TechStage
Suche

Ein Angebot von

Neffos X1 Lite: 100-Euro-Smartphone überzeugt im Test

3
von  //  Twitter Google+

Das Neffos X1 Lite bekommt man schon ab knapp 100 Euro. Was der Nutzer für so wenig Geld an Technik bekommt, scheint schon fast zu schön, um wahr zu sein. Aber in der Tat sind wir beeindruckt davon, wie gut sich das Handy schlägt.

Das Neffos X1 Lite wirkt mit seinem gut verarbeiteten Metallgehäuse nicht wie ein Billighandy – ganz im Gegenteil. Optik und Haptik des Smartphones gefallen uns. Unterhalb des Displays sind drei nicht beleuchtete, berührungsempfindliche Tasten untergebracht, oberhalb die Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED. Auf der rechten Seite sitzen Power-Button und Lautstärkewippe, der Slot für SIM-Karten und microSD-Karte ist auf der linken Seite.

Hauptkamera und Fingerabdrucksensor sitzen auf der Rückseite mittig im oberen Teil, direkt darunter findet sich das Herstellerlogo. Dass es bei einem Preis von knapp 100 Euro nur einen microUSB-Anschluss unten gibt, lässt sich verschmerzen. Daneben ist der Lautsprecher für Medienwiedergabe untergebracht. Oben findet sich dann noch ein Kopfhörerausgang.

Wie eingangs schon erwähnt: Was der Käufer für kleines Geld an Technik bekommt, kann sich sehen lassen. Der verbaute Prozessor ist ein Octacore-SoC von Mediatek vom Typ MT6750. Er hat vier sparsame Kerne mit einem maximalen Takt von 1,0 GHz und vier potentere Kerne mit maximal 1,5 GHz. An Arbeitsspeicher gibt es 2, an internem Speicher 16 GByte. Das ist zugegebenermaßen nicht viel, der Nutzer kann den Speicher mit einer microSD-Karte jedoch erweitern. Nutzt er keine Speicherkarte, stehen in zwei Slots für SIM-Karten zur Verfügung, das Neffos unterstützt also Dual-SIM-Betrieb.

Ins Internet geht es unterwegs mit LTE der Kategorie 4, also mit bis zu 150 Mbit/s im Downstream und über WLAN nach 802.11 a, b, g und n im 2,4- und 5-GHz-Frequenzband. Neben GPS gibt es noch Bluetooth in Version 4.1. Dass NFC nicht an Bord ist, kann man bei einem so günstigen Preis durchaus verstehen. Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität 2550 mAh. Neben einem Fingerabdrucksensor gehört noch ein Kopfhörereingang zur Ausstattung.

Das 5 Zoll große IPS-Display löst 1280 × 720 Pixel auf. Das genügt für eine ausreichend scharfe Darstellung bei dieser Bildschirmdiagonale und ist in Relation zum Preis auch absolut in Ordnung. Auch Blickwinkelstabilität und Farbwiedergabe sind gut, manch weitaus teureres Smartphone kann mit dem Panel des Neffos X1 Lite nicht mithalten. Auch haptisches Feedback gibt es auf Wunsch bei der Eingabe per Touchscreen: das fühlt sich sogar überraschend angenehm und nicht so hart an, wie wir es von vielen Billig-Handys her kennen.

Bild: Techstage

Die Hauptkamera des Neffos X1 Lite löst 13 Megapixel auf, hat eine f/2.0-Blende, einen Phasenvergleich-Autofokus und einen Dual-LED-Blitz. Die maximale Videoauflösung beträgt 1080p. Vorne gibt es eine 5-Megapixel-Selfie-Cam. Von der Bildqualität sind wir positiv überrascht, bei einem so günstigen Gerät haben wir kaum mit einer brauchbaren Kamera gerechnet, wurden aber eines besseren belehrt. Bei guten Lichtverhältnissen gelingen richtig ansehnliche Aufnahmen mit guter Schärfe, gutem Detailreichtum und ordentlichen Farben. Selbst Low-Light-Shots sind noch einigermaßen brauchbar, das Neffos X1 Lite macht bezüglich Fotografie für ein 100-Euro-Handy eine top Figur.

Im AnTuTu-Benchmark kommt das Neffos X1 Lite auf knapp 40.000 Punkte. Das ist ein Wert, wie man ihn oft bei Handys der unteren Mittelklasse findet, und nicht unbedingt bei Einsteigersmartphones. Er steht für eine zufriedenstellende Performance. Die liefert das X1 Lite auch in der Praxis: Die meiste Zeit läuft das Gerät flüssig, ab und zu kommt es jedoch zu spürbaren Denkpausen, die im Test aber nicht übermäßig negativ auffielen. Wir können uns vorstellen, dass diese auf den 2 GByte großen Arbeitsspeicher zurückzuführen sind. Für das Spielen von grafisch aufwendigeren Games ist das Handy nur bedingt geeignet. Der Nutzer muss mit langen Ladezeiten und heruntergeschraubter Grafikqualität leben.

Der Fingerabdrucksensor arbeitet zuverlässig und reagiert verhältnismäßig schnell. Der Lautsprecher klingt für ein solch günstiges Handy gar nicht übel, die Sprachqualität beim Telefonieren empfanden wir als zufriedenstellend. Mit dem 2550-mAh-Akku kommt der Nutzer locker über den Tag, auch bei häufiger Nutzung des Gerätes. Das Aufladen von 0 auf 100 nimmt knapp 2,5 Stunden in Anspruch.

Auf dem Neffos X1 Lite läuft die NFUI 2.0 genannte Oberfläche, basierend auf Android 7.0. Der aktuell installierte Google-Sicherheitspatch stammt vom 5. November 2017. Neben – in erster Linie optischen – Anpassungen finden sich softwareseitig einige nützliche Optionen unter Intelligente Einstellungen in den Systemeinstellungen. Dort kann unter anderem die Bedientasten-Anordnung geändert oder ein Schnellzugriff per Floating-Taste eingeschaltet werden; und es gibt diverse Gesten zum Öffnen von Apps bei ausgeschaltetem Bildschirm sowie Einstellungen für die Empfindlichkeit des Bildschirms. Ein Update auf Android 8 gibt es derzeit nicht – und ehrlich gesagt würden wir auch nicht damit rechnen, dass das überhaupt kommt.

TP-Link Neffos X1 Lite grau

Grau

TP-Link Neffos X1 Lite gold

Gold

Bei einem solch niedrigen Preis kann man beim Neffos X1 Lite nicht viel falsch machen. Nicht nur das Datenblatt, auch in der Praxis hat das X1 Lite überzeugt. Vor allem die Kamera hat einen guten Eindruck hinterlassen, aber auch Optik und Haptik gefallen uns. Auch bei Display, Performance und Akkulaufzeit gibt es in Relation zum Preis nichts zu mäkeln. Wer ein brauchbares Smartphone für nur 100 Euro sucht, der ist mit dem Neffos X1 Lite gut beraten.

Kaufberatung: Das ist das beste Smartphone für Dich

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige