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Sega Mega Drive Flashback im Test: gelungenes Retro-Gaming

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Neben Nintendo und Sony hat auch Sega eine Retrokonsole im Angebot. Wir haben den Mega Drive Flashback getestet und verraten, was Sega besser macht als die Konkurrenz.

Das Design des Mega Drive Flashback orientiert sich am Vorbild aus dem Jahre 1990 (Veröffentlichung in Europa). Die Abmessungen des schwarzen Kunststoffgehäuses betragen 23 × 16 Zentimeter. Damit ist das Remake zwar etwas kleiner als das Original, der Schrumpffaktor ist allerdings nicht ganz so extrem wie bei anderen Retrokonsolen. Verarbeitung und Haptik sind gut, durch das niedrige Gewicht von gerade einmal 315 Gramm wirkt die Konsole leider nicht besonders hochwertig.

Lautstärkenkontrolle und Audioausgang fehlen beim Remake.

Auf der Oberseite sitzt der Power-Schalter und der Menü-Taster. Auf der Frontseite sind zwei Anschlüsse für kabelgebundene Controller verbaut. Diese sind, laut Hersteller, mit alten Controllern kompatibel – für die beiden beigepackten Joysticks werden sie allerdings nicht benötigt, da diese kabellos arbeiten. Die für die Controller notwendigen AAA-Batterien gehören nicht zum Lieferumfang. HDMI-Slot und Stromanschluss befinden sich auf der Rückseite.

Eine echte Besonderheit des Mega Drive Flashback ist der funktionsfähige Cartridge-Slot. Mit diesem ist es möglich, die alten Originalspiele des Mega Drive zu zocken. Ob dies in der Praxis tatsächlich funktioniert, konnten wir mangels Spielen nicht testen. Die Idee finden wir auf jeden Fall sehr gut. Laut Hersteller ist zumindest der größte Teil der Cartridges kompatibel, im Web bestätigen Erfahrungsberichte diese Aussage. Der bei der Originalkonsole vorhandene Kopfhöreranschluss und Lautstärkeregler fehlt beim Retro-Remake.

So sieht der Lieferumfang der Konsole aus.

Die kabellosen Controller sind etwas kleiner als die originalen Gamepads und liegen deshalb nicht so gut in der Hand. Immerhin funktionieren sie sehr zuverlässig und geben jeden Steuerbefehl ohne Verzögerung an die Konsole weiter.

Auf unserer Retrokonsole sind insgesamt 85 Spiele vorinstalliert. Dazu zählen einige bekannte Titel wie Sonic the Hedgehog, Golden Axe, Shinobi III, Super Thunder Blade, Sonic Pinball, Virtual Fighter 2 oder Jewel Master. Auch zahlreiche unbekanntere Titel sind vorhanden, lediglich die erfolgreiche Mortal-Combat-Reihe fehlte unserer Meinung im Paket. Der Grund dafür dürfte die Altersbeschränkung des blutigen Spiels sein. Davon abgesehen sind für jeden Geschmack ausreichend passende Titel vorhanden.

Das Hauptmenü ist übersichtlich und die Bedienung unkompliziert. Anders als beim originalen Mega Drive ist es beim Flashback während des Spielens möglich, um bis zu 7 Sekunden zurück zu spulen. Wer an einer Stelle nicht weiterkommt, kann es also immer wieder probieren. Das Speichern von Spielständen ist ebenfalls möglich.

Während die meisten Spieletitel auf 720p hochgerechnet sind und erfreulich gut aussehen, laufen einige Games, die ursprünglich auf dem Sega Gamegear liefen, wie zum Beispiel Sonic Drift 2, lediglich in einem kleinen Fenster. Das ist schade, aber immerhin besser als die Lösung von Sony, deren Sony-Classic-Spiele allesamt extrem pixelig aussehen.

Die Gamegear-Spiele werden deutlich kleiner dargestellt, als die Titel vom Mega Drive.

Das Spielgefühl ist weitgehend authentisch, allerdings kommen uns einige Titel, wie Sonic the Hedgehog, etwas langsamer vor.

Der Blick in den Preisvergleich verrät, dass es mehrere Versionen der Retrokonsole gibt. Der Sega Mega Drive Flashback ist beispielsweise auch in einer Version mit nur 82 Games verfügbar.

Die Funk-Controller sind für unseren Geschmack etwas zu klein.
Sega Mega Drive Flashback

Sega Mega Drive Flashback

Hyperkin GN6 Premium Controller (Mega Drive)

Sega Mega Drive Controller

Varta High Energy Micro AAA, 4er-Pack (4903-101-404/4903-110-414)

AAA-Batterien

Die Sega Mega Drive Flashback sorgt für authentisches Retro-Feeling. Hat man sich erst einmal an die etwas zu kleinen Funk-Controller gewöhnt, macht das Zocken viel Spaß. Die Auswahl der beigepackten Spiele ist gut und mit über 80 Titeln deutlich größer als beispielsweise von der Playstation Classic (Testbericht).

Wer noch alte Controller und Games zu Hause hat, kann diese an der Retrokonole verwenden. Ein echter Pluspunkt, der so weder bei den Geräten von Sony, Nintendo oder Amiga vorhanden ist. Einzig die Tatsache, dass Gamegear-Spieletitel nur in einem kleinen Fenster laufen, trübt den insgesamt sehr guten Gesamteindruck.

Dank des Cartridge-Slots funktionieren auf der Retrokonsole auch die originalen Mega Drive Spiele.

Wer nach jahrelanger Abstinenz mal wieder Bock auf die alten Sega-Klassiker hat, kann bedenkenlos zuschlagen. Die Sega-Retrokonsole ist sowohl softwaretechnisch, als auch in Sachen Hardware gut gelungen. Wer sich eher mit Super Mario als mit Sonic identifizieren kann, sollte lieber zum SNES Mini Classic (Testbericht) greifen. Wer statt an der Konsole lieber an Arcade-Automaten gezockt hat, ist mit der Pandoras Box (Testbericht) besser beraten.

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