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Riva Arena: kleine WLAN-Box mit Wumms und Chromecast

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Der Hersteller Riva ist mit seinen beiden WLAN-Boxen der Wand-Serie noch recht neu auf dem Gebiet der Multiroom-Beschallung. Das merkt man dem System nicht an; es hat sich uns im Test schon sehr ausgereift präsentiert. Es klingt nicht nur gut, auch die Bedienung und die Auswahl unterstützter Musikdienste stimmen. Was der kleinere der beiden Lautsprecher, der Riva Arena, alles zu bieten hat, erfahrt Ihr in unserem Testbericht.

Optisch orientiert sich der Riva Arena am kleinsten Lautsprecher eines sehr bekannten Herstellers von Multiroom-Systemen: Wer nicht genauer hinschaut, der könnte den Lautsprecher auch für einen Sonos Play:1 (Testbericht) oder Sonos One halten. Die Abmessungen der kompakten Box mit einem Gewicht von knapp 1,4 Kilogramm betragen 127 × 123,8 × 180 Millimeter. Das Gehäuse besteht aus stabilem Kunststoff, rundum verläuft ein Metallgitter. Oben gibt es einige Taster zur Steuerung direkt am Lautsprecher. Dort kann Musik pausiert, fortgesetzt und weitergeschaltet werden, außerdem kann der Nutzer dort die Lautstärke einstellen. Hinten gibt es einen AUX-Eingang und einen USB-Anschluss. Ein kleiner Schalter erlaubt es, den Riva Arena vom Zuhause-Modus in den Unterwegs-Modus zu schalten. Was dies genau bedeutet, dazu später mehr. Mittig hinten befindet sich noch ein Gewinde zur Befestigung an Ständern oder einer Wandhalterung.

Im Inneren des Riva Arena verrichten drei ADX-Treiber und drei Passivstrahler ihren Dienst. Die Ausgangsleistung des Verstärkers mit einer 3-Kanal-Audiotechnologie von ADX (Trillium) beträgt ordentliche 50 Watt. Die WLAN-Box unterstützt die Audio-Codecs MP3, ALAC, APE, FLAC, FLAC HD, HLS, WMA Streaming, RTSP and PCM/WAV und hochauflösende Audiowiedergabe mit bis zu 24 Bit / 192 kHz. Optional gibt es für den Lautsprecher ein Akku-Pack für den Betrieb fernab von Steckdosen, der bis zu 20 Stunden durchhalten soll.

Der Riva Arena ist ein typischer Multiroom-Lautsprecher, der per WLAN mit weiteren Lautsprechern zusammenarbeitet. Praktisch ist, dass er im mobilen Einsatz nicht auf einen Access Point oder WLAN-Router besteht, sondern sich mit anderen Lautsprechern im entsprechenden Unterwegs-Modus direkt verbindet. Wie üblich bei Multiroom-Lautsprechern erklingen Songs entweder synchron aus mehreren Speakern oder auf verschiedenen Lautsprechern läuft unterschiedliche Musik – und das von verschiedenen Wiedergabequellen. In den Einstellungen der zugehörigen App lassen sich zwei Riva Arena auch als Stereopaar definieren.

Was den Multiroom-Betrieb angeht, setzt Riva auf Googles Chromecast-Technologie, aber auch Unterstützung für Apples AirPlay ist an Bord. Dementsprechend gelangt so fast alles, was in Sachen Streamingdiensten Rang und Namen hat, auf den Riva Arena. Über die Riva-Wand-App kann außerdem auf Wiedergabe über Bluetooth, USB (auch als Ladeport für Handys und Tablets nutzbar) und Line-In-Eingang zurückgegriffen werden. Dies funktioniert allerdings nicht im Multiroom-Betrieb, sondern jeweils nur auf der ausgewählten Box. Schade!

Weiterhin lassen sich über das Programm lokale Inhalte vom Smartphone oder von im Netzwerk laufenden Medienservern abrufen und dann auch auf zu Gruppen zusammengestellte Lautsprecher schicken. Wer Spotify Premium nutzt, dem steht außerdem noch Spotify Connect zur Verfügung.

Die Ersteinrichtung geschieht über Google Chromecast, also die Google-Home-App. iOS-Nutzer können das auch per AirPlay erledigen. Im Test war die Einrichtung über die Google Home schnell erledigt. Um Gruppen von mehreren Lautsprechern zu bilden, muss der Nutzer die App von Google verwenden, angelegte Gruppen sind dann aber auch in der Riva-Wand-App anwählbar. Zur Wiedergabe von Streaming-Medien wird innerhalb der entsprechenden App über das Google-Cast-Icon die gewünschte Gruppe oder der gewünschte Speaker ausgewählt. Innerhalb der Riva-Wand-App finden sich die Optionen Musik abspielen von ... Mein Gerät, USB Speicher, Media Server, AUX und Bluetooth. Die Bedienung des Systems mit den beiden Apps ging uns im Test gut von der Hand.

Im Test zeigte sich uns mit einem Riva Arena und einem Riva Festival, dem größeren der beiden Lautsprecher, ein stabiles und schnelles System ohne Aussetzer und Verbindungsabbrüche. Positiv fiel uns unter anderem die sehr schnelle Zugriffszeit auf einen Plex-Media-Server auf. Das Abspielen über Chromcast, USB-Anschluss, AUX-Eingang, Media-Server und Smartphone funktionierte gut und problemlos.

Mit seiner UVP von 269 Euro liegt der Riva Arena preislich ein Stück über den bekanntesten Konkurrenten Sonos (Play:1 Testbericht) und Teufel (One S Testbericht), muss sich aber auch klanglich nicht hinter diesen verstecken. Aus dem Riva Arena tönt ein druckvoller aber konkreter Bass, gut ausgewogene Mitten und in den oberen Frequenzbändern brillante und detailfreudige Höhen. Zur Klangsteuerung gibt es in der Riva-Wand-App zusätzliche noch einige Sound-Presets und einen Zweiband-Equalizer. Mit seiner Leistung von 50 Watt spielt die Box auf Wunsch so laut, dass es schon etwas übertrieben ist.

Riva Arena weiß

Weiß

Riva Arena schwarz

Schwarz

Gut gefallen uns am Riva Arena der tolle Klang, die Möglichkeit den Lautsprecher auch unterwegs mit optionalem Akku und im Multiroom-Verbund nutzen zu können und die vielen Abspielmöglichkeiten inklusive Google Chromecast. Dass Musik über USB, AUX und Bluetooth nicht ihren Weg auf mehrere Lautsprecher findet, ist hingegen kein unwesentlicher Kritikpunkt – zumal der Riva Arena nicht gerade billig ist. Hier bleibt zu hoffen, dass sich dies mit kommenden Updates des Herstellers noch ändert.

Mehr Infos zu Multiroom-Systemen gibt es in unserem Vergleichstest: Multiroom von Bose, Sonos, Raumfeld & Co.

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