Oppo F1: schickes und potentes Einsteigerhandy im Test | TechStage
TechStage
Logo Qwant

Ein Angebot von

Oppo F1: schickes und potentes Einsteigerhandy im Test

von  //  Twitter

Seinem Android-Smartphone F1 gibt der Hersteller Oppo aufgrund der 8 Megapixel auflösenden Frontkamera den Beinamen „Selfie Expert“. Übermäßig begeistern konnte sie mich beim Testen zwar nicht, macht aber auch keinen soo schlechten Job. In einigen anderen Bereichen gefällt mir das recht günstige Telefon jedoch sehr gut. Welche das sind, und was das Oppo F1 alles auf dem Kasten hat, erfahrt Ihr im Videotest und hier im Artikel.

Wer das Oppo F1 in die Hand nimmt, hat nicht das Gefühl ein recht günstiges Smartphone in den Fingern zu haben: Das 229 Euro teure Gerät steckt nämlich in einem sich hochwertig anfühlenden Metallgehäuse. Das geringe Gewicht von 134 Gramm und die flache Bauhöhe von 7,25 Millimetern tragen ihren Teil dazu bei, dass das Telefon sehr gut in der Hand liegt. Das F1 ist weiterhin 143,5 Millimeter hoch und 71 Millimeter breit.

OPPO F1

Die Lautstärketasten sitzen auf der linken Seite des Gehäuses, der Einschalter rechts. Direkt darüber befindet sich der Einschub für die SIM-Karte, bzw. für wahlweise eine microSIM- und eine nanoSIM-Karte im Dualbetrieb mit LTE-Unterstützung oder eine microSIM- und eine microSDXC-Karte zur Speichererweiterung. Der interne Speicher ist 16 GByte groß, wobei 6 GByte schon vom Betriebssystem belegt werden, dem Nutzer also beim ersten Start nur knapp 10 GByte zur Verfügung stehen. Da sich keine Apps auf externe SD-Karten installieren oder verschieben lassen, dort nur Medien abgelegt werden können, muss man mit dem Speicher gut haushalten.

Das von Gorilla Glass 4 geschützte 5 Zoll große Display des Oppo F1 löst 1280 × 720 Pixel auf. Das klingt in Zeiten von FHD, QHD und UHD schon ein bisschen nach Steinzeit, ich war vom Bildschirm jedoch positiv überrascht. Ein Full-HD-Panel käme wohl schon einen Tacken knackiger rüber, einzelne Pixel konnte ich jedoch keine entdecken und empfand die Darstellung von Inhalten und Medien schlicht als scharf. Die Wiedergabe der Farben ist neutral, also recht realitätsnah, die Blickwinkel sehr gut: Selbst bei starker Drehung des Handys fallen sie nicht ab. Auch die Helligkeit des Bildschirms ist recht ordentlich, allerdings sollte man sich hier nicht auf die Automatik verlassen – selbst auf höchster Stufe empfand ich diese noch zu dunkel.

OPPO F1: Display

Unterhalb des Displays sitzen drei kapazitive Menübuttons ohne Hintergrundbeleuchtung. Oppo setzt hier komischerweise noch auf die alte Anordnung mit Home, Zurück und Optionsmenü statt Multitasking-Button. In die Liste der letzten bzw. aktiven Apps kommt man per lange Drücken auf die Optionsmenütaste.

Auf der Rückseite des Oppo F1 sitzt eine 13-Megapixel-Kamera mit f/2.2-Blende und Phase-Detection-Autofokus, die Frontkamera löst 8 Megapixel auf und kommt mit f/2.0-Blende. Beide Knipsen machen bei genügend Licht gute Bilder, bei schlechteren Lichtverhältnissen lässt die Qualität allerdings mehr und mehr nach. Die Fotos werden unschärfer und es tritt verstärkt Rauschen auf. Während die Qualität der geschossenen Bilder für ein Smartphone in dieser Preisklasse recht ordentlich ist, geraten Videos mit maximal Full-HD-Auflösung nicht besonders ansehnlich.

Testfotos mit dem Oppo F1 (14 Bilder)

Testfoto: Oppo F1

Hauptkamera bei Tageslicht

OPPO F1: Kamera

Oppos Color-OS-User-Interface in Version 2.1 „on top of“ Android 5.1.1 läuft butterweich auf dem F1. Zu keiner Zeit hatte ich es mit nervigen längeren Denkpausen zu tun, an der Performance und Geschwindigkeit gab es nichts zu mäkeln. Dafür zeigt sich neben 3 GByte Arbeitsspeicher ein Octa-Core-Prozessor von Qualcomm verantwortlich – der 64-Bit-Chip Snapdragon 616 taktet mit maximal 1,7 GHz pro Kern. Das langt auch für das ein oder andere grafisch aufwendigere Spiel, das die GPU – eine Adreno 405 – ordentlich fordert. Beispielsweise N.O.V.A. 3, Modern Combat 5 oder Asphalt 8 ließen sich problemlos und flüssig zocken, nur wenn die Gegnermassen in N.O.V.A. 3 überhand nahmen, ging die Framerate manchmal etwas in den Keller.

OPPO F1: Lautsprecher

Auch in Sachen Akkulaufzeit macht das Oppo F1 einen guten Job. Dass man mit der fest verbauten 2500-mAh-Batterie auch bei häufiger Nutzung des Telefons recht locker über den Tag kommt, dürfte unter anderem damit zu tun haben, dass bei der HD-Auflösung des Displays nicht so viele Pixel in Bewegung gesetzt werden müssen, wie bei aktuellen Telefonen mit Full-HD- oder QHD-Auflösung. Zur Verlängerung der Laufzeit gibt es davon abgesehen noch zwei Stromsparmodi.

Zwar konnte mich das Oppo F1 weder mit Selfie- noch mit Hauptkamera größer begeistern, jedoch hat das Handy andere Stärken. Gut gefielen mir das Design, das Display, die Performance und die Akkulaufzeit. Eigentlich gibt es – vielleicht abgesehen von der nicht mehr ganz taufrischen Android-Version – nur einen größeren Kritikpunkt: den mit 16 GByte nicht besonders großen internen Speicher, der sich zwar mit einer microSD-Karte erweitern lässt, worauf allerdings keine Apps installiert werden können.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben