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Schloss mit App: Burg Wächter SecuEntry im Test

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Ein smartes Schloss mit Bluetooth zum Nachrüsten, optional mit Fingerabdruckleser, PIN-Eingabe, Fernbedienung und App-Steuerung: Wir haben getestet, wie sich SecuEntry in der Praxis schlägt.

Viele Nachrüstlösungen für smarte Schlösser setzen auf den vorhandenen Schließzylinder auf und drehen einen von innen steckenden Schlüssel per Motor-Antrieb – etwa Nuki. Die Alternative dazu ist ein smarter Schließzylinder, der den vorhandenen ersetzt. Dabei gibt es außen an der Türe einen Drehknauf, der normalerweise ins Leere läuft. Erst nach Freigabe kann man durch Drehen dann die Tür auf- und abschließen sowie den Riegel zurückziehen.

Die Freigabe erfolgt im Falle unseres Testgeräts, dem Burg Wächter SecuEntry easy 5602, wahlweise per Code-Eingabe, per Fingerabdruck, mit einer Fernbedienung oder über eine App. Zifferntastatur und Fingerabdruckscanner sind nicht direkt am Schließzylinder angebracht, sondern auf einem batteriebetriebenen Tastenfeld, das im Umkreis von maximal vier Metern um die Türe per Klebepads oder Schrauben an der Wand fixiert wird. Die Kommunikation mit dem Zylinder erfolgt wie bei der Fernbedienung und der App-Steuerung über Bluetooth 4.0.

Dauerhafte Veränderungen an der Tür muss man übrigens nicht durchführen, daher eignet sich das System auch für Mieter.

Das an der Wand montierte Keypad, hier mit Fingerabdrucksensor, benötigt dank Batteriebetrieb und Bluetooth-Anbindung keine Kabel.

Die Einrichtung geht für handwerklich geschickte Menschen einfach und in wenigen Minuten vonstatten. Man löst die seitliche Stulp-Schraube und zieht den vorhandenen Zylinder mit gestecktem und leicht gedrehten Schülssel heraus, setzt den smarten Schließzylinder ein und schraubt ihn fest. Innen zieht man den Plastikstreifen aus dem Knauf, damit die bereits eingelegten Mignon-Batterien Kontakt bekommen, von außen schraubt man den Knauf auf. Danach wird die Tastatur befestigt.

Die Konfiguration erfolgt zunächst direkt an der Tastatur. Aufgrund des keinen Text-Displays ist es etwas fummelig, sich durchs Menü zu arbeiten – nicht, weil es schlecht strukturiert oder unlogisch aufgebaut wäre, sondern weil wir zu Smartphone-Zeiten eben Moderneres gewöhnt sind.

Zunächst sollte man unbedingt den Admin-Code ändern. Leider gibt es keinen Zwang dazu, aber immerhin zeigt das Tastatur-Interface bei jedem Einschalten eine entsprechende Warnmeldung an, bis man das erledigt. Danach kann man weitere Schließberechtigungen hinzufügen – Codes, Fingerabdrücke oder Fernbedienungen. Schade, dass die einzelnen Berechtigungen nur Nummern, aber keine Namen tragen. So ist es wiederum etwas fummelig, einzelne Benutzer im Nachhinein zu löschen. Auch hier würden wir uns eine bessere Integration in die App wünschen.

Die App ist selbsterklärend und einfach zu bedienen – vorausgesetzt, iPhone-Nutzer haben das Display-Schema nicht auf Dunkel gestellt. Sollte es bei der Einrichtung zu Problemen kommen, hat es geholfen, die entsprechende Einstellung in den Display-Optionen auf Hell zu setzen. Im laufenden Betrieb spielt das wiederum keine Rolle. Die App steht natürlich auch für Android zur Verfügung.

Um einen Schließzylinder einzulernen, scannt man den QR-Code auf dem mitgelieferten Aufkleber und tippt den Admin-Code ein. Dann legt die App eine neue Berechtigung im Schließzylinder an, und sofort lässt sich der Knauf per Fingertipp einrasten, um die Tür durch eine Drehung öffnen zu können.

Optional gibt es auch die Möglichkeit, das Schloss automatisch zu entriegeln. Dabei erkennt die App anhand des eigenen WLANs, wenn man zuhause ankommt, und der äußere Knauf des Schließzylinders rastet automatisch und ohne weiters Zutun ein. Diversen Berichten im Netz zufolge funktioniert das aber in Abhängigkeit von Handy und Betriebssystemversion mal mehr, mal weniger gut. Bei uns gab es mit einem iPhone Xs keine Probleme.

Burg Wächter SecuEntry (40 Bilder)

Das SecuEntry ersetzt den Schließzylinder. Im Vordergrund ist der Notschlüssel zu sehen.

Für einige Funktionen ist die optionale Bridge nötig, die das Bluetooth-Schloss über WLAN mit dem Internet verbindet. Dann ist beispielsweise eine Fernöffnung auch außerhalb der Reichweite möglich – wenn der Besuch oder die Verwandtschaft schon früher angekommen ist und vor der Tür steht. Die Bridge erwarten wir in den nächsten zwei Wochen und werden den Beitrag dann noch einmal aktualisieren. Außerdem planen wir noch einen Ratgeber zu smarten Schlössern.

Den Schließzylinder haben wir in einer Garagen-Tür eingesetzt. Durch Drehen des Knaufs „schließt“ man die Tür auf, nachdem die Freigabe über App, Fernbedienung oder Tastenfeld erfolgt ist.

Zugegeben: Ganz so komfortabel wie die motorisierten Schlüsseldreher ist das SecuEntry-Schloss nicht, da man immer noch mit der Hand zum Knauf greifen und drehen muss – und beim Gehen auch händisch Abschließen. Dafür halten die Batterien aber deutlich länger und diese Lösung funktioniert auch in Altbauten mit verzogenen oder schwergängigen Türen. Der Hauptvorteil ist, dass man keinen Schlüssel braucht – und, mit der optionalen Bridge, auch aus der Ferne die Tür freischalten kann. Außerdem gibt es viele Varianten, etwa Halbzylinder für die Gartentür oder außentaugliche Zylinder, die beidseitig auskuppeln, etwa für Gartentore.

Die Batterien in Tastatur und Zylinder sollen für bis zu 40.000 Öffnungsvorgänge ausreichen. Der aktuelle Zustand ist jederzeit im Display zu sehen, und es gibt rechtzeitig eine Warnung, wenn die Ladung zur Neige geht. Sollte die Elektronik komplett versagen, kann man den Zylinder noch mit dem mitgelieferten Notschlüssel entriegeln.

Andere Modelle kommen nur mit Zifferntastatur ohne Fingerabdruckscanner (5601), mit zusätzlicher Leseeinheit für passive Transponder statt Fernbedienung mit Batterie (SecuEntry easy Plus mit (5652) oder ohne Fingerabdruckscanner (5651) oder in einer Pro-Ausführung mit Echtzeituhr und der Möglichkeit, einzelne Schließberechtigungen zeitlich zu beschränken. Die aktive Fernbedienung mit Batterie (sE-Key) funktioniert mit allen SecuEntry-Schlössern, der passive Transponder nur mit den Modellen aus der Plus-Serie. Wer bereits vorhandene Motorschlösser, Türöffner oder Garagentore anbinden will, kann das mit dem Relay-Modul durchführen.

Wer die Tür nicht nur aus dem Nahbereich per Bluetooth, sondern auch aus der Ferne über das Internet freischalten will, braucht die zusätzliche Bridge, die via WLAN Verbindung zum Internet und via Bluetooth Verbindung zum Schloss aufnimmt.

Burg-Wächter secuENTRY easy 5602, elektronischer Türzylinder (56022)

SecuEntry Easy Fingerprint

Burg-Wächter secuENTRY easy 5601, elektronischer Türzylinder (56011)

SecuEntry Easy PIN

Burg-Wächter secuENTRY easy plus 5652, elektronischer Türzylinder

SecuEntry Easy Plus

Burg-Wächter secuENTRY 5713 sE-Key Transponder

sE-Key Fernbedienung

(Kein Produktbild vorhanden)

Bridge

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Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten finden Sie auf der jeweiligen Webseite.

Weitere Angebote im Heise Preisvergleich

Das SecuEntry-System von Burg Wächter ist extrem flexibel. Es gibt für jeden Einsatzzweck die richtige Lösung – für Wohnungstüren, Büros, Hauseingangstüren, Ferienhäuser, Garagentore, Gartentüren und sogar ganze Hotels. Seine Vorteile spielt es vor allem dann aus, wenn es mehr als eine Tür zu digitalisieren gilt.

App und Konfiguration per Textdisplay wirken nicht ganz zeitgemäß, aber die Technik ist in diversen Vorgängerversionen seit Jahren bewährt und zuverlässig. Außerdem überzeugen die vielen Möglichkeiten, Schließberechtigungen herzustellen – per Code, Fingerscan, Transponder, Fernbedienung, über die App und übers Internet.

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