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Galaxy Fold im Test: faltbares Display, Top-Ausstattung

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Über 2000 Euro kostet das erste Smartphone mit Faltdisplay von Samsung, das Vergangenheit und Zukunft in sich vereint. Überteuerter Unfug oder Must-have?

In Science-Fiction-Filmen gibt es sie längst: Displays, die sich ausrollen, ausklappen oder auf andere Art vergrößern lassen. In der realen Welt ist solche Funktionalität aber gerade erst angekommen – einerseits für in Möbel ein- und ausrollbare Flachbildfernseher, aber jetzt erstmals auch für Smartphones. Der Hersteller, der mit dem ersten Smartphone mit faltbarem Display in die Geschichtsbücher eingegangen ist, heißt Samsung. Abgesehen vom ersten Smartphone mit Falt-Display hat der Hersteller außerdem das Kunststück fertiggebracht, Vergangenheit und Zukunft in einem Smartphone zusammenzuführen. Wie das?

Ganz einfach: Äußerlich sieht das Samsung Galaxy Fold im zusammengeklappten Zustand wie ein hochwertiges, aber uraltes Smartphone aus. Hochwertig, weil das Modell aus kunstvoll gebogenem Display-Glas, eloxiertem Metallrahmen und edel glänzender Rückseite besteht. Uralt, weil die Front mit dem kleinen Außen-Display von unfassbar großen Rändern, vor allem oben und unten, eingefasst wird und das Fold zusammengeklappt schmal, aber sehr dick ist. Fast 2 Zentimeter genaugenommen – das wäre selbst für ein 10 Jahre altes Smartphone viel, dabei ist das Galaxy Fold das Neueste vom Neuen. Die Hochglanz-Oberflächen ziehen natürlich Fingerabdrücke geradezu magisch an. Abhilfe schafft hier nur ständiges Putzen oder das im Lieferumfang befindliche, zweiteilige Schutz-Cover in Carbonoptik. Mangels anderer Befestigungsmethode müssen dessen beide Hälften allerdings mit dem eingearbeiteten Klebestreifen gesichert werden. Besonders gelungen ist diese Lösung daher eher nicht, immerhin könnte sie Spöttern den Wind aus den Segeln nehmen. Denn die dürften naheliegende Vergleiche mit einer Mundharmonika ziehen, immerhin glänzt das Smartphone ähnlich stark, das Format passt und die Außenseite des Scharniers erinnert an die Unterseite solch eines analogen Musikinstruments. Andere denken wohl beim ersten Kontakt eher an einen der ikonischen Communicator von Nokia (Wikipedia), die das Unternehmen erstmals vor über 20 Jahren auf den Markt brachte.

Mundharmonika made by Samsung?

So oder so: Zusammengeklappt ist das Fold nicht der Weisheit letzter Schluss, zumal zwischen die nicht bündig geschlossenen Display-Hälften Staub und sonstiger Schmutz eindringen kann. Die Angst, so früher oder später Kratzer im teuren Bildschirm zu haben, ist da nicht unbedingt von der Hand zu weisen, zumal eben Konstoff statt Glas als Schutz zum Einsatz kommt. Die meisten Spötter verstummen allerdings, sobald das Smartphone aufgeklappt wird. Denn dann überspringt das Gerät die Gegenwart und zeigt nach der Vergangenheit im Zusammengeklappten direkt die Zukunft von Smartphones. Aus dem klobigen, langgestreckten Pummel mit anachronistischem Breitbild-Rahmen samt Display-Einsatz wird ein elegantes, flaches Gerät, das mehr an ein Tablet, als an ein Smartphone erinnert. Die beiden Display-Hälften werden von einem recht starken Magneten zusammengehalten, daher benötigt man etwas Kraft zum Aufklappen. Dann schwingen die beiden Screen-Hälften scheinbar von der Spannkraft des gefalteten Displays getrieben zu etwa zwei Drittel von allein auf. Für das letzte Stück bis zur flachen Flunder, dessen Ende vom Einrasten des Scharniers markiert wird, benötigt das Fold dann noch einmal die Hilfe des Nutzers. Übermäßig vorsichtig muss der aber nicht sein, das Smartphone wirkt keineswegs zerbrechlich, die gesamte Mechanik langlebig und robust.

Die Display-Hälften liegen nicht plan aufeinander, Schmutz kann eindringen und den Screen zerkratzen

Das war nicht immer so. Die ersten Modelle, die Samsung im Mai 2019 auf den Markt brachte, zeichneten sich schon nach kürzester Zeit durch mechanische Defekte aus, die das rund 2000 Euro teure Highend-Modell in teuren Elektroschrott verwandelten. Samsung sammelte die bereits ausgelieferten Modelle wieder ein, besserte nach und schob im September die ersten überarbeiteten Modelle auf den Markt, die jetzt auch 5G beherrschen. 200.000 Mal sollen diese nun ohne Defekt geöffnet und geschlossen werden können, das entspricht fast 550 solcher Vorgänge täglich innerhalb eines Jahres. Wer sein Smartphone so oft anschaut, der hat aber wohl ein ganz anderes Problem – etwa FOMO (Wikipedia). Entsprechend sollte das Fold bei normaler Nutzung etliche Jahre durchhalten.

Hochglanz zieht Fingerabdrücke an

Im geöffneten Zustand erinnert das Galaxy Fold an ein in die Breite gezogenes, dafür aber plattgewalztes Smartphones des Herstellers, etwa ein Galaxy S10+ (Testbricht) oder ein Galaxy Note 10 (Testbericht). Dank der gerundeten Rahmen liegt das Modell sogar in seiner klobigen Vergangenheitsform beinahe noch bequem in der Hand, auch wenn hier das Gewicht von 276 Gramm auf Dauer schon fast Gelenkschmerzen verursacht. Im aufgeklappten Zustand lässt sich das Gerät hingegen kaum halten, ohne auf das Display zu tatschen. Das liegt aber weniger am Gewicht, sondern viel mehr an der schieren Größe des Gerätes – ein Tablet lässt sich eben nur bedingt einhändig nutzen. Wer sich erst einmal an der Kinoleinwand in Form eines riesigen OLED-Screens sattgesehen hat, bemerkt aufgeklappt die recht große Notch in der oberen rechten Ecke, die die Dual-Frontcam und Sensoren beherbergt. Wegen der schieren Größe des Screens stört der Platzverlust durch die Notch weniger, als durch die aus der Platzierung in einer der Bildschirmecken resultierende Asymmetrie.

Die große Notch macht das Design etwas asymmetrisch

Auch andere Dinge sind beim Fold nicht perfekt gelöst. So installiert Samsung den Fingerabdrucksensor wie beim Samsung Galaxy S10e (Testbericht) im Rahmen auf der rechten Seite des Gerätes. Dort lässt er sich im zusammengefalteten Zustand noch ganz passabel erreichen, aufgeklappt beginnt aber jedes Mal das Sensor-Suchspiel. Und noch etwas gibt es zu bemängeln: Die Faltstelle des Displays sieht man sehr wohl und man fühlt sie auch. Echte Sichteinschränkungen gibt es deswegen nicht, den Knick bemerkt man nur bei Spiegelungen auf dem Panel. Auf die Darstellungsqualität und auch auf die Bedienung hat das aber keinen Einfluss.

Und ganz ehrlich: Das Fold ist das erste Smartphone dieser Art weltweit. Da darf man ruhig etwas weniger kritisch an die Sache herangehen. Tatsächlich ist das Fold das erste Smartphone, dem wir solche Unzulänglichkeiten trotz seines unglaublich hohen Preises nachsehen, denn die Faszination, die der Falt-Screens ausübt, überstrahlt die Schatten, die durchaus vorhanden sind.

Zwei Screens hat das Samsung Galaxy Fold: Einen kleinen außen, der im zugeklappten Zustand die gleichen Infos wie der Hauptscreen darstellt – und eben die Kinoleinwand im Inneren. Der kleine Bildschirm hat eine Diagonale von nur 4,6 Zoll und bietet 1960 × 840 Pixel mit OLED-Technologie – Werte, nach denen sich vor wenigen Jahren Nutzer die Finger geleckt hätten. Wegen der unübersehbaren Ränder rings um das Panel wirkt der Screen beinahe so winzig und unmodern, wie die Schießscharte in einem Bunker. An der Darstellungsqualität liegt das objektiv betrachtet nicht. Tatsächlich überzeugt das Panel wie der Innenbildschirm mit tollen Kontrasten und Farben und hervorragender Blickwinkelstabilität. Die meisten Nutzer dürften dennoch wohl eher die Always-on-Informationen des Screens nutzen und nur einen kurzen Blick auf neu eingegangene Nachrichten werfen. Für alles andere wird wohl überwiegend das faltbare Display in seiner ganzen Pracht ausgebreitet – einfach, weil es geht und die verstohlenen Blicke umstehender und -sitzender Mitmenschen in Flugzeug oder Bahn für den ein- oder anderen Fold-Besitzer sicherlich fast genauso befriedigend sind, wie die Möglichkeit, aus einem Smartphone ein Tablet zu machen.

Schießscharte vs. Kinoleinwand

Denn das ist einfach toll, auch wegen der bereits erwähnten guten Qualität des OLED-Panels. Das kommt zwar mit gemessenen 400 cd/m² im manuellen Modus nicht ganz an die Helligkeit anderer OLED-Topmodelle des Herstellers heran und auch die Kontraste scheinen nicht ganz so hoch wie sonst von OLED gewohnt zu sein. Vielleicht macht sich hier die Oberfläche des Screens bemerkbar, bei dem es sich nicht wie sonst üblich um Glas, sondern um Kunststoff handelt. Schlecht ist das aber noch lange nicht und normalerweise gibt es auch im Freien keine Probleme bei der Ablesbarkeit. Statt solche Nuancen fällt aber die schiere Größe viel stärker ins Auge. 7,3 Zoll Diagonale im 4:3-Format erstrecken sich vor dem Nutzer, die 2152 × 1536 Pixel sorgen für eine Bildschärfe von 362 Pixel pro Zoll (PPI). Das ist zwar nicht ganz so scharf wie ein Samsung Galaxy S10+ (Testbericht) oder gar Samsung Galaxy Note 10+ (Testbericht), aber ganz klar scharf genug. Sollte das Fold einmal aufgeklappt auf dem Tisch liegen bleiben, bietet auch der große Bildschirm ein Always-on-Display.

Das Nokia 9 Pureview (Testbericht) hat stolze 5 Kameras, da kommt das Samsung Galaxy Fold drüber – zumindest in seiner Gesamtzahl. Denn zusätzlich zur Hauptkamera auf der Rückseite mit 12 Megapixel, OIS und f/1.5 oder 2.4, Ultraweitwinkel mit 16 Megapixel und f/2.2 und Telelinse mit 12 Megapixel, OIS und f/2.4 kommen gleich drei Linsen für Selfies. Zwei mit 10 (f/2.2) und 8 Megapixel (f/1.9) für Bild und künstliches Bokeh verrichten ihre Arbeit im aufgeklappten Zustand, eine weitere Linse mit 10 Megapixel und f/2.2-Blende macht Selbstportraits im zusammengefalteten Zustand.

Hauptkamera

Die Qualität von Fotos bewegt sich auf einem ähnlich hohen Niveau wie bei den anderen Samsung-Topmodellen Galaxy S10 und Galaxy Note 10 (Testbericht), eventuell ist die Bildschärfe minimal niedriger. Bildrauschen gibt es aber bis auf sehr schwierige Motive genauso wenig, die Bilddynamik ist hervorragend und Farben werden lebendig, aber meist ohne unschöne Übersättigung in den Speicher transportiert. Besonders bei gutem Licht sind die drei Kameras für Normal-, Weitwinkel- und Teleaufnahmen gut auf einander abgestimmt, bei schwächerer Beleuchtung machen sich die Blendenunterschiede hingegen bemerkbar. Bei Videos, die in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde möglich sind, zahlt sich der optische Bildstabilisator von Normal- und Teleobjektiv aus. Er beruhigt Aufnahmen so sehr, dass bei ruhiger Hand beinahe ein Steadycam-Look erzielt wird – klasse!

Eigentlich verlässt sich Samsung bei seinen anderen Topmodellen schon seit Jahren auf seine eigenen Exynos-Chips und scheint damit auch ganz gut zu fahren, obwohl die nicht immer in allen Bereichen an die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Qualcomm-Topchipsätze herankommen. Beim Galaxy Fold greift Samsung dann aber doch lieber auf den Snapdragon 855 der US-Amerikaner zurück und kombiniert den Achtkerner mit sagenhaften 12 GByte RAM. Einer der Gründe für die Wahl dürfte das 5G-Modem sein, das der Snapdragon unterstützt. Im Ergebnis bringt die Kombination aus Kraft und Arbeitsspeicher im Leistungstest Antutu sehr ordentliche 454.000 Punkte und auch im Alltag lassen sich keine Ruckler oder Hakler feststellen – auch nicht bei Multitasking mit bis zu drei gleichzeitig geöffneten Apps. Das ist schon beeindruckend und ist aufgrund der Größe des Screens von 7,3 Zoll durchaus sinnvoll.

Multitasking mit bis zu drei Apps möglich

Ein anderes überzeugendes Szenario: Videoschauen in der Bahn oder im Flugzeug. Zwar gibt es dabei wegen der Auslegung des aufgeklappten Screens als 4:3-Format immer schwarze Balken über und unter den meist in 16:9 verfügbaren Videos, dennoch bleibt immer noch mehr als genug Platz für ein richtig großes Bild fast wie bei einem Tablet. Nur, dass dafür niemand ein zweites Gerät mitschleppen muss – einfach faszinierend. Internet-Surfen? Grandios – mehr zeigt kein Smartphone an! Fotos betrachten? Klasse, man taucht beinahe in die Szenen ein, so groß ist der Screen. Mails checken und beantworten? Gaming? All das macht wegen des großen aufgeklappten Screens noch mehr Spaß als auf herkömmlichen Smartphones, das muss man einfach mal ausprobiert haben. Auch die Übergabe vom Außen- auf das Innen-Display klappt nahtlos. Wer nur kurz am Außen-Screen die eingehende Whatsapp-Nachricht anschauen wollte, dann aber feststellt, dass sie ein Video beinhaltet, der kann das Filmchen einfach starten und das Smartphone aufklappen. Betrachtung und Beantwortung der Nachricht macht auf dem großen Screen dann wieder einfach mehr Spaß. Dafür müssen allerdings erst die entsprechenden Einstellungen getätigt werden. Wer mit den Werkseinstellungen etwa das Galaxy Fold bei laufendem Video zusammenklappt, unterbricht damit das Abspielen und schickt das Gerät in den Standby-Modus.

Fotoansicht im Leinwand-Format

Auch bei der Tastatur werden viele Nutzer wortwörtlich Hand anlegen wollen. Voreingestellt ist eine auf die linke und rechte Display-Hälfte aufgeteilte virtuelle Volltastatur, auf der mit zwei Daumen geschrieben werden soll. Alternativ lässt sich aber auch eine frei platzierbares oder vollformatiges Keyboard samt Swype-Gesten aktivieren. Für Multitasking installiert Samsung übrigens eine Liste passender Apps, die Nutzer vom rechten Display-Rand aus aufrufen können. Gut zum großen Screen passt außerdem auch die Möglichkeit, zwei Versionen von Messengern wie Whatsapp oder Skype gleichzeitig mit unterschiedlichen Accounts laufen zu lassen. Möglich wird das unter anderem durch Samsungs Nutzeroberfläche One UI 1.5, die über Android 9 gestülpt wurde. Ein Update auf Android 10 gilt für das Fold als gesetzt. Der Sicherheits-Patch auf unserem Testgerät stammte von November und war damit sehr aktuell.

Bei der restlichen Hardware müssen sich Interessenten keine Sorgen machen, bald an Engpässe zu geraten. An Speicher stehen satte 512 GByte UFS-3.0-Speicher zur Verfügung, bei so viel Platz ist es auch verschmerzbar, dass der nicht erweiterbar ist. Neben GPS unterstützt das Fold auch die russischen, chinesischen und europäischen Pendants Glonass, Beidou und Galileo. Der USB-C-Port unterstützt 3.1-Geschwindigkeit, WLAN ax ist schon mit an Bord und neben NFC, dem seitlich angebrachten Fingerabdrucksensor funkt das Klapphandy mit Bluetooth 5.0 und natürlich LTE mit hohen Übertragungsraten. Hinzu kommt außerdem der neue Standard 5G, den wir mangels Netzabdeckung aber noch nicht testen konnten. Der Stereolautsprecher ist angenehm kräftig, das mit im Lieferumfang enthaltene True-Wireless-Headset Samsung Galaxy Buds im Gegenwert von knapp 150 Euro hat uns mangels Lautstärke und Druck nicht überzeugt. Ein 3,5-Millimeter-Anschluss für herkömmliche Headsets fehlt dem Fold, mit einem Drittanbieter-Adapter ließ sich das angeschlossene Hedset nicht nur Funktion überreden. Dennoch: Insgesamt gehört das Galaxy Fold aktuell zu den bestausgestattetsten und entsprechend zukunftssichersten Smartphones am Markt. Schade nur, dass das Fold nur eine SIM-Karte aufnimmt.

Samsung baut in das Galaxy Fold im Test zwei miteinander verbundene Akkus ein, die auf eine Gesamtleistung von 4235 mAh kommen. Das klingt für ein Smartphone mit zwei Displays und sechs Kameras nicht nach viel, um so überraschter waren wir vom Abschneiden des Gerätes im Alltag und im Benchmark. Laut Battery Test von PCmark kommt das Fold auf eine Laufzeit im Testszenario von über 8 Stunden mit dem riesigen 7,3-Zoll-Screen. Das ist in Anbetracht der Screen-Größe ein richtig guter Wert, der natürlich noch einmal um einige Stunden getoppt wird, wenn nur das kleinere Außen-Display verwendet wird. Im Alltag bestätigte sich im Test das Ergebnis des Benchmarks, bei normaler Nutzung halten wir daher den inzwischen von den meisten Nutzern gewohnten Zwei-Tages-Laderhythmus für realistisch. Laden per Kabel dauert rund 2 Stunden, per Induktion etwas länger, ist dafür aber komfortabler. Cool: Die Galaxy Buds aus dem Lieferumfang können so wie andere kompatible Geräte auch induktiv vom Fold-Smartphone geladen werden.

Ausstattungsvarianten gibt es vom Samsung Galaxy Fold nicht, lediglich die beiden Farben Cosmos Black und Space Silver stehen zur Auswahl. Der Preis des wegweisenden Falt-Display-Smartphones lag zum Testzeitpunkt bei mindestens 1949 Euro.

Samsung Galaxy Fold 5G F907B cosmos black

Schwarz

Samsung Galaxy Fold 5G F907B space silver

Silber

Schon lange gab es kein Smartphone mehr, das uns trotz seiner offensichtlichen Nachteile und Problemchen derart fasziniert hat. Das war nicht von Anfang an so, stattdessen musste sich das Samsung Galaxy Fold unseren Respekt erst im Alltag verdienen. Zuvor ließen wir uns vom ungelenken Äußeren im zusammengeklappten Zustand dazu verleiten, das Gerät milde zu belächeln – das änderte sich, als der Klappbildschirm seinen Zauber entfaltete. Ja, das Fold ist zusammengeklappt dick, zu langgezogen, kommt mit Schießscharten-artigem Außen-Display und ist beinahe unverschämt teuer. Trotzdem ist es ein überragendes Smartphone – zumindest, wenn man ihm einen kleinen Erstlingsbonus gewährt.

Denn dann punktet es mit fantastisch großem Falt-Display, unbändiger Power, tollen Kameras, viel Speicher und einer weitgehend vollumfänglichen Ausstattung inklusive WLAN ax und 5G – diese Kombination bietet derzeit kein anderes Smartphone auf dem Markt. Natürlich ist das nichts für die Masse, allein schon der hohe Preis hält das Fold derzeit davon ab. Aber das Gerät zeigt, wo die Reise hingeht: Die Zukunft wird groß(artig). Wer die schon jetzt sein Eigen nennen will, muss dafür halt tief in die Tasche greifen.

Ernsthafte Konkurrenten für das Samsung Galaxy Fold gibt es derzeit nicht, schließlich ist es das erste Smartphone mit faltbarem Display. Das dürfte sich in näherer Zukunft aber ändern, Konkurrenten wie Oppo und Huawei haben längst eigene Falt-Display-Smartphones angekündigt. Derzeit kommt vermutlich das LG G8X ThinQ Dual Screen (Testbericht) am nächsten an das Fold-Erlebnis heran, auch wenn das Gerät mit seinen zwei einzelnen Screens einen ganz anderen Ansatz verfolgt. Dafür ist es aber auch nicht einmal halb so teuer. Ansonsten hilft vielleicht ein Blick in unsere Highend-Auswahl. Wer OLED-Panel, Samsung-Design und tolle Kameras sucht, könnte auch einen Blick auf die deutlich günstigeren herkömmlichen Topmodelle wie Galaxy S10+ (Testbericht) oder Galaxy Note 10+ (Testbericht) werfen. Ansonsten lohnt ein Blick in unsere Top 10 der besten Smartphones 2019.

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