartphone: Terminkalender checken, SMS lesen oder sehen, wer anruft: all das klappt mit der Skagen Falster problemlos. Allerdings muss das Smartphone immer in der Nähe sein, ohne Bluetooth-Verbindung und damit auch den Weg ins Internet geht nicht viel.

Als besonders praktisch empfinden wir vor allem die Fernsteuerungs-Funktionen. Wer sein Smartphone gerne verlegt, wird sich beispielsweise über die Telefon-suchen-App freuen. Ausgestattet mit passender Software steuert die Smartwatch auch die Kamera oder den Musikplayer des auf dem Handy.

Die gute Verarbeitung ist auch in den Details erkennbar.

Zur Orientierung auf einer Karte oder zum Lesen längerer Texte eignet sich die Falster weniger. Zwar funktioniert die Darstellung auf dem kleinen Display; komfortabel ist das nicht. Auch das Eintippen von Texten oder Nummern ist theoretisch möglich, macht aber keinen Spaß. Im Gegenteil: das Tippen auf dem Mini-Display frustriert.

Deshalb gibt es zusätzlich die Möglichkeit der Spracheingabe. Diese funktioniert erfreulich gut, solange die Hintergrundgeräusche nicht zu laut sind.

Die Falster ist aktuell nur mit schwarzem Edelstahlgehäuse erhältlich. Die Schnallen für die Befestigung des Armbands sind in unterschiedlichen Farben erhältlich. Unser Testmodell mit schwarzem Lederarmband ist mit schwarze Schnallen ausgestattet, die Varianten mit braunem Leder- oder mit silbernem Metallarmband haben silberne Schnallen. Am femininsten wirkt das Modell mit rosegoldenem Armband und gleichfarbiger Schnalle.

Die Bänder sind 20 Millimeter breit und können, dank Schnellwechselverschluss, innerhalb weniger Sekunden ausgetauscht werden.

Skagen Connected Falster schwarz mit Lederarmband schwarz (SKT5001)

schwarz Leder

Skagen Connected Falster schwarz mit Lederarmband braun (SKT5003)

braun Leder

Skagen Connected Falster schwarz mit Milanaise-Armband silber (SKT5000)

silber Metall

(Kein Produktbild vorhanden)

rosegold Metall

Die Skagen Falster ist eine der schicksten Smartwatches, die wir bisher in den Händen hatten. Wer die Uhr hauptsächlich als Ergänzung zum Smartphone braucht, der wird mit der Falster sehr zufrieden sein. Die gute Verarbeitung, der helle gut funktionierende Touchscreen und die großzügige Akkulaufzeit sprechen klar für das Modell von Skagen.

Die Ziffernblatt-Grafik läßt sich jederzeit ändern.

Der größte Nutzen wird zusammen mit einem Android-Smartphone erzielt. Android Wear und Android OS funktionieren perfekt zusammen. Zwar ist die Falster auch mit dem iPhone kompatibel, doch sie leitet lediglich die Benachrichtigungen auf das Display weiter. Eine umfangreiche Steuerung ist wegen den fehlenden Schnittstellen nicht möglich.

Wer sportlich aktiv ist, sollte besser zu einem anderen Modell mit integriertem Pulsmesser und GPS-Empfänger greifen.

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