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Mobiler Monitor HP EliteDisplay S14 im Test

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Das kompakte EliteDisplay S14 von HP dient als mobiler Zweitmonitor für unterwegs. TechStage testet den Bildschirm und klärt, für wen sich die Anschaffung lohnt.

Das Arbeiten an verhältnismäßig kleinen Notebook-Bildschirmen ist deutlich weniger komfortabel als am klassischen Bildschirmarbeitsplatz. Abhilfe versprechen mobile Monitore wie wir sie im Ratgeber
Zweit-Display für den Rucksack ab 130 Euro vorstellen. In diesem Einzeltest sehen wir uns das Modell EliteDisplay S14 von HP an.

HP bewirbt das EliteDisplay S14 als tragbaren Business-Monitor, doch auch privat ist die Nutzung des Zweitmonitors sinnvoll. Wem das Notebook-Display nicht ausreicht, der kann seinen Bildschirmarbeitsplatz mit dem kompakten Full-HD-Monitor bequem per USB-C (Displayport 1.2, Stromversorgung bis 65 W) mit nur einem Kabel erweitern. Mehrere Fenster gleichzeitig im Blick behalten ist dank der vergrößerten Arbeitsfläche deutlich komfortabler.

Auf den ersten Blick könnte man den mobilen Bildschirm auch für ein 14-Zoll-Tablet halten. Beim Transport ist der flache Monitor mit dem Abmessungen 33×21 cm durch eine magnetisch haftende Hülle gegen Beschädigung geschützt. Allerdings nur auf der Vorderseite. Die mattschwarze Kunststoffrückseite bleibt ungeschützt.

Der USB-C-Anschluss sitzt auf der rechten Seite ganz unten. Gegenüber auf der linken Seite ist der Power-Button angebracht. Auf der Unterseite links sitzen die Einstellungstasten. Diese sind wegen des Displayschutzes zwar erreichbar, allerdings ist die Bedienung sehr fummelig. Aus unserer Sicht wären die Buttons oberhalb der USB-Schnittstelle deutlich besser aufgehoben.

Mobiler Monitor HP S14 (12 Bilder)

Der Lieferumfang ist überschaubar. Mehr wird für den Betrieb aber auch gar nicht benötigt.

Die Schutzhülle dient während der Nutzung des S14 als Monitoraufsteller, ähnlich wie beim iPad. Das funktioniert zumindest im Querformat sehr gut. Im Hochformat steht der Monitor zwar ebenfalls sicher, allerdings komplett senkrecht und auf dem Power-Button. Die Nutzung im Hofformat ist so zwar möglich, aber weder komfortabel noch vom Hersteller angedacht. Insgesamt hätten wir uns hier mehr Variationsmöglichkeiten gewünscht. Hoch und Querformat in jeweils drei verschiedenen Aufstellwinkels wären ein großer Zugewinn an Flexibilität.

Das knapp 180 cm lange USB-C-Kabel überträgt sowohl das Bildsignal als auch den benötigten Strom. Die Länge des Kabels ist erscheint auf den ersten Blick überdimensioniert, allerdings ermöglicht sie eine sehr flexible Aufstellung. Über einen internen Akku verfügt das EliteDisplay S14 nicht. Da auch kein zweiter USB-Port zum Anschluss eines Netzteils vorhanden ist, funktioniert der Bildschirm nur an Notebooks oder PCs. Eine Nutzung am Smartphone oder beispielsweise der Nintendo Switch ist so ausgeschlossen. Das ist zwar nicht dramatisch, allerdings sollte man dies bedenken.

Im EliteDisplay S14 steckt ein 14-Zoll-IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung und matter Displayoberfläche. Die maximale Auflösung beträgt 1920 × 1080 Bildpunkte bei 60 Hz. Die Blickwinkel gibt HP mit 178 Grad horizontal und 178 Grad vertikal an. Das stimmt zwar theoretisch, der tatsächlich sinnvoll nutzbaren Blickwinkel ist allerdings deutlich kleiner. Farben und Kontraste gehen bereits deutlich früher verloren.

Die Helligkeitsverteilung fällt in der Praxis kaum auf. Die Unterschiede sind aber deutlich.

Laut Datenblatt liegt die maximale Helligkeit des S14 bei 200 cd/m². Die Helligkeitsmessung an sieben Messpunkten zeigt allerdings, dass selbst dieser mittelmäßige Wert in der Praxis nicht ganz erreicht wird. Der Mittelwert beim Test liegt bei gerade einmal 168 cd/m². Zum Vergleich, Gaming-Monitore wie der AOC AG273QX (Testbericht), sind mit 400 cd/m² mehr als doppelt so hell.

Eines muss man dem EliteDisplay S14 immerhin zugutehalten. Dank der matten Displayoberfläche ist das Bild trotzdem ganz ordentlich erkennbar. Selbst bei der Nutzung in heller Umgebung ist die Helligkeit ausreichend; zumindest dann, wenn man direkt vor dem Monitor sitzt. Eine höhere Leuchtkraft würde dem S14 trotzdem guttun; auch wenn dies einen erhöhten Stromverbrauch bedeuten würde.

Dank mattem Display ist die Arbeit im Freien trotz der niedrigen Helligkeit möglich.

Folgende Grafik zeigt, dass die Helligkeit auf der linken Bildschirmhälfte deutlich abfällt. Die Unterschiede sind aber zumindest in der Praxis nicht zu erkennen.

Im Praxistest bei maximaler Helligkeit ist der Stromhunger des EliteDisplays überschaubar. Ohne Zweitmonitor leert sich unser Notebook-Akku in 125 Minuten von 100 auf 20 Prozent. Unter den gleichen Rahmenbedingungen mit angestecktem Zweitmonitor leert sich der Akku im gleichen Zeitraum auf 11 Prozent. Die Zusatzbelastung ist somit zwar spürbar, aber nicht signifikant.

Das hohe Gewicht (inklusive Hülle, ohne Kabel) von 1240 Gramm sieht man dem S14 nicht an. Durch die Kunststoffrückseite und das matte Display wirkt der Monitor auf den ersten Blick leicht und nicht besonders hochwertig. Die Verarbeitung ist insgesamt aber sehr gut. Wir finden positiv, dass sich HP für eine matte Displayoberfläche entschieden hat. Das wirkt zwar weniger edel, bedeutet aber deutlich reduzierte Spiegelungen.

Schade finden wir, dass die empfindliche Kunststoffrückseite beim Transport ungeschützt ist und der Monitor nur in einem Winkel aufgestellt werden kann. Die Positionierung der Funktionstasten ist etwas unglücklich.

Das EliteDisplay S14 von HP hat die tägliche Arbeit im Testzeitraum deutlich erleichtert. Der matte und kompakte Monitor mit dem komfortablen Ein-Kabel-Handling ist ein echter Zugewinn am Komfort. Trotz der niedrigen Helligkeit ist die Nutzung auch in heller Umgebung möglich ohne dabei den Notebook-Akku zu sehr zu belasten. Der Straßenpreis von derzeit gut 200 Euro ist zwar durch den praktischen Nutzwert und die gute Verarbeitung vertretbar, allerdings lohnt sich die Anschaffung nur, wenn man den Zweitmonitor tatsächlich regelmäßig benutzt. Die UVP von 274 Euro erscheint uns zu hoch angesetzt.

Der Monitor insgesamt schwach und zudem ungleichmäßig ausgeleuchtet. Die eingeschränkten Möglichkeiten zur Positionierung und die Platzierung der Funktionstasten sind im Praxistest negativ aufgefallen.

Wer seinen externen Monitor auch mit dem Smartphone nutzen will, braucht ein anderes Modell. Ohne integrierten Akku oder zweite USB-Buchse funktioniert das EliteDisplay S14 nur mit Computer oder Notebook. Einen entsprechend ausgestatteten mobilen Monitor testen wir in den nächsten Wochen.

Geht es um eine rein stationäre Nutzung, sind klassische Bildschirme wie der günstige Gaming-Monitor LG 24MK430H-B (Testbericht) die bessere Lösung. Sie bieten mehr Helligkeit und höhere Auflösung ab bereits 100 Euro.

Wer noch auf der Suche nach einem mobilen Arbeitsrechner ist, sollte sich den Artikel Chromebook oder Windows? Das beste System unter 600 Euro ansehen.

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