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Ring Indoor Cam im Test: Sicherheits-Cam unter 60 Euro

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Die Indoor Cam ist das zweite Modell von Ring für Innenräume. Sie bietet Full-HD-Aufnahmen, Bewegungs- und Personenerkennung. Wir haben die Cam getestet.

Ring-Produkte überzeugen uns bisher in jedem Test mit Qualität, Leistung und Bedienung. Der Hersteller bietet mit Produkten wie der Stick Up Cam (Testbericht) und der Floodlight (Testbericht) ein großes Portfolio an Überwachungs-Devices an.

Mit der WLAN-Türklingel Ring Doorbell (Testbericht) ging bei Ring 2012 alles los. Das Unternehmen boomte so sehr, dass es 2018 zu 100 Prozent an Amazon überging. Käufer müssen das wissen und auch, dass Ring Daten nur in der Cloud speichert. Zudem hat Ring immer wieder Probleme mit Datenlecks, zuletzt im Dezember 2019 (Link zu heise).

UPDATE: Eine weitere Meldung vom 28. Januar 2020 bestätigt, dass Ring aus seinen Datenpannen nicht herauskommt (Link zu heise).

Wer mit all dem klar kommt, hat an Ring-Produkten Freude. Jüngstes Produkt ist die Indoor Cam. Das neue Einsteigermodell bietet eine Innenkamera für unter 60 Euro. Im Test verraten wir, ob sich die Cam lohnt.

Die Indoor Cam gibt es in einer kabelgebundenen Ausführung oder mit Akku. Wir haben die Version mit Kabel getestet. Diese bringt Cam, Ladekabel, eine Halterung für Wand oder Decke sowie entsprechendes Montagematerial für rund 60 Euro mit. Die Kamera selbst filmt Videos mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln (1080p), hat eine IR-LED für Nachtsicht, erkennt Bewegungen und Personen, nimmt optional nur bestimmte Aufnahmebereiche wahr und besitzt ein Mikrofon sowie einen Lautsprecher inklusive Mini-Sirene. Das Ausschwärzen von Bildbereichen ist nicht möglich. Die Kamera darf entsprechend nur dort montiert werden, wo sie keinen öffentlichen Raum filmt.

Die Ring Indoor Cam stellt man wahlweise hin oder montiert sie an Wand oder Decke

Im Vergleich zur teureren Stick Up Cam ist die Indoor Cam gut 2 Zentimeter höher, 1,5 Zentimeter breiter und hat einen schmaleren Blickwinkel von nur 130 statt 140 Grad. Zudem ist der Betrieb nur mit WLAN und nicht mit LAN möglich.

Für die Montage der Kamera liegen hochwertige Schrauben und Dübel bei. Wahlweise steht die Cam ohne Befestigung auf einem Sideboard oder einem Regal. Bei der Positionierung ist die Ring durch das mitgelieferte Netzteil mit rund 1,90 Meter Kabellänge relativ flexibel.

Der Ladeanschluss sitzt auf der Rückseite der Kamera

Wer die richtige Stelle für die Indoor Cam gefunden hat, muss sich im Anschluss die App Ring – Always Home herunterladen. Zur Einrichtung verlangt die App ein Nutzerkonto, für dessen Registrierung Name, E-Mail-Adresse und Postleitzahl sowie Verbindung zum WLAN nötig ist. Anschließend fügt man die Ring Indoor Cam im App-Menü hinzu und scannt mit dem Smartphone den QR-Code auf der Rückseite der Kamera.

Die Kamera ist aktiv, sobald sie in der App eingerichtet ist. Jedoch verlangt Ring nochmals Daten – dieses Mal Adresse und den Standort der Cam. Hier greift Ring im Vergleich zu anderen Herstellern deutlich mehr Informationen ab, das muss beim Kauf klar sein. Üblich sind eigentlich nur Name und E-Mail-Adresse. Selbst Google verlangt bei der Nest Cam (Testbericht) nur die Postleitzahl zusätzlich. Wem das dennoch zu viele Daten sind, findet in unserem Ratgeber Sieben Security-WLAN-Kameras mit Cloud-Speicher Alternativen.

Die Kameraeinstellungen in der Ring-App sind übersichtlich und leicht verständlich

Die Ring Indoor Cam zeichnet Bild und Video in Full-HD, also 1920 × 1080 Pixeln auf. Die gleiche Auflösung hat auch beispielsweise eine Logitech Circle 2 (Testbericht) oder eine Instar In-8015 (Testbericht).

Die App bietet diverse Konfigurationsmöglichkeiten. Hier stellt man ein, ob die Kamera Bewegungen aufzeichnet und als Push-Meldung aufs Smartphone sendet. Zudem ermöglichen die Einstellungen die Konfiguration von Bewegungsbereichen, das Hinzufügen von Freunden, die die Cam einsehen dürfen, sowie die Bewegungserfassung von Personen. Letzteres ist hilfreich, denn so erspart man sich im Zweifelsfall, dass die Cam jedes Mal einen Alarm auslöst, wenn beispielsweise ein Haustier durch das Bild läuft.

