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Philips 55OLED803: UHD-OLED-Fernseher im Test

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Bild: Philips

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Der OLED-Fernseher Philips 55OLED803 ist ein 4K-TV auf Android-Basis. Da demnächst eine neue Serie auf den Markt kommt, sinkt der Preis. Im Test prüfen wir, was der OLED-TV kann.

Typisch für Fernseher aus dem Hause Philips ist das Ambilight-Licht an der Rückseite des Gerätes. Der 55OLED803 besitzt ein dreiseitiges - oben und an den Seiten – LED-Ambilight. Die Lichterketten lassen sich in diversen Modi etwa für Spiele oder passend zur Musik einstellen und sogar an die Wandfarbe anpassen. Zusätzlich lässt sich der Fernseher mit der smarten Raumbeleuchtung Philips Hue verbinden (Ratgeber).

Der Test zum UHD-TV von Philips ist Teil unserer Themenwelt rund um UHD-TVs. Folgende Artikel und Tests sind bereits erschienen:

Das Design des Philips 55OLED803 ist schlicht und zeitlos zurückgenommen. Durch den Zero-Frame Rahmen wirkt der OLED-TV kleiner als es sein 55-Zoll-Panel vermuten lässt – ideal für kleinere Räume. Der Bildschirm steht auf zwei eher zierlichen Füßchen, die den TV dennoch gut halten. Das selbstleuchtende OLED-Panel ist nur wenige Millimeter dick und nur am unteren Ende wächst die Tiefe durch die integrierte Elektronik auf rund fünf Zentimeter.

Basis des Philips 55OLED803 mit seiner UHD-Auflösung von 3840 × 2160 Pixel ist der aus früheren Philips-TVs bekannte Prozessor P5 Perfect Picture Engine mit vier Kernen, der in seiner neuesten Weiterentwicklung dem TV eine starke Performance beschert. So beherrscht der OLED-TV HDR in seinen aktuellen Ausprägungen HDR10, HDR10+ und HLG.

Der Multi-TV-Tuner, der alle verfügbaren TV-Standards von DVB-C bis hin zu DVB-T2 HD unterstützt, ist doppelt vorhanden. Das heißt, während ein Programm auf dem Bildschirm läuft, nimmt der TV eine zweite Sendung im Hintergrund beispielsweise auf eine angeschlossene USB-Festplatte auf. Für Karten von Pay-TV-Anbietern wie Sky ist ein CI+-Einschub vorhanden. Für den Zugriff aufs Internet und das heimische Netzwerk stehen eine kabelgebundene Ethernet-Schnittstelle und WLAN (ac-Version) zur Verfügung. Integriertes Bluetooth stellt die Verbindung zu mobilen Geräten, Tastatur und Maus für komfortables Surfen bereit.

Der Philips 55OLED803 lässt sich über einen 5-Wege-Joystick an der Rückseite komfortabel steuern. Links sieht man die Ambilight-Beleuchtung.

Die vier HDMI-Eingänge - alle unterstützen die aktuelle Version HDCP 2.2 – sind unterschiedlich konfiguriert. Eine unterstützt ARC für eine externe Sound-Wiedergabe. HDMI 1 und 2 sind dagegen für die UHD-Auflösung inklusive HDR optimiert. Daneben bietet der Philips 55OLED803 noch einen analogen Komponenteneingang und zwei USB-Schnittstellen für den Anschluss von Massenspeichern für das USB-Recording oder zur Erweiterung des internen 16 GB großen Speicher. Sehr praktisch: Eine Philips-Besonderheit ist die Fernbedienung, die auf der Rückseite eine alphanumerische Tastatur für die komfortable Eingabe von Webadressen oder Zugangsdaten integriert hat.

Ursprünglich wurde der Philips 55OLED803 unter dem Android-TV-Betriebssystem 7 (Nougat) auf den Markt gebracht, dass nicht gerade mit einer übersichtlichen Bedienung glänzte. Eine deutliche Aufwertung bekam der OLED-TV dann Anfang 2019, als Philips ein Update auf Android 8 (Oreo) ausrollte. Diese Version unterstützt den Google Assistant und die Nutzung der Smart-TV-Funktionen ist deutlich übersichtlicher und schneller.

Die beiden Fernbedienungen des Philips 55OLED803: Über die kleine Stab-Fernbedienung ist auch die Sprachsteuerung möglich.

Das Smart-TV des Philips 55OLED803 erlaubt den Zugriff auf den kompletten TV-Store von Google Play mit allen Mediatheken der öffentlich-rechtlichen und privaten Sender, Streaming-Diensten wie Netflix, DAZN und Sky-Ticket sowie vielen weiteren Apps aller Genres. Daneben gibt es auch noch von Apps, die Philips selbst bereitstellt. Auch die Sprachsteuerung des TVs klappt jetzt viel besser. Dazu gibt es eine kleine stabförmige Fernbedienung, die ein Mikrofon integriert hat.

