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Galaxy A51 im Test: Samsung legt noch einen drauf

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Das Samsung Galaxy A50 gehörte zu den am besten verkauften Smartphones 2019. Damit auch der Nachfolger ein Verkaufsschlager wird, hat Samsung beim Galaxy A51 ordentlich nachgelegt.

Die A-Klasse bekam in 2019 eine ordentliche Runderneuerung und deckte damit eine Preisspanne von rund 100 bis 750 Euro beim Galaxy A90 5G (Testbericht) ab. Darüber kam nur noch die S- und Note-Serie. Dabei stand der Buchstabe A eigentlich für Mittelklasse, die sich eher in einem Preisbereich zwischen 200 und 400 Euro abspielt. Der Erfolg gibt Samsung allerdings recht und so ist es nicht verwunderlich, dass der koreanische Hersteller als erstes eines der bestverkauften Smartphones 2019, nämlich das Samsung Galaxy A50 (Testbericht) neu auflegt. Das Galaxy A51 will dabei vor allem mit modernem Design, guter Kamera und starkem Akku punkten. Ob das klappt?

Käufern sollten ihr Smartphone unbedingt schützen. Dafür empfehlen wir unseren Beitrag Samsung Galaxy A51: Hüllen, Cases & Displayschutz.

Die Front punktet mit schmalen Rändern und sanft gebogenen Übergängen zum Rahmen. Dort, wo beim Vorgänger noch eine Tropfen-förmige Notch zu finden war, setzt Samsung jetzt auf ein Infinity-O-Display, also eine Punchhole-Notch, die noch weniger Platz vom Panel abzwackt. Das bringt effektiv kaum mehr Pixel, wirkt aber noch moderner. Die Rückseite unseres weißen Testgerätes peppt der Hersteller mit einer Unterteilung in vier dreieckige Bereiche auf, deren jeweilige Perlmutt-artige Oberflächen das Licht unterschiedlich reflektieren oder sich durch ein dezentes Streifenmuster vom Rest abheben. In der oberen linken Ecke platziert Samsung die neue Kameraeinheit mit gleich vier Linsen, die zusammen mit einem LED-Blitz in einem schwarzen Modul platziert wurden und sich so klar vom weißen Gehäuse absetzen. Dabei stehen die Kameras nur minimal hervor. Das Material der Rückseite ist zu den Seiten deutlich gekrümmt und geht ebenfalls fast unmerklich in den Rahmen über. Dadurch liegt das Galaxy A51 trotz seiner Größe grundsätzlich sehr angenehm in der Hand.

Wenig Ränder - schick und modern

Zusammengehalten werden Front und Rückseite von einem chromglänzenden Rahmen, in den passgenau und optimal zu bedienen Power- und Lautstärketaste sowie der Einschub für zwei SIM-Karten und eine zusätzliche Micro-SD-Speicherkarte integriert wurden. Einziges Manko bei Rahmen und Rückseite: Beides besteht aus Kunststoff und spätestens, wenn man das Gerät in der Hand hält, merkt man das auch. Dadurch wirkt das Mittelklassemodell zwar nicht billig, Glas und Metall wären aber sicht- und fühlbar hochwertiger gewesen – und natürlich teurer. An der hervorragenden Verarbeitungsqualität des A51 ändert das aber nichts.

Das Samsung Galaxy A51 in Bildern (18 Bilder)

6,5 Zoll in feinster OLED-Qualität im Verhältnis 20:9 erfreuen das Auge des Nutzers. Für ordentliche Bildschärfe sorgen 2400 × 1080 Pixel, dadurch kommt der Screen auf eine Bildschärfe von 405 Pixel pro Zoll (PPI), das ist schön scharf. Die maximale Helligkeit im Automatikmodus liegt kurzzeitig bei knapp 600 cd/m², das machen Spitzenmodelle zwar besser, ist aber dennoch ein ordentlicher Wert. Im manuellen Modus ist hingegen bei rund 380 cd/m² Schluss. Auch das sollte in den meisten Situationen reichen, zumal Kontraste und Blickwinkelstabilität OLED-typisch hervorragend sind.

Punchhole-Notch statt Tropfen-Notch wie beim Vorgänger

Mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten wie der Anpassung der Farbintensität, einem Blaufilter oder dem nützlichen Always-on-Display gehört das Panel des Samsung Galaxy A51 derzeit zum Besten, das im Preisbereich um 300 Euro zu bekommen ist.

Gleich vier Kameras baut Samsung in das Galaxy A51 ein. Die Hauptkamera hat 48 Megapixel und eine Blende von f/2.2 und knipst Bilder sowohl in voller Auflösung, als auch für bessere Bildqualität mittels Pixel-Binning mit 12 Megapixel. Hinzu kommen Weitwinkel mit 12 Megapixel (f/2.2), Tiefensensor mit 5 Megapixel und ein Makro-Objektiv mit 5 Megapixel (f/2.4). Die Frontkamera erlaubt Aufnahmen mit 32 Megapixel, Videos sind sowohl mit Front- als auch mit der Hauptkamera in 4K/30 möglich. Bei der Hauptkamera entfällt dann aber die in Full-HD sehr gute Bildstabilisierung.

Neue Quad-Cam

Die Fotoqualität ist für die Mittelklasse richtig gut. Besonders Bildschärfe und Bilddynamik fallen überdurchschnittlich aus, auch wenn Szenen gelegentlich etwas heller in den Speicher gebannt werden dürften. Bildrauschen hält sich in absolut akzeptablen Grenzen, selbst im Nachtmodus geht das noch in Ordnung. Der sorgt für diese Preisklasse sogar für erstaunlich detaillierte Bilder, sofern man eine halbwegs ruhige Hand oder gleich ein Stativ mitbringt.

