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Musegear finder 2: Keyfinder ohne Registrierungszwang

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Der Bluetooth-Schlüsselfinder finder 2 von Musegear wurde überarbeitet. Wir haben die neue Version getestet und verraten, was sich verändert hat.

Neben dem Musegear finder 2 haben wir noch einige andere Keyfinder getestet. Wie diese im Vergleich abschneiden, zeigt unsere Bestenliste. In dieser ist beispielsweise auch der Reichweitenchampion Tile Pro 2019 (Testbericht) enthalten.

Der überarbeitete Tracker von Musegear hat ein Gehäuse aus buntem, geruchsfreiem Kunststoff. Unser Testgerät kommt in einem hellen Blauton zu uns. Auf der Oberseite findet sich ein beleuchteter Taster und eine Öffnung zum Befestigen am Schlüsselbund. Die Außenmaße von 35 × 35 × 6 Millimeter und das geringe Gewicht von 8 Gramm machen ihn zu einem unauffälligen Begleiter. Die geringe Bauhöhe im Vergleich zum Gigaset Keeper hat allerdings ihren Preis: Der finder 2 wirkt in der neuen Version stabiler als das Vorgängermodell. Das spritzwassergeschützte Gehäuse knarzt nicht, auch wenn man fester zudrückt.

So sieht der Lieferumfang des überarbeiteten Trackers aus.

Im Lieferumfang finden wir noch ein kleines Kunstoff-Werkzeug und eine Nylonschlaufe zur Befestigung. Zur Befestigung liegt außerdem noch ein doppelseitiger Klebestreifen bei.

Musegear bewirbt die Reichweite des Keyfinders mit maximal 90 Metern. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber der alten Version, bei der noch Bluetooth 4.0 zum Einsatz kam. Das neue Gerät arbeitet nun mit Bluetooth 5.0. Zwar liegt die maximale Distanz hinter dem Reichweitenchampion Tile Pro 2019 (Testbericht), aber das ist aus unserer Sicht kein KO-Kriterium.

Solange die Verbindung besteht, kann man mit dem Smartphone und der Android oder iOS App einen Alarm am Tracker auslösen. Wie weit der Tracker entfernt ist, zeigt die App in den Abstufungen greifbar, sehr nah, nah, weit entfernt und sehr weit entfernt. Umgekehrt klappt das auch: Man kann per Knopfdruck sein Handy läuten lassen. Das funktioniert auch, wenn das Telefon auf lautlos gestellt ist.

Zusätzlich speichert das Handy die GPS-Position des Keyfinders, sobald eine Bluetooth-Verbindung besteht. So lässt sich der ungefähre Aufenthaltsort des gesuchten Gegenstandes in der App sehr bequem auf der Karte überprüfen. Man kann außerdem einen Alarm einschalten, der meldet, wenn die Verbindung zwischen Smartphone und Tracker abreißt. Damit dieser im Haus oder Büro nicht dauernd aktiviert wird, lassen sich anhand eines WLAN-Netzwerkes sichere Umgebungen definieren, in denen der Alarm stumm bleibt.

Nun zu den echten Veränderungen zum Vorgängermodell: Der überarbeitete finder 2 verfügt nun nicht mehr über eine Fernauslöse-Funktion für die Smartphone-Kamera. Das ist zwar schade aber verschmerzbar. Auch die Unterstützung einer gemeinsamen Community-Suche mit anderen finder-Nutzern ist nicht mehr vorhanden. Da diese aber sowieso nur auf dem Papier interessant klingt, in der Praxis aber keine Vorteile bringt, können wir getrost darauf verzichten.

Viel interessanter ist die Neuerung, dass beim neuen Tracker nun endlich keine Registrierung mehr nötig ist. Weder muss sich der Nutzer anmelden, noch werden irgendwelche Ortungsdaten an den Hersteller oder gar eine Cloud übermittelt. Dies ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal und gefällt uns sehr gut.

Der Austausch der Knopfzelle ist unkompliziert.

Die Batterielaufzeit gibt Musegear nun mit bis zu einem Jahr an. Das alte Modell hat nur halb so lange durchgehalten. Danach kann man die 3-Volt-Knopfzelle (CR2032) schnell und unproblematisch selbst auswechseln. Das Gehäuse ist mit Hilfe des beigefügten Werkzeugs einfach zu öffnen.

Die Grundfunktion eines Schlüsselfinders beherrscht der finder 2 gut: Der Alarmton ist verhältnismäßig laut und der Druckknopf beginnt zusätzlich blau zu blinken. So ist der Tracker in der Dunkelheit noch einfacher zu finden. Die App ist funktional und leicht verständlich.

Die Alarmfunktion für Verbindungsabrisse funktioniert zuverlässig; genau wie deren automatische Deaktivierung in den sogenannten sicheren Umgebungen. Der angezeigte GPS Standort stimmt nicht exakt, reicht aber auf jeden Fall aus, um wieder in die Nähe des Trackers zu kommen. Die weitere Suche ist dank lautem Gepiepse dann nicht mehr schwierig.

Neben einer Schlaufe für den Schlüsselbund ist auch ein Klebepad beigepackt.

Die angegebenen 90 Meter Maximaldistanz sind zumindest auf freier Fläche realistisch. Im Praxistest mit direkter Sichtverbindung sind sogar ein paar Meter mehr drin. Im Innenraum und bei signal-dämpfenden Hindernissen wie Stahlbetonwänden ist es natürlich weniger; im Vergleich zu den anderen Schlüsselfindern hat der finder 2 eine ordentliche Reichweite.

Lediglich der nicht im Gehäuse versenkte Knopf ist uns sporadisch unangenehm aufgefallen. In der Hosentasche führten manche Bewegungen zu dem einen oder anderen Fehlalarm am Smartphone.

Der überarbeitete Musegear finder 2 ist in insgesamt sechs verschiedenen Farben erhältlich. Im Preisvergleich sind derzeit allerdings nur die Varianten in weiß und blau gelistet.

Musegear Finder Rev. 2 blau (ZM-ZXRC-DYCT)

blau

Musegear Finder Rev. 2 weiß (JP-S0EV-1AIT)

weiß

Der finder 2 gehörte schon in der Vergangenheit zu den besten Schlüsselfindern, die wir getestet haben. Die verbesserte Reichweite der überarbeiteten Version ist in der Praxis durchaus spürbar. Die Alarm-Melodien sind für unseren Geschmack verhältnismäßig angenehm und der Piepser ist ausreichend laut. Auch der Formfaktor gefällt uns: Der Tracker fällt in der Hosentasche nicht unangenehm auf.

Der Wegfall von Fotoauslösefunktion und Community- oder Crowd-Suche sind ein durchaus verschmerzbarer Rückschritt. Der tatsächliche Mehrwert der gemeinsamen Suche ist aufgrund der fehlenden Flächen-Abdeckung mit aktiven Nutzern sowieso gleich null.

Wirklich gut gefällt uns die Tatsache, dass der überarbeitete finder 2 nun keine Registrierung mehr benötigt. Wer seine Daten und Aufenthaltsorte nicht mit dem Hersteller teilen will, macht mit dem Schlüsselfinder von Musegear alles richtig.

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