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Outdoor-Smartphone Doogee S95 Pro im Test

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Das modulare Doogee S95 Pro will mehr als nur ein robustes Outdoor-Smartphone sein. Techstage testet, ob Hardware und Aufsteckmodule den verhältnismäßig hohen Preis rechtfertigen.

Das Hauptproblem der meisten Outdoor-Smartphones ist die Tatsache, dass sie zwar gegen Wasser, Dreck und Stürze geschützt sind, aber auf schwache und veraltete Technik setzen. Wenn selbst mehrere Jahre alte „normale“ Smartphones mehr leisten, ist die Sinnhaftigkeit eines solchen Gerätes mehr als zweifelhaft.

Dies scheinen immer mehr Hersteller zu erkennen und steuern dementsprechend dagegen. Ein positives Beispiel aus dem letzten Jahr ist beispielsweise das Gigaset GX290 (Testbericht), welches im Test mit ordentlichem Display und hervorragendem Akku überzeugt. Ob das neue S95 von Doogee da mithalten kann, zeigt dieser Test.

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Ein ungeschriebenes Gesetz aller Smartphone-Hersteller scheint zu sein, das Outdoor-Smartphones grundsätzlich martialisch aussehen müssen. Diesen Punkt erfüllt das wuchtige S95 Pro mit einem Gewicht von satten 281 Gramm zumindest zum größten Teil. Von vorne gesehen wirkt das Gerät noch recht zurückhaltend, eher wie ein normales Smartphone in einer fetten Gummihülle. Die Abmessungen von 169 × 19 mm sind zwar ausladend, aber gerade noch im Rahmen. Die maximale Bautiefe von knapp 15 mm ist hingegen heftig. Zum Vergleich: Das iPhone 11 (Testbericht) ist knapp über 8 mm dick und 194 g schwer; das Samsung Galaxy S20 (Ratgeber) ist sogar noch einen halben Millimeter dünner und wiegt gerade einmal 163 g.

Für die Grundstabilität sorgt beim Phone von Doogee ein massiver umlaufender Rahmen aus Aluminium. Dieser ist an den Ecken, Ober- und Unterseite mit einer weichen Gummierung überzogen. Die Ränder des umlaufenden Bumpers stehen an den Ecken ein kleines Stück über den Touchscreen heraus. Dies ermöglicht das Ablegen auf dem Display, ohne dass es sofort verkratzt; Zumindest auf flachen Oberflächen. Die Frontkamera sitzt mittig in einer kleinen Drop Notch. Das ist schade, die verhältnismäßig breiten Ränder um das Display hätten wahrscheinlich auch eine Platzierung über dem Touchscreen zugelassen. Immerhin lässt sich die Notch per Software mit einem schwarzen Balken in der Info-Leiste verstecken. Die Status-LED und der Helligkeitssensor sind auf der rechten Seite oberhalb des Displays zu finden.

Der gummierte Bumper schützt Rahmen und Display.

Die Rückseite aus dunklem Aluminium und Kunststoff wirkt um so martialischer. Das liegt sowohl am Material als auch am auffälligen und ungewöhnlich futuristischen Design. Der mittlere Teil des Gerätes ist deutlich dicker und optisch abgesetzt. Trotz unserer Befürchtung lässt sich das S95 Pro auf dem Tisch liegend gut bedienen, ohne dabei zu wackeln. Die zum Display aufsteigenden Seiten sind mit einem auffälligen Wabenmuster versehen, die so auch von einem Gaming-Smartphone (Testberichte) stammen könnten. Die Kanten neben der umlaufenden Gummierung sind deutlich spürbar, aber immerhin nicht scharf.

Das bündig im Gehäuse versenkte Kameramodul ist mittig im oberen Drittel der Smartphonerückseite platziert. Die drei Linsen und die zusätzliche LED sind quadratisch angeordnet und durch einen kupferfarbenen Rahmen eingefasst. Im unteren Drittel sitzt der Modul-Connector mit 16 quadratisch angeordneten Kontaktpunkten. Die für den Halt von Modulen zuständige Magnete ist mittig unter dem Wabenmuster installiert. Direkt darüber prangt ein Doogeee-Schriftzug.

Der USB-C-Port zum Laden versteckt sich, hinter einer Gummiklappe geschützt, mittig an der Unterseite. Auf der rechten Gehäuseseite sind (von oben nach unten) der hinter einer Klappe versteckte Simkarten-Slot, die Lautstärkewippe, der Powerbutton und der Fingerabdrucksensor zu finden. Letzterer sitzt nach unserem Geschmack etwas zu weit unten, ereichbar ist der Sensor trotzdem – etwas Fingergymnasik vorausgesetzt. Immerhin reagiert der Sensor schnell und zuverlässig.

Das Outdoor-Smartphone ist verwindungssteif und sehr stabil.

Auf der linken Seite des Smartphones ist am oberen Ende ein durch eine Abdeckung geschützter, zweiter, SIM-, bzw Speicherkartenslot vorhanden. Darunter, etwa mittig, befindet sich ein frei belegbarer Funktionstaster. Das Einsetzen der SIM-Karte(n) ist wegen der dicken Gummiummantelung etwas fummelig.

Die Verarbeitung ist ordentlich und gibt keinerlei Anlass für Beschwerden. Die spürbaren Übergänge auf der Rückseite sind zwar nicht jedermanns Ding, allerdings sind sie so gewollt. Unsere Wurf-, Fall- und Dichtigkeitstests hat das S95 Pro ohne größere Blessuren weggesteckt. Lediglich minimale Kratzspuren auf dem umlaufenden Bumper waren danach erkennbar. Die obligatorischen Biegetests haben selbst mit viel Kraftaufwand keinerlei Wirkung gezeigt. Insgesamt liegt das Gerät überraschend gut in der Hand. An das hohe Gewicht und die ausladenden Abmessungen haben wir uns während des Testzeitraums schnell gewöhnt. Als Handschmeichler oder unauffälligen Begleiter würden wir das Smartphone trotzdem nicht bezeichnen.

Das durch Gorilla Glas 5 geschützte, 6,3 Zoll große IPS-LCD hat eine Auflösung von 2160 × 1080 Bildpunkten. Die Pixeldichte liegt somit bei 383 ppi. Das ist zwar deutlich weniger als beispielsweise das Galaxy S20 mit 563 ppi, aber im Alltag vollkommen ausreichend. Die Darstellung ist scharf und einzelne Pixel sind bei normaler Benutzung nicht erkennbar. Die automatische Regelung der Display-Helligkeit funktioniert zuverlässig.

Doogee S95 Pro (20 Bilder)

Farbwiedergabe, Kontrast und Schwarzwert hinterlassen einen positiven Eindruck. Eine Einstellungsmöglichkeit für die Farbtemperatur ist allerdings nicht vorhanden, weshalb die Darstellung insgesamt verhältnismäßig kühl wirkt. Die Helligkeitsmessungen im Test zeigen maximale Werte von über 455 cd/m². Die Ausleuchtung ist laut der Messungen zwar nicht sehr gleichmäßig, in der Praxis sind die Abweichungen allerdings kaum zu erkennen. Für die Benutzung bei viel Sonnenschein ist das Display ausreichend hell.

Zum Vergleich: Das kürzlich getestete Realme X50 Pro (Testbericht) bringt es auf rund 600 cd/m² (Automatik), das P40 Pro von Huawei (Testbericht) nur auf etwa 430 cd/m² (manueller Modus).

Im Auslieferungszustand ist das Display bereits mit einer Schutzfolie versehen. Diese besteht aus Kunststoff und hilft dementsprechend lediglich gegen Kratzer. Eine zusätzliche Folie gehört zum Lieferumfang. Den normalen Alltag übersteht das Display natürlich auch ohne zusätzlichen Schutz. Für harte Outdoor-Einsätze lohnt sich aber sicherlich der Kauf eines Displayschutzes aus Panzerglas oder die Anbringung der günstigen Kunststofffolie.

Der Touchscreen erkennt maximal sechs Finger gleichzeitig, was für die meisten Nutzer locker ausreichend sein sollte. Auf Berührungen reagiert der Screen stets zuverlässig und verzögerungsfrei.

Im Inneren des Outdoor-Smartphones arbeitet ein schneller Helio-P90-Prozessor, welcher von 8 GByte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Der Prozessor ist mit dem Snapdragon 710 vergleichbar – allerdings ist er sogar noch ein Quäntchen schneller. Für die Grafik kommt eine PowerVR Rogue GM9446 zum Einsatz. Der interne Speicher des S95 Pro ist mit 128 GByte ausreichend groß und zeitgemäß. Als Betriebssystem ist ein mittlerweile überholtes Android 9 an Bord. Die Menge der vorinstallierten Bloatware hält sich im Rahmen und ist nicht weiter störend. Neben Kompass, Wasserwaage und Winkelmesser sind beispielsweise eine App zur Lautstärkemessung oder zur Darstellung des Luftdrucks installiert - allesamt passend und zumindest theoretisch sinnvoll.

