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Motorola moto x4 im Test: edle Optik, Top Dual-Kamera

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Das Motorola moto x4 der Lenovo Group ist ein Mittelklasse-Smartphone, das uns in allen Bereichen sehr gut gefällt. Vor allem die Dual-Kamera finden wir klasse, aber auch Optik, Haptik, Performance und Display sind top. Warum uns das 350 Euro teure Smartphone so überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Test.

Das moto x4 fühlt sich sehr hochwertig an. Vorne und hinten gibt es Glas, der Rahmen des Handys ist aus Metall und die Verarbeitungsqualität ist auf hohem Niveau. Dementsprechend weiß das Telefon auch haptisch zu gefallen – es fühlt sich angenehm an und schmiegt sich ebenso in die Handfläche. Die Abmessungen des Gerätes betragen 148,35 × 73,4 × 7,99 Millimeter (9,45 Millimeter mit Kamera-Wölbung) bei einem Gewicht von 163 Gramm.

Unterhalb des Displays sitzt ein Fingerabdrucksensor, oberhalb die Frontcam nebst einem LED-Blitz. Einen eigenen Lautsprecher für die Medienwiedergabe gibt es nicht. Motorola setzt hier auf einen Kombo-Speaker oberhalb des Bildschirms, der für ein Smartphone sogar richtig gut klingt. Die ein Stück herausstehende Dual-Kamera hinten sitzt mittig recht weit oben, darunter ist das Hersteller-Logo aufgedruckt. Power-Button und Lautstärketasten sind auf der rechten Seite untergebracht, am unteren Rand finden sich ein USB-Type-C-Anschluss und ein 3,5-Millimeter-Klinkeneingang.

Beim Antrieb des moto x4 handelt es sich um einen Snapdragon-630-Chip von Qualcomm mit acht Kernen und einem Maximaltakt von 2,2 GHz. Für die Grafikleistung zeigt sich eine 650-MHz-Adreno-508-GPU verantwortlich. Neben 3 GByte Arbeitsspeicher gibt es 32 GByte internen Speicher, der sich mit einer microSDXC-Karte um bis zu 2 TByte erweitern lässt, zumindest theoretisch. Bislang gibt es nämlich noch gar keine Speicherkarten mit so hoher Kapazität. Wer auf die Speichererweiterung verzichtet, der kann eine zweite SIM-Karte für Dual-SIM-Betrieb in den Hybridschacht einlegen.

Mit LTE der Kategorie 13 im Downstream sind auf dem Papier Datenraten von bis zu 400 Mbit/s drin. Im Funknetzwerk unterstützt das moto x4 WLAN nach 802.11 a, b, g, n und ac – funkt also im 2,4- und 5-GHz-Band. Neben Bluetooth 5.0 und GPS gibt es auf Konnektivitätsseite noch NFC.

Der fest verbaute Akku des Smartphones hat eine Kapazität von 3000 mAh. Er wird mit dem zum Lieferumfang gehörenden Netzteil mit bis zu 15 Watt aufgeladen, Motorola nennt die Schnellladetechnologie dahinter TurboPower. Das nach IP-68-Zertifizierung staubdichte und gegen längere Zeit im Wasser untertauchen geschützte Gerät hat weiterhin einen Klinkeneingang für Kopfhörer, einen USB-Type-C-Anschluss und einen Fingerabdrucksensor.

Das 5,2 Zoll große Display des moto x4 löst Full HD auf, also 1080 × 1920 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit 424 Pixel per Inch. Man könnte bemängeln, dass dies nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist, die Darstellung zeigt sich jedoch gestochen scharf. Geschützt wird der Bildschirm von Gorilla Glass. Die Farbwiedergabe des IPS-Panels gefällt uns gut. Sie ist sehr ausdrucksstark, kann in den Systemeinstellungen per entsprechender Option aber auch auf eine neutralere Darstellung umgestellt werden. Das Display reagiert präzise auf Eingaben und liefert ein sehr angenehmes haptisches Feedback. Man hat fast das Gefühl, als würde der Finger bei Berührung ein klein wenig im Bildschirm versinken.

Bild: Techstage

Gut gefallen hat uns auch die Option Moto-Display. Ist dies aktiviert, zeigt das Display bei ausgeschaltetem Handy Benachrichtigungen bei Eingang kurz an. Hält man diese gedrückt, wird mehr Inhalt der Nachricht angezeigt, dann nach oben gewischt wird die entsprechende App gestartet. Um nachzuschauen, ob es neue Meldungen gibt, langt ein Handbewegung oberhalb des Bildschirms. Vom Näherungssensor erkannt startet dann das Moto-Display.

Der Snapdragon-630-Chip des moto x4 kommt im AnTuTu-Benchmark auf knapp 70.000 Zähler. Für ein Mittelklassehandy ist das ein guter Wert, der für recht ordentliche Performance steht. Aus unserer Erfahrung laufen Handys ab 40.000 Punkten im AnTuTu schon zufriedenstellend, mehr Punkte bedeuten dann in der Regel ein noch flüssigeres und schnelleres System. Zwar klingt 70.000 Punkte im Vergleich zu um die 170.000 Punkten wie sie bei aktuellen High-End-Handys (beispielsweise dem Huawei Mate 10 Pro (Testbericht) oder dem Samsung Galaxy S8 (Testbericht)) erreicht werden nicht besonders beeindruckend, im normalen Gebrauch ist der Unterschied jedoch nicht größer wahrnehmbar.

Das moto x4 läuft schnell und flüssig, auch Apps öffnen zackig und Multitasking stellt überhaupt kein Problem dar. Auch grafisch anspruchsvollere Spiele haben das moto x4 im Test vor keine Probleme gestellt. Im Vergleich zu aktuellen High-End-Handys muss der Nutzer zwar eventuell mit längeren Ladezeiten leben, was die Gamingperformance angeht macht das moto-Phone aber einen guten Job. Hier könnte auch das „nur“ Full HD auflösende Display eine Rolle spielen, da nicht übertrieben viele Pixel in Bewegung versetzt werden müssen. Optisch leiden Spiele auf dem moto x4 allerdings nicht darunter.

Auch bezüglich der Akkulaufzeit gefällt uns das moto x4 gut, selbst Power User müssen keine Angst haben mit dem Smartphone nicht über den Tag zu kommen. Das Aufladen geht mit der integrierten Schnellladetechnologie zügig, in knapp 1 ½ Stunden ist das Telefon komplett aufgeladen. Am Fingerabdrucksensor der Smartphones gibt es ebenfalls nichts zu meckern: Er arbeitet zuverlässig und entsperrt das Gerät zügig.

Die Dual-Knipse auf der Rückseite ist eine Kombination aus 12-Megapixel-Kamera mit f/2.0-Blende und 1,4 µm großen Pixeln und einer 8-Megapixel-Kamera mit Weitwinkelsensor (120 Grad Sichtfeld), f/2.2-Blende und 1,12 µm großen Pixeln. Dazu gehören ein Dual-LED-Blitz und ein Phasenerkennungs-Autofokus. Videos können mit bis zu 4K-Auflösung bei 30 Bildern die Sekunde aufgezeichnet werden. Die Frontcam hat eine Auflösung von 16 Megapixeln, eine f/2.0-Blende, 1 µm große Pixel und hat für Bilder im Dunklen einen Blitz.

Beide Kameras (beziehungsweise alle drei Kameras) liefern Bilder auf qualitativ hohem Niveau. Sie schlagen sogar die Kameras des um einiges teureren Asus ZenFone 4 (Testbericht), obwohl auch bei diesem Handy die Dual-Kamera schon einen guten Job macht. Satte Farben, guter Kontrast, hohe Details und ordentlich Schärfe zeichnen die Aufnahmen des moto x4 aus. Auch in Low-Light-Szenarien gelingen gute Bilder mit vergleichsweise niedrigem Bildrauschen. Was einen durch die Dual-Kamera realisierbaren Bokeh-Effekt angeht, sind die Ergebnisse auch recht ordentlich und kein Vergleich zu den Dual-Kameras kürzlich von uns getesteter günstiger China-Handys (Kiicaa Mix Testbericht, Meiigoo M1 Testbericht) . Fokus und Auslöser reagieren beim Knipsen verhältnismäßig schnell.

Zwischen 12-Megapixel-Kamera und 8-Megapixel-Kamera mit Weitwinkelobjektiv wird innerhalb der Foto-App komfortabel umgeschaltet. Mit Unschärfe-Effekt aufgenommene Bilder bearbeitet der Nutzer auf Wunsch zu einem späteren Zeitpunkt mit einer speziellen App von Motorola, einem Tiefeneditor. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen muss man sich also keine Gedanken machen, ob man den gewünschten Unschärfegrad exakt hinbekommt.

Die Kamera-App zeigt sich übersichtlich und selbsterklärend. Abgesehen von einigen Gesichtsfiltern gibt es keine größeren Spielereien. Dabei handelt es sich um die Möglichkeit sich selbst bei Selfies mit Brillen, Bärten oder Hasenohren zu verschönern, die uns nicht so vom Hocker riss. Nützlich zeigte sich hingegen im Test eine gut funktionierende Objekterkennung.

Wer gehofft hat, dass das moto x4 in Deutschland mit Android One erscheint – wie in den USA der Fall –, der wird enttäuscht sein. Bei uns gibt es das Smartphone leider nicht mit Betriebssystem direkt von Google inklusive schneller und aktueller Updates, ohne dass der Hersteller des Handys diese erst anpassen muss.

Noch läuft Android 7.1.1 auf dem moto x4, ein Upgrade auf Android 8 Oreo hat der Hersteller jedoch schon angekündigt. Einen konkreten Zeitrahmen gibt es bislang allerdings nicht. Der installierte Sicherheitspatch ist vom 01. September 2017. Wie üblich bei den Handys von Motorola lässt das Unternehmen die Software optisch und softwareseitig weitestgehend unberührt. Einige zusätzliche Features finden sich in einer speziellen vorinstallierten moto-App gebündelt.

Schon beim Motorola Moto G5s (Testbericht) haben uns beispielsweise die „Moto Actions“ gut gefallen. Diese beinhalten unter anderem die Möglichkeit die Kamera durch eine schnelle Drehung aus dem Handgelenk zu starten, und die Taschenlampe mit einer „Hackbewegung“ einzuschalten. Auch das Moto-Display, wie schon weiter oben im Test beschrieben, zeigte sich als nützliche Sache. Und wer gerne mehr Platz auf dem Display möchte, der greift zur Ein-Tasten-Steuerung per Fingerabdruckscanner, die uns schon beim Moto G5s im Test gefallen hat.

Lenovo Motorola Moto X4 32GB Dual-SIM schwarz

Schwarz

Lenovo Motorola Moto X4 32GB Dual-SIM blau

Blau (32 GByte)

Lenovo Motorola Moto X4 64GB Dual-SIM schwarz

Schwarz (64 GByte)

(Kein Produktbild vorhanden)

Schutzhülle (Schwarz)

(Kein Produktbild vorhanden)

Schutzhülle (Clear)

(Kein Produktbild vorhanden)

Display-Schutzfolie

Für 350 Euro bekommt man mit dem moto x4 ein Smartphone mit für diese Preisklasse herausragenden Kameras. Aber auch Haptik und Optik haben uns gut gefallen und neben einer guten Performance und einer IP-68-Zertifzierung gibt es noch ein klasse Display und recht aktuelle Software mit angekündigtem Update auf Android 8. Was will man mehr?

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