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Mini-Drucker für Smartphones im Test: HP Sprocket Plus

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Der tragbare Fotodrucker HP Sprocket Plus druckt selbstklebende Bilder direkt vom Smartphone. Wie gut das in der Praxis funktioniert, klärt der Test.

Der HP Sprocket Plus holt Bilder aus der digitalen Versenkung und bannt sie, unabhängig von Ort und Zeit, auf selbstklebenden Bilder in Visitenkartengröße. Das „Plus” markiert den Nachfolger des Ende 2016 veröffentlichten HP Sprocket. Der Hauptunterschied sind die um 30 Prozent größere Ausdrucke. Statt 5 × 7,6 cm sind die Fotos nun 5,8 × 8,7 cm groß.

Der HP Sprocket Plus misst 9 × 14 × 1,8 cm und wiegt mit zehn eingelegten Blättern 218 Gramm. Er ist damit damit sehr portabel. Sein Äußeres besteht komplett aus Kunststoff. Er kommt auf Wunsch in Schwarz oder Weiß. Wir haben beide Farben vorliegen und raten zum weißen Modell, da die schwarze Variante in Klavierlackoptik sehr anfällig für Fingerabdrücke ist und eigentlich immer schmuddelig aussieht.

Auf der Vorderseite, direkt über der Zierleiste, befindet sich ein Schlitz für die Ausgabe der fertigen Fotos. Direkt darüber ist eine kleine Status-LED verbaut. Die Lade-Buchse für das mitgelieferte Micro-USB-Kabel sitzt auf der rechten Gehäuse-Seite. Ein passendes Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang.

Die obere Abdeckung des Mini-Druckers können Nutzer mit leichtem Druck entfernen. Direkt dahinter befindet sich das Fach für das unbelichtete Zink-Papier. Eine offne Klappe führt, im Gegensatz zum Fujifilm Instax Share SP-3 (Testbericht), nicht zur Belichtung des Fotopapiers. Der Akku des HP Sprocket Plus ist fest verbaut und nicht austauschbar. Laut HP schafft der Drucker mit einer Akkuladung etwa 30 Ausdrucke.

Das Einlegen von neuem Fotopapier gestaltet sich unkompliziert. In jeder frischen Packung befinden sich zehn unbelichtete Blättchen, die der Nutzer lose und mit der weißen Fläche nach oben in den geöffneten HP Sprocket Plus legt. Das unterste Blatt, das sogenannte Smartsheet, ist für die Kalibrierung des Druckers notwendig.

Bild: Quelle: TechStage.de Die unbelichteten Bilder werden lose in den HP Sprocket Plus gelegt.

Der HP Sprocket Plus kommt, dank der Zink-Drucktechnik, ohne Tinte aus. Alle Farben befinden sich bereits im Fotopapier und werden über unterschiedliche Temperaturen und Einwirkdauer herausgekitzelt. Das Patent dafür liegt bei Zink Imaging, einer Tochterfirma von Polaroid.

Die Preise für das Fotopapier sind in den letzten Monaten gesunken und pendeln sich momentan bei unter 10 Euro für 20 Blatt ein. Das heißt, Nutzer zahlen hier unter 50 Cent pro Ausdruck und damit deutlich weniger als beim Konkurrenzprodukt Fujifilm Instax Share SP-3.

Der HP Sprocket Plus verbindet sich über die App Sprocket via Bluetooth mit einem Android- oder iOS-Gerät. In unserem Test kommt ein Google Pixel 2 (Testbericht) zum Einsatz.

Die App greift auf Bilder des internen Handy-Speichers zu. Zusätzlich können Nutzer ihr Instagram-, Facebook- und Google-Foto-Konto verknüpfen, um dort abgelegte Bilder zu drucken. Im Test funktioniert das problemlos. Die App bietet außerdem die Möglichkeit, direkt Bilder zu knipsen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Bilder vor dem Druck zu bearbeiten. Neben einer automatischen Optimierung können Nutzer die Parameter Helligkeit, Kontrast und Sättigung über einen Schieber anpassen. Die Pinch-to-Zoom-Geste zur Wahl des Bildschirmausschnitts funktioniert sehr gut. Neben vielen Filtern haben uns besonders die zahlreichen Sticker gefallen. Mit zusätzlichen Rahmen sowie einer Schrift- und Pinseloption bleiben kaum Wünsche offen.

Bild: Quelle: TechStage.de Die Ausdrucke kommen ohne weißen Rand aus.

Bei bestehender Verbindung zum Drucker dauert es etwa 45 Sekunden vom Auftrag bis zum fertigen Druck. Davon etwa 10 Sekunden für die Übertragung der Bilddaten via Bluetooth an den Drucker und etwa 35 Sekunden reine Druckzeit. Die ausgedruckten Bilder sind danach sofort fertig. Sehr gut gefällt uns, dass die fertigen Bilder keinen unbedruckten Rand haben. Allerdings werden ein paar Millimeter von der Originaldatei abgeschnitten, was vor dem Druck beachtet werden sollte.

Der HP Sprocket Plus stellt Details gut dar, was besonders Bildern zu Gute kommt, auf denen es viel zu entdecken gibt. Weniger gut gelingen, wegen deutlich sichtbarer Pixel-Cluster, Ausdrucke von hellen Farbverläufen. Hier hätte dem Sprocket Plus etwas Unschärfe gut gestanden. Auch fallen in hellen Bereichen unschöne Streifen auf, die dem Druckverfahren geschuldet sind. Die Ausdrucke können qualitativ nicht mit großen Fotodruckern mithalten.

Trotzdem gefallen uns die fertigen Bilder. Auch, weil sie nach dem Abziehen der Schutzfolie selbstklebend sind, was gerade unterwegs viele Einsatzmöglichkeiten eröffnet.

HP Sprocket Plus Photo Printer, schwarz (2FR86A)

HP Sprocket Plus schwarz

HP Sprocket Plus Photo Printer, weiß (2FR85A)

HP Sprocket Plus weiß

HP ZINK Sprocket Plus 2.3x3.4\

Zink-Fotopapier

(Kein Produktbild vorhanden)

Transporttasche HP Sprocket Plus

Der HP Sprocket Plus bietet sich dank seiner kompakten Größe und des geringen Gewichts für mobile Einsätze an. Tatsächlich ist der „Fun-Faktor" hoch, wenn zum Beispiel auf Partys selbstklebende Bilder der Gäste ausgedruckt und verschenkt werden.

Die Qualität der Bilder ist insgesamt ausreichend. Die besten Ergebnisse erziehlen Motive mit vielen Details und einem hohen Dynamikumfang. Helle Farbverläufe gelingen hingegen nicht so gut. Insgesamt finden wir die Bildqualität beim Fujifilm Instax Share SP-3 (Testbericht) ausgewogener und stimmiger.

Die Anschaffungskosten des mobilen Fotodruckers sind hoch, zusätzlich fallen pro ausgedrucktem Bild etwa 50 Cent an. Bei häufiger Nutzung ist der Smartphone-Drucker ein teures Vergnügen.

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