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Skagen Falster 2 im Test: gutes Design und eine Schwachstelle

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Die Smartwatch Falster 2 hat nun einen Herzfrequenzsensor und GPS an Bord. Wir erklären, was uns gut gefällt und warum wir trotzdem mehr erwartet haben.

Die neue Smartwatch von Skagen ist auf den ersten Blick kaum vom Vorgängermodell Falster (Testbericht) zu unterscheiden. Die sichtbaren Änderungen sind minimal. Statt eines Lederarmbandes hat die Uhr ein sportlicher wirkendes Silikon-Armband. Ein Vorteil der Materialauswahl: Die Skagen sitzt straffer am Handgelenk, was nicht zuletzt der Zuverlässigkeit des neu dazugekommenen Herzfrequenz-Sensors zugute kommt. Das 20-Millimeter-Armband ist mit einem von Fossil-Uhren bereits bekannten Schnellwechselverschluss ausgestattet.

Im Vergleich zu anderen Smartwatches ist die Uhr angenehm klein und unauffällig. Das Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und hat einen Durchmesser von 40 Millimetern. Das minimalistische und sehr moderne Design gefällt uns gut. Zur Bedienung stehen neben dem Touch-Display eine in beide Richtungen drehbare Krone und zwei programmierbare Drucktaster zur Verfügung.

Die Falster 2 kommt zusammen mit einem magnetischen USB-Ladeteil zum Kunden. Der Ladevorgang geschieht nicht drahtlos, sondern über zwei kleine Federkontakte. Wer die Uhr häufig trägt, muss die Unterseite regelmäßig reinigen, da es bei Verschmutzungen sonst zu Kontakt- und Ladeproblemen kommt. Ein passendes USB-Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang.

Auf der Rückseite sind die Kontaktflächen für das Ladegerät und der Herzfrequenz-Sensor erkennbar.

Zur umfangreichen Ausstattung der Uhr, gehören Barometer, NFC, WLAN, Bluetooth, Licht- und Bewegungssensor. Per NFC sind beispielsweise Zahlungen mit Googles Zahlungssystem Pay möglich. Anders als beim Vorgängermodell sind nun auch GPS und Herzfrequenz-Sensor vorhanden. Diese beiden Neuerungen machen die Skagen auch für Sportler interessant. Wichtige Daten erfasst die Uhr jetzt auch ohne Verbindung zum Smartphone. Eine weitere Neuerung ist die erhöhte Wasserdichtigkeit, die es nun auch erlaubt, die Uhr beim Schwimmen am Handgelenk zu lassen. Für Tauchgänge ist die Falster 2 aber nicht geeignet.

Über ein Mikrofon verfügt die Uhr; ein Lautsprecher ist nicht verbaut. So eignet sie sich zwar nicht als mobile Freisprecheinrichtung, ist aber beispielsweise in der Lage gesprochene Befehle für den Google Assistant zu verstehen und umzusetzen. Im Test klappt das zuverlässig – zumindest in ruhiger Umgebung.

Für einen flüssigen Betrieb von Wear OS sorgen ein Qualcomm MSM8909w Snapdragon Wear 2100 mit 4 × 1,2 GHz und 512 MByte Arbeitsspeicher. Das runde 1,2-Zoll-AMOLED-Display hat eine Auflösung von 320 x 320 Bildpunkten. Die Darstellung ist knackig scharf und die Helligkeit auch an hellen Sonnentagen ausreichend. Der interne 4-GByte-Speicher ist groß genug dimensioniert, um zahlreiche Apps und Skins zu installieren. Die vorinstallierten Zifferblätter sind, wie auch die Uhr selbst, sehr schlicht gehalten. Wer es bunter und ausgefallener haben möchte, kann eigene Skins hinzufügen und diese nach seinen eigenen Vorstellungen individualisieren.

Um so energiesparend wie möglich zu arbeiten, zeigt die Uhr bei Nichtbenutzung trotz always on nur eine grafisch abgespeckte und abgedunkelte Oberfläche an. Im Gegensatz zu LCDs benötigen bei OLED-Anzeigen nur leuchtende Pixel Energie, das spart also Strom. Sobald man das Handgelenk bewegt, um die Uhr zu betrachten, schaltet das Display auf normale Helligkeit und zeigt beispielsweise auch Schrittzähler und Sekundenzeiger an. Um den Akku weiter zu entlasten, schalten wir das Display im Test nur bei Benutzung an.

Das berührungsempfindliche Zifferblatt reagiert zuverlässig. In Verbindung mit den beiden programmierbaren Tasten und der drehbaren Krone ermöglicht es eine komfortable Bedienung – auch für Smartwatch-Einsteiger.

Der Akku ist, trotz der besseren Ausstattung, identisch zum Vorgängermodell. Neu ist lediglich der Schnelllade-Modus, welcher die Uhr nach einer Stunde zu über 90 Prozent auflädt. Die Kapazität von 300 mAh soll laut Hersteller 24 Stunden lang durchhalten. Im Test muss die Falster 2 bereits nach rund 22,5 Stunden wieder ans Ladegerät – und das, obwohl wir die Uhr nicht stark beanspruchen und das Zifferblatt nur bei Bedarf aktivieren. Wer die Display-Always-On-Funktion aktiviert, muss mit einer nochmal kürzeren Akkulaufzeit rechnen. Das ist ein niederschmetterndes Ergebnis – insbesondere beim Blick auf die Galaxy Watch von Samsung (Testbericht). Diese hält bei vergleichbarer Nutzung und Ausstattung vier bis fünf Tage durch. Wir hatten erwartet, dass sich die neue Generation der Falster zumindest etwas besser schlägt als das Vorgängermodell.

Die aktuelle Version Wear OS ist logisch aufgebaut und einfach zu bedienen. Die beiden programmierbaren Taster der Falster 2 erleichtern die Bedienung und bieten einen echten Mehrwert gegenüber Uhren ohne Zusatz-Taster.

Bei Nichtbenutzung reduziert sich die Anzeige auf ein Minimum.

Zwar klappt die Steuerung von Samsungs Smartwatch-Betriebssystems noch einen Tick intuitiver, Wear OS schlägt sich trotzdem hervorragend. Das liegt nicht zuletzt an der riesigen Auswahl an erhältlichen Apps. Egal ob E-Mail, SMS, Threema, Facebook oder Skype – die Wear OS beherrscht alle üblichen Messenger-Dienste. Auch der Batteriestand des Smartphones oder Anrufe werden zuverlässig auf dem Zifferblatt dargestellt. Das Auslösen der Smartphone-Kamera klappt ebenso gut wie die Steuerung von Spotify & Co. Die Falster 2 ist zu Android-Smartphones ab Android 4.4 kompatibel, aber nicht zu Android One. iPhones funktionieren ab iOS 9.3, können aber bei weitem nicht das volle Potential von Wear OS ausschöpfen. Das liegt an fehlenden Schnittstellen zu den Geräten von Apple.

Die Skagen Falster 2 gibt es in schwarz, silber, grau und rosegold. Neben dem von uns getesteten Silikonarmband stehen auch Milanaise- und Lederarmbänder zur Verfügung.

(Kein Produktbild vorhanden)

Falster 2 schwarz - Silikon

Skagen Connected Falster 2 silber mit Milanaise-Armband silber (SKT5102)

Falster 2 silber - Milanaise

Skagen Connected Falster 2 silber mit Lederarmband braun (SKT5104)

Falster 2 silber - Leder

Skagen Connected Falster 2 rosegold mit Milanaise-Armband rosegold (SKT5103)

Falster 2 rosegold - Milanaise

Die Skagen Falster 2 überzeugt mit sehr guter Ausstattung und gelungenem Design. Dank GPS und Herzfrequenz-Sensor ist die Uhr in der zweiten Version nun auch als Fitness-Tracker einsetzbar.

Das einzige Manko der Falster 2 ist die kurze Akkulaufzeit. Während andere Uhren nur zweimal die Woche ans Ladegerät müssen, hält die Skagen nicht einmal 24 Stunden lang durch. Wer die Uhr beim Schlafen sowieso abnimmt und eine modische Smartwatch für sein Android-Smartphone sucht, kann sie einfach nachts laden- und ohne Bedenken zuschlagen.

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