Eine Menüebene darunter gibt es die Geräteeinstellungen. Hier bietet die App die Aktivierung von Nachtsicht in Farbe und von Audioaufnahmen sowie das Drehen des Videos – etwa, wenn die Cam an der Decke montiert wurde.

Wahlweise synchronisiert man in der App die Indoor Cam mit weiteren Ring-Produkten wie den Chimes genannten Alarmglocken, die der Hersteller separat verkauft.

Die Ring Cam zeichnet solide Aufnahmen auf. Bei Tag sind Details im Bild so ausgeprägt, dass man einzelne Kabel oder Verpackungen auch auf drei Metern Entfernung erkennt. Im Falle eines Einbruchs zeichnet die Cam damit Videos auf, die Details zu Gegenständen in den Händen der Einbrecher zeigen.

Aufnahmen bei Tag sind hell und detailliert. Das Licht ist teilweise aber zu grell

Bei Nacht bietet die Indoor Cam das gleiche Ergebnis: Mit der einzelnen IR-LED leuchtet die Ring den Raum so aus, dass sie entsprechende Details eines potentiellen Einbruchs aufnimmt.

Im Vergleich zur teureren Stick Up Cam zeichnet die Indoor Cam mit einem Blickwinkel von 130 und nicht 140 Grad auf. Bei einem Preisunterschied von gut 40 Euro ist das zu verkraften.

Bei Nachtaufnahmen kommt die Ring mit nur einer IR-LED aus

Tonaufnahmen der Kamera sind mittelmäßig. Bei hoher Lautstärke am Smartphone sind Stimmen einigermaßen hörbar und verständlich. Regelmäßiges Rauschen und Aussetzer im Ton erschweren das Hören der Aufnahmen.

Die Wiedergabe von Sprachaufnahmen über den Lautsprecher der Cam ist hingegen gut. Damit kann man einen potentiellen Einbrecher sagen, dass er verschwinden soll. Die Kamera gibt die eigene Stimme über den integrierten Lautsprecher klar und deutlich wieder.

Die Nutzung der Ring Cam und der App ist in der Basis-Version kostenfrei. Die App sendet Benachrichtigungen bei Bewegung, überträgt Live-Aufnahmen, Gegensprechfunktion und Diebstahlschutz, wenn die Cam entfernt wird.

Für 3 Euro pro Monat (und Gerät) gibt es zusätzlich einen 30-tägigen Videoverlauf, die Option Videos herunterzuladen, zu teilen oder eine Momentaufnahme zu schießen. Für 10 Euro im Monat oder 100 Euro im Jahr bietet Ring noch eine erweiterte Garantie, die so lange gültig ist, wie man das Abo bezahlt, sowie eine Unterstützung für unbegrenzt viele Ring-Produkte.

Günstigste Angebote

Alle Preise inkl. MwSt. und ggf. zuzüglich Versandkosten. Details zu den Angeboten auf der jeweiligen Webseite.

Ring Indoor Cam weiß (8SN1S9-WEU0)

Ring Indoor Cam

Ring Stick Up Cam Elite/Wired weiß (8SS1E8-WEU0)

Ring Stick Up Cam

Ring IP-Video-Türsprechanlage Doorbell 2, Außenstation (8VR1S7-0EU0)

Ring Doorbell 2

Ring Floodlight Cam, weiß (8SF1P7-WEU0)

Ring Floodlight

Ring Chime WLAN-Gong (8AC3S5-0EU0)

Ring Chime

Weitere Angebote im Heise Preisvergleich

Ring hat immer wieder Probleme mit Datenlecks (Link zu heise), ist ein Tochterunternehmen von Amazon und bietet ausschließlich Cloud-Speicher. Wer das verkraftet, bekommt mit der Ring Indoor Cam für knapp 60 Euro ein tolles Produkt. Die Cam filmt und sendet Benachrichtigungen zuverlässig. Lautsprecher, Nachtaufnahmen sowie die generelle Bildqualität überzeugen uns im Test. Wir empfehlen die Cam als Ergänzung für existente heimische Ring-Systeme.

Wer hingegen keine weiteren Ring-Produkte besitzt, hat mit der Indoor Cam als Einzellösung dennoch eine Alternative für die Überwachung von Innenräumen. Für den aktuellen Preispunkt von unter 60 Euro ist die Cam eines der günstigsten Produkte am Markt mit dieser Ausstattung.

Alternativen ohne Amazon gibt es ebenfalls, sind dann aber meist teurer. Diese haben wir in unserem Ratgeber Sieben Security-WLAN-Kameras mit Cloud-Speicher zusammengefasst.

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