Bei der Frontkamera sieht das etwas anders aus, hier fehlt es trotz der hohen Auflösung etwas an Bildschärfe, für das ein oder andere Selfie reicht es aber. Auch die Makrokamera konnte uns nicht überzeugen. Entsprechende Bilder lassen sich wie auch Nachtaufnahmen nur in einem speziellen Modus knipsen, ein automatischer Wechsel zum passenden Modus je nach Szene findet also nicht statt. Darüber hinaus werden auch dann nicht alle Bilder knackig scharf, weisen bisweilen etwas zu viel Bildrauschen auf und bilden insgesamt zu wenig Details ab. Ein Bildausschnitt einer 12- oder 48-Megapixel-Aufnahme der Hauptkamera später am PC ist hier zielführender. Die Makrolinse hätte sich Samsung schenken können.

Als Antrieb wählt Samsung seinen Exynos 9611, der eine Mali-G72 MP3 als Grafikeinheit mitbringt. Die installierten 4 GByte RAM mögen in Zeiten, in denen Topmodelle immer häufiger 12 GByte mitbringen, etwas unterdimensioniert wirken, tatsächlich bringt die eingebaute Kombination aus Chipsatz und Arbeitsspeicher durchaus im Alltag gute Ergebnisse. So bescheinigt das Benchmark Antutu dem Galaxy A51 durchaus respektable 177.000 Punkte und im Alltag bestätigt sich die Leistungsangabe. Natürlich kommt das A51 nicht an Spitzenmodelle heran, aber normalerweise werden sich Nutzer nicht über Ruckler oder gar Hänger beschweren können. Selbst Multitasking mit mehreren offenen Tabs im Browser und über 10 Hintergrund-Apps bereitete dem Samsung-Smartphone im Test keine großen Probleme. FPS-süchtige Gamer werden bei anfordernden Spielen aber nur mit abgespeckter Grafik vollends zufrieden sein.

Apropos Apps: Davon passen etliche in den internen Speicher, denn Samsung baut stolze 128 GByte ein. Zudem fasst das Smartphone gleichzeitig zwei SIMs und noch eine Micro-SD bis 512 GByte, das ist eine ganze Menge und liegt über dem Standard. Auch bei der restlichen Ausstattung macht Samsung wenig Kompromisse und baut alles ein, was ein gutes Mittelklasse-Smartphone haben sollte. Dazu gehören Bluetooth 5.0, WLAN ac, NFC, LTE bis 600 Mbit/s im Downstream und deutlich mehr Frquenzen als beim Vorgänger A50 (Testbericht), USB C (wenn auch nur in 2.0-Geschwindigkeit), GPS und sogar einen 3,5-Millimeter-Anscluss für herkömmliche Kopfhörer. Der In-Display-Fingerabdrucksensor ist vielleicht etwas zu tief auf der front untergebracht, funktionierte darüber hinaus aber besser als erwartet.

Der Fingerabdrucksensor im Dispay arbeitet besser als erwartet

Auch bei der Software macht Samsung fast alles richtig und installiert Android 10 sowie seine OneUI in Version 2.0. Die wirkt inzwischen Frisch und modern. Lediglich der Sicherheits-Patch von Dezember ist etwas überaltert.

Mit seinen 4000 mAh sorgt der Akku des Samsung Galaxy A51 für ordentliche Laufzeiten. Ein Tag ist damit überhaupt kein Problem, auch zwei Tage sind bei moderater Nutzung drin. Im Battery Test von PCmark kam das Gerät auf knapp 10 Stunden – das ist nicht überragend, aber in Ordnung. Insgesamt liegt das A51 damit auf dem Niveau des Vorgängers Galaxy A50 (Testbericht), der auch schon recht ausdauernd war. Wie im Vorjahr benötigt eine volle Akkuladung rund 2 Stunden, kabelloses Laden gibt es nicht.

Die UVP des Samsung Galaxy A51 liegt bei 369 Euro, der tatsächliche Straßenpreis lag aber zum Testzeitpunkt bereits bei knapp über 300 Euro und macht das Gerät damit zu einem attraktiven Gesamtpaket.

Passende Tarife mit günstigem Gerätepreis haben wir im Beitrag: Verträge mit Smartphone bis 20 Euro zusammengefasst.

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Das Samsung Galaxy A51 ist trotz Kunststoff auf der Rückseite modern und schick und leistet sich keine echten Schwächen. Highlights sind das tolle Display und die Kamera, die in der Mittelklasse voll überzeugt. Auch die Speichermenge für Daten ist sehr gut. Die restliche Ausstattung ist vollumfänglich, ohne besondere Highlights zu bieten. Das gilt auch für den Chipsatz, der solide, aber kein Leistungsmonster ist. Der ebenfalls gute, aber nicht außergewöhnliche Akku rundet das gute Gesamtbild ab. Für aktuell um 300 Euro machen Nutzer mit dem A51 nichts falsch und das Gerät hat auch dieses Jahr wieder das Zeug, ein Verkaufsschlager zu werden.

Wer Alternativen sucht, sollte einen Blick auf Mittelklassemodelle wie das Huawei Nova 5T (Testbericht) oder das Honor 9X (Testbericht) werfen. Größtes „Problem“ des Galaxy A51: Selbst deutlich besser ausgestattete Smartphones wie das Xiaomi Mi 9T (Testbericht) liegen inzwischen genau auf dem Preislevel des Samsung-Modells oder sogar knapp darunter.

Mehr Inspiration beim Stöbern nach neuen Smartphones bieten unsere Artikel Das kostet ein gutes Smartphone, Die besten Smartphones bis 400 Euro und Smartphones mit OLED bis 300 Euro.

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