TechStage
Suche

Ein Angebot von

Nanoleaf Aurora Rhythm im Test: Lichtertanz zur Musik

0
von  // 

Die Aurora-Effektbeleuchtung vom Hersteller Nanoleaf hat uns schon in unserem ersten Test gut gefallen. Die dreieckigen LED-Panels lassen sich in beliebiger Form an Decken und Wände hängen, animieren, leuchten und blinken per App-Steuerung. Nun muss die Rhythm-Erweiterung zeigen, was sie kann: Aurora hört Musik. Wir haben das Starterkit getestet.

Nanoleaf Aurora Grundsystem im Test

Im Set sind neun dreieckige Leuchtpanels, das neue Rhythm-Modul mit Mikrofon und die Grundeinheit samt passendem Netzteil enthalten. In welcher Form die einzelnen Leucht-Panels zusammengesteckt werden, ist Kreativarbeit: Jedes Panel hat auf jeder Seite eine Anschlussmöglichkeit für ein weiteres. So kann man abgefahrene Formen, aber auch Logos, Rahmen oder Skulpturen realisieren. Je mehr Panels zum Einsatz kommen, desto mehr Gestaltungsmöglichkeiten gibt es.

Der Zusammenbau ist denkbar einfach. Am Anfang steht die Grundeinheit, die das System mit Strom versorgt; ein Netzteil reicht für 30 Leuchtpanels aus. Diese sind untereinander mit kleinen Kontaktplättchen verbunden, die man ähnlich wie SIM-Karten bei Bedarf einsteckt und das nächste Dreieck draufsetzt. An beliebiges Modul steckt man dann noch das Rhythm genannte Erweiterungsmodul für die Steuerung der Lichteffekte mit Musik. Um zu starten, fehlt noch ein Smartphone mit der kostenlosen Nanoleaf-App.

Die Einzelteile des Aurora-Systems werden ganz einfach zusammengesteckt.

Beim Aurora-System von Nanoleaf handelt es sich um eine Design- oder Effektbeleuchtung; eine klassische Raumbeleuchtung ersetzt es nicht. Die einzelnen Panels blinken, leuchten, dimmen oder faden in verschiedenen Farben. Welche Farben das sind, welche Geschwindigkeit, wie viel Spiel darin ist – das entscheidet der Nutzer über die zugehörige App für iPhone und Android. Man kann alle Panels gleich beleuchten, jedes Panel einzeln ansteuern oder Farben dynamisch wechseln lassen. Verschiedene Voreinstellungen bringen attraktive Vorschläge mit. Flames beispielsweise erzeugt einen Lichtwechsel in rot, orange und gelb und simuliert so die Farben einer lodernden Flamme. Es gibt verschiedene solcher Presets mit unterschiedlichen Farben, die harmonisch zueinander passen; man kann aber auch eigene Farben zusammenfassen und in einem Preset speichern.

Das Rhythm-Modul hört per Mikrofon in den Raum, analysiert Klänge und wandelt diese in optische Effekte um. Diese neue Funktion eignet sich bestens für eine Bar oder den heimischen Partykeller. Je nach Einstellung in der App und den Umgebungsgeräuschen sind die Lichteffekte entweder harmonisch und fließend oder extrem grell und schnell wechselnd.

Neben der App gibt es auch die Möglichkeit, Aurora mit den Sprachassistenten Google Home, Amazon Alexa oder Apple Siri über Homekit sowie über IFTTT zu steuern.

Das Rhythm-Modul wird einfach an eines der Lichtpanels angesteckt.

Das Zusammenstecken des Lichtsystems ist nach wenigen Minuten erledigt. Auch die Einrichtung der App funktioniert problemlos. Für ein erstes Leuchten reicht das, doch man sollte sich Zeit nehmen, um die Dreiecke in eine attraktive Form zu bringen.

Das Einbinden von Aurora in Google Home oder Amazon Alexa ist ebenfalls schnell erledigt. Für den Amazon-Assistenten gibt es einen passenden Skill in der Alexa-App, bei Google Home fügen wir Aurora als neues Gerät in der Smart-Home-Steuerung hinzu. Per Sprache kann man die Beleuchtung komplett ein- oder ausschalten, dimmen oder Farben festlegen.

nanoleaf Aurora Smart Lighting LED Panel Erweiterungspack 3x 2W (NL22-0001TW-3PK)

Rhythm Modul

nanoleaf Aurora Smart Lighting LED Panel Starterkit 9x 2W (NL22-0002TW-9PK)

Starter Set 9 Panels

(Kein Produktbild vorhanden)

Rhythm-Set 15 Panels

Das einzige Unterscheidungsmerkmal zwischen Aurora Rythm und dem bisherigen Modell ist das kleine Mikrofon-Modul mit zusätzlichem Klinkenstecker-Anschluss. Die Aktivierung erfolgt entweder per Taster auf dem Kunststoffgehäuse oder über die App im Reiter Rhythm. Hier stehen wieder verschiedene Voreinstellungen wie Fireworks, Meteor Shower oder Paint Splatter zur Auswahl. Je nach Einstellung reagiert das Aurora Lichtsystem nun mehr oder weniger sensibel auf Umgebungsgeräusche oder Signale aus dem Aux-In-Eingang.

Wie das ganze aussieht, seht ihr in unserem kurzen Testvideo, aus Lizenzgründen haben wir den Ton der Musik allerdings weggelassen.

Das Rhythm-Modul in Aktion.

Nanoleaf Aurora Rhythm ist ein optischer Leckerbissen. Egal ob im Wohnzimmer, im Partykeller, hinter der Bar oder am Empfang in Büro oder Praxis; Aurora von Nanoleaf kann überall hängen. Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten ist hochwertig, die Panels leuchten sehr gleichmäßig. Die App ist verständlich aufgebaut und die Bedienung per Sprache ist sehr komfortabel. Das Rhythm-Modul wertet das gesamte System noch einmal auf und macht daraus eine perfekte Partybeleuchtung.

Die App erkennt automatisch die Anordnung der einzelnen Panels.

Einziger Wehmutstropfen ist der hohe Preis. Das Starter-Paket mit Rhythm-Modul und 15 LED-Panels kostet satte 350 Euro. Das Paket ohne Soundmodul mit neun Panels geht für knapp 176 Euro über den Ladentisch, das Rhythm-Modul alleine kommt auf knapp 60 Euro. Und für einen wirklich coolen Auftritt braucht es einfach mehr Panels. Das Erweiterungskit mit 3 Panels (Partnerlink zu Amazon) kostet nochmal 70 Euro.

Wäre Nanoleaf günstiger, wäre es ein No-Brainer. So muss man eben abwägen, ob es einem wert ist, so viel Geld für Licht und Design auszugeben. Aus technischer Sicht haben wir keine Kritikpunkte.

Wer auf der Suche nach einer günstigeren Alternative ist, findet vielleicht etwas passendes in unserem Vergleichstest zu smarter LED-Beleuchtung.

Einloggen, um Kommentare zu schreiben

Anzeige