Neben dem viel übersichtlicheren Smart-TV ist zusätzlich das Bildschirmmenü gegenüber früheren Philips-Fernsehern deutlich komfortabler gestaltet. Und dies ist wichtig, bietet der Philips 55OLED803 doch eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten, die sich vor allem und die Bildqualität drehen. Hier gibt es neben verschiedenen vorkonfigurierten Bild-Modi wie Standard und Film sehr detaillierte Einstellmöglichkeiten, die bis zur Korrektur der Gamma-Kurven.

Seitlich am Gehäuse liegen gut erreichbar der CI+-Einschub und die USB- und zwei HDMI-Schnittstellen.

Der Philips 55OLED803 liefert bereits in seiner Werkseinstellung Standard eine beindruckende Bildqualität. Die Helligkeit überzeugt mit einem Maximalwert von 480 cd/m2 und der Kontrast ist durch die direkt leuchtenden Pixel mit 4701:1 beeindruckend. Besonders gut ist auch die homogene Helligkeitsverteilung, die durchschnittlich nur bei unglaublich niedrigen +/- 3 cd/m2 liegt. Wichtig daneben ist die Farbwiedergabe und hier liefert der OLED-TV eine tolle Leistung ab - die Darstellung ist satt, sehr natürlich und neutral.

Die verschiedenen voreingestellten Modi machen Sinn. So ist etwa Film tatsächlich die beste Wahl für den Lieblings-Blockbuster. Unter Alle Einstellungen lässt sich dann noch an nahezu jedem Bildparameter drehen, von der Perfect Motion für schnellen Sport bis zum Original für HD-Inhalte. Das bringt teilweise richtig gute Verbesserungen, führt aber auch schnell zu unansehnlichen Bildern. Hier ist also Vorsicht geboten und man sollte wissen was man tut.

Die Füße des Philips 55OLED803 sind sehr filigran, tragen den Fernseher aber sehr stabil.

Eine wichtige Rolle für das normale Fernsehen spielt der Upscaler, der niedriger aufgelöste Sendungen und Programme auf das UHD-Format hochrechnet - native UHD-Inhalte sind schließlich immer noch rar gesät und nur bei zahlungspflichtigen TV-Sendern und Streaming-Diensten oder per UHD-Blu-Rays (Kaufberatung UHD-Blu-Ray-Player) verfügbar. Und der Philips 55OLED803 enttäuscht hier nicht. Der Prozessor rechnet etwa HD-Sendungen in einer wirklich guten Qualität auf die vierfache Auflösung hoch und bemüht sich auch bei SD-Sendern zu ansehnlichen Ergebnissen.

Eine Lanze müssen wir für Ambilight brechen. Das LED-Licht ist in seiner aktuellen Ausbaustufe eine echte Bereicherung des Fernsehvergnügens. Besonders im sonst nicht beleuchtenden Raum nachts bewirken die LED-Lichter, dass das Bild größer und homogener wirkt als etwa bei Tag mit Licht durch das Fenster – richtig Klasse.

Im Philips 55OLED803 sind drei Lautsprecher – zwei Hochtöner und ein Subwoofer – verbaut, die einen für TVs ordentlichen Sound liefern. Besonders hervorzuheben ist, dass die Sprachwiedergabe klar und deutlich ist. Wer dennoch mehr Audioleistung haben möchte, sollte unseren Vergleichstest zu Soundbars lesen.

OLED-TVs verbrauchen mehr Strom als moderne LED-Fernseher. So ist es auch beim Philips 55OLED803. In der Spitze bei sehr hellen Bildern steigt der Verbrauch auf über 200 Watt. Im Mittel liegt der Verbrauch bei rund 150 Watt – dies ist nicht wenig für einen 55-Zoll-TV. Entsprechend ist der Philips 55OLED803 auch nur mit dem Energie-Label B zertifiziert. Im Standby-Modus sinkt der Stromverbrauch immerhin auf niedrige 0,3 Watt.

Philips 55OLED803

Philips 55OLED803, 55 Zoll

Philips 65OLED803

Philips 65OLED803, 65 Zoll

Der Philips 55OLED803 ist ein toller OLED-Fernseher. Er liefert bereits in der Werkseinstellung eine wirklich überzeugende Bildqualität, die sich mit vielfältigen Bildeinstellungen noch feinjustieren lässt. Die Ausstattung ist auf aktuellem Stand und die Bedienung durch das Update auf Android Oreo sehr komfortabel.

Lediglich der Stromverbrauch liegt auf hohem Niveau. Da Philips demnächst eine 2019-Generation von OLED-TVs auf den Markt bringt, ist der 55OLED803 für unter 1300 Euro ein derzeit absolutes Schnäppchen.

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