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Nokia 3.1 im Test: Einsteiger-Smartphone mit Android One

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Das Nokia 3.1 von HMD Global ist ein Einsteiger-Smartphone für 160 Euro mit hochwertiger Verarbeitung und Android One. Ob sich der Kauf lohnt, erklärt der Testbericht.

Im Lieferumfang des Telefons legt HMD Global alles Nötige bei: Kabel mit Micro-USB, Netzgerät und Kopfhörer. Darüber hinaus ist eine Anleitung für den Erstgebraucht dabei. Warum HMD Global auf den älteren Anschluss greift und nicht direkt auf das moderne USB Type-C setzt, ist unklar. Zudem unterstützt das Ladegerät keine Schnellladetechnik. Die Kopfhörer sind nicht von guter Qualität: Weder klanglich noch haptisch können sie überzeugen.

Das Nokia 3.1 ist qualitativ gut verarbeitet. Der Hersteller kombiniert Materialien wie Glas, Kunststoff und Metall sauber und präzise am Gerät. An der Fertigung gibt es nichts zu meckern: Nichts wackelt oder lässt sich drücken, auch gibt es keine Knarzgeräusche an den Übergängen. Das Nokia 3.1 kostet 160 Euro, die Aufmachung suggeriert eher einen Preispunkt von 300 Euro.

Besonders gefällt das Nokia 3.1 beim ersten Kontakt. Wegen der Dimensionen und des Gewichts von 139 g wirkt es kompakt und handlich. Die Bedienung mit einer Hand ist aufgrund des schlanken Formfaktors von 18:9 dennoch schwer möglich. Gegenüber seinem Vorgänger, dem Nokia 3 (Testbericht), ist das Gehäuse etwas rundlicher geworden. Was am Telefon nach wie vor fehlt, ist ein Fingerabdrucksensor zum Entsperren. Hier hat die Konkurrenz mittlerweile die Nase vor, ein Beispiel ist das vergleichbare GS185 von Gigaset (Testbericht).

Das Nokia 3.1 beherbergt einen Mediatek MT6750N mit 2 GByte RAM. Darüber hinaus bietet der Hersteller eine weitere Ausstattungsvariante mit 3 GByte RAM an. Der Octa-Core-Prozessor des Telefons ist nicht der neueste oder stärkste in seinem Segment, entsprechend langsam arbeitet das Nokia-Smartphone bei Multitasking oder rechenintensiven Apps. Bei 3D-Spielen mit aufwendiger Grafik kommt es schnell an seine Grenzen. Aufgaben des täglichen Bedarfs meistert es dagegen schnell und souverän.

Auf dem Nokia 3.1 ist Android One installiert. Das zugrundeliegende Betriebssystem ist Android Oreo in der Version 8.1. Damit ist es ein nicht modifiziertes und zertifiziertes System direkt von Google. Die Oberfläche ist unberührt und entspricht den Vorgaben des Machers von Android. Der Vorteil von Android One ist Versorgung mit aktueller Software. Mit dem Kauf des Nokia 3.1 bekommt der Nutzer das Versprechen von HMD Global und Google, dass das Gerät drei Jahre lang Updates und zwei Jahre lang Upgrades erhält.

Der Speicher des Nokia 3.1 hat eine Größe von 16 GByte. Etwas mehr als die Hälfte, 8,66 GByte, sind bereits vom System belegt. Für den Nutzer bleibt da nicht mehr viel übrig, weshalb er zu einer Speicherkarte greifen und den Speicher erweitern sollte. Eine im Test verwendete Micro-SDXC mit 400 GByte wurde einwandfrei erkannt. Welche Speicherkarte die beste für Android ist, haben wir ausführlich getestet: Kaufberatung & Test: Welche Micro-SD-Karte für Android?

Im Nokia 3.1 hat HMD Global einen Akku mit 2990 mAh verbaut. Bei moderater Nutzung bietet das Telefon eine Laufzeit von 1,5 Tagen an. Videos schauen bei maximaler Helligkeit funktionierte im Test mit bis zu zwölf Stunden und 31 Minuten. Das Laden des festeingebauten Akkus nimmt drei Stunden in Anspruch.

Auch dabei sind schnelles WLAN und LTE. Bluetooth 4.2, NFC und ein UKW-Radio sind ebenfalls an Bord.

Das Display des Nokia 3.1 misst 5,2 Zoll in der Diagonale. Die Auflösung ist High-Definition+, das sind 1440 × 720 Pixeln im Format 2:1. Damit bietet der Bildschirm eine Pixeldichte von 309 Pixel-pro-Zoll (ppi) an. Die geringe Schärfe entspricht der Geräteklasse des Nokia 3.1. Das IPS-LC-Display besitzt natürliche Farben und ist hell, im Durchschnitt 490 Candela pro Quadratmeter.

Im Nokia 3.1 sitzen zwei Kameras: 8 Megapixel vorne und 13 Megapixel hinten. Auf eine Dual-Kamera verzichtet der Hersteller. Beide Kameras produzieren in hellen Umgebungen schöne Bilder. Bei wenig Licht fehlen Details und Schärfe. Der Autofokus der Hauptkamera arbeitet zudem etwas träge.

Nokia 3.1

Schwarz

Nokia 3.1

Blau

Nokia 3.1

Weiß

Das Nokia 3.1 ist ein gut verarbeitetes Einsteiger-Smartphone, dessen Stärke die Software ist. Das Betriebssystem mit Gewährleistung auf Updates und Upgrades macht es nachhaltiger, gegenüber dem Gigaset GS185 oder dem Motorola Moto G6 Play (Testbericht). Wer bereit ist auf einen Fingerabdrucksensor zu verzichten, kann sich ruhigen Gewissens das Nokia 3.1 kaufen.

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