Im Test liefert das S95 Pro eine überraschend gute Gesamtperformance und kommt auf ordentliche 214.000 Punkte im Antutu-Benchmark. Das reicht zwar nicht für einen Spitzenplatz, ist im Alltag aber absolut in Ordnung. Laut dem Ranking platziert sich das Gerät zwischen dem schnelleren Honor Play (Testbericht) und dem langsameren Samsung Galaxy A51 (Testbericht); Für ein Outdoor-Smartphone eine sehr gute Leistung. Selbst bei zahlreichen geöffneten Programmen läuft das Smartphone absolut flüssig und kommt auch beim Wechsel zwischen den Apps nicht ins Stocken. Der großzügige und schnelle Arbeitsspeicher sorgt zudem für angenehm kurze Ladezeiten beim Starten von Apps. Das Multiplayer-Game CoD mobile läuft beispielsweise selbst bei maximaler Grafikqualität absolut flüssig. Sehr erfreulich ist die geringe Wärmeentwicklung des S95 Pro. Selbst beim Zocken und einer entsprechend hohen Arbeitsleistung wird das Gerät lediglich handwarm. Zum Vergleich: Unser Huawei P20 Pro heizt sich bei CoD mobile selbst bei mittlerer Grafikeinstellung derart auf, dass wir nach 15 Minuten Zocken die Hülle entfernen müssen.

Beim zweiten SIM-Einschub handelt es sich um einen Hybrid-Slot. Wer den internen Speicher per Micro-SD erweitern will, kann dementsprechend nur eine SIM-Karte nutzen. In Sachen Sensorik ist das S95 Pro gut ausgestattet. Neben einem sehr zuverlässigen Kompass, der auch ohne ständige Neukalibrierung gut funktioniert, sind auch ein Gyroskop und ein Luftdrucksensor an Board. NFC, Bluetooth 5.0 und AC-WLAN unterstützt das Smartphone ebenfalls. Die Navigation funktioniert dank der breiten Unterstützung von GPS, A-GPS, Glonass, BeiDu und Galileo sehr zuverlässig.

Alternativ zum gut funktionierenden Fingerabdruck Sensor gibt es noch die Möglichkeit, das S95 Pro per Gesichtserkennung zu entsperren. Das funktioniert ebenfalls zuverlässig, gilt aber als etwas unsicherer als der Fingerabdrucksensor. Unsere Versuche, die Gesichtserkennung mit einem Foto zu überlisten, haben allerdings nicht funktioniert. Für einen Face-Unlock bei Dunkelheit gibt es eine Funktion, die das Display hell aufleuchten lässt. So funktioniert das Entsperren auch bei wenig Licht; Vorausgesetzt man hält sich das Smartphone nahe genug ans Gesicht.

Das S95 Pro ist IP68- und IP69K-zertifiziert und sollte 20-minütige Tauchgänge in bis zu drei Metern Wassertiefe überstehen. Das ist deutlich mehr, als wir tatsächlich ausprobieren konnten. Zehn Minuten in der Badewanne, mehrere Tauchgänge im Zierbrunnen und eine Dusche unter Wasserhahn und Gießkanne hat das Smartphone aber locker weggesteckt. Wer das Telefon im Wasser benutzt, sollte im Vorfeld unbedingt den Sitz der Gummiabdeckungen über den Karteneinschüben und dem USB-Port kontrollieren.

Die Tests hat das S95 Pro ohne Probleme weggesteckt.

Darüber hinaus wirbt Doogee mit dem MIL-STD-810G-Militärstandard; wirklich aussagekräftig ist dies allerdings nicht. Testmethoden und die Tests selbst werden nämlich nicht von unabhängiger Seite kontrolliert oder vorgegeben. Unsere Falltests aus Hüfthöhe auf Teppichboden, Holzdielen und Wiese hat das S95 Pro zumindest ohne Beschädigungen überstanden.

Das größte Beschädigungspotential sehen wir beim Display. Zwar ist dieses grundsätzlich stabil und gut gegen Kratzer geschützt, gegen punktuelle Krafteinwirkung ist es erfahrungsgemäß trotzdem anfällig. Wer das Gerät noch ein Stückchen sicherer machen will, sollte deshalb unbedingt in eine Schutzscheibe aus Panzerglas investieren.

