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SanDisk Extreme microSDXC 64 GByte im Test

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Sandisk hat mit der Extreme microSDXC eine etwas teurere Karte im Programm, die jedoch trotzdem ein richtig gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verspricht und sich im Test als echter Allrounder erweist.

Für rund 35 Euro gibt es einen hohen Datendurchsatz bei sequenziellen Datentransfers sowie hohe IOPS-Werte bei zufälligen Schreiboperationen.

Da unsere Anfrage nach einem Review-Sample etwas zu kurzfristig kam, haben wir für den Test auf eine Bestellung bei Amazon zurückgegriffen. Das sei an dieser Stelle erwähnt, um die etwas seltsam anmutende Umverpackung zu erklären. Ein Einfluss auf die Leistung ergibt sich daraus glücklicherweise nicht.

Die Karte selbst sowie der beiliegende Adapter zum Einsatz in einem normalen SD-Kartenslot befinden sich in einer Kunststoffform, die einseitig von einer Folie verschlossen wird. Das disqualifiziert sie leider als sichere Schachtel für Lagerung oder Transport.

Dafür gibt es von Sandisk ein Software-Goodie in Form eines einjährigen Abos für die Datenrettungssoftware RescuePro Deluxe zur Wiederherstellung versehentlich gelöschter Fotos, Videos und Musiktitel unter Windows.

Die Speicherkarte selbst weist eine UHS-I-U3- sowie V30-Klassifizierung aus und sollte so mindestens 30 MByte/s schreiben können. Die korrespondierende Herstellerangabe fällt mit 60 MByte/s höher aus, die Lesegeschwindigkeit beziffert SanDisk mit 90 MByte/s. Die besonders lange Garantiedauer von 10 Jahren ist angesichts des etwas höheren Preises schon fast keine Überraschung mehr.

Beim Einsatz im Smartphone ist die Sandisk Extreme erfreulich schnell: Große, zusammenhängende Datenmengen wie etwa Videos werden mit gut 84 MByte/s gelesen und mit 56 MByte/s geschrieben.

Noch viel interessanter wird die Speicherkarte durch ihr exzellentes Abschneiden bei zufälligen Lese- und Schreibzugriffen: Hier messen wir im LG G6 (Testbericht) lesend 3320 und schreibend hervorragende 1110 IOPS – das sind Bestwerte unter allen bislang getesteten microSDXC-Karten. Zum Auslagern und Ausführen von Apps ist die Sandisk Extreme folglich bestens geeignet.

Im SD-Kartenslot eines Dell XPS 13 bietet sie erwartungsgemäß noch etwas bessere Ergebnisse: Hier liest und schreibt die kleine Speicherkarte rund 86 bzw. 69 MByte/s und liefert bei zufälligen Zugriffen 2342 (Lesen) und 648 (Schreiben) IOPS. Warum der Schreibwert als einziger Ausreißer reproduzierbar niedriger als auf dem Smartphone ausfällt, ist unklar. Da aber kaum jemand auf die Idee kommen wird, im PC oder Notebook eine microSDXC-Karte einer normalen SSD vorzuziehen, ist die Beobachtung für unsere Zwecke und zumindest an dieser Stelle nicht weiter relevant.

Die Speicherkarte von Sandisk ist mit der exakt gleichen Modellnummer neben der von uns getesteten 64-GByte-Version auch mit 32 GByte sowie mit 128 GByte zu haben.

SanDisk Extreme microSDHC  32GB Kit 90MB/s Action Sports, UHS-I U3/Class 10 (SDSQXNE-032G-GN6AA)

32 GByte

SanDisk Extreme microSDXC  64GB for Action Sports Kit, UHS-I U3/Class 10 (SDSQXVF-064G-GN6AA)

64 GByte

SanDisk Extreme microSDXC 128GB for Action Sports Kit, UHS-I U3/Class 10 (SDSQXVF-128G-GN6AA)

128 GByte

Sandisk liefert mit der Extreme-Karte eines der besten Gesamtpakete für Euer Smartphone ab. Sie ist sicherlich nicht die günstigste Option, aber gemessen am Gebotenen erscheint der Preis fair. Immerhin bietet sie sowohl schnelle sequenzielle Datentransferraten als auch hervorragende Zahlen bei den IOPS-Werten. Letztere schlagen allerdings nur dann zu Buche, wenn die Speicherkarte für die Installation von Apps genutzt werden soll.

Das heißt nicht, dass ihr nicht mit einem günstigeren Modell glücklich werden könnt, wenn es ausschließlich um das Speichern von 4K-Videos, Bildern und Musik geht. Für leistungsaffine Nutzer ist SanDisks Extreme jedoch das derzeit beste Rundum-Sorglos-Paket zum angemessenen Preis.

Testberichte zu MicroSD-Karten:
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