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Razer Blackwidow Tournament Edition Chroma V2 im Test

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Razer schickt eine interessante, mechanische Gaming-Tastatur ins Testfeld. Die Blackwidow TE Chroma V2 ist kompakt, hat gute Leuchteffekte und eine schlaue Software.

Razer zielt mit der Blackwidow Tournament Edition (TE) Chroma V2 auf Nutzer, die wenig Platz auf dem Schreibtisch haben oder ihr Gaming-Equipment öfters an verschiedenen Orten aufbauen. Nach dem Auspacken fallen zwei Dinge auf: Der Tastatur fehlt der Ziffernblock und das USB-Kabel lässt sich komplett abnehmen. Damit passt das Keyboard gut in einen Rucksack, um es zu einer LAN-Party mitzunehmen. Beim Auspacken merkt man, dass Razer auf Hartplastik statt Metall setzt. Die Blackwidow Tournament Edition Chroma V2 wirkt dennoch sehr wertig und bleibt relativ leicht: Mit Kabel ohne Handballenauflage wiegt sie knapp ein Kilo. Damit ist sie das Leichtgewicht in diesem Testfeld.

Das USB-Kabel lässt sich komplett abnehmen.

Die kompakten Abmessungen von 37 × 4 × 20,6 cm lassen keinen Platz für Sondertasten. Razer löst das, indem die normalen Tasten des QWERTZ-Layouts um eine Funktionstaste (rechte Seite, zwischen Alt-Gr und der Kontextmenü-Taste) erweitert werden. Ähnlich wie bei einer Notebook-Tastatur kann man darüber verschiedene Computerfunktionen steuern, etwa ist die Lautstärkeregelung alternativ auf den Tasten F1 bis F3 zu finden, die Hotkeys für die Beleuchtung liegen auf F11 und F12. Das ist ein guter Kompromiss, auch wenn wir im Alltag die separaten Tasten für Multimedia vermissen.

Razer produziert die Schalter für seine mechanischen Tastaturen selbst. Sie ähneln den Cherry-Schaltern, hier wie dort sitzt die LED beispielsweise oberhalb der Taster. Die Keycaps, also die Tastenoberteile mit der Beschriftung, sind größtenteils zu Cherry kompatibel. Die Ausnahme sind einige Tasten wie die Leertaste, hier verbaut Razer gerne Sonderformate. Wer aber nur einzelne Tasten austauschen will, fährt mit Cherry-MX-Keycaps gut.

Cherry-MX-Keycaps (hier von der Corsair K95) passen auf die Razer-Tastatur.

In der Blackwidow Tournament Edition Chroma V2 sind die Yellow Switches verbaut. Diese sind laut Razer leise und schnell, sie lösen linear bei einem Gewicht von 45 Gramm aus. Die Tasten fühlen sich beim täglichen Arbeiten sehr gut an und sind beim Tippen angenehm leise. Damit eignet sich die Tastatur, anders als etwa die Aukey KM-G6 (Testbericht), auch für Büros oder Umgebungen mit lautstärkeempfindlichen Mitbewohnern.

Die RGB-Beleuchtung der Razer Blackwidow TE Chroma V2 ist von Anfang an sehr angenehm. Im Gegensatz zur Logitech G910 Orion Spectrum (Testbericht) ist der Demomodus nicht hektisch. Eine Farbe geht langsam in die nächste über. Neben den Tasten leuchtet an der Front das Razer-Logo in den gleichen Farben. Die Keycaps schließen nicht komplett ab, so dass die Tastatur beim Blick von oben auch in den Spalten leuchtet. Da die Helligkeit aber nicht extrem ist, wirkt das Licht eher angenehm als störend.

In der Tastatur sind Razer Yellow Switches verbaut. die LED sitzt jeweils oberhalb des Tasters.

Die Razer-Software, Synapse beziehungsweise Razer Central, hat uns im Test sehr gut gefallen – bis auf eine Kleinigkeit: Vor der Nutzung muss man sich zwangsweise registrieren und mit einem Konto anmelden. Da nervt und auch die Tatsache, dass man mehrere Profile so über unterschiedliche Systeme synchronisieren kann, lassen wir nicht gelten. Denn das geht auch im Speicher der Tastatur, wie etwa Logitech zeigt. Die Tastatur an sich funktioniert auch ohne die Zusatzsoftware, dann kann man allerdings nichts anpassen.

Nach der Registrierung wird man aber mit einem sehr durchdachten Interface begrüßt. Wie bei den anderen Gaming-Tastaturen lassen sich die verschiedenen Farben und Leuchtmuster einfach anpassen. Das Highlight sind die Chroma Apps. Für fast jedes Spiel gibt es eine sinnvolle Integration. Beim PVE-Shooter Warframe etwa leuchtet die Tastatur in der Farbe des Warframes, löst man eine der Spezialfähigkeiten aus, erscheinen unterschiedliche Effekte auf der Tastatur. Bei Overwatch leuchten die WASD-Tasten in orangem Licht und fast jeder Held bekommt eine eigene Leuchtanimation. Neben Spielen unterstützt Chroma noch weitere Programme. So gibt es eine Integration in Philipps Hue, die Chatsoftware Discord oder die Streaming-Software Twitch. Hier haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben und liefern sinnvolle Erweiterungen für die RGB-Funktion.

Leider setzt sich das bei den Makros nicht fort. Zwar kann man auch bei dem Razer-Gerät eigene Makros basteln und einzelnen Tasten zuweisen, eine so schöne Seite wie für die Chroma Apps gibt es aber nicht. Das mag damit zusammenhängen, dass viele Spiele Makros als Cheats einstufen, gerade für Single-Player-Spiele wäre so eine Übersicht aber nett.

Razer BlackWidow Chroma V2, Razer Yellow, USB, DE (RZ03-02032900-R3G1)

Razer BlackWidow Tournament Edition Chroma V2, Yellow

Razer BlackWidow Tournament Edition Chroma V2, Razer Green, USB, DE (RZ03-02190500-R3G1)

Razer BlackWidow Tournament Edition Chroma V2, Razer Green

Die Razer Chroma Blackwidow Tournament Edition V2 ist deutlich kompakter als ihr Name. Im Alltag gefällt uns die Tastatur sowohl am aufgeräumten Gaming-PC wie auch als mobile Zusatztastatur fürs Notebook. Die Tasten fühlen sich gut an, der Druckpunkt ist sauber und sie ist leise genug, dass sich die Kollegen nicht zu sehr gestört fühlen.

Die Razer BlackWidow Tournament Edition Chroma V2: Langer Name, kompakte Tastatur.

Die Software gefällt im Test ebenfalls, lediglich die Zwangsregistrierung stört. Dafür bekommt man eine ordentliche Unterstützung für zahlreiche Spiele, die sinnvolle Grafikeffekte über mehrere Razer-Geräte synchronisieren. Die Unterstützung ist dabei besser als bei Corsair, Logitech kann sich hier eine Scheibe abschneiden.

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