Die Triple-Cam des S95 Pro besteht aus der Hauptlinse mit 48 Megapixeln, einer Weitwinkellinse mit 8 Megapixeln und einer Makrolinse mit ebenfalls 8 Megapixeln. Im Weitwinkelmodus liegt der Sichtbereich bei 120 Grad. Als Bildsensor kommt ein IMX586 von Sony zum Einsatz.

In der Praxis gelingen mit dem S95 Pro ansehnliche Aufnahmen, und das nicht nur unter perfekten Lichtbedingungen. Lediglich der Weitwinkelmodus enttäuscht: die Fotos sind leicht rotstichig und zu den Rändern hin unscharf. Selbst für Nachtaufnahmen ist der Dynamikumfang ansonsten ausreichend. Bildrauschen ist zwar vorhanden, aber in einem sehr erträglichen Maß. In der Praxis gefallen uns die normalen Fotos allerdings deutlich besser als die im Nachtmodus entstandenen Bilder. Die beworbene Zoomfunktion hat in der Praxis keinen Mehrwert, da es sich lediglich um einen digitalen Zoom handelt, welcher zulasten der Bildqualität geht.

Kameratest des Doogee S95 Pro (23 Bilder)

Videos nimmt das S95 Pro in maximal 4K bei 30fps auf. Auch hier stimmt die Bildqualität: Dynamik, Farbdarstellung und die flüssige Wiedergabe überzeugen. Allerdings verzichtet der Hersteller auf eine elektronische Bildstabilisierung, was die Möglichkeiten der effektiven Nutzung dann doch sehr einschränkt. Das ist schade, denn als Outdoor-Gerät wäre das Smartphone gerade für Actionaufnahmen prädestiniert.

Die Frontkamera liefert bei Tageslicht eine ausreichende Bildqualität. Bei wenig Licht kommt es allerdings schnell zu starkem Bildrauschen. Für Nachtaufnahmen ist die Frontkamera gänzlich ungeeignet.

Der Akku des S95 Pro hat eine überdurchschnittlich hohe Kapazität von 5150 mAh, was sich auch beim hohen Gewicht bemerkbar macht. In Kombination mit dem P90-Prozessor hält das Smartphone bei normaler Nutzung zwei bis drei Tage lang durch, bis der Akku leer ist. Wer das Gerät nur sehr wenig benutzt, Bluetooth und WLAN deaktiviert, schafft sogar vier Tage. Für längere Outdoor-Touren ist das Doogee-Smartphone somit bestens gerüstet und für alles andere gibt es Power-Banks.

Das S95 Pro im Vergleich zu einem P20 Pro.

Beim Aufladen per USB-C liegt die maximale Leistung bei 24 Watt. Der auf leere Akku braucht im Test knapp zwei Stunden, bis er wieder voll aufgeladen ist. Das Laden von 20 auf 75 Prozent benötigt knapp 45 Minuten. Während des Ladevorgangs kommt es nur zu einer minimalen Erwärmung des Gerätes.

Kabelloses Laden per Qi-Ladepad ist mit dem S95 Pro ebenfalls möglich. Unterstützt werden bis zu 10 Watt Leistung. Im Test braucht das Gerät gute zweieinhalb Stunden bis es von 20 auf 100 Prozent geladen ist.

Bisher sind zwei Module verfügbar.

Derzeit gibt es lediglich zwei verfügbare Module für das S95 Pro: einen Akkuaufsatz und einen Stereolautsprecher. Beide Erweiterungen halten magnetisch an der Rückseite des Smartphones und werden automatisch erkannt. Für den Alltagsgebrauch ist die Magnetverbindung ausreichend, extrem fest sitzen die Aufsätze aber nicht.

Der Akkuaufsatz verfügt über eine Kapazität von 3850 mAh und wird mit Hilfe einer eignen USB-C-Schnittstelle geladen. Das reicht in der Praxis aus, um den entleerten Smartphone-Akku etwa zur Hälfte zu füllen. Das Modul ist zwar so gestaltet, dass die Kameralinsen des S95 Pro frei bleiben, allerdings trägt es derart dick auf, dass man es in der Praxis wohl nur bei Bedarf andocken wird. Gerade deshalb hätte Doogee bei der Kapazität des Akkumoduls gerne großzügiger sein dürfen. Da bei Nutzung des Akkumoduls mit maximal 5 Volt (1 A) geladen wird, dauert der Ladevorgang zudem deutlich länger als per USB-C-Kabel oder Qi-Ladestation. Und noch etwas ist uns beim Test aufgefallen: Das aufgesetzte Akkumodul blockiert das GPS-Signal.

Das Akku-Modul macht das S95 Pro nicht gerade handlich.

So praktisch die Idee auch sein mag, wirklich überzeugt sind wir nicht. Das liegt zum einen an der sehr begrenzten Kapazität des Akkumoduls, als auch an der Tatsache, dass man damit eben nur das S95 Pro aufladen kann. Aus unserer Sicht sind beispielsweise Powerbanks oder Rucksäcke mit Solarpanel (Ratgeber) deutlich besser geeignet.

Das zweite Modul, der aufsteckbare Stereolautsprecher mit ausklappbarem Standfuß, verfügt ebenfalls über einen eigenen Akku und eine eigene USB-C-Schnittstelle zum Aufladen. Um die Box zu nutzen, muss sie lediglich am Smartphone angedockt und eingeschaltet sein. Eine zusätzliche Aktivierung per Software ist nicht nötig. Die Soundqualität, insbesondere der Tieftöner, ist deutlich besser als die der internen Lautsprecher des S95 Pro. Auch die maximale Lautstärke ist deutlich höher. Zum Anhören von Podcasts und gelegentlichem Musikgenuss ist die Sound-Qualität ausreichend.

Die Box ist zweifelsohne praktisch, aber die Soundqualität erreicht nur Mittelmaß.

Einen richtig satten und ausgewogenen Klang sollte man allerdings nicht erwarten. Insgesamt ist der Sound zu dünn und wenig voluminös. Wer richtig eines auf die Ohren will, ist selbst mit mittelpreisigen Bluetooth-Speakern deutlich besser beraten. Geeignete Modelle zeigen wir in unserer Kaufberatung Bluetooth-Lautsprecher.

Das S95 Pro gibt es entweder einzeln oder als Paket, zusammen mit den beiden Modulen. Trotz guter Haltbarkeit empfehlen wir den Kauf einer passenden Schutzscheibe aus Glas für das S95 Pro.

Grundsätzlich handelt es sich beim S95 Pro um ein leistungsfähiges und gut ausgestattetes Smartphone, welches dank der stabilen Bauweise perfekt für Outdoor-Aktivitäten geeignet ist. Selbst Zocker kommen dank fettem Akku und guter Gesamtperformance voll auf Ihre Kosten. Der Preis zum Recherchezeitpunkt liegt bei 400 Euro, bzw 500 Euro inklusive der beiden Module. Dies ist aus unserer Sicht zwar nicht günstig aber angemessen. Wer ein ein derart stabiles Gerät braucht, ist mit dem S95 Pro gut beraten.

Selbst die Fotofunktion ist erfreulich brauchbar. Eine Actioncam ersetzt das Smartphone wegen der fehlenden Bildstabilisierung aber keinesfalls. Wer plant, unterwegs Videos zu machen, braucht entweder eine zusätzliche Actioncam oder ein anderes Smartphone.

Für den Alltagsgebrauch ist das S95 Pro wegen der klobigen Bauweise und dem hohen Gewicht nur bedingt empfehlenswert. Auch das mittlerweile veraltete Android 9 ist eigentlich nicht zeitgemäß; für ein Outdoor-Smartphone ist dieser Punkt aber verschmerzbar. Trotzdem stellt sich die Frage, ob es nicht geschickter wäre, ein aktuelle Mittelklassegerät, wie das schnellere Xiaomi Mi Note 10 Lite (Testbericht) für gerade einmal 315 Euro zu kaufen und es dann mit einer ordentlichen Schutzhülle und einem Displayschutz nachzurüsten.

Die Modulfunktion ist auf den ersten Blick spannend und praktisch. Nach dem Test relativiert sich diese Ansicht aber. Aus unserer Sicht sollte man auf die Module verzichten und das so gesparte Geld lieber in eine große Powerbank und einen vernünftigen Bluetooth-Lautsprecher investieren.

Wer weniger für sein Outdoor-Smartphone ausgeben möchte, sollte sich die Tests vom Vorgängermodell Doogee S90 (Testbericht) oder vom Gigset BX290 (Testbericht) ansehen. Weitere Geräte und Informationen über die unterschiedlichen Schutzklassen zeigt unser Ratgeber Outdoor-Smartphones: Handys für draußen.

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