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Oukitel K6000 Plus: Test des China-Handys mit fettem Akku

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Das Oukitel K6000 Plus will potentielle Käufer vor allem mit seinem dicken Akku locken: satte 6000 mAh beträgt dessen Kapazität. Was das aktuell ab circa 150 Euro erhältliche Smartphone noch so auf dem Kasten hat erfahrt Ihr in unserem Test.


Wie schon bei den letzten von uns getesteten China-Phones macht auch das K6000 Plus optisch und haptisch etwas her. Rückseite und Rahmen sind aus Aluminium, hinten gibt es oben und unten Kunststoff für einen guten Empfang. Die Hauptkamera nebst LED-Blitz sitzt mittig recht weit oben. Der mechanische Homebutton auf der Vorderseite ist gleichzeitig der Fingerabdruckscanner, links und rechts davon sitzen haptischen Tasten für „Zurück“ und die zuletzt genutzten Anwendungen. Lautstärkewippe und Home-Button sind auf der rechten Seite und der einzige kleinere Kritikpunkt – wie auch beim Umidigi C Note (Testbericht) sitzen diese etwas wackelig in ihren Ausfräsungen. Ihr Druckpunkt hingegen ist gut. Aufgrund des dicken 6000-mAh-Akkus ist das Handy mit 207 Gramm recht schwer und auch nicht gerade schlank. Die Abmessungen betragen 155 × 76,6 × 9,6 Millimeter.

Bild: Techstage Mit Alu-Rahmen und Alu-Rückseite präsentiert sich das K6000 Plus für ein günstiges Smartphone recht wertig.

Neben seinem herausstechendsten Feature, dem Akku mit einer Kapazität von 6080 mAh, sind auch die weiteren Specs für ein Handy, das man im bekannten China-Shop Gearbest schon für 150 Euro bekommet, nicht übel. Dem Octa-Core-Prozessor des Typs Mediatek MT6750T stehen 4 GByte RAM zur Seite, der interne Speicher ist 64 GByte groß. Das K6000 Plus kann zwei SIM-Karten aufnehmen, oder statt einer zweiten SIM eine microSDXC-Karte zur Speichererweiterung. Im mobilen Internet unterstützt das Telefon LTE inklusive Band 20. Zu den weiteren Spezifikationen gehören GPS, Bluetooth und WLAN nach 802.11 b, g und n.

Das 5,5 Zoll große Display löst Full HD auf. Die Farbdarstellung gefällt uns gut und die Blinkwinkelstabilität ist zufriedenstellend. Die maximale Helligkeit genügt unter den meisten Bedingungen und das Panel reagiert gut auf Eingaben.

Bild: Techstage Das Full HD ausflösende Display macht eine gute Figur.

Das K6000 Plus liefert bei guten Lichtverhältnissen teils ansehnliche Bilder und Videos ab, allerdings ist dies nicht die Regel: manchmal sind die Aufnahmen auch trotz gutem Licht verwaschen und unscharf. Die dafür verantwortliche Hauptkamera mit Autofokus löst 16 Megapixel auf und hat einen LED-Blitz. Bei schlechterem Licht gelingen im Idealfall ganz brauchbare Schnappschüsse. Die Frontcam mit ihren 8 Megapixeln konnte uns – wie meist bei günstigen Handys – gar nicht überzeugen.

Bild: Techstage Eines der Softwarefeatures des K6000 Plus ist ein Floating-Shortcut über den verschiedene Optionen erreichbar sind.

Der Octa-Core-Prozessor von Mediatek und die 4 GByte Arbeitsspeicher sorgen für eine ordentliche Performance. Nur sehr selten kam es innerhalb des Systems zu Denkpausen. Auch das ein oder andere grafisch anspruchsvoller Game lässt sich mit dem Gerät spielen. Der auf der Front untergebrachte Fingerabdruckscanner zeigte sich im Test als zuverlässig, allerdings nicht gerade schnell.

Die Laufzeit des K6000 Plus ist top: Mit dem 6000-mAh-Akku kamen wir im Test bei moderater Nutzung auf fast fünf Tage, bei starker Beanspruchung des Telefons kommt man in der Regel auf zwei Tage. Da können nur die wenigsten Smartphones mithalten. Trotz der großen Akkukapazität ist das Handy mit dem zum Lieferumfang gehörenden 12V/2A-Flash-Charger in etwas mehr als 1 ½ Stunden voll aufgeladen – not bad.

Auf dem K6000 läuft Android 7, vom Hersteller nicht nur optisch modifiziert. Was die Benutzeroberfläche angeht gibt es eine spezielle App um andere Themes anzuwenden – allerdings verweigerte diese auf unserem Testgerät ihren Dienst mit dem Hinweis „Keine Verbindung“. In Sachen Software gibt es nützliche und weniger nützliche vom Hersteller integrierte Tweaks, beispielsweise einen Floating-Shortcut mit verschiedenen Optionen und diverse Touchgesten. Diese fanden wir im Test recht praktisch – so lässt sich mit zwei Fingern auf dem Display die Lautstärke durch nach unten oder oben wischen ändern, mit drei Fingern nach oben gewischt kann die Kamera gestartet, mit drei Fingern nach unten gewischt ein Screenshot gemacht werden.

Das Oukitel K6000 Plus gibt es in Gold und Grau.

Das Oukitel K6000 Plus punktet vor allem mit seiner herausragenden Akkulaufzeit. Aber auch ansonsten kann sich das Handy in einigen Bereichen sehen lassen: eine gute Performance, eine aktuelle Software und ein ansehnliches Display bekommt man aktuell schon ab 150 Euro. Aufgrund des ausladenden Akkus ist das Smartphone allerdings recht schwer und recht dick. Davon abgesehen macht die Kamera zwar teils ganz gute Aufnahmen, teils schwächelt sie in Sachen Bildqualität aber auch.

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