TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Samsung Galaxy A8 im Test: OLED-Display und starker Akku

6
von  //  Facebook Twitter Google+

Das Samsung Galaxy A8 (2018) ist ein aktuelles Smartphone der Mittelklasse. Es besitzt ein wasserfestes Glasgehäuse und zeigt Inhalte auf einem OLED-Bildschirm an. Ob sich der Kauf lohnt, verrät der Testbericht.

Im Lieferumfang des Smartphones befindet sich das übliche Zubehör: Netzteil mit Schnellladefunktion, Kabel mit USB-C sowie Kopfhörer von guter Qualität. Bei den kleineren Brüdern, Galaxy A6 (Testbericht) und Galaxy A6+ (Testbericht), geizt der Hersteller bei den Kopfhörern und legt nur minderwertige bei: kaum praxistauglich und unter dem Strich nur eine Belastung für die Umwelt.

Eine kleine Anleitung für den Erstgebrauch und ein Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte komplettieren den Lieferumfang. Eine Schutzhülle, wie es herkömmlich in dieser Preisklasse ist, gehört nicht zum Lieferumfang.

Lieferumfang des Samsung Galaxy A8
Lieferumfang des Samsung Galaxy A8

Optisch ist das Galaxy A8 eine Kreuzung aus dem Galaxy S6 und dem Galaxy S7. Das Design ist typisch Samsung: leichte gewölbte Glasfront, abgerundete Display-Ecken und kein Home-Button. Wegen der Schlichtheit ist das Aussehen gut gelungen und sollte viele Geschmäcker treffen.

Das Gehäuse ist hauptsächlich aus Glas gefertigt. Ein in der Mitte sitzender Rahmen verleiht dem Gerät zusätzliche Stabilität. Trotz des großen Displays von 5,6 Zoll ist das Smartphone handlich und kompakt. Mit einem Gewicht von 184 g und der Tiefe von 8,4 mm liegt das Galaxy A8 angenehm und sicher in der Hand.

Samsung Galaxy A8

Ähnlich wie die Top-Modelle der Galaxy-S- und Galaxy-Note-Reihe, schickt Samsung auch das Galaxy A8 (2018) mit einer IP68-Zertifizierung in das Rennen. Eine dauerhafte Staub- und Wasserdichtigkeit bei einem Smartphone dieser Preisklasse ist ungewöhnlich, damit hebt sich das Telefon deutlich von der vergleichbaren Konkurrenz wie beispielsweise dem Moto Z3 Play (Testbericht) ab.

Das Galaxy A8 besitzt einen Fingerabdrucksensor. Dieser sitzt auf der Rückseite unter der Kameralinse. Auch hier ist ein bekanntes Samsung-Problem vorhanden: Beim Herantasten verschmiert man zwangsläufig die Glasfläche, hinter der die Optik sitzt. Entweder überdenkt der Hersteller die Position des Fingerabdrucksensors und separiert ihn oder man vertieft die Erkennungsfläche. Im Übrigen ist die Zuverlässig- und Schnelligkeit tadellos.

Kamera und Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy A8
Kamera und Fingerabdrucksensor des Samsung Galaxy A8

Im Galaxy A8 sitzt ein Samsung-eigener Prozessor mit acht Kernen. Dem Exynos 7885 stehen 4 GByte RAM zur Seite. Die Leistung des Smartphones ist sowohl bei der Benutzung im Alltag als auch bei gängigen Bewertungssystemen wie Antutu Benchmark mehr als zufriedenstellend: Apps und Menüs starten ohne Verzögerungen, sichtbare Ruckler sind nicht vorhanden. Gegenüber dem Galaxy A6+ ist es doppelt so schnell. Verglichen mit dem Blackberry Key2 (Testbericht) mit einem Snapdragon-660-Prozessor, dem schnellsten Smartphone in der Mittelklasse, ist es 17 Prozent langsamer.

Der integrierte Speicher ist 32 GByte groß. Nach Abzug des Betriebssystems und der installierter Software bleiben dem Nutzer 21,8 GByte übrig. Das entspricht einem unterdurchschnittlichen Anteil von 68 Prozent. Andere Hersteller lösen das besser und bieten ihren Kunden immerhin bis zu 75 Prozent an. Möglich ist das vor allem durch die geringe Anzahl der vorinstallierten Apps.

Der Speicher lässt sich über eine Speicherkarte im Format MicroSD erweitern. Positiv: Zusätzlich zur Speicherkarte nimmt das Galaxy A8 zwei Nano-SIM-Karten auf. Man muss sich also nicht wie gewöhnlich entscheiden, ob Dual-SIM oder Speichererweiterung. Die im Test verwendete MicroSDXC mit 400 GByte funktionierte einwandfrei. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, hat TechStage ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche MicroSD-Karte für Android?

Glasrücken des Galaxy A8
Glasrücken des Galaxy A8

Stark beeindruckt hat uns das Galaxy A8 mit seiner langen Akkulaufzeit. Die Nennladung beträgt zwar lediglich 3000 mAh, allerdings ist das Energiemanagement des Telefons stark optimiert. Bei moderater Nutzung (Musik hören, mit der Kamera fotografieren, im Web surfen und Apps wie Instagram und Facebook nutzen) kommt man locker über eineinhalb Arbeitstage. Im Test mit einem kontinuierlich laufenden Videostream bei maximaler Helligkeit hat das Samsung-Smartphone 17 Stunden und 22 Minuten erreicht. Das ist ein neuer Rekordwert bei der Videowiedergabe.

