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Smartphone Idol 5s: Das Topmodell von Alcatel im Test

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Zu den Highlights des Idol 5s von Alcatel gehören nach vorne ausgerichtete Stereolautsprecher, ein gut verarbeitetes Aluminiumgehäuse und ein Schnellzugriff-Button mit dem Namen Now Key. Ansonsten gibt es ein recht gut ausgestattetes Smartphone der oberen Mittelklasse zu einem aktuellen Straßenpreis von um die 400 Euro. Ob uns das Handy überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Test.

Das Alcatel Idol 5s hat ein 148 × 72 × 7,5 Millimeter messendes Aluminiumgehäuse, das sich gut verarbeitet und wertig präsentiert. Das Gewicht des Handys beträgt 147 Gramm. Oberhalb und unterhalb des Displays sitzt jeweils ein nach vorne abstrahlender Lautsprecher. Am unteren Rand gibt es einen Kopfhörereingang und einen USB-Typ-C-Anschluss. Power-Button und der Kartenschacht für SIM- und microSD-Karte sitzen auf der linken Seite, die Lautstärkewippe und ein Schnellzugriffs-Knopf auf der rechten Seite. Die Hauptkamera hat ihren Platz auf der Rückseite links oben. Der Fingerabdruckscanner sitzt mittig etwas weiter oben und ist gut erreichbar.

Das Smartphone liegt mit den leicht abgerundeten Rändern auf der Rückseite angenehm in der Hand und macht auch haptisch einen guten Eindruck. Auch zeigte sich das Smartphone im Test nicht besonders rutschig, was bei Handys mit Unibody-Gehäuse manchmal der Fall ist.

Der im Inneren werkelnde Prozessor ist ein Helio-P20-Chip von Mediatek. Er hat acht Kerne – vier davon mit einem Maximaltakt von 2,3, vier mit einem Maximaltakt von 1,6 GHz. Der Arbeitsspeicher ist 3 GByte groß. Der 32 GByte große interne Speicher ist über einen microSD-Kartenslot erweiterbar. Im WLAN funkt das Telefon nach 802.11 a, b, g, n und ac im 2,4- und 5-GHz-Band, ins mobile Internet geht es mit maximal 150 Mbit/s im Downstream nach LTE der Kategorie 4. Im Bereich der Konnektivität gehören noch Bluetooth 4.2 und GPS zu den Specs, NFC ist nicht an Bord.

Der fest verbaute 2850 mAh fassende Akku wird per Mediateks Schnellladetechnologie Pump Express 2.0 aufgeladen. Das Idol 5s hat zwar einen USB-Typ-C-Anschluss, allerdings nur USB 2.0 unter der Haube. Zum Anschließen der zum Lieferumfang gehörenden JBL-Kopfhörer hat das Gerät einen 3,5-Millimeter-Klinkeneingang. Aber auch die auf der Front angebrachten Stereolautsprecher haben einen erfreulich guten Klang. Dazu aber später mehr.

Neben einem Fingerabdrucksensor auf der Rückseite, gehört noch ein Schnellzugriffstaster auf der rechten Seite zur Ausstattung. Der wird auf Wunsch mit einer App der Wahl oder einer der zur Verfügung stehenden Funktionen belegt. Die entsprechende Liste ist recht lange und beinhaltet unter anderem die Optionen Neue E-Mail, Screenshot, Google Assistant starten, Musikabspielliste starten, Taschenlampe ein/aus und Letzte Anrufe anzeigen.

Das 5,2 Zoll große Display des Alcatel Idol 5s löst 1920 × 1080 Pixel auf und bietet so eine ausreichend scharfe Darstellung von Inhalten mit seiner Pixeldichte von 423 ppi. Geschützt ist das IPS-Panel durch an den Seiten leicht abgerundetem 2.5D-Glas. Die Blickwinkelstabilität ist sehr gut und auch die Farbwiedergabe hat uns gefallen. Allerdings nicht in der Einstellung Standard, die in den Systemeinstellungen des Bildschirms ausgewählt ist. Dort kann der Nutzer auch auf Lebendig umschalten, was uns besser gefallen hat. Wer möchte, der stellt Kontrast, Sättigung, Farbtemperatur und mehr seinen Wünschen gemäß im Detail über den erweiterten Modus (Nutzermodus) ein.

Bild: Techstage

Die Hauptkamera des Idol 5s hat eine f/2.0-Blende und löst 12 Megapixel auf. Sie hat eine Kombination aus Kontrast- und Phasenvergleich-Autofokus, eine Pixelgröße von 1,25 µm und einen Dual-Tone-LED-Blitz. Vorne gibt es 8 Megapixel, ebenfalls eine f/2.0-Blende, eine Pixelgröße von 1,4 µm und ein Blitzlicht. Zu den Features der Kameras gehören unter anderem Burst Shot, HDR, Fotocollage, diverse Filter, ein manueller Modus, Zeitlupenaufnahme und eine Videostabilisierung. Was die Qualität der Aufnahmen angeht, gefällt uns das Handy. In der Regel sind die Ergebnisse richtig gut für ein Mittelklasse-Smartphone mit gut getroffenen Farben, ordentlicher Schärfe, gutem Detailreichtum und verhältnismäßig wenig Bildrauschen unter Low-Light-Bedingungen. Fokus und Auslöser dürften allerdings etwas zügiger agieren.

Die Kombination aus Helio-P20-Prozessor und 3 GByte Arbeitsspeicher sorgt für ein flüssiges und flottes System. Auch das ein oder andere grafiklastigere Spiel hat das Idol 5s im Test nicht vor Probleme gestellt. Allerdings kam es schon vor, dass die Grafiksettings automatisch heruntergesetzt wurden, oder wir diese anpassen mussten, damit das entsprechende Spiel komplett ruckelfrei lief. Optisch konnten sich die jeweiligen Games aber immer noch sehen lassen. Wer es gerne in messbaren Werten hat: Im AnTuTu-Benchmark kommt das Alcatel-Handy auf gute 61.174 Punkte.

Mit seinem fest verbauten 2850-mAh-Akku ist das Idol 5s zwar kein Langläufer, bietet aber in der Regel genug Reserven, um über den Tag zu kommen. Das Aufladen dauert trotz der Schnellladetechnologie Pump Express recht lange, um die zwei Stunden benötigt eine Tankfüllung. Der Fingerabdrucksensor des Handys arbeitet zuverlässig und flott.

Sehr gut gefallen uns die Stereolautsprecher, die nicht nur richtig aufdrehen können, sondern für Handy-Speaker auch richtig toll klingen. Sie bieten in den oberen Frequenzen ein detailliertes und transparentes Klangbild, der Bassanteil hingegen ist vergleichsweise ordentlich und deutlich wahrnehmbarer als bei den meisten Smartphone-Lautsprechern. Das mitgelieferte JBL-Headset klingt zwar auch gut, hat uns allerdings nicht so beeindruckt wie der gute Klang der Speaker, da dies bei Smartphones selten der Fall ist.

Was Sprachqualität und Verbindungsstärke angeht, gibt es von uns keine größeren Kritikpunkte. Abbrüche beim Telefonieren hatten wir im Test nicht, jedoch klingt der Gegenüber etwas dünn und metallisch im Gespräch.

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Als Betriebssystem kommt beim Idol 5s Android in Version 7.0 zum Einsatz. Der installierte Sicherheitspatch ist vom 05. August 2017. Alcatel hat einige optische Änderungen an Googles mobilem Betriebssystem vorgenommen, diese beziehen sich jedoch fast ausschließlich auf die Icons einiger Apps. Über ein Design Center lassen sich andere Themes herunterladen und nutzen. Die Anzahl an vom Hersteller vorinstallierter Software hält sich in Grenzen. Dazu gehören beispielsweise das schon erwähnte Design Center, eine Dateiübertragungs-App für den Datenaustausch zwischen Android, iOS, Mac und PC, und eine Optimierungs- und Sicherheits-App (Phone Guard). Nicht alle vorinstallierten Programme sind deinstallierbar.

Das Alcatel Idol 5s ist ein Smartphone, das vor allem mit seinen toll klingenden Stereolautsprechern punkten kann. Abgesehen von der veralteten Software gibt es für ein Mittelklasse-Handy ansonsten auch keine größeren Kritikpunkte. Für die gebotene Technik erscheint uns der Preis allerdings etwas zu hoch. Beispielsweise bekommt man ein HTC U11 life (Testbericht) schon ab 350 Euro und das Gerät hat uns in den meisten Bereichen besser gefallen – mal ganz abgesehen davon, dass das Telefon ein Update auf die aktuellste Android-Version 8 Oreo bekommen wird. Beim Idol 5s gibt es diesbezüglich bislang keine Informationen. Auch das Motorola moto x4 (Testbericht) hat uns im Großen und Ganzen besser gefallen als das Idol 5s und dieses Handy bekommt man auch ab circa 350 Euro. Wem allerdings klasse klingende Frontlautsprecher wichtig sind, der wird mit dem Idol 5s seinen Spaß haben.

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