Damit löst das Galaxy A8 den bisherigen Spitzenwert des Huawei P20 Pro (Testbericht) mit 13 Stunden und 22 Minuten ab. Der Median liegt bei 12:23 Stunden mit einer Standardabweichung von 3 Stunden und 26 Minuten. Das kabelgebundene Laden über den USB-C-Anschluss nimmt 1 Stunde und 37 Minuten in Anspruch, das ist schnell. Im 30-Minuten-Quantil ist der Akku bei 37 Prozent – das ist geringer als beim Blackberry Key2 mit 50 Prozent.

Auch sonst ist das Smartphone gut ausgestattet: Ins Internet geht es über LTE oder WLAN mit ac-Standard. Daten verschickt es über NFC und Bluetooth 5.0. Darüber hinaus empfängt das Galaxy A8 Radio über Ultrakurzwelle (UKW). In Sachen Multimedia gibt es noch etwas Luft nach oben: Das Smartphone besitzt lediglich einen Monolautsprecher. Und dieser sitzt dann noch auf der rechten Seite, wo ihn eine umschließende Hand schnell verdeckt. Schöner wäre die Unterbringung eines zweites Lautsprechers mit Stereo-Effekt gewesen.

Always-on-Display des Samsung Galaxy A8

Eines der Highlights des Smartphones ist das OLED-Display mit seinen satten Farben und der hohen Helligkeit von 573 Candela pro Quadratmeter. Die Größe von 5,6 Zoll in der Diagonalen ist dank der schmalen Displayränder kaum spürbar.

Die OLED-Anzeige im 18,5:9-Verhältnis hat eine hohe Auflösung von 2220 × 1080 Pixeln. Insgesamt stellt das Display 2,4 Millionen Quadratpixel dar. Das ist mehr als ausreichend für eine scharfe Darstellung von Text und Bild. Für Virtual-Reality-Inhalte reicht weder die Auflösung noch Leistung, verrät der Test mit der Benchmark-App VRMark Professional Edition. Auch wenn das Telefon einen OLED-Bildschirm bietet, was ideal für die Nutzung von VR ist, kommt man mit den durchschnittlich zwölf Bildern pro Sekunde nicht weit. Top-Smartphones wie das HTC U12+ (Testbericht) kommen auf 57 Bilder pro Sekunde (fps).

Auch beim Galaxy A8 kommt eine Dual-Kamera zum Einsatz. Allerdings sitzt diesen nicht auf der Rück-, sondern auf der Vorderseite. Die zu dem Benutzer gerichtete Dual-Kamera schießt schöne und natürliche Selfies mit unscharfem Hintergrund. Der Grad der Unschärfe lässt sich per Regler bestimmen. Fehler bei der Bestimmung der Tiefenschärfe treten häufiger bei feinen Elementen wie Haar, Brille oder Ohren auf. Mit etwas Übung, Geduld und nach mehreren Versuchen gelingen saubere Portraits mit weichem Bokeh. Des Weiteren dient die zweite Kamera über dem Display dank Weitwinkeloptik für Gruppen-Selfies.

Die Hauptkamera auf der Rückseite schießt Bilder mit 15,9 Megapixeln. Auf eine duale Optik verzichtet der Hersteller. Zweifaches Vergrößern von Motiven ohne Qualitätsverlust ist deshalb nicht möglich. Sogar günstigere Smartphones, wie das Moto G6 (Testbericht), besitzen eine Dual-Kamera. Warum Samsung bei UVP 450-Euro-Produkt ein derart trendiges Feature außer Acht lässt, erschließt sich uns nicht. Die Kamera auf der Rückseite produziert bei viel Tageslicht ordentliche Bilder. Auch in Schwachlichtsituationen schlägt sie sich fein und liefert rauscharme Ergebnisse, wie die Testbilder zeigen.

Auf dem Galaxy A8 läuft Android in der Version 8.0 Oreo. Seit dem gestrigen Montag gibt es offiziell Android 9.0 Pie. Damit ist das System des Galaxy-Smartphones nicht mehr aktuell. Aber auch sonst hat sich Samsung gegen die Bereitstellung von 8.1 Oreo entschieden, die schon länger für die Allgemeinheit verfügbar ist. Zumindest ist der Sicherheits-Patch vom 1. Juli 2018 auf den neuesten Stand.

Genau wie auf dem Galaxy A6+ und Galaxy A6, installiert Samsung auch bei seinem Top-Mittelklasse-Smartphone Bloatware. Neben doppelten Apps wie Google Chrome und Internet, Gmail und E-Mail, Galaxy Apps und Google Play Store oder Galerie und Google Fotos, sind auch Office- sowie Cloud-Apps von Microsoft vorhanden. Sie lassen sich nicht deinstallieren, sondern lediglich deaktivieren. So lässt sich der Speicher nicht wieder zurückgewinnen.

Samsung Galaxy A8 (2018) gold

gold

Samsung Galaxy A8 (2018)

schwarz

Samsung Galaxy A8 (2018) Dual-SIM schwarz

Dual-SIM / schwarz

Samsung Galaxy A8 (2018) Dual-SIM gold

Dual-SIM / gold

Samsung Galaxy A8 (2018) Dual-SIM violett

Dual-SIM / violett

Samsung Neon Flip Cover für Galaxy A8 schwarz

schwarz

Samsung Neon Flip Cover für Galaxy A8 blau

blau

Samsung Clear Cover für Galaxy A8 transparent

transparent

Das Galaxy A8 ist ein solides Smartphone. Der Hersteller ruft eine UVP von 449 Euro auf, in Preisvergleichen und auf Deal-Webseite ist das Telefon schon ab 345 Euro verfügbar. Angesichts der qualitativen Verarbeitung, dem wasserfesten Gehäuse und dem hellen Display ist der Preis angemessen. Nennenswerte Schwächen gibt es kaum.

Ähnliche Produkte